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Die Verantwortlichen des Massakers in Soma sind die Kapitalisten

15. Mai 2014

Massendemo in IstanbulNachstehend dokumentieren wir die Erklärung der BIR-KAR Stuttgart zu den Ereignissen in der Türkei.

Die Verantwortlichen des Massakers in Soma sind die Kapitalisten

Die Türkei und die Welt wurden durch ein großes Arbeitermassaker in Soma erschüttert. Um noch mehr Profit zu erzielen und ihr Vermögen noch mehr anzuhäufen, wird das Leben von Arbeitern missachtet. Es werden weder Schutzmaßnahmen getroffen, noch werden Regeln eingehalten. Hunderte von unseren Arbeiterbrüdern in Soma, die ohne Arbeitsschutz und ohne Arbeitssicherheit gezwungen waren unter schonungslos schweren Bedingungen zu arbeiten, waren von Anfang an dem Tod ausgesetzt. Die Verantwortlichen des Massakers von Soma sind diejenigen, die die Politik der Privatisierung und der Leiharbeit fortführen, zwecks Sparmaßnahmen auf dasLeben der Arbeiter absehen, die früheren Bergarbeitermassaker durch ihre Worte und ihre Praxis reinwaschen und diejenigen, die mit Arbeitssicherheitsgesetzen sogar die Kontrollen in den Betrieben privatisieren. Die blutsaugenden Kapitalisten werden weder durch die Ausbeutung noch durch das Blutvergießen der Arbeiter satt. Bereits früher wurden Arbeiter in der Hölle von Tuzla, in Davutpaşa und Zonguldak und woanders wissentlich dem Tod ausgesetzt. Es wird berichtet, dass bis jetzt über 300 Arbeiter in Soma ihr Leben verloren haben und hunderte verletzt sind. Noch immer sind Hunderte verschüttet und warten in tausenden Metern Tiefe auf den Tod.

Die Sprecher des Kapitals und der Regierung erklären mit einer Doppelzüngigkeit und Dreistigkeit ihre angebliche Trauer, ohne jedoch ein einziges Wort zu den Ursachen und den Verantwortlichen zu verlieren. Sie sind in lauter Aufregung, um ihre eigene Schuld zu vertuschen. Der nimmersatte kapitalistische Staat und ihre arbeiter- und werktätigenfeindliche Regierung machen skrupellose und die Arbeiter spottende Erklärungen, die nur Mördern Eigen ist. Und das Parlament, Beschützer der Kapitalisten, vertröstet mit der Gründung einer “Untersuchungskommission”. Auf der anderen Seite ist der Staat damit beschäftigt, das Umfeld um die Krankenhäuser und des Bergwerks mit herbeigeholten Sicherheitseinheiten aus den umliegenden Provinzen einzukesseln. Sie sind in Aufruhr, wie sie etwaige Massenproteste vorbeugen und zerschlagen können.

In Bolivien, Kuba und Venezuela wurde zum Generalstreik aufgerufen um so Ihre Solidarität und Trauer mit den Kumpeln zu zeigen. Auch in der Türkei haben einige Gewerkschaften zum Generalstreik aufgerufen. Hunderttausende Menschen sind in Türkei auf den Straßen, um gegen das Arbeitermassaker zu protestieren. Doch in Türkei geht der Staat gewaltsam mit Pfeffersprays, Wasserwerfern und Schlagstöcken gegen das trauernde Volk vor. Hier kam es bereits zu einigen schwerverletzten und verhafteten.

Wir kennen die Verantwortlichen dieses Massakers an den Arbeitern. Auch im Ausland müssen wir unsere Stimme erheben, um zu den Arbeitermassakern zu sagen “Es reicht jetzt”. Lasst uns die Mörder, die unsere Klassenbrüder in Fabriken und Betrieben, in Ateliers und in den Stollen auf dem Gewissen haben, enttarnen.

– Nieder mit den Arbeitermördern!

– Die Arbeiter und Werktätigen werden die Verantwortlichen der Massaker zur Rechenschaft ziehen!

– Die Einheit der Arbeiter wird das Kapital besiegen!

BIR-KAR Einheit der Arbeiter & Freundschaft der Völker
14.05.2014

One Comment leave one →
  1. tödlich und günstig. permalink
    17. Mai 2014 16:58

    Görmünal.

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