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Atheistenverband: Ethikunterricht verhindert Gleichberechtigung

17. April 2014

fuck religionscumDer Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) begrüßt die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes vom 16.04.2014. Das Gericht verneinte eine verfassungsrechtliche Verpflichtung zur Einrichtung eines Schulfachs Ethik in der Grundschule. Die Klägerin behauptete, die Nichterteilung des Faches Ethik bedeute eine Benachteiligung der Konfessionslosen.

„Konfessionslose Schülerinnen und Schüler werden durch die Nichterteilung eines Ethik-Unterrichtes keineswegs benachteiligt. Am freiwilligen Religionsunterricht Teilnehmende erhalten gute Noten für das Nachbeten von Glaubensinhalten. Dieser augenscheinliche Vorteil ist durch einen Ersatzunterricht ‚Ethik‘ nicht auszugleichen, da diesem Fakten – und keine Glaubenssätze – zugrunde liegen“, sagt Rainer Ponitka, Sprecher der AG Schule des IBKA.

„Der Ethikunterricht als Zwangsersatzfach erschwert für Lernende die Entscheidung, ob sie am Religionsunterricht teilnehmen wollen, oder eben nicht. Ebenfalls wertet er den Religionsunterricht auf, der einzig den Sinn hat, die Glaubenssätze der jeweiligen Religionsgemeinschaft als bestehende Wahrheit zu vermitteln. Die Installation des Ersatzfaches vermittelt den Eindruck, Konfessionslose müssten einen Makel kompensieren.“

Nach Ansicht des IBKA sei die Schule der Ort in der Gesellschaft, an dem Kinder und Jugendliche gemeinsam und unter Anleitung vielseitige Information vermittelt bekommen, um ihre Fähigkeit zu einem selbstbestimmten Leben zu entwickeln. Dazu gehöre auch unvoreingenommene und sachliche Information über Religionen und Weltanschauung. Der Staat dürfe allerdings keiner bestimmten Religion den Vorzug geben oder gar vermitteln, dass ein Mensch ohne Religion unvollkommen sei.

Ponitka weiter: „Der IBKA fordert die konsequente Anwendung des Grundsatzes der Trennung von Staat und Kirche im gesamten Schulwesen. Werte des modernen und demokratischen Zusammenlebens auf Basis der Menschenrechte und anderer geltender Gesetze können in der Grundschule vom gesamten Lehrkörper vermittelt werden, auch in einem für alle Schülerinnen und Schüler verbindlichen Sachkundeunterricht. Da das gesamte Schulwesen unter Aufsicht des Staates steht, kann der Religionsunterricht als freiwilliges Fach – aber in Finanzierung durch die Religionsgemeinschaften – bestehen bleiben. Doch der Status des ordentlichen Lehrfaches muss ihm von der Politik endlich aberkannt werden.“

Solange allerdings der Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach gelte, müssten aus einer emanzipatorischen Sichtweise heraus auch andere Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften das unbestrittene Recht haben, ihre Glaubenssätze in der staatlichen Schule unterrichten zu dürfen.

Quelle: PM IBKA

4 Kommentare leave one →
  1. Habt ihr schon mal nen Homo Sapiens gesehen? permalink
    18. Oktober 2014 16:52

    Habt ihr schon mal nen Homo Sapiens gesehen?

  2. Atheisten und Konfessionsfreie weltweit verfolgt und benachteiligt permalink
    12. Dezember 2014 13:08

    Atheisten und Konfessionsfreie weltweit verfolgt und benachteiligt

    Todesstrafe, Gefängnis, systematische Benachteiligung: In fast allen Ländern der Erde werden Menschen diskriminiert und teils extrem bestraft, weil sie nicht an einen Gott glauben. Das zeigt ein aktueller IHEU-Bericht (http://freethoughtreport.com ), welcher zum Tag der Menschenrechte vorgestellt wurde. Auch der Bundesrepublik Deutschland werden eklatante Missstände attestiert.

    http://www.diesseits.de/perspektiven/nachrichten/deutschland/1418166000/iheu-bericht-atheisten-konfessionsfreie-weltweit-ver

  3. Ministerin Löhrmann: Sexualerziehung MUSS Religion achten permalink
    17. Dezember 2014 21:20

    Anfrage im Düsseldorfer Landtag
    Ministerin Löhrmann: Sexualerziehung muss Religion achten

    Düsseldorf. Bei der Sexualerziehung an den nordrhein-westfälischen Schulen müssen die Lehrer religiöse und weltanschauliche Überzeugungen berücksichtigen. Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) erklärte in einer am Dienstag veröffentlichten Antwort auf eine Kleine Anfrage der CDU im Düsseldorfer Landtag, die Lehrkräfte seien „zu besonderer Toleranz und Rücksicht gegenüber verschiedenen Wertvorstellungen verpflichtet“.

    Die Lehrer wählten Unterrichtsmaterialien zwar „eigenverantwortlich und verantwortungsbewusst“ aus. Die Eltern seien aber von der Schule rechtzeitig über Ziele, Inhalt, Methoden und Medien der Sexualerziehung zu informieren.

    Löhrmann betonte, dass die Sexualerziehung „zu allererst“ Teil des natürlichen und verfassungsmäßig verankerten Erziehungsrechts der Eltern sei. Die fächerübergreifende schulische Sexualerziehung erfolge ergänzend. Dabei kooperierten die Schulen auch mit außerschulischen Einrichtungen. Zahlenmaterial über den Umfang solcher Kooperationen lägen dem Schulministerium ebenso wenig vor wie Angaben über die eingesetzten Unterrichtsmittel.

    Der Landesregierung seien bisher aber keine Beschwerden von Eltern über den schulischen Einsatz von zuletzt in der Öffentlichkeit kritisierten Aufklärungsmaterialien bekannt.

    Die CDU-Opposition hatte von der rot-grünen Landesregierung Aufklärung über die Formen und Inhalte der Sexualpädagogik an den NRW-Schulen verlangt. Die CDU-Landtagsabgeordnete Ilka von Boeselager wollte wissen, in welchem Umfang schulfremde Experten und Organisationen im Unterricht sexuelle Aufklärungsarbeit leisten. Zudem fragte die Politikerin, ob umstrittene Materialien zum Einsatz kämen.

    Die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ hatte über den Einsatz von Materialien bei der Sexualaufklärung an NRW-Schulen berichtet, die bei Eltern, Experten und Kinderschützern Bedenken hervorgerufen hätten. Als Beispiel wird der „Kondomführerschein“ genannt, den die Landesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit mit einem Theorie- und Praxistest für den Schulunterricht anbietet. In der Kritik stehen auch die im Unterricht eingesetzten Bücher „Sexualpädagogik weiter denken“ und „Sozialpädagogik der Vielfalt“.

    Quelle: KNA

    http://www.rp-online.de/nrw/landespolitik/ministerin-loehrmann-sexualerziehung-muss-religion-achten-aid-1.4744573

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