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Veranstaltungsreihe: „Anarchismus – auch in der Schweiz“

23. April 2014

Plakat_ohne_ProgrammDie Freie Arbeiter*innen Union lädt zur Veranstaltungsreihe „Anarchismus – auch in der Schweiz“ ein. Mit diversen Vorträgen, Workshops und Konzerten, mit einer anarchistischen Buchmesse, einer Stadtführung und viel Gesprächsraum wollen wir die Frage stellen, was Anarchismus heute bedeuten kann. Der Anlass zu diesem Veranstaltungswochenende ist der 200. Geburtstag des bekannten Anarchisten Michael Bakunin. Er liegt auf dem Berner Bremgartenfriedhof begraben, da er seine letzten Lebensjahre in der Schweiz verbracht hat. Ein paar Jahre vorher wurde mit seiner Beteiligung die antiautoritäre Internationale im bernjurassischen St. Imier gegründet.

Wie steht es eigentlich heute um die Ideen des Anarchismus? Die Möglichkeit zur individuellen, selbstverantwortlichen Lebensführung wird zwar groß geschrieben, und autoritäre Herrschaftssysteme werden lautstark kritisiert. Doch ist der Anarchismus deshalb auf dem Vormarsch? Oder sind politische Demonstrationen und Proteste, ist die Kritik an Herrschaft und Kapitalismus nur etwas für Ewiggestrige?

Natürlich ist der Alltag irgendwo dazwischen. Die Ideale des Anarchismus haben durchaus einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft – solange ihre Konsequenzen nicht als Gesamtpaket daherkommen. Individuelle Freiheit, Partizipation, Gemeinschaft, kollektive Verantwortung, etc. werden als Eigenschaften von Menschen und Gesellschaft en hoch angesehen. Das Vertrauen in die Umsetzbarkeit dieser Konzepte in politischen oder wirtschaft lichen Organisationsweisen ist aber nur sehr beschränkt vorhanden.

Der Anarchismus ist eine lebendige Tradition. Der Blick in die Vergangenheit reicht aber nicht, um zu erklären, was die Menschen heute dazu bewegt, sich mit anarchistischen Ideen auseinanderzusetzen bzw. für sie einzustehen. Folkloristische Rituale, große Namen und die Anpreisung vergangener Höhepunkte machen den lebendigen Anarchismus nicht aus. Um Utopien für eine kollektivistische und herrschaftsfreie Gesellschaft in der Zukunft zu entwickeln, setzen sich Anarchist*innen intensiv mit Organisationsformen auseinander: Sie suchen nach basisdemokratischen und konsensorientierten Entscheidungsfindungen, sie erproben Kooperationsformen, die das alltägliche Leben organisieren oder diskutieren die Frage nach moralischen Grundsätzen für eine heterogene und (genau darum) tolerante und respektvolle Gesellschaft.

Das Veranstaltungswochenende soll diesen Alltag abbilden: Sowohl durch die Themenwahl der Vorträge, welche gegenwärtige Fragen mit historischen Entwicklungen verknüpfen als auch durch die Möglichkeit zum Austausch.

Der Anarchismusforscher Werner Portmann beginnt am Freitagabend mit einer Einführungsveranstaltung im Käfigturm.Anschließend sind die Liedermacher David Rovics und Nils van der Waerden im Kulturlokal ONO zu hören. Am Samstag und Sonntag finden die Buchmesse sowie diverse inhaltliche Veranstaltungen auf Deutsch und Französisch in den Räumlichkeiten des Progr’s statt. In Planung ist außerdem ein Konzert am Samstagabend im Dachstock der Reitschule.

Weitere Infos

Kontakt info(at)faubern.ch 0041 – 76 710 11 81

Das Veranstaltungswochenende findet vom 16. – 18. Mai 2014 in Bern statt.

Detaillierte Informationen zu den Veranstaltungen finden sich in diesem Faltblatt:

http://www.faubern.ch/index.php/anarchismus-auch-in-der-schweiz.html?file=files/fau-bern/Veranstaltungswochenende/Leporello_Anarchismus_auch_in_der_Schweiz.pdf

4 Kommentare leave one →
  1. Redskin permalink
    23. April 2014 16:46

    Sieh da… Hansi Oostinga hält auch einen Vortrag. Es hat sich wohl noch nicht bis in die Schweiz herumgesprochen welcher Art Genosse dieser feine und immer unschuldige Mensch ist. Offenbar wissen sie dort auch nichts davon, wie er hier in Deutschland immer den Anarchismus runtermacht. Witzig, das er nun bei einem Treffen zu gerade diesem Thema auftreten soll.

  2. Russel Brands Philosophie des Anarchopopulismus permalink
    24. April 2014 07:37

    Populismus hat bei uns keinen sehr guten Ruf. Mit Populismus wird meistens Stammtisch und Bierzelt verbunden. In Großbritannien haben wir ein neues Phänomen: Anarchismus goes Pop.

    Das neue Gesicht dieser neuen Bewegung ist Russel Brand Komiker, BBC Fernsehmoderator und Schauspieler. Er wurde als MTV-Award Laudatio Redner bekannt. Nun geht er in die Politik. Russel Brand hat im letzten Jahr mit einem Interview Schlagzeilen gemacht. In einem BBC Interview hat er seine Sympathie für die Occupy Bewegung ausgedrückt und sich den Slogan „Wir sind die 99%“ zu eigen gemacht.
    http://www.huffingtonpost.de/jan-stephan/russel-brands-philosophie_b_5189911.html

  3. kleine Zecke permalink
    14. Mai 2014 09:39

    Bald gehts los. Ich freu mich drauf zu sehen was in der Schweiz so geht. Ich find den Syndikalismus zwar gut aber die Zeitung von der FAU Bern ist doch recht dröge und unattraktiv. Es wäre gut wenn es dort auch eine ASJ geben würde.

    • punk permalink
      14. Mai 2014 17:40

      selbst die kleenste zecke hatn arsch zum hochkriegen

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