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Berlin: 400 Menschen Gedenken Opfern faschistischer Massaker in Odessa

5. Mai 2014

berlinsoliodessaMehrere hundert Menschen haben am späten Nachmittag am Sonntag in Kreuzberg mit einer spontanden Demonstration den Opfern des faschistischen Massakers in Odessa gedacht und ihre Solidarität mit den Antifaschist_innen in der Ukraine gezeigt. Immer wieder wurde die Mitverantwortung der deutschen Regierung und insbesondere des SPD-Aussenministers Frank-Walter-Steinmeier an dem faschistischen Progrom vom 2.Mai 2014 betont. Die deutsche Regierung hat gemeinsam mit anderen imperialistischen Nationen in den vergangenen Monaten und Jahren eine zentrale Rolle bei der Destabilisierung der Ukraine und der stärkung der faschistischen Bewegung gespielt. Die von Deutschland mitaufgebaute und unterstütze neue Kiewer Regierung, an der unter anderem die NPD-Schwesterpartei „Sloboda“ beteiligt ist, schürt gezielt nationalistische und anti-russischen Stimmungen in der Bevölkerung und führt im Moment eine blutige Militäroffensive gegen die Widerstandsbewegungen im Osten des Landes durch.

Die Demonstration, an der sich unterschiedlichste linke Organisationen aus Deutschland, der Türkei, Kurdistan, Griechenland uns Spanien beteiligten, begann kurz nach 18 Uhr am Kottbusser Tor mit einer Schweigeminute für die Opfer des Massakers von Odessa und der ukrainischen Militäroffensive im Osten des Landes. Im Anschluss wurde ein Brief eines Arztes aus Odessa verlesen, der die grausamen Ereignisse des Tages schilderte und fassungslos machte. Daraufhin sprachen Sevim Dagelen von der Bundestagsfraktion der Linkspartei und ein Gewerkschaftsaktivist und Antifaschist aus Griechenland, der zu einem gemeinsamen Kampf gegen die wachsende faschistische Bedrohung über alle Ländergrenzen hinweg aufrief.

Anschliessend zogen die 300 – 400 Demonstrierenden vom Kottbusser Tor durch die Skalitzer und Oranienstrasse zur Protestmahnwache der Flüchtlingsbewegung am Oranienplatz. Während der kurzen und kraftvollen Demonstration wurde immer wieder auf die Notwendig hingewiesen jetzt eine breite linke, antimilitaristische und antifaschistische Anti-Kriegs-Bewegung aufzubauen und dieses Feld der politischen Auseinandersetzungen nicht den obskuren und nationalistischen Kräften der „neuen Montagsdemonstrationen“ aufzubauen. Scharfe Kritik wurde in diesem Zusammenhang auch an dem ohnmächtigen Schweigen der radikalen Linken zu den Ereignissen in der Ukraine artikuliert. „Wenn die radikale Linke nicht in der Lage ist auf der Strasse Widerstand gegen die deutsche Kriegspolitik zu organisieren brauchen wir uns nicht zu wundern wenn die Menschen Rattenfängern wie KenFM oder Jürgen Elsässer nachlaufen.“ äusserte in diesem Zusammhang ein Vertreter der Antifaschistischen Revolutionären Aktion Berlin.

Kurz vor Acht endete die Demonstration an der Flüchtlingsmahnwache am Oranienplatz, wo zu einem gemeinsamen Kampf gegen Rassismus, Nationalismus, Krieg und das kapitalistische Wirtschaftssystem aufgerufen wurde. Turgay von der revolutionären Flüchtlingsbewegung sprach den hinterbliebenen des Massakers in Odessa in einem abschliessenden Redebeitrag sein Beileid aus und zeigte den Zusammenhang zwischen Kapitalismus, Faschismus, Krieg und der rassistischen eruopäischen Flüchtlingspolitik auf. Mit einem Appell die Flüchtlinge am Oranienplatz und den Hungerstreik am Alexanderplatz zu unterstützen und in den kommenden Tagen weitere explizit antifaschistischen und antimilitaristischen Proteste gegen die deutsche Einflussnahme in der Ukraine zu organisieren.

Quelle: ARAB via Linksunten Indymedia

5 Kommentare leave one →
  1. Pedram Shahyar auf der Mahnwache für den Frieden am 5.Mai 2014 in Berlin permalink
    7. Mai 2014 16:43

  2. Die mitverantwortung des westens für die Ukraine-Krise mit T. Konicz u. D. Dahn permalink
    10. Mai 2014 15:28

    http://www.kontext-tv.de/node/413

    • Ein weltpolitischer Lackmustest permalink
      11. Mai 2014 13:50

      BERLIN/WASHINGTON
      (Eigener Bericht) – Transatlantisch orientierte Kreise warnen vor globalen Machteinbußen des westlichen Kriegsbündnisses und dringen für den Kampf um die Ukraine auf einen engeren Schulterschluss der NATO-Staaten gegen Russland. Dass das Kiewer Marionettenregime die Herrschaft über die Krim verloren habe, habe unter Verbündeten des Westens weltweit Befürchtungen ausgelöst, die Unterstützung der USA und der NATO reiche im Ernstfall nicht zur Durchsetzung der eigenen Interessen aus, heißt es in Presseberichten. Die weltweite Hegemonie des Westens bekomme dadurch Risse.
      Quelle: http://german-foreign-policy.com/de/fulltext/58859

      Legitimationskrise, 05.05.2014
      ODESSA/BERLIN
      (Eigener Bericht) – Die beispiellose Desinformationskampagne führender deutscher Medien hat anlässlich der in Odessa verübten Morde an über 40 Menschen einen neuen Höhepunkt erreicht. In der ukrainischen Millionenmetropole sei das Gewerkschaftshaus „in Brand geraten“ – „eine Katastrophe“, deren Urheber noch nicht bekannt wären, hieß es unmittelbar nach der Brandschatzung am 2. Mai übereinstimmend. Während auf Fotos internationaler Presseagenturen Anhänger der Kiewer Putschisten zu sehen waren,
      http://german-foreign-policy.com/de/fulltext/58857

      http://www.hintergrund.de/ukraine-spezial.html

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