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Strike: Der Mindestlohn als Feld des Klassenkampfes von oben

24. März 2014

blog_bannerDas Ge­zer­re um Aus­nah­me­re­ge­lun­gen und Ab­sen­kungs­mög­lich­kei­ten des uni­ver­sel­len Min­dest­lohns steht kurz vor dem Ab­schluss. Bun­des­ar­beits­mi­nis­te­rin An­drea Nah­les (SPD) hat ihren Ge­set­zes­ent­wurf zum flä­chen­de­cken­den ge­setz­li­chen Min­dest­lohn den Ka­bi­netts­kol­le­gin­nen und zuvor Ver­bän­den der So­zi­al­part­ner­schaft zur Ab­stim­mung bzw. Kennt­nis­nah­me vor­ge­legt. Ihr am­bi­tio­nier­tes Ziel lau­tet, das Min­dest­lohn­ge­setz im April des Jah­res im Bun­des­tag ver­ab­schie­den zu las­sen. Aus einer unio­nis­tisch-​rä­te­kom­mu­nis­ti­schen Sicht ist zu fra­gen, ob der Min­dest­lohn als Treib­mit­tel einer un­auf­halt­ba­ren Ent­wick­lung in Rich­tung ega­li­tä­re­rer Be­schäf­ti­gungs­ver­hält­nis­se taugt, oder aber der „an­ge­mes­se­ne Min­dest­schutz“ (Ko­ali­ti­ons­ver­trag) nichts wei­ter als ein re­gu­la­to­ri­scher Kniff ist, die Ge­schwin­dig­keit der Ar­muts­spi­ra­le ab­zu­brem­sen.

Von der so­zi­al­de­mo­kra­ti­sche Ar­muts­ver­wal­tung …

Nah­les ge­fällt sich in der Pose, ar­beits­markt­po­li­ti­sche Ge­schich­te zu schrei­ben. Sie wähnt sich dabei in einer üp­pi­gen Mehr­heits­po­si­ti­on, denn die De­mo­sko­pie er­mit­telt eine rund 80%-​Zu­stim­mung für den Min­dest­lohn in der Be­völ­ke­rung.

Zwei zen­tra­le Aus­nah­me­re­geln für po­ten­ti­el­le Min­dest­lohn­be­zie­herln­nen wur­den fi­xiert. Zum einen wer­den Ju­gend­li­che unter 18 Jah­ren vom uni­ver­sel­len Min­dest­lohn aus­ge­klam­mert, damit, so der Tenor, kein fal­sches „An­reiz­sys­tem“ ge­schaf­fen wird, dass junge Ar­beits­kräf­te Jobs einer Aus­bil­dung vor­zie­hen. Zum an­de­ren ist eine halb­jäh­ri­ge Ka­renz­zeit für sog. ge­ring­qua­li­fi­zier­te Lang­zeit­ar­beits­lo­se vor­ge­se­hen, in der vom Min­dest­lohn­satz ab­ge­wi­chen wer­den kann. Auf­schluss­reich ist dabei, dass die (lob­by­lo­se) so­zia­le Po­pu­la­ti­on Zehn­tau­sen­der be­schäf­tig­ter In­haf­tier­ter kom­plett igno­riert wird! Das schreit re­gel­recht nach einer „Nach­bes­se­rung“…

Ein Aus­ta­rie­ren der Po­si­tio­nen stand in­ner­halb des so­zi­al­de­mo­kra­ti­schen Blocks im Vor­feld der Aus­ge­stal­tung der Ge­set­zes­in­itia­ti­ve zum Min­dest­lohn auf dem Pro­gramm. Der etwas for­scher auf­tre­ten­de linke Flü­gel der bun­des­deut­schen So­zi­al­de­mo­kra­tie in der For­ma­ti­on der Par­tei Die Linke schickt er­prob­ter­wei­se Sahra Wa­gen­knecht in die Arena: „Wir brau­chen nicht löch­ri­ge 8,50 € ir­gend­wann, son­dern wir brau­chen end­lich 10 € die Stun­de und zwar so­fort und flä­chen­de­ckend“ (FAZ, 14.​2.​14). Der rech­te Flü­gel der deut­schen So­zi­al­de­mo­kra­tie in Ge­stalt der CDU-​So­zi­al­aus­schüs­se und der christ­li­chen Ar­beit­neh­mer­schaft sorgt sich in einem ver­brei­te­ten Po­si­ti­ons­pa­pier um „ge­ring­qua­li­fi­zier­te Lang­zeit­ar­beits­lo­se“: „Um mög­li­chen Nach­tei­len für den ge­nann­ten Per­so­nen­kreis durch den all­ge­mei­nen Min­dest­lohn vor­zu­beu­gen, ist eine Kom­bi­na­ti­on aus an­ge­pass­ten Ein­glie­de­rungs­zu­schüs­sen und zeit­lich be­fris­te­ten Ein­stiegs­löh­nen unter dem Min­dest­lohn sinn­voll“ (zit. n. FAZ, 4.​3.​14). Of­fen­bar hat sich der „So­zi­al“-​Flü­gel der CDU/CSU an die­sem Punkt durch­set­zen kön­nen, was die Durch­lö­che­rung des Min­dest­lohns an­be­langt.

Ein Ef­fekt der Min­dest­lohn­de­bat­te ist laut des Wirt­schafts-​ und So­zi­al­wis­sen­schaft­li­chen In­sti­tuts (WSI) der DGB-​na­hen Hans-​Böck­ler-​Stif­tung, dass der An­teil von ta­rif­lich ver­ein­bar­ten Stun­den­löh­nen, die we­ni­ger als 8,50 € vor­se­hen, kon­ti­nu­ier­lich ge­sun­ken ist (vgl. jW, 7.​2.​14). Der von SPD- und DGB-​Sei­te mo­del­lier­te deut­sche Min­dest­lohn nimmt sich im Ver­gleich zu an­de­ren EU-​Län­dern indes äu­ßerst mo­de­rat aus: in Lu­xem­burg ist eine Lohnar­beits­stun­de min­des­tens 11,10 € wert, in Frank­reich 9,53, in den Nie­der­lan­de 9,11, in Bel­gi­en 9,10 und selbst Ir­land ta­xiert das Mi­ni­mum auf 8,65 €.

… über den neo-​kon­ser­va­ti­ven Klas­sen­kampf …

Ver­schie­de­ne Ka­pi­tal­ver­bän­de, For­schungs­in­sti­tu­te sowie die wirt­schafts­li­be­ra­le und (neo-)kon­ser­va­ti­ve Po­lit-​Kas­te ope­rie­ren als Kon­glo­me­rat und in Tat­ein­heit gegen den uni­ver­sel­len Min­dest­lohn. Der Klas­sen­kampf von oben prä­sen­tiert sich vi­ta­ler als die Un­ken­ru­fer vom ver­meint­li­chen Still­stand des Klas­sen­kon­flikts wahr­ha­ben wol­len. Als pu­bli­zis­ti­scher Ne­ben­kriegs­schau­platz fun­gie­ren die ta­ges­ak­tu­el­len Pe­ri­odi­ka. Ins­be­son­de­re ver­schafft die FAZ der neo-​kon­ser­va­ti­ven Pha­lanx von pro­fes­so­ra­len Hin­ter­bänk­lern und aus­ge­dien­ten Wirt­schafts­ka­pi­tä­nen ein Forum. Ganz im Sinne des Un­sinns des ifo-​Prä­si­den­ten Sinn agi­tie­ren sie gegen phan­ta­sier­te staats­di­ri­gis­ti­sche Ein­grif­fe und so­zi­al­po­li­ti­sche Of­fen­si­ven der An­hän­ge­rin­nen des Kor­po­ra­tis­mus.

Der Prä­si­dent der Bun­des­ver­ei­ni­gung der Deut­schen Ar­beit­ge­ber­ver­bän­de (BDA), Ingo Kra­mer, lässt sich mit den Wor­ten zi­tie­ren, „dass wir im Kern die ganze Kon­zep­ti­on des Min­dest­lohns ab­leh­nen“ (FAS, 16.​3.​14). Die Schwer­ge­wich­te der Ka­pi­tal­ver­bän­de (BDA, BDI, DIHK, ZDH) for­dern über­dies in einer ge­mein­sam ver­brei­te­ten Stel­lung­nah­me wei­ter­ge­hen­de Min­dest­lohnaus­nah­men „für Per­so­nen mit Ver­mitt­lungs­hemm­nis­sen“ ein (FAZ, 15.​3.​14).

Die ka­pi­ta­le Ab­wehr­front wird bspw. von den bei­den Wirt­schafts­wis­sen­schaft­lern Oli­ver Hol­te­m­öl­ler und Ingo Pies en­ga­giert se­kun­diert, indem sie in der Min­dest­lohn­de­bat­te den Auf­takt einer Ket­ten­re­ak­ti­on eines Staats­in­ter­ven­tio­nis­mus er­spä­hen: „Die Ein­füh­rung des ge­setz­li­chen Min­dest­lohns ist nicht das Ende der Ge­schich­te. Viel­mehr ist damit zu rech­nen, dass mit dem flä­chen­de­cken­den Min­dest­lohn un­nö­ti­ger­wei­se eine so­zi­al­po­li­ti­sche In­ter­ven­ti­ons­spi­ra­le in Gang ge­setzt wird, weil er Pro­ble­me her­vor­ruft, die nach neuen Lö­sun­gen ver­lan­gen“ (FAZ, 14.​3.​14).

Und wei­ter im Text: Der Pro­fes­sor Ron­nie Schob, sei­nes Zei­chens Ar­beits­öko­nom an der FU Ber­lin, of­fe­riert eine lohn­po­li­ti­sche Sit­ten­wid­rig­keit, wenn er einen zwei­ge­teil­ten Min­dest­lohn­satz von „höchs­tens“ 6,50 € im Wes­ten und 5,40 € im Osten als ein­ma­li­ges Fixum ge­setzt sehen will. „Ein Min­dest­lohn in die­ser Höhe“, so Schob vor­wit­zig, „hätte die po­si­ti­ve psy­cho­lo­gi­sche Wir­kung, dass eine sol­che Un­ter­gren­ze den Men­schen die Angst vor Lohn­dum­ping nimmt.“ Bil­der­sprach­lich legt er nach: Eine fort­ge­schrie­be­ne Min­dest­lohn­set­zung lässt die „Ge­fahr“ akut wer­den, „dass damit die Büch­se der Pan­do­ra ge­öff­net wird“ (FAZ, 15.​3.​14). Der CDU-​Ge­ne­ral­se­kre­tär Peter Tau­ber baut vor die­sem Hin­ter­grund ein Be­dro­hungs­sze­na­rio auf und warnt ein­dring­lich vor der „Schre­ckens­mar­ke von zehn Euro“ (zit. n. ND, 17.​3.​14).
Als Ab­schluss­bon­bon ver­steigt sich der FAZ-​Kom­men­ta­tor Sven As­t­hei­mer zu dem Mahn­ruf „Ret­tet den Nied­rig­lohn­sek­tor“, um die Dis­kur­sho­heit über das Ge­sche­hen künf­ti­ger Ver­hand­lun­gen an „run­den Ti­schen“ prä­ven­tiv an­zu­mel­den. Die re­kla­mier­te Schutz­be­dürf­tig­keit des Raums für ent­ga­ran­tier­te Dum­ping­löh­ne wird sei­tens des Kom­men­ta­tors pa­ter­na­lis­tisch als ein Akt von „Fair­ness am Ar­beits­markt“ ver­klärt (FAZ, 17.​3.​14). FAZit: Die neo-kon­ser­va­ti­ve Front steht!

… zum unio­nis­ti­schen Kon­tra­punkt

Nah­les & Co. sehen sich in einem Zwi­schen­hoch. Es ist davon aus­zu­ge­hen, dass der ent­po­li­ti­sier­te folk­lo­ris­ti­sche 1. Mai-​Rum­mel auf den DGB-​Kund­ge­bun­gen aus­gie­big ge­nutzt wird, um unter dem Motto „Würde kennt keine Aus­nah­me“ den Durch­bruch beim Min­dest­lohn zu ze­le­brie­ren.

Das eine oder an­de­re Stör­ma­nö­ver gegen die zu er­war­ten­de Selbst­ge­fäl­lig­keit wäre an­ge­zeigt. Denn: ein dau­er­haft pre­kä­res Ve­ge­tie­ren wird staat­li­cher­seits sank­tio­niert, wenn der Min­dest­lohn bis zum Jahr 2018 bei € 8,50 fest­ge­schrie­ben wird. Mit die­ser ge­setz­li­chen Ar­muts­re­gu­lie­rung gerät aus dem Sicht­feld, dass es ei­gent­lich ein­mal darum ging, Löhne zu er­strei­ten, die einem al­lein­ste­hen­den Voll­zeit­be­schäf­tig­ten ein Ein­kom­men ver­schaf­fen, mit dem er auch aus­kom­men kann.

Die sys­te­ma­tisch be­trie­be­ne Un­ter­höh­lung des Min­dest­lohn­sat­zes in­fol­ge der Aus­nah­me­re­ge­lun­gen führt zwangs­läu­fig dazu, dass sich ein Nied­rig­lohn­sek­tor un­ter­halb des uni­ver­sel­len Min­dest­lohns eta­bliert. Eine Al­ters­ar­mut ist vor­pro­gram­miert, da sich mit den Lohn­ver­gü­tun­gen aus Be­schäf­ti­gungs­ver­hält­nis­sen, die auf einem Min­destein­kom­men ba­sie­ren, kaum Ren­ten­an­sprü­che er­wer­ben las­sen, die ein Leben ober­halb des Exis­tenz­mi­ni­mums im Alter er­mög­li­chen. Mit In­ter­es­se ver­folgt man, wie eine Ge­ne­ra­tio­nen­ge­rech­tig­keit durch die Groß­ko­ali­tio­närln­nen buch­sta­biert wird. Die weit aus­ein­an­der­klaf­fen­de Ver­mö­gens­ver­tei­lung in der BRD lässt selbst die li­be­ra­le Pres­se auf­mer­ken: „In kei­nem Staat der Eu­ro­zo­ne ist die Un­gleich­heit so groß wie hier­zu­lan­de“ (SZ, 27.​2.​14). Sin­ken­de Re­al­löh­ne, die u.a. durch spar­ta­ni­sche Ta­rif­ab­schlüs­se in der letz­ten De­ka­de be­wirkt wur­den, haben dazu ge­führt, dass diese um etwa 1% nied­ri­ger lie­gen als im Jahr 2000 (ISW-​Sta­tis­tik, UZ, 7.​2.​14).

Als unio­nis­ti­sche und (an­ar­cho-​)syn­di­ka­lis­ti­sche Ak­ti­vis­tin­nen be­fin­den wir uns in einer Zwick­müh­le: die Min­dest­lohn­for­de­rung ist vor allem eine der „ab­stei­gen­den Mit­tel­schich­ten“ und keine ori­gi­nä­re der de­klas­sier­ten Ge­sell­schafts­sek­to­ren. Nicht weich­ge­spül­te Slo­gans wie „Ge­rech­ter Lohn für das Ta­ges­werk!“ oder „Wir sind mehr wert!“ krat­zen an dem pro­tes­tan­ti­schen Ar­beits­ethos, der das mo­ra­lin­sau­re Schmier­mit­tel der Mehr­wert­pro­duk­ti­on ist, son­dern erst die Lo­sung der „Ab­schaf­fung des Lohn­sys­tems!“ er­öff­net die Per­spek­ti­ve einer post-​ka­pi­ta­lis­ti­schen Ge­sell­schafts­form.

Klas­sen­au­to­no­mie und Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on fin­den dann einen ers­ten prak­ti­schen Aus­druck, wenn man an einer Kraft­ent­fal­tung so­zia­ler Be­we­gun­gen ar­bei­tet, um einen exis­tenz­si­chern­den (!) Lohn für alle bspw. über Streiks durch­zu­set­zen – und sich dabei der Staats­ob­hut ent­zieht. Die Ein­füh­rung des Min­dest­lohns ist nicht das Ende der Fah­nen­stan­ge. Diese Über­gangs­for­de­rung kann nur eine Etap­pe auf dem Weg zur voll­stän­di­gen Eman­zi­pa­ti­on der dop­pelt­frei­en Lohn­ab­hän­gi­gen sein. Es ist rich­tig, dass ein Um­wer­fen aller so­zia­len Ver­hält­nis­se nicht durch einen volun­ta­ris­ti­schen Im­puls er­fol­gen wird; aber eine Brise ge­schichts­op­ti­mis­ti­schen Rü­cken­wind ver­spü­ren wir auch in Zei­ten der Flau­te, da die pe­ri­odi­schen Kri­sen des ka­pi­ta­lis­ti­schen Sys­tems einen Auf­schwung des Klas­sen­kamp­fes un­wei­ger­lich mit sich brin­gen.

Quelle: Strike

5 Kommentare leave one →
  1. Unionismus, des war amoi wos, aba heit da schreibn ma kopflos permalink
    24. März 2014 19:09

    Ich finde den Sinn nicht! Am Schluss, wo man sich sonst meist zusammenreißt, um ein gutes Fazit hinzukriegen, die komplette Konfusion:
    „Unionistische Aktivisten in der Zwickmühle“ – gibts in Deutschland welche?
    „deklassierte Gesellschaftssektoren“ – wer sollte gemeint sein?
    „protestantisches Arbeitsethos“ – ja,ja, wir haben zwar keinen Protestantismus mehr, aber Weber-Jubiläum
    „moralinsaures Schmiermittel“ – ein fast neuer lyrischer Ausdruck
    – „der Staatsobhut entziehen“ – „Ende der Fahnenstange“ – „vollständige Emanzipation“ – „doppeltfreie Lohnabhängige“ – „voluntaristischer Impuls“ … – der reinste Käse, tut mir leid.

  2. Willkommen in der Welt der Worthülsen permalink
    24. März 2014 21:41

    „Mit unserer Phrasendreschmaschine gehen dir die neunmalschlauen Sprüche so schnell nicht aus. Denn hier kannst du fast 8 Milliarden verschiedene Phrasen erzeugen.“
    http://www.orthografietrainer.net/service/phrasendreschmaschine.php

    • 27. März 2014 08:49

      kannte bisher diese eher Seite zum Worthülsennachweis:
      BlaBlaMeter –
      wie viel Bullshit steckt in Ihrem Text?
      http://www.blablameter.de/index.php
      „PR-Profis, Politiker, Berater, Werbetexter oder Professoren müssen hier tapfer sein!
      Das BlaBlaMeter entlarvt schonungslos, wieviel heiße Luft sich in Texte eingeschlichen hat.
      Ein praktischer Helfer für alle, die mit Text zu tun haben…“

      hab mir mal einen Absatz weiter unten aus den Text vorgenommen, und siehe da:
      „Ihr Text: 995 Zeichen, 88 Wörter
      Bullshit-Index :1.16
      Glückwunsch, Ihnen ist es tatsächlich gelungen, unsere Bullshit-Skala von 0 – 1 zu sprengen! Diesen Text tut sich ein Leser wohl nicht freiwillig an, aber uns haben Sie beeindruckt.“
      😀

  3. marxistisches Gesülze von Studentenbubies permalink
    27. März 2014 04:38

    Hm, naja – also ich hab vorher für 6€ gearbeitet und arbeite jetzt für 8,5 € – ich würde mal sagen, den Text hat ein Student geschrieben, der keine Ahnung vom Leben hat.
    Es handelt sich zunächst um eine Verbesserung, weil man mehr Lohn für gleiche Arbeit bekommt – egal wer nun diese Sache errungen hat.

    Also es stellt sich gar nicht diese Frage, wie zu Beginn formuliert, denn man nimmt einfach mit, wo es mehr wird und fertig. Dieses Blabla ist naja – brotloses Blabla eben.

    Aber geil fand ich auch den „unionistisch räte-kommunistischen Standpunkt“ als ob der Autor diesen Standpunkt überhaupt einnehmen würde – eine Frage die der Text beantwortet 😉 denn soviel Geblubber kann nur ein studentisch politischer „Standpunkt“ äußern.
    Als ob es bei jeder Veränderung oder jeder Maßnahme darauf ankommt, sich zu fragen ob das jetzt die eigene (dazu noch marxistische!) Vorstellung bestätigt oder nicht… sowas kann nur in den Hirnen von Studenten ablaufen. Mit Arbeitern hat das gar nichts tun, die tatsächlich in ihrer Lebensrealität von so etwas bestimmt werden – und da kann, sag ich aus eigener Erfahrung, 2€ pro h mehr schon mal richtig gut sein…. und weiter bilde ich mir nichts ein, was es wäre, ist und sein könnte und arbeite einfach weiter an den anliegenden Dingen… wo ist das Problem?

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