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„Maß halten“ gilt nur für die ArbeiterInnen – nicht für Politikerbonzen

13. Februar 2014

maß haltenDer sozialdemokratische Wirtschaftsminister Siegmar Gabriel verlangt von den eh schon unterwürfigen sozialpartnerschaftlichen DGB-Gewerkschaften ein „Maß halten“ bei den laufenden Tarifverhandlungen. Die Löhne der Arbeiterinnen und Arbeiter sollen nur in bescheidenem Maße angehoben werden. Ganz anders sieht es im Bundestag aus. Da erlauben sich die Abgeordneten von SPD und CDU eine riesige Lohnerhöhung ihrer „Diäten“. Um jeweils 415 Euro sollen deren Einkünfte am  1. Juli und am 1. Januar 2015 auf dann 9082 Euro steigen. 9082 Euro monatlich für einen Sesselfurzer, der gegen die Interessen der Bevölkerung handelt, wie gerade erst jetzt wieder bei der erlaubten Einfuhr von genetisch manipuliertem Mais in die Europäische Union offensichtlich wurde. Zum Vergleich: Ein Hartz-IV-Bezieher erhält maximal 391 Euro monatlich. Aber so ist das eben, wenn es nach den Bonzen und ihren Politikern geht. Die Lohnabhängigen sollen „Maß“ halten, die Kapitalisten sich neue Absatzmärkte und Profite verschaffen und die Politiker wollen sich für ihre Unterwürfigkeit und die Gefälligkeiten (Lobbytätigkeiten) dem Kapital gegenüber mit noch fetteren Diäten selber belohnen. Dieses System stinkt von Kopf bis Fuß. Wir brauchen es nicht. An seine Stelle wollen wir AnarchosyndikalistInnen eine bedarfsorientierte, selbstverwaltete Gesellschaft setzen, die jedem Menschen politische Freiheit und materiellen Wohlstand sichert. Das geht aber nur gemeinsam: Organisieren wir uns gegen das Kapital und seine maßlosen Helfershelfer.

2 Kommentare leave one →
  1. Same Procedure as 1963 permalink
    13. Februar 2014 13:10

  2. 14. Februar 2014 01:32

    Die am Dienstag beschlossenen Forderungen von ver.di in der anlaufenden Tarifrunde zum TVöD (Beschäftigte bei Bund und Kommunen):

    – Entgelterhöhung: 100 Euro Grundbetrag plus 3,5 Prozent (das würde etwa bei gegebenem Bruttogehalt von 2000 Euro eine Erhöhung um 8,5% bedeuten – bis zu einem Bruttogehalt von knapp 3500 Euro brutto die Forderung über derjenigen aus 2012 [6,5% mit nicht näher bezifferter sozialer Komponente])

    – 100 Euro für Auszubildende und Praktikant/innen

    – Laufzeit 12 Monate

    – Zeit- und ihnhaltsgleiche Übertragung der Erhöhung auf BeamtInnen

    – 30 Tage Erholungsurlaub für alle

    – 70 Euro Nahverkehrszulage

    – Erhöhung der Nachtzuschläge in Krankenhäusern von 15 auf 20 Prozent

    – Unbefristete Übernahme der Auszubildenden

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