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Film: unser gemeinsamer Widerstand

31. März 2014

Plakat für TokioDieser neue Film über die Anti-AKW-Bewegung zeigt auf eindrucksvolle und besonders spannende Weise den jahrzehntelangen Kampf gegen die Atomenergie in Deutschland. Zigtausend Akteure sind bei ihren Aktionen an Bauzäunen und Bahntrassen zu sehen – von den 70er Jahren bis heute. Bilder von Kundgebungen, Sabotageakten, Protesten sowie von jeder nur erdenklichen Form des Widerstandes und der politischen Auseinandersetzung der größten außerparlamentarischen Bewegung in der Bundesrepublik wechseln sich in rasanter Folge ab.

In dem 75-minütigen Querschnitt des nicht kommerziellen Films erzählen die Filmemacher als Aktivistinnen und Aktivisten über den Widerstand, in den sie auch direkt eingebunden waren und noch sind. Der Film wurde anlässlich des GAUs in Fukushima am 12. März 2011 von einer eigenständigen Videogruppe innerhalb der Bürgerinitiative “Altonaer Museum bleibt!” 2012 produziert. Der Film macht einfach Mut, sich zu wehren gegen die Atomenergie und ihre fatalen Folgen für alle Menschen weltweit.

Der Film verfolgt keine zeitliche Chronologie – sondern hat eher eine “emotionale Ordnung” und ist dadurch sehr spannend. Es werden jeweils in sich geschlossene Themen behandelt. So wird zunächst vom Widerstand in Wyhl 1973 bis 1977 erzählt, dann von Gorleben, wo es 1977 begann und der Widerstand bis heute anhält. Daraufhin folgen Sequenzen zu einer der historisch bekannten Demonstration in Grohnde am 19. März 1977. Weitere sehr spannende Sequenzen schildern die Vorgänge in Brokdorf und Wackersdorf. Zudem werden Ausblicke z. B. zu Anti-Castor-Aktionen in Frankreich gezeigt und vieles mehr. Der Film zeigt verschiedene Widerstandsformen gleichwertig nebeneinander und favorisiert keine bestimmte Widerstandsform und propagiert auch keine Weisheiten oder Patentrezepte. Er zeigt allenfalls Aussagen von Aktivisten/innen.

Es sind viele Szenen von Widerstandshandlungen zu sehen, die noch nie zuvor gezeigt wurden und andere, die wenig bekannt sind. Alles was gezeigt und gesagt wird, sind Dokumentar-Darstellungen (es handelt sich nicht um einen Spielfilm).

Gesichtet und verwendet wurden eigene Filmaufnahmen, aber auch etliche Szenen aus mehreren Hundert anderen Filmen aus der Anti-AKW-Bewegung, einem Landesarchiv sowie von Fernsehsendern, die alle das Material dankenswerterweise zur Verfügung gestellt haben.

Der Film ist darum bemüht, einen kleinen Beitrag zur Veränderung der herrschenden Unordnung zu leisten. „Allein schon die hohen Betonfüße von Strommasten, deren Bedeutung mit dem Widerstand die wenigsten kennen, zeigt, wie wichtig der Film ist, damit diese Infos nicht in der Geschichte vergraben werden. Eine unserer Absichten ist uns mit dem Film sicher gelungen: Nach dem Film haben die Menschen das Bedürfnis über die Dinge, die sie – angeregt durch den Film – bewegen, zu diskutieren. Es fanden bisher sehr ernsthafte tief bewegende Gespräche statt. Auffallend ist, dass er auch besonders jüngere Menschen anspricht“

Antje Kröger-Voss, Dieter Kröger, Bettina Beermann, Friedemann Ohms,
als eigenständige Videogruppe innerhalb der BI „Altonaer Museum bleibt!“.

Der Film kann für die nicht kommerzielle Nutzung in Schulen und Veranstaltungen angefordert werden bei: pog_kroeger@web.de

Am 13. und 16. Februar 2014 wurde unser Film in Japan gezeigt und zwar am 13. in Kyoto und am 16. in Tokio. Die Veranstalterin war die Tokyo University of Foreign Studies, http://www.tufs.ac.jp/english/access/

Weitere bisher schon feststehende Termine (Wir versuchen uns im Durchschnitt auf eine Veranstaltung pro Monat zu beschränken, da wir ja stets persönlich mit unserem nicht kommerziellen Film zu den Veranstaltungen kommen.):

Im “broadway filmtheater” Paulinstr. 18, 54290 Trier
am Sa. 26. April 2014 um 19.30 Uhr
Veranstalter: Lokale Agenda und Antiatomnetz Trier
(zum Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl)

Im Gängeviertel, Valentinskamp 34, in Hamburg
am Freitag, 9. Mai 2014 um 20 Uhr
in der Loge, Veranstalter: Gängeviertel

In Hamburg-Bergedorf, Serrahnstr. 1
am Mittwoch, 11.Juni.2014, um 20 Uhr
Veranstalter: Film-Forum Bergedorf

In 26129 Oldenburg, Uhlhornsweg 49-55
am 25. Juni 2014 um 19 Uhr
in der Carl von Ossietzky Universität
Veranstalter: evangelische StudentInnengemeinde (ESG)
Der Raum wird noch genannt unter: http://www.esg-oldenburg.de

In Hamburg, Am Steindamm
im Oktober 2014, Tag steht noch nicht fest
im Polit-Büro

Im Cafe Courage (Treibhaus e.V.)
am Donnerstag, 13. Nov. 2014 um 20 Uhr
in 04720 Döbeln, Bahnhofstraße 56
Veranstalter: “Projekthaus Döbeln”

Quelle: Netzwerk Antiatom

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