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Protestkundgebung vor dem Sitz des DGB-Bundesvorstands

23. März 2014

berlinfauusicntfsocgtVom 14.-16. März 2014 tra­fen sich in Ber­lin rund 60 Ge­werk­schaf­ter*in­nen vom eu­ro­päi­schen Netz­werk al­ter­na­ti­ver und Ba­sis-​Ge­werk­schaf­ten.

Die IWW war mit der Ber­li­ner Orts­grup­pe eben­falls ver­tre­ten und an der Vor­be­rei­tung des Tref­fens be­tei­ligt. Es war ein eu­ro­päi­sches Fol­ge­tref­fen des welt­wei­ten Tref­fens im letz­ten Jahr in Paris. Neben Be­rich­ten über die Si­tua­ti­on in den je­wei­li­gen Län­dern und über die ak­tu­el­len so­zia­len Kämp­fe dort, wur­den ge­mein­sa­me Re­so­lu­tio­nen und Kam­pa­gnen be­schlos­sen. We­sent­li­ches Ziel war es, Stra­te­gi­en des be­trieb­li­chen und so­zia­len Wi­der­stands gegen die be­son­ders von Deutsch­land und der EU-​Troi­ka vor­an­ge­trie­be­ne Aus­te­ri­täts-​ bzw. Spar­po­li­tik zu dis­ku­tie­ren. Die Ba­sis­ge­werk­schaf­ter*in­nen set­zen dazu auf selbst­or­ga­ni­sier­te Kämp­fe in Be­trie­ben, Ar­beits­äm­tern und Stadt­tei­len und die Ent­wick­lung eines so­li­da­ri­schen und grenz­über­schrei­ten­den Wi­der­stands über­all. Von uns als IWW wurde dabei be­tont, dass der le­ga­le Rah­men keine Be­gren­zung sein dürfe, der im vor­aus­ei­len­den Ge­hor­sam ein­zu­hal­ten sei, wie es die le­ga­lis­ti­sche Ge­werk­schafts­po­li­tik in un­se­rem Land stets prak­ti­ziert. Bei der Kund­ge­bung vor dem Sitz des DGB-​Bun­des­vor­stan­des wurde die For­de­rung er­ho­ben, dass Ge­werk­schaf­ten in ganz Eu­ro­pa auch Mit­glie­der un­ab­hän­gig von ihrem Auf­ent­halts­sta­tus auf­neh­men sol­len, eine For­de­rung, der wir als IWW gerne nach­kom­men, da un­se­re Mit­glied­schaft oh­ne­hin in­ter­na­tio­nal ist!

Be­son­de­res Au­gen­merk wurde auch auf die So­li­da­ri­tät mit kri­mi­na­li­sier­ten Kol­le­g*in­nen ge­legt, die in­fol­ge ihres Kamp­fes Re­pres­sio­nen aus­ge­setzt sind. Es wurde deut­lich ge­macht, dass ins­be­son­de­re die na­tio­nal ori­en­tier­te Stand­ort­po­li­tik und das Co-​Ma­nage­ment mit der Ka­pi­tal­sei­te von gro­ßen deut­schen Ge­werk­schaf­ten und deren Lohn­zu­rück­hal­tung eine deut­sche Ex­port­of­fen­si­ve er­mög­lich­te, die die so­zia­le Krise in an­de­ren eu­ro­päi­schen Län­dern ver­tief­te und in Deutsch­land selbst zu Re­al­lohn­ver­lus­ten führ­te. Der Pro­test rich­te­te sich ins­be­son­de­re auch gegen die Ein­schrän­kung der Ge­werk­schafts­frei­heit und des Streik­rechts in Eu­ro­pa, vor allem gegen das in Deutsch­land ge­plan­te Ge­setz zur Ta­rif­ein­heit. Zum Ab­schluss wurde laut­stark zum Aus­druck ge­bracht, dass das Streik­recht eine un­ver­zicht­ba­re Grund­la­ge zur Ver­tei­di­gung un­se­rer Exis­tenz ist: „Ge­werk­schafts­frei­heit über­all, vol­les Streik­recht über­all, Wi­der­stand in jedem Fall!“

Im Herbst soll es be­reits ein wei­te­res Fol­ge­tref­fen geben, um den Kon­takt und die Zu­sam­men­ar­beit wei­ter zu ver­tie­fen und den ge­mein­sa­men Wi­der­stand zu or­ga­ni­sie­ren.

Quelle: Wobblies.de

2 Kommentare leave one →
  1. Arbeiter permalink
    23. März 2014 18:39

    Die Konferenz in Berlin ist sehr begrüssenswert. Endlich sprechen klassenkämpferisch-syndikalistische Gewerkschaften miteinander und sind dabei eine verbindliche Zusammenarbeit zu entwickeln. Soetwas kann man nur begrüssen. Leider sehen das nicht alle so. Wie nicht anders zu erwarten hat die IAA scharf auf diese Versammlung reagiert. Die aktuelle Generalsekretärin Laure Akai hat der FAU, die an der Zusammenkunft teilnahm, mit dem Ausschluss aus der IAA gedroht. Es gibt da wohl einen IAA-Kongressbeschluss, der den Auschluss der FAU ermöglicht, wenn diese mit „Feinden der IAA“ zusammenarbeitet. Dazu zählen u.a. die CGT in Spanien und die CNT-F in Frankreich. (Aus Frankreich war sowohl die CNT-F dabei, als auch eine ihrer Abspaltungen, die CNT-SO). Auf Libcom, einem englischsprachigen „Diskussionsforum“ wurde die Ausschlussdrohung publik. Nach kurzer Zeit wurde der Diskussionsstrang auf Aufforderung von Akai und Rata Trivunac (Ex-IAA-Generalsekretär aus Serbien) geschlossen und umbenannt. (Aus „IWA in trouble?“ wurde der Thread „fly-by-shit stir“). Als wirklich unabhängiges libertäres Forum hat sich Libcom damit disqualifiziert, wenn es ausreicht dass ein IAA-Großkopferter daherkommt, der sich auf den Schlips getreten fühlt, Forderungen stellt und diese erfüllt werden. Der besagte Diskussionstrang findet sich hier: http://libcom.org/forums/news/iwa-trouble-14032014?page=3#comment-534972

    Ich hoffe das die beteiligten Gewerkschaften trotz Ausschlussdrohungen und Giftgespritze (auch die USI wird attackiert) durch die IAA an ihrer Zusammenarbeit festhalten und weitermachen. Die gemeinsame Aktion muss möglich sein.

  2. 24. März 2014 19:42

    Ein kurzer Bericht der CNT-SO. (Auf ihrer HP gibt es auch drei Fotos zum Treffen)

    Une réunion du Réseau européen des syndicats alternatifs de base s’est tenue à Berlin les 14, 15 et 16 mars 2014.

    En sont membres les syndicats CGT et Solidarité ouvrière pour l’Espagne, l’USI et le SI Cobas d’Italie, la CNT-F et Solidaires pour la France, la FAU allemande, diverses sections d’IWW d’Europe, Sud Vaud de Suisse.

    La CNT Solidarité ouvrière participait pour la première fois, en tant qu’observateur, à une telle réunion du Réseau, avec la volonté d’y adhérer.
    La décision a été prise par les participants d’accepter cette adhésion.

    La CNT Solidarité ouvrière, après avoir rappelé les conditions de sa création, les secteurs dans lesquels elle se développe, a réaffirmé que l’internationalisme est essentiel.
    Notre Confédération veut rechercher des contacts internationaux pour créer des solidarités concrètes autour de luttes et de revendications communes.

    Les syndicats présents ont adopté plusieurs initiatives sur lesquelles nous reviendrons plus longuement au fur et à mesure de leur mise en place.

    http://www.cnt-so.org/?La-CNT-Solidarite-ouvriere-149

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