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Heraus zum revolutionären 1. Mai in Stuttgart

22. April 2014

stuttgartZum 10. mal in Folge findet in Stuttgart wieder eine revolutionäre 1. Mai Demo statt. Unter dem Motto „Nichts bleibt wie es ist… Gegen Krieg und Ka­pi­tal: Für So­li­da­ri­tät und Klas­sen­kampf!“ startet die Demo um 12 Uhr am Schlossplatz. Auch dieses Jahr sind wir wieder auf der Demo und dem anschließenden Fest ab 14 Uhr im Linken Zentrum Lilo Herrmann vertreten.

Mit die­sem Auf­ruf wol­len wir allen Men­schen, die gegen Ka­pi­ta­lis­mus samt sei­ner Zwangs­me­cha­nis­men auf die Stra­ße gehen wol­len, die Mög­lich­keit geben mit Gleich­ge­sinn­ten an der De­mons­tra­ti­on teil­zu­neh­men. Uns geht es nicht, ver­schie­de­ne Po­si­tio­nen ge­gen­ein­an­der aus­zu­spie­len oder die De­mons­tra­ti­on in­halt­lich zu spal­ten. Wir sehen den Auf­ruf als eine theo­re­ti­sche Er­gän­zung zu den bis­he­ri­gen Ana­ly­sen, Po­si­tio­nen und Per­spek­ti­ven.Als Teil der plu­ra­lis­ti­schen Lin­ken sehen wir es er­for­der­lich an, alle Strö­mun­gen für eine Per­spek­ti­ve fern­ab von Aus­beu­tung und Herr­schaft zu mo­bi­li­sie­ren. Das ka­pi­ta­lis­ti­sche Aus­beu­tungs­sys­tem, die (immer wie­der keh­ren­den) Wirt­schafts­kri­sen und die re­ak­tio­nä­ren Na­tio­nal­staa­ten las­sen es nicht zu, sich wei­ter mit ideo­lo­gi­schen Gra­ben­kämp­fen auf­zu­hal­ten.

Wir glau­ben nicht, dass die so­zi­al-​re­for­mis­ti­schen Ge­werk­schafts­ap­pa­ra­te samt ihrer Mit­glie­der sich der­art ra­di­ka­li­sie­ren, dass die Stand­ort­lo­gik und die Le­gi­ti­ma­ti­on der Wirt­schafts-​ und Staats­ord­nung in Frage ge­stellt wird. Ganz im Ge­gen­teil, der DGB dient auch dazu, den an­ge­stau­ten Frust sei­nes bei­trags­zah­len­den An­hangs in ge­ord­ne­ten und harm­lo­sen Bah­nen frei­en Lauf zu las­sen, eine Ab­leh­nung hin­ge­gen, oder gar Kampf­for­men gegen den Ar­beits­zwang und die ka­pi­ta­lis­ti­sche Aus­beu­tung wird nicht als Mit­tel des ge­werk­schaft­li­chen Kamp­fes an­ge­bo­ten. Keine Par­tei, weder im Hier und Jetzt, noch in fer­ner Zu­kunft wird uns den Aus­bruch aus dem Gan­zen brin­gen, son­dern statt Agi­ta­ti­on, braucht es die ba­sis­de­mo­kra­ti­sche Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on aller!

Ar­beit und Lohn ist nicht alles! Wir leh­nen neben den sin­ken­den Löh­nen, dem Abbau von Ar­beits­plät­zen und der Hart­z4-​Re­pres­sio­nen ge­ne­rell die so­zia­le Be­vor­mun­dung ab. Stei­gen­de Mie­ten und die stän­di­ge Er­hö­hung der Fahr­prei­se der öf­fent­li­chen Ver­kehrs­mit­tel ma­chen den All­tag für immer mehr Men­schen zu einen täg­li­chen Über­le­bens­kampf, trotz Ar­beits-​ und Lohn­ver­hält­nis.
Die dro­hen­den Zwangs­räu­mun­gen, die ex­plo­die­ren­de Le­bens­kos­ten und die hoff­nungs­lo­sen Woh­nungs­su­chen füh­ren zu so­zia­len Span­nun­gen, die bei der Zu­spit­zung der Ver­hält­nis­se zu einer Stim­mung des Auf­stands füh­ren kann.

Die so­zia­len Wi­der­sprü­che und Span­nun­gen wer­den durch die herr­schen­de Po­li­tik und ei­ni­gen Me­di­en ka­schiert und in fal­sche Bah­nen ge­lenkt, in dem Un­schul­di­gen wie Flüch­ten­den, Mi­gran­ten oder Men­schen in Süd­eu­ro­pa die Schuld für immer mehr Armut, Exis­tenz­angst, sin­ken­de Löhne und Ar­beits­plät­ze zu­ge­scho­ben wird. Ver­kürz­te und per­so­na­li­sier­te Ka­pi­ta­lis­mus­kri­tik wird nicht nur von den Herr­schen­den re­pro­du­ziert, son­dern auch man­che Pro­tes­te wie die mitt­ler­wei­le tote Oc­cu­py-​Be­we­gung den­ken in fal­schen und ein­fa­chen Ver­hält­nis­sen.

Un­se­re an­ti­ka­pi­ta­lis­ti­sche Pra­xis und Kri­sen­po­li­tik ist die De­mo­kra­tie und die Hand­lungs­macht von unten. Selbst­be­wuss­te Spar­ten­ge­werk­schaf­ten, an­ar­cho­syn­di­ka­lis­ti­sche Ge­werk­schaf­ten, an­ar­chis­ti­sche wie rä­te­kom­mu­nis­ti­sche Ba­sis­grup­pen, au­to­no­me und an­ti­ka­pi­ta­lis­ti­sche Zen­tren und wei­te­re For­men der Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on und Selbst­ver­wal­tung im Aus­tausch und der Zu­sam­men­ar­beit über­win­den die bis­he­ri­gen Teil­be­reichs­kämp­fe und ihre Sach­ver­wal­tungs­ap­pa­ra­te. Die Er­fah­run­gen, Fä­hig­kei­ten und Kennt­nis­se in­ner­halb die­ser Struk­tu­ren, ver­bun­den mit po­si­ti­ven Er­leb­nis­sen von De­mons­tra­ti­on, Streiks und an­de­ren Pro­test­for­men er­mög­li­chen die Wahr­neh­mung der ei­ge­nen Mün­dig­keit und der Selbst­ent­fal­tung. Die­ser Pro­zess er­weckt und ent­fal­tet das auf­stän­di­sche Be­wusst­sein der Men­schen neben den ge­ziel­ten Zu­spit­zun­gen der be­ste­hen­den Ver­hält­nis­se durch Gras­wur­zel­ar­beit und In­ter­ven­ti­on. Keine Or­ga­ni­sa­ti­ons­form als Vor­hut und Stell­ver­tre­ter*in der Aus­ge­beu­te­ten und Un­ter­drück­ten, son­dern die Be­trof­fe­nen selbst haben ihr Schick­sal und ihre Zu­kunft in der Hand.

Eine freie Ge­sell­schaft ohne Lohnar­beit, Aus­beu­tung, Un­ter­drü­ckung, Um­welt­zer­stö­rung und wei­te­re Grau­sam­kei­ten des Be­ste­hen­den kann nur durch die Über­win­dung des Ka­pi­ta­lis­mus er­fol­gen und einer Um­ge­stal­tung des Wirt­schafts­sys­tems. Dafür müs­sen wir alle ge­mein­sam uns ver­net­zen, or­ga­ni­sie­ren und zu­sam­men ar­bei­ten. Um einen mehr­di­men­sio­na­len an­ti­ka­pi­ta­lis­ti­schen Wi­der­stand auf die Beine zu stel­len, der alle Ver­hält­nis­se um­wirft.

Durch die De­mo-​Teil­nah­me wol­len wir auch trans­na­tio­na­le So­li­da­ri­tät an alle Be­trof­fe­nen welt­weit sen­den, die durch die Um­welt­zer­stö­rung, Krieg, Hun­ger, Armut und die Kri­sen­re­gime wort­wört­lich um ihr Leben kämp­fen. Von daher ist es wich­tig, hier in Deutsch­land gegen die ka­pi­ta­lis­ti­sche Zu­stän­de vor­zu­ge­hen. Denn der Haupt­feind steht im ei­ge­nen Land.

Unser Ziel ist nicht nur die Ab­schaf­fung der öko­no­mi­schen Ord­nung, die Men­schen, Tiere und Um­welt nach Pro­fit­nut­zen aus­beu­tet und ver­nich­tet son­dern die Eman­zi­pa­ti­on an sich. Die Per­spek­ti­ve einer herr­schafts­frei­en und frei­heit­li­chen Ge­sell­schaft, die alle Herr­schafts­ver­hält­nis­se und Un­ter­drü­ckungs­me­cha­nis­men aus­he­belt, bringt uns am 01. Mai 2014 in Stutt­gart auf die Stra­ße.

Für einen kon­se­quen­ten An­ti­na­tio­na­lis­mus und die so­zia­le Be­frei­ung von jeg­li­cher Herr­schaft welt­weit.
Für die so­zia­le und an­ti­au­to­ri­tä­re Re­vo­lu­ti­on. Der kom­men­de Auf­stand sind wir alle!

Quelle: Libertäres Bündnis Ludwigsburg

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