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Schwarz-Roter Ticker (160) [4 Meldungen]

31. März 2014

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Städte testen digitale Paßfotos

Köln und Göttingen testen ein Verfahren zum elektronischen Versand von Paßfotos. Wer einen Personalausweis beantragt, muß dafür kein Foto mehr mitbringen. Fotografen können die Bilder jetzt elektronisch an die Paßbehörde übermitteln, sagte ein Göttinger Stadtsprecher. Die beiden Städte arbeiten bei dem Pilotprojekt mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zusammen. Übermittelt werden die Bilder per De-Mail. Kritiker bemängeln, daß die Verschlüsselung nur unzureichend sei. (dpa/jW)

Videoüberwachung in Connewitz aufgeflogen

connewitzIm Leipziger Stadtteil Connewitz ist eine versteckte Video-Überwachungsanlage entdeckt worden. Sie befand sich in einer Art „konspirativer Wohnung“ in einem leerstehenden Haus in der Simildenstraße, gegenüber der Gaststätte „Frau Krause“. Die Kamera war auf den gegenüberliegenden Straßenzug gerichtet und hatte von dort aus den Gehweg, mehrere Hauseingänge und etliche Wohnungsfenster im Blick. Die Kamera war nur durch Zufall entdeckt worden. Sie stand versetzt im Hausinneren der ersten Etage und war von außen nicht zu erkennen. Leuchtende Dioden waren eigens abgeklebt worden. Allerdings war ein kleiner Teil des Fensters von innen gesäubert worden, um einen ungetrübten Blick nach außen zu ermöglichen. Die umfangreiche technische Ausstattung lässt den Schluss zu, dass die schwenkbare Kamera sowohl an einem Festplattenrecorder angeschlossen war, als auch über eine LTE-Mobilfunk-Verbindung angesteuert werden konnte. Wer die Anlage betrieben hat, ist bislang nicht bekannt. Bekannt ist nur, dass diese Art der videografischen Observation sowohl von der Polizei, als auch von VS-Behörden eingesetzt wird. Die Mitwisserschaft des Hauseigentümers ist nicht auszuschließen. Allerdings wird die nun entdeckte Anlage niemandem mehr nützen, denn sie wurde unbrauchbar gemacht. Falls die Anlage zur Beweissicherung in einem Ermittlungsverfahren diente, sollten sich Anwohner_innen der Simildenstraße vorsehen: Nach dem unplanmäßigen Ausfall der Anlage könnten sich Ermittlungsbehörden nun verleitet sehen, andere Methoden der Beweissicherung anzuwenden, beispielsweise die Hausdurchsuchung. Für politisch aktive Menschen bedeutet das, den obligatorischen Frühjahrsputz besser vorzuziehen. Die Videoobservation reiht sich ein in eine ganze Serie von Überwachungsmaßnahmen, die in der jüngsten Vergangenheit insbesondere in Connewitz bekannt geworden sind. Das Repertoire reicht über den Einsatz von Zivilstreifen, das Anbringen eines Peilsenders bis hin zur Einrichtung eines eigenen Polizeipostens im so genannten „Problemkiez“. Kürzlich wurde aufgedeckt, dass mithilfe einer Kameraanlage auch der nahe gelegene Herderpark verdeckt überwacht wird. Nach wie vor gilt es also, die Augen offen zu halten, umsichtig zu handeln, Gerüchte zu vermeiden und Bullen keine Angriffspunkte zu liefern. (Linksunten Indymedia)

Mehr Geld für Investmentbanker

Die Deutsche Bank hat laut einem Vorabbericht der am Montag erscheinenden Wirtschaftswoche die Festgehälter für ihre Investmentbanker angehoben. Damit wolle das Unternehmen verhindern, daß seine »Spitzenleute« wegen einer neuen Regulierung weniger verdienen, schreibt das Blatt. Variable Boni dürften künftig nur noch so hoch wie das Festgehalt ausfallen, mit Genehmigung der Hauptversammlung könnten sie auf bis das Doppelte steigen. Von den Gehaltserhöhungen soll laut dem Magazin »eine dreistellige Zahl« von Angestellten profitieren. Das größte deutsche Geldhaus kommentierte den Bericht bisher nicht. Andererseits hatte die Bank erst kürzlich auf einen schwachen Jahresauftakt im Investmentbanking hingewiesen. Nach Handelsblatt-Informationen plant sie, in dem Bereich weitere rund 500 Stellen zu streichen. In der EU gibt es seit längerem Vorschläge, die Aktivitäten großer Banken in die klassische Kunden- und in die Investmentsparte aufzuspalten. Bei der Entwicklung eines solchen Trennbankensystems kommt Europa aus Sicht von Kritikern aber viel zu langsam voran. (dpa/jW)

Türkei: Erdogan erklärt Wahlsieg – und droht

Verbunden mit heftigen Drohungen an die Adresse seiner Gegner hat der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan den Sieg seiner Partei bei den Kommunalwahlen erklärt. Aktivisten berichteten indes über Anzeichen für Wahlbetrug. Vor tausenden jubelnden Anhängern kündigte Erdogan in der Nacht zu Montag derweil an, seine Gegner würden für Anschuldigungen und Kritik der vergangenen Monate »bezahlen« müssen. Nach Auszählung von über 80 Prozent der Stimmzettel kam die AKP auf 45 Prozent.Laut Teilergebnissen nach Auszählung von 80 Prozent der Stimmzettel kam die islamisch-konservative AKP am Sonntag landesweit auf 45 Prozent, weit vor der wichtigsten Oppositionspartei CHP mit 28 Prozent. Die AKP gewann auch die Metropole Istanbul. In der Hauptstadt Ankara zeichnete sich dagegen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Kandidaten von AKP und CHP ab. Noch während der Auszählung kam es zu heftigem Streit mit der oppositionellen CHP, deren Kandidaten den Sieg in Istanbul und Ankara für sich beanspruchten. Beide Seite warfen sich gegenseitig Manipulationen vor. (Neues Deutschland)

18 Kommentare leave one →
  1. Transportgewerbe – Mobilisierungsvideo zum internationalen Protesttag am 3.5.2014. Auf nach Berlin! permalink
    31. März 2014 18:23

    Das aktuelle Mobilisierungsvideo bricht alle Rekorde. 1000 Klicks
    innerhalb eines Tages. Im besten Fall hatte ich es innerhalb einiger
    Wochen, im Normalfall in mehreren Monaten.

  2. Am 3. Mai rufen Fahrerorganisationen in sieben europäischen Ländern Kolleg*innen aller Branchen zu Protesten gegen Sozialdumping auf. In Berlin geht es zum Brandenburger Tor permalink
    31. März 2014 18:37

    Europäische Kraftfahrer rufen Länder- und Branchenübergreifend zu Kundgebungen auf! Jeder in seinem Land, jeder vor seinem Parlament! Proteste sind bisher in Stockholm, Oslo, Rom, Kopenhagen, Den Haag, Madrid und Berlin angekündigt.

    Ablauf in Berlin:

    ab 9 Uhr sammeln sich die Trucks, Motorräder, Busse usw. an vier Treffpunkten: Raststätte Am Fichtenplan Nord; Raststätte Dreilinden; Raststätte Stolper Hiede; Dahlwitz-Hoppegarten, Technikerstr.

    10 Uhr Beginn der Sternfahrt in vier Konvois zum Brandenburger Tor

    11 Uhr Beginn der Demonstration für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen am Lustgarten über Unter den Linden, Friedrichstraße Richtung Brandenburger Tor

    12 Uhr Kundgebung vor dem Brandenburger Tor (Richtung Str. des 17. Juni) mit Gastredner Gregor Gysi, Fahrervertretern, griech. Basisgewerkschaften und weiteren Redner*innen aus verschiedenen Branchen danach Pause

    ca. 14 bis 16 Uhr Podiumsdiskussion

    16 bis 19 Uhr Familientreffen und Raum zum Kennenlernen und Vernetzen

    19 bis 21 Uhr Konzert

    ab 21 Aufräumen und Abbauen

  3. 31. März 2014 18:58

    Deutschlandradio Kultur – Mahlzeit / Beitrag vom 29.03.2014

    Veganer und Fleischesser im Duell
    Ernährungsstudien erhitzen die Gemüter

    Von Udo Pollmer

    Eine Studie der Uni Graz macht gerade Furore: Die Forscher behaupten, eine vegetarische Kost sei mit einer schlechteren Lebensqualität und einer höheren Krankheitsrate verbunden. Empört sind vor allem Veganer, die vom Gegenteil überzeugt sind. Wer hat recht?

    Eine Studie der Universität Graz¹ erhitzt die Gemüter. Sie stellt einen zentralen Glaubenssatz des Vegetarismus infrage: „Unsere Ergebnisse zeigen“, schreiben die Autorinnen, „dass eine vegetarische Kost mit schlechterer Gesundheit (mehr Krebs, Allergien und psychischen Störungen) verbunden ist, … und einer geringeren Lebensqualität.“ Doch welche Qualität hat die Studie selbst?

    Bei der Klärung hilft ein Umstand, der einen braven Hörer verwirren könnte: In der Gesundheitsszene breitet sich nämlich die Unsitte aus, eine Studie gleich zweimal zu veröffentlichen – aber mit entgegengesetztem Ergebnis. Das ist hier auch der Fall. Das beinahe gleiche Autorenteam hat zeitgleich aus dem gleichen Rohdatenfundus eine zweite Studie generiert. Diesmal schneiden die Vegetarier besser ab: „Personen, die moderat Fleisch essen, haben eine schlechtere subjektive Gesundheit, leiden an mehr chronischen Krankheiten … und haben eine geringere Lebensqualität.“

    Was stimmt denn nun? Diese zweite Studie verschleiert ein wichtiges Detail: Die Daten zeigen entgegen den Einlassungen der Autoren, dass es gerade den Menschen, die besonders viel Fleisch essen, am besten von allen geht. Doch die Gretchenfrage bleibt: Soll man diesen Daten, diesen Forschern überhaupt trauen? Gibt’s denn gar nichts Solides?

    Doch, sagen die Veganer. Sie glauben inzwischen den Beweis gefunden zu haben: Ein populäres Buch namens „China Study“ mit dem Untertitel „Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise“.

    Einer der beiden Autoren hatte vor Jahrzehnten sogar an einer Ernährungsstudie mitgewirkt, die im Jargon als „China Study“ bekannt wurde. Diese Studie ist tatsächlich eine grundsolide Forschungsarbeit. Dafür wurden in ganz China zahllose Daten zur Sterblichkeit der Menschen, ihrer Ernährung und ihrer Lebensweise erhoben. Außerdem wurden Blut, Urin und Lebensmittel genau analysiert. Die Ergebnisse sind 1990 in einer mächtigen Schwarte erschienen.
    Missbrauch einer der besten Studien

    Das aktuelle Buch mit dem gleichnamigen Titel „China-Study“ ist etwas ganz anderes. Darin erzählen die Autoren beredt von China – allerdings berufen sie sich bei konkreten Aussagen nur ungern auf die solide Studie von 1990. Sie tun aber ständig so, als würden ihre veganen Thesen aus dieser Forschung stammen.

    Gleicht man den Inhalt ihres aktuellen Buches mit den Originaldaten ab, öffnen sich Abgründe. Die echte Studie von 1990 widerlegt durchweg die Aussagen des „China Study“-Bestsellers. Die Autoren missbrauchen schamlos den Namen einer der besten Studien, um damit ahnungslose Veganer zu verscheißern.

    So behaupten die Autoren, dass Menschen, die viel Fett essen, häufiger an Krebs sterben. Dazu haben sie allerlei Zahlen aus allen möglichen Staaten dieser Welt kompiliert, – nur aus China nicht. Denn laut der echten Chinastudie gibt’s zwischen dem Verzehr von Fett und Krebs keinen Zusammenhang – ja es gibt nicht mal einen zwischen Fett und Herzinfarkt.

    Bei der Frage nach den Folgen von Fleischeiweiß bieten die Originaldaten nicht den Hauch eines schädlichen Zusammenhangs, egal um welche Todesursache es auch immer gehen mag.
    Ein Teil ist Chinesisch, der Rest Fachchinesisch

    Der Coup der Autoren ist wohlkalkuliert. Von der Originalstudie gibt es nicht allzu viele Exemplare. Ein Teil des Buches ist auf Chinesisch, der überwiegende Rest ist Fachchinesisch – endlose Zahlkolonnen, kleingedruckt auf knapp 1000 Seiten. Welcher Veganer würde sich schon die Mühe machen und den aktuellen Bestseller anhand der echten China Study auf seinen Wahrheitsgehalt überprüfen?

    Der kluge Leser wird stutzig, wenn ihnen China als Beispiel für den Wert einer veganen Kost präsentiert wird. Dort wurde früher alles gegessen, was Beine hatte und kein Tisch war. Gesellschaften, die vom Mangel geprägt sind, können sich den Luxus einer wählerischen Kost gar nicht leisten.

    Niemand vermag auf nahrhafte Häppchen zu verzichten und seien es neugeborene Mäuse aus einem zufällig entdeckten Mäusenest. Mit etwas Reis heißt das Gericht “Drei Piepse”. Mahlzeit!

    ¹ http://www.echte-esser.de/tl_files/files/PM_Neue%20Studie_Vegetarier%20-%20Mehr%20Krankheiten%20&%20weniger%20Lebensqualitaet%20als%20Fleischesser%20(Med.Uni.%20Graz).pdf

    Literatur:

    Knop U: Vegetarier: Mehr Krankheiten & weniger Lebensqualität als Viel-Fleischesser. Pressemeldung vom 25. 2. 2014

    Burkert NT et al: Nutrition and health: different forms of diet and their relationship with various health parameters among Austrian adults. Wiener Klinische Wochenschrift 2014/ epub ahead of print

    Burkert NT et al: Nutrition and health – the association between eating behavior and various health parameters: a matched sample study. PLoS ONE 2014; 9: e88278

    Chen J et al: Diet, Life-style and Mortality in China. People’s Medical Publishing House 1990

    Campbell TC, Campbell TM: China Study – die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Lebensweise. Verlag Systemische Medizin, Bad Kötzting 2013

    Anon: Recipes for cruelty. Shanghai Star vom 19. 2. 2004

    Anhören? http://www.deutschlandradiokultur.de/veganer-und-fleischesser-im-duell.993.de.html?dram:article_id=281485&dram:audio_id=265903&dram:play=1

  4. Vortrag Flassbeck - Europa fährt gegen die Wand permalink
    1. April 2014 19:30

  5. Granado permalink
    2. April 2014 15:37

    http://www.br.de/fernsehen/das-erste/sendungen/report-muenchen/videos-und-manuskripte/fluechtlinge-medizinische-versorgung100.html
    Ungehörte Hilferufe: Schlechte medizinische Hilfe für Flüchtlinge in Deutschland
    Der einjährige Leonardo erkrankt in der Flüchtlingsunterkunft Zirndorf in Bayern lebensgefährlich, jede Minute zählt. Der Sicherheitsdienst weigert sich jedoch einen Arzt oder Rettungswagen zu rufen. Der Vater soll erst einen Krankenschein besorgen, doch die Büros dafür sind noch geschlossen. Ein beschämender Irrsinn der Bürokratie, der den kleinen Leonardo fast das Leben kostete. Flüchtlinge in Deutschland sind nicht krankenversichert, so dass es immer wieder zu eklatanten Problemen bei der medizinischen Versorgung kommt.
    Von: Lisa Wreschniok
    Stand: 01.04.2014

    http://www.neues-deutschland.de/artikel/928850.hilfe-fuer-kind-im-asylheim-verweigert.html?action=print
    neues-deutschland.de / 02.04.2014 / Inland / Seite 12
    Hilfe für Kind im Asylheim verweigert
    Mitarbeiter lehnten Anruf beim Rettungsarzt ab

    Frontal21, 1.4.2014
    http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/blob/32575036/1/data.pdf
    Befristet beschäftigt – Die Unangestellten im öffentlichen Dienst
    von Andreas Halbach und Thomas Münten

    http://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Publikationen/forschungsbericht-f394.pdf?__blob=publicationFile
    Wirkungen des SGB II auf Personen mit Migrationshintergrund
    Projekt IIa1 – 04/06
    Auftraggeber: Bundesministerium für Arbeit und Soziales
    Jahresbericht zum 31.12.2008, 199 S., 1,48 MB

    https://www.lobbycontrol.de/2014/03/didacta-wer-will-in-die-koepfe-unserer-kinder/
    25. März 2014 von Felix Kamella | 27 Kommentare
    didacta: Wer will in die Köpfe unserer Kinder?
    Ein Rundgang über die Bildungsmesse zu Meinungsmache und Marketing

    http://taz.de/!135685/
    Bildungsmesse Didacta: Zielgruppe Schüler
    Werbung ist an Schulen verboten. Dennoch gibt es Dienstleister, die sich genau darauf spezialisiert haben.
    28.03.2014, Anna Lehmann
    …Die Didacta, die größte Bildungsmesse Europas, die derzeit in Stuttgart stattfindet, ist ein ideales Kommunikationsfeld. Hier ziehen die Multiplikatoren zu tausenden mit ihren Rollkoffern durch die Hallen: Referendare, Lehrerinnen, Eltern und Schüler.
    Und Felix Kamella. Der junge Mann mit den roten Haaren und dem kräftigen Händedruck ist seit drei Jahren die Einmann-Abteilung für Lobbyismus an Schulen beim Verein Lobby-Control…

    https://www.lobbycontrol.de/2013/04/jetzt-veroffentlicht-diskussionspapier-zu-lobbyismus-an-schulen/
    30. April 2013 von Felix Kamella | 25 Kommentare
    Jetzt veröffentlicht: Diskussionspapier zu Lobbyismus an Schulen
    https://www.lobbycontrol.de/wp-content/uploads/Lobbyismus_an_Schulen.pdf

    http://www.br.de/fernsehen/das-erste/sendungen/report-muenchen/videos-und-manuskripte/buergerkriege-mineralien-wirtschaftslobby100.html
    Blutige Bürgerkriege um Mineralien: Wie die Wirtschaftslobby gegen Regelungen vorgeht
    Sie sind unverzichtbar für die deutsche Hightech-Industrie, sogenannte Konfliktmineralien wie Coltan, Wolfram oder Zinn. Doch in Ländern wie dem Kongo werden sie unter menschenunwürdigen Bedingungen abgebaut. Milizen kaufen mit Geld aus den Mineraliengeschäften Waffen für Bürgerkriege – im Kongo kostete das schon Millionen Menschen das Leben. Das wollte die EU durch eine Gesetzgebung eindämmen. Doch wie report München zeigt, hat die Strategie der modernen Industrie-Lobby gewirkt und härtere Regelungen gegen Geschäfte mit Konfliktmineralien verhindert.
    Von: Hendrik Loven, Niklas Nau
    Stand: 01.04.2014

  6. Granado permalink
    2. April 2014 16:10

    http://www.deutschlandfunk.de/pilotenstreik-streikrecht-aendern-oder-nicht.694.de.print?dram:article_id=281795
    Beitrag vom 02.04.2014 08:15 Uhr
    Pilotenstreik: Streikrecht ändern oder nicht?
    Arnold Vaatz und Klaus Barthel im Gespräch mit Mario Dobovisek
    Ob der Pilotenausstand verhältnismäßig ist oder das Streikrecht geändert werden muss – da sind CDU-Fraktionsvize Vaatz und SPD-Arbeitnehmerpolitiker Barthel unterschiedlicher Meinung. Barthel betonte im DLF: „Mit dem Streikrecht sind wir sehr gut gefahren.“ Vaatz forderte dagegen Einschnitte.

    http://www.deutschlandfunk.de/energiegipfel-fuer-die-verbraucher-wird-es-noch-teurer.694.de.print?dram:article_id=281820
    Beitrag vom 02.04.2014 13:15 Uhr
    Energiegipfel: Für die Verbraucher wird es noch teurer werden
    Holger Krawinkel im Gespräch mit Dirk Müller
    Die Bundesregierung und die Bundesländer haben sich über die Ökostrom-Reform geeinigt. Die Verbraucher wird das teuer zu stehen kommen, sagte Holger Krawinkel im Deutschlandfunk. Der Leiter des Geschäftsbereichs Verbraucherpolitik des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen sieht aber weniger Probleme in der Zukunft.
    einen Kommentar ein …

  7. Warum die Jugend Europas still hält? permalink
    3. April 2014 15:13

    Thomas Pany, Telepolis 02.04.2014
    Ökonomen begründen dies mit einem Zangengriff aus Jugendarbeitslosigkeit und wachsenden Abhängigkeiten, der alle Empörungsenergien aufzehrt

    Am Anfang der Krise, Ende 2008 bis hinein ins Jahr 2009, zeigte sich die Jugend noch zornig, besonders in ihrem Land, da war noch die Rede von einer Jugendrebellion, schreiben der griechische Wirtschaftsprofessor Costas Lapavitsas und die Journalistin Alex Politaki. Nach der „sanften Umarmung der Troika“, im Verlauf des ökonomischen und sozialen Desasters der folgenden Jahre verschwand die Jugend aus dem sozialen, ökonomischen und politischen Leben. Es sei still um sie geworden. Doch sollten die Politiker auf der Hut sein, weil sich unter den Jungen gewaltiger Frust aufbaue, nicht nur in Griechenland. Die etablierten Parteien, allen voran die linken, haben an Attraktivität eingebüßt.
    http://www.heise.de/tp/artikel/41/41404/1.html

  8. Granado permalink
    4. April 2014 01:23

    Mindestlohn-Ausnahmen:
    http://www.aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de/2014/04/3-betriebspraktika.html
    Donnerstag, 3. April 2014
    Einen Tod muss man sterben – oder aber eine Typologie guter versus schlechter Betriebspraktika entwickeln, normieren und kontrollieren. Beides ist unangenehm

    http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/rewe-praktikantin-bekommt-17000-euro-lohn-nachgezahlt-a-960928-druck.html
    26. März 2014, 17:08 Uhr
    Arbeitsgericht Bochum: Rewe-Markt muss Praktikantin 17.000 Euro nachzahlen
    Von Helene Endres
    Monatelang arbeitete eine 19-Jährige in einem Bochumer Rewe-Markt als Praktikantin. Monat für Monat unbezahlt. Sie verklagte den Laden – und bekommt nun rückwirkend die Arbeitsstunden bezahlt. Ihr Anwalt erklärt, wie man sich gegen Ausbeutung wehren kann.

  9. USA geben Dokumente zur Rolle der CIA beim Militärputsch in Brasilien frei permalink
    4. April 2014 15:05

    http://www.heise.de/tp/news/50-Jahre-Operation-Brother-Sam-2162789.html

  10. 40 Jahre Edition Nautilus: Zeiten, in denen das Linkssein noch geholfen hat permalink
    4. April 2014 15:50

    Politik war nie alles, aber die Hamburger Edition Nautilus wollten die Gesellschaft mit politischen Büchern und Flugschriften schon verändern. Jetzt wird der traditionsreiche Verlag 40 Jahre alt – und läutet langsam einen Generationswechsel ein

    Von Thomas Andre, Hamburger Abendblatt, 31.03.14
    Quelle: http://www.abendblatt.de/kultur-live/article126386256/Zeiten-in-denen-das-Linkssein-noch-geholfen-hat.html

  11. Geoökonomische und -politische Aspekte des Regime Change’s in der Ukraine Mourir pour Kiev? Von Jürgen Rose permalink
    4. April 2014 17:30

    Prolog: „Von entscheidender Bedeutung war … die Ukraine. In der seit spätestens 1994 zunehmenden Tendenz der USA, den amerikanisch-ukrainischen Beziehungen höchste Priorität beizumessen und der Ukraine ihre neue nationale Freiheit bewahren zu helfen, erblickten viele in Moskau – sogar die sogenannten Westler – eine gegen das vitale russische Interesse gerichtete Politik, die Ukraine schließlich wieder in den Schoß der Gemeinschaft zurückzuholen. … Am wichtigsten allerdings ist die Ukraine.

    Da die EU und die NATO sich nach Osten ausdehnen, wird die Ukraine schließlich vor der Wahl stehen, ob sie Teil einer dieser Organisationen werden möchte. Es ist davon auszugehen, daß sie, um ihre Eigenständig- keit zu stärken, beiden beitreten möchte, wenn deren Einzugsbereich einmal an ihr Territorium grenzt und sie die für eine Mitgliedschaft notwendigen inneren Reformen durchgeführt hat. Obwohl dies Zeit brauchen wird, kann der Westen – während er seine Sicherheits- und Wirtschaftskontakte mit Kiew weiter ausbaut – schon jetzt das Jahrzehnt zwischen 2005 und 2015 als Zeitrahmen für eine sukzessive Eingliederung ins Auge fassen. … Der springende Punkt ist, und das darf man nicht vergessen: Ohne die Ukraine kann Rußland nicht zu Europa gehören, wohingegen die Ukraine ohne Rußland durchaus Teil von Europa sein kann. … Tatsächlich könnte die Beziehung der Ukraine zu Europa der Wendepunkt für Rußland selbst sein.“

    Bei dem Autor dieser höchst präzisen und zugleich eiskalten Analyse handelt es sich um keinen geringeren als Zbigniew Brzezinski, einen der bedeutendsten und einflußreichsten Berater und Akteure im außen- und sicherheitspolitischen Establishment der USA, der sich bis auf den heutigen Tag rühmt, als Nationaler Sicherheitsberater des US-Präsidenten Jimmy Carter die Sowjetunion 1979 in die, wie er es ausdrückt, „afghanische Falle“ gelockt zu haben – mit allen bekannten Folgen bis hin zu 9/11. Im Jahre 1997 publizierte er sein vielleicht wichtigstes Werk, das den Titel „The Grand Chessboard. American Primacy and Its Geostrategic Imperatives“ („Die einzige Weltmacht. Amerikas Strategie der Vorherrschaft“) trägt, und aus dem die oben zitierten Zeilen stammen.

    Wie präzise die Prognose des Geostrategen Brzezinski …
    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=20187


    see as well:

    Portal zu aktuellen, politischen, sozialen u. kulturellen Entwicklungen in der Ukraine
    (Forschungsstelle Osteuropa an der Uni Bremen u. d. Dt. Gesellschaft f. Osteuropakunde)
    http://www.laender-analysen.de/ukraine

    und von Angela Klein Die Krim-Krise Vorspiel für Kriege zwischen den “Blöcken”? http://www.sozonline.de/2014/04/die-krim-krise/#more-9786

    & Der Euro-Maidan ist keine aufgesetzte Bewegung. Die Tage der Proteste und ihre Akteure
    von Sachar Popowitsch
    http://www.sozonline.de/2014/04/der-euro-maidan-ist-keine-aufgesetzte-bewegung/

    and: Wieviel Krieg will Washington? von Paul Craig Roberts

    „Amerika verfügt zur Zeit über keine funktionierende Demokratie.” (Ehemaliger Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika Jimmy Carter)

    Ich bezweifle, dass die durch Washingtons Sturz der demokratisch gewählten Regierung herbeigeführte Krise in der Ukraine vorbei ist. Washington hat den Propagandakrieg überall außerhalb von Russland und der Ukraine selbst gewonnen. In der Ukraine sind sich die Menschen dessen bewusst, dass sie der Staatsstreich vom Regen in die Traufe gebracht hat. Die Krim hat sich bereits von der Hampelregierung der Vereinigten Staaten von Amerika in Kiew abgespalten und ist zu Russland zurückgekehrt. Weitere Teile der russischen Ukraine könnten folgen. … http://www.kritisches-netzwerk.de/print/2977

      • Neue deutsche Machtpolitik Ukraine als Testfall // Krim-Krise und Kriegsgefahr V. Damier permalink
        6. April 2014 13:47

        Ukraine – Kampf um die Macht http://sozialistische-arbeiterstimme.org/IMG/pdf/Vitamin_C_-_06-03-2014.pdf

        Krim-Krise und Kriegsgefahr
        Zur Situation in der Ukraine und in Russland. Ein Interview mit dem libertären Sozialwissenschaftler Vadim Damier http://www.graswurzel.net/388/krim.php

        Neue deutsche Machtpolitik
        Ukraine als Testfall von Jürgen Wagner

        Über ein Jahr bastelten 50 Mitglieder des außen- und sicherheitspolitischen Establishments an dem Papier „Neue Macht – Neue Verantwortung“ (1), das im September 2013 von der „Stiftung Wissenschaft und Politik“ und dem „German Marshall Fund“ veröffentlicht wurde. Es gab den Kurs für die neue deutsche Außen- und Sicherheitspolitik vor, der seither zielstrebig beschritten wird: Deutschland müsse seine bisher scheinbar an den Tag gelegte „Kultur (militärischer) Zurückhaltung“ ad acta legen und bei der Durchsetzung seiner Interessen künftig offensiver zu Werke gehen, so der darin vertretene Tenor (siehe GWR Nr. 385).

        Als Direktor des „German Marshall Funds“ war auch Thomas Kleine-Brockhoff an der Erarbeitung der Studie beteiligt, der im Sommer 2013 von Joachim Gauck als neuer Leiter der Stabsstelle Planung und Reden verpflichtet wurde (Süddeutsche Zeitung, 18.07.2013).

        Und so ist es nicht verwunderlich, dass es sich der Bundespräsident augenscheinlich zu seiner Aufgabe gemacht hatte, der – diesbezüglich etwas unwilligen – Bevölkerung diesen von langer Hand geplanten neuen Elitenkonsens schmackhaft zu machen. Als Ort hierfür wurde die Münchner Sicherheitskonferenz Anfang Februar 2014 auserkoren, wo der Bundespräsident, zusammen mit Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und Außenminister Frank-Walter Steinmeier, buchstäblich in die Offensive ging. http://www.graswurzel.net/388/brd-ukraine.php

  12. Granado permalink
    5. April 2014 14:47

    http://www.nytimes.com/2014/03/31/opinion/krugman-jobs-and-skills-and-zombies.html?_r=0
    Jobs and Skills and Zombies
    MARCH 30, 2014 Paul Krugman

    http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/140404_Krugman.pdf
    Jobs and Skills and Zombies – Jobs, Qualifikationen und Zombies
    Paul Krugman, NYT, 30. März 2014
    (Aus dem Englischen übersetzt von Sabine Tober)
    …Indessen haben mehrere sorgfältige Untersuchungen keinerlei Beweise dafür gefunden, dass unzureichende
    Qualifikation die Erklärung für die hohe Arbeitslosigkeit ist…

  13. Zurück in die 1930er Jahre? Eurozone droht d. Absturz in d. Deflation – dank der tätigen Mithilfe d. Bundesregierung permalink
    6. April 2014 13:16

    von Tomasz Konicz auf Telepolis, 06.04.2014

    Ende März war es endlich offiziell: Mit Spanien ist die viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone in die Deflation geraten. Die Inflationsrate betrug im vergangenen März minus 0,2 Prozent, im Vormonat wies die Iberische Halbinsel noch eine marginale Teuerung von 0,1 Prozent auf. Seit gut einem halben Jahr befindet sich das rezessionsgeplagte Land, das durch ein brutales Spardiktat in eine schwere Wirtschaftskrise getrieben wurde, am Rande einer Deflation. Die spanische Inflationsrate lag seit dem September 2013 durchweg unter der Marke von 0,5 Prozent. Dabei scheint Spanien nur die Avantgarde beim Absturz Europas in eine Deflationsspirale zu bilden, da auch die Inflationsrate in der gesamten Eurozone mit 0,5 Prozent sehr niedrig ist und somit weit unter dem EZB-Zielwert von zwei Prozent verbleibt.

    Auf den ersten Blick scheint eine Deflation vor allem für die einzelnen Lohnabhängigen mit handfesten ökonomischen Vorteilen einherzugehen. Die Preise für die meisten Waren sinken, sodass die Kaufkraft selbst bei stagnierenden Einkommen real ansteigt. Doch auf volkswirtschaftlicher Ebene führt die Deflation zu einem – zusätzlichen – Nachfragerückgang, da viele Konsumenten ihre Käufe in Erwartung weiterhin fallender Preise aufschieben. Mit dem steigenden Wert des Geldes geht auch eine reelle Steigerung des Wertes der Schulden einher, was insbesondere für hoch verschuldete Gesellschaften – wie etwa die südlichen Euroländer – zu einer weiteren Krisenverschärfung führt. Während die Inflation den Albtraum eines Gläubigers darstellt, bildet die Deflation das Horrorszenario eines jeden Schuldners (Schuldendeflation).

    http://www.heise.de/tp/artikel/41/41414/1.html

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