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„Young Union Movement“ – Gegenöffentlichkeit zum DGB-Kongress

29. April 2014

yumbrosch_bild_02Die Anarcho Syndikalistische Jugend Berlin informiert: Die Bro­schü­re zur „Young Union Mo­ve­ment“-Kam­pa­gne ist er­schie­nen! Als Teil einer Ge­gen­öf­fent­lich­keit zum DGB-Kon­gress vom 11. – 16. Mai 2014 will sie den Zu­stand der (deut­schen) Ge­werk­schafts­be­we­gung ana­ly­sie­ren und auf­zei­gen, wel­che Mög­lich­kei­ten eine ba­sis­de­mo­kra­ti­sche, syn­di­ka­lis­ti­sche Or­ga­ni­sie­rungs­form bie­tet.

Aus der Einleitung:

Was für die Politik der Parteien gilt, gilt auch für die Gewerkschaft: Menschen sind zunehmend verdrossen von ihr – und das aus guten Gründen! Im Gegensatz zur Parteiverdrossenheit hat das abnehmende Vertrauen in die Idee der ökonomischen Organisation aber fatale Folgen: Politische Kämpfe werden kaum noch ökonomisch, sondern häufig nur noch symbolisch geführt. Dieser Umstand hat in der Vergangenheit nicht nur das Kräfteverhältnis zwischen Kapital und Arbeit für Letztere zum Schlechteren gewendet, es ist auch grundlegend die Erkenntnis verloren gegangen, dass jeder politische Kampf letztlich ein ökonomischer sein muss.

Agenda 2010, Hartz IV, Rente mit 67, Leiharbeit, Prekarisierung und Gentrifizierung sind heute Stichwörter, die auch auf das Versagen der großen Einzelgewerkschaften des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hinweisen. Zu keiner Zeit haben sie ernsthafte Anstrengungen unternommen, dieser Entwicklung etwas entgegenzusetzen. Stattdessen haben sie sich in sozialpartnerschaftlicher Manier darauf beschränkt, Lobbyismus zu betreiben, sich neoliberale Ideen wie Standortlogik und Flexibilisierung angeeignet und sogenannten ökonomischen Sachzwängen unterworfen. Vor allem, weil es sich hierbei nicht um eine einfache Nachlässigkeit handelt, sondern um ein strukturelles Problem, müssen die DGB-Gewerkschaften dafür in die Verantwortung genommen werden. (…)

Syndikalismus pushen!

Die Young Union Movement Kampagne hat sich also viele Ziele gesteckt. Konkret will sie eine Gegenöffentlichkeit zu den DGB-Kongressen etablieren und die Demokratiedefizite und sozialpartnerschaftlichen Strukturen aufdecken. Darüber hinaus will sie sensibilisieren – für gewerkschaftliches Engagement und gegen die herrschende Vorstellung, Gewerkschaft sei gleich Gewerkschaft. Nicht zu Letzt ist es aber erklärtes Ziel der Kampagne, den Gewerkschaftsgedanken ganz allgemein stärker ins Bewusstsein zu bringen und dafür zu mobilisieren, sich endlich wieder dem ökonomischen Kampf zuzuwenden und gewerkschaftlich tätig zu werden!

Dafür wollen wir den Gewerkschaften des DGB die Basisgewerkschaft als demokratische und klassenkämpferische Organisationsform entgegensetzen. Wir glauben, dass es eine durchsetzungsstarke und dynamische Gewerkschaftsbewegung braucht, die sich abgrenzt von einer Einheitsgewerkschaft, die sich in jeder Hinsicht disqualifiziert hat. Noch ist die öffentliche Dominanz und lokale Stellung der DGB-Gewerkschaften enorm, doch gibt es mittlerweile alternative Strukturen, an die angeknüpft werden kann.

Die gesamte Broschüre kann hier gelesen werden (PDF)

One Comment leave one →
  1. Schöne Sache permalink
    30. April 2014 07:45

    Das hört sich ja interessant an, und die Broschüre sieht auch chic aus! Klasse auch, dass sowas von der Jugendorganisation kommt.

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