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Schwarz-Roter Ticker (147) [4 Meldungen]

1. Januar 2014

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Steigende Strompreise für Hartz-Bezieher unbezahlbar

Die steigenden Strompreise bringen einkommensschwache Haushalte nach einem Pressebericht in finanzielle Schwierigkeiten. Bei den 3,3 Millionen Hartz-IV-Haushalten werde die monatliche Stromrechnung im kommenden Jahr um gut ein Fünftel höher ausfallen als die staatlichen Leistungen für die Elektrizität, meldete die »Süddeutsche Zeitung« am Dienstag unter Berufung auf eine Untersuchung des Energie-Vergleichsportals Verivox für das Blatt. Etwa ein Drittel der 1100 Versorger haben demnach angekündigt, die Preise im neuen Jahr um durchschnittlich drei Prozent zu erhöhen. Im neuen Regelsatz für Hartz-IV-Empfänger in Höhe von 391 Euro im Monat sind 32,69 Euro für Strom sowie das Instandhalten der Wohnung vorgesehen. Das reiche jedoch nicht aus, schreibt die »SZ« mit Verweis auf die Berechnungen von Verivox: So zahlt ein Single-Haushalt mit 1500 kWh Jahresverbrauch von Januar 2014 an durchschnittlich 473 Euro im Jahr, monatlich also 39,42 Euro und damit mehr als der Staat für Hilfsbedürftige im Bereich Strom zahlt. Dabei seien Kosten für Reparaturen in der Wohnung noch nicht berücksichtigt. (Neues Deutschland)

Eisenbahnerstreik ab Januar?

Die Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) droht in einem Tarifstreit mit Streiks im Januar bei der Deutschen Bahn. „Wir sind bereit für einen Arbeitskampf“, sagte der Vorsitzende der 34.000 Mitglieder zählenden Organisation, Claus Weselsky, der „Saarbrücker Zeitung“ (Donnerstag). Die Friedenspflicht laufe am 15. Januar ab. Er rechne nicht mit einem neuen Angebot der Arbeitgeber. „Danach werden wir nicht mehr nur trommeln für unsere Forderungen, sondern auch pfeifen.“ Bei dem Streit geht es um einen sogenannten Demografie-Tarifvertrag. (…) Während die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG den Demografietarifvertrag bereits unterschrieben hat, fordert die GDL laut Weselsky von der Deutschen Bahn AG den Abschluss einer sogenannten Lizenzverlustversicherung für alle Lokomotivführer. „Wer zum Beispiel durch einen Selbstmord auf den Gleisen traumatisiert ist und nicht mehr fahren kann, muss geschützt sein“, sagte er der Zeitung. Außerdem will die GDL erreichen, dass Lokomotivführer nicht mehr in andere Regionen versetzt werden, sondern ihnen ein Arbeitsplatz nahe ihrem Wohnort angeboten wird. Weselsky hatte bereits in den vergangenen Wochen mit Streiks gedroht. Scharf kritisierte Weselsky überdies das Vorhaben der großen Koalition, ein Gesetz zur Tarifeinheit zu beschließen. Danach soll in einen Betrieb jeweils der von der größten Gewerkschaft ausgehandelte Tarifvertrag gelten; Spartengewerkschaften wären kaum noch attraktiv. Das stelle die Existenz seiner Gewerkschaft infrage, sagte Weselsky. (FAZ)

„Institut für Syndikalismusforschung“ sucht ÜbersetzerInnen

Wie aus den Neujahrsgrüssen des syndikalistischen „Instituts für Syndikalismusforschung“ (Bremen/Berlin) hervorgeht, erhielt die Forschungseinrichtigung im letzten Jahr die größte Anzahl an Zuschriften aus aller Welt. Die Genossen würden die auf Webseite und Blog angebotenen Inhalte gerne in englischen Übersetzungen anbieten. Dafür werden ÜbersetzerInnen gesucht. Sie schreiben: „Im zurückliegenden Jahr erhielten wir die bis dato größte Anzahl an Anfragen aus anderen Ländern. Dabei zeigte sich, dass unsere Webseite “syndikalismusforschung.info” für Interessierte und Forscher eine wichtige Informationsquelle ist. Leider können wir auf dem Infoportal bisher nur wenige englischsprachige Übersetzungen von Artikeln und Aufsätzen anbieten. Wir würden uns daher sehr über Unterstützung bei der Übersetzung ausgewählter Beiträge ins Englische freuen. Wer sich dies vorstellen kann, darf sich gerne bei uns melden, vielen Dank.“ Kontakt: institut@syndikalismusforschung.info und www.syndikalismusforschung.info

Januar-Ausgabe der Gaidao erschienen

gaidao_37_januar_2014-105x150Die aktuelle Ausgabe der Gaidao bietet einmal mehr den gewohnten Mix. Mit dem Klassenkampf hat es das Blättchen ja eh noch nie gehabt. Dafür geht es einmal mehr um Focault und den „christlichen Anarchismus“. Interessanter als diese anti-revolutionären Tendenzen sind die Beiträge zu Mexiko (EZLN) sowie über das letzte „Bundestreffen“ der FDA, der allerdings schon bereits vorab online erschienen war. Download der Ausgabe hier als PDF.

 

21 Kommentare leave one →
  1. 2. Januar 2014 00:36

    Die Leser*innen der Gai Dao wissen ja, das die Zeitung vom mit machen lebt.
    Klassenkampf ist auf dem Weg zur Transformation hin zu einer Klassenlosen und herrschaftsfreien Gesellschaft sicher unabdingbar (ohne geht es einfach nicht). Aber, solange sich niemand findet der sie mit entsprechenden Artikel versorgt, könnt „ihr“ lange jammern. Im übrigen sei daran erinnert das die Gai Dao immer wieder über Klassenkämpfe berichtet, und zwar weil sich immer wieder Menschen finden, die anstatt rum zu jammern, lieber mal etwas schreiben oder übersetzen.

    Ob die irgendwie an syndikalismus.wordpress.com beteiligten nun anfangen sollten für die Gai Dao zu schreiben? Nun, das kann sicher niemand verlangen. Aber vielleicht sollten sie anderweitig helfen die (vermeintlichen?) Lücken zu schließen, indem sie, anstatt lapidar zu schreiben „Mit dem Klassenkampf hat es das Blättchen ja eh noch nie gehabt.“ lieber die Leserschaft von syndikalismus.wordpress.com auffordert die Lücken durch entsprechende Beiträge (endlich) zu schließen.

    • syndikalismus permalink*
      2. Januar 2014 20:40

      Schade das du unsere Kritik einfach als „jammern“ abtust und gleichzeitig zu Verstehen gibst das wir nichts schreiben oder übersetzen würden. Naja, egal. Soviel Kritik muss einfach drin sein, zumal hinter der Gaidao ja eine bundesweite und internationae Organisation steht, der man zutrauen können sollte entsprechende Artikel zu schreiben.

    • Thomas Fritsch permalink
      4. Januar 2014 17:11

      Es ist gar nicht so leicht, erwachsen zu sein

  2. Granado permalink
    2. Januar 2014 16:22

    http://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=19796
    Blue-Card-Desaster – warum meiden Fachkräfte Deutschland?
    2. Januar 2014 um 12:02 Uhr
    Frank-Jürgen Weise, seines Zeichens Chef der Bundesagentur für Arbeit, zeigte sich zu Beginn des neuen Jahres zerknirscht. Die Blue Card, mit der Fachkräfte aus Nicht-EU-Ländern nach Deutschland gelockt werden sollen, hat sich als grandioser Flop erwiesen. Nur rund 3.000 Menschen kamen in den letzten anderthalb Jahren mit der Blue Card ins Land. Um aus der Blue Card doch noch ein Erfolgsmodell zu machen, hat sich BA-Chef Weise nun jedoch einen „phantastischen“ Plan ausgedacht. Bislang darf die Blue Card nur dann erteilt werden, wenn Bewerber in sogenannten „Mangelberufen“ nachweisen können, dass sie hierzulande mindestens 37.128 Euro verdienen. Dieser Mindestsatz soll nun nach dem Wunsch von Weise gesenkt werden. Die „Logik“ dahinter: Wenn wir für 37.128 Euro keine Fachkräfte anwerben können, dann sollte es mit viel weniger Geld doch ganz sicher klappen. Dies ist freilich Unsinn – wie viele andere Argumente in der Debatte um den Zuzug qualifizierter Arbeitskräfte auch.
    Von Jens Berger

    http://www.sueddeutsche.de/politik/2.220/zuwanderung-aus-rumaenien-und-bulgarien-fakten-statt-populismus-1.1852891
    30. Dezember 2013 07:34
    Zuwanderung aus Rumänien und Bulgarien: Fakten statt Populismus
    Von Roland Preuß
    „Eindimensional und unsachlich“: Die SPD warnt die CSU davor, Furcht vor Zuwanderern aus Rumänien und Bulgarien zu schüren. Das Ministerium von Arbeitsministerin Nahles hält dem angeblichen „Missbrauch“ der Freizügigkeit viele Fakten entgegen – und erwartet gute Beschäftigungsaussichten für Osteuropäer.

    http://www.sueddeutsche.de/politik/2.220/debatte-um-zuwanderer-aus-eu-laendern-csu-steht-allein-da-1.1853566
    30. Dezember 2013 18:51
    Debatte um Zuwanderer aus EU-Ländern: CSU steht allein da
    Von Roland Preuß und Mike Szymanski
    Schärfere Regeln gegen Armutszuwanderer aus Bulgarien und Rumänien, das fordert die CSU. Davon will die Bundesregierung allerdings nichts wissen. Das Arbeitsministerium empfiehlt den Christsozialen einen „nüchternen Blick auf die Zahlen“. CSU-Chef Seehofer fühlt sich ungerecht behandelt: „Wenn die CSU was sagt, ist das plötzlich Rechtspopulismus.“

    http://www.zeit.de/2014/01/eu-freizuegigkeit-armutseinwanderung/komplettansicht
    Einwanderung: Sie kommen
    Vom 1. Januar an gilt auch für Bulgaren und Rumänen die volle EU-Freizügigkeit. Ein Grund, sich zu fürchten?
    von Matthias Krupa 28. Dezember 2013 09:50 Uhr

    http://doku.iab.de/aktuell/2013/aktueller_bericht_1305.pdf
    Aktuelle Berichte, 23. Dezember 2013, 8 S.
    Zuwanderung aus Bulgarien und Rumänien vor der Arbeitnehmerfreizügigkeit

    https://www.tagesschau.de/ausland/freizuegigkeit108.html
    Vor allem Fachkräfte zieht es ins Ausland: „Rumänen wollen arbeiten“
    Flucht in bessere Sozialsysteme? Rumänen würden über diesen Vorwurf den Kopf schütteln. Vor allem Fachkräfte haben das Land in den vergangenen Jahren verlassen und arbeiten nun in Italien, Spanien oder Deutschland. In der Heimat fehlen sie.
    Von Stephan Ozsváth, ARD-Hörfunkstudio Wien, Stand: 30.12.2013 17:03 Uhr

  3. Granado permalink
    2. Januar 2014 16:23

    http://www.iab.de/de/informationsservice/presse/presseinformationen/az1303.aspx
    Presseinformation des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung vom 9.12.2013
    Arbeitsvolumen ist im dritten Quartal 2013 auf 14,9 Milliarden Stunden gestiegen
    Erwerbstätige haben im dritten Quartal 2013 insgesamt 14,9 Milliarden Stunden gearbeitet. Das entspricht einem Plus von 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal, berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Gegenüber dem zweiten Quartal 2013 stieg das Arbeitsvolumen saison- und kalenderbereinigt um 0,6 Prozent.
    „Nach den Rückgängen in der konjunkturellen Schwächephase vor einem Jahr legt das Arbeitsvolumen nun wieder deutlich zu“, sagt Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und Strukturanalysen“. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ist sowohl die Zahl der Erwerbstätigen als auch die Arbeitszeit pro Erwerbstätigem im dritten Quartal 2013 gestiegen. Dabei spielt auch eine Rolle, dass es einen Feiertag weniger und damit einen Arbeitstag mehr für die Produktion gab.
    Die tarifliche bzw. betriebsübliche Wochenarbeitszeit bei Voll- und Teilzeitbeschäftigten lag bei gut 30 Stunden. Vollzeitbeschäftigte arbeiteten im Durchschnitt 38,2 Stunden, Teilzeitbeschäftigte 15 Stunden.
    Auf jeden Beschäftigten kamen im dritten Quartal 2013 im Durchschnitt 11,8 bezahlte Überstunden. Die Guthaben auf den Arbeitszeitkonten sind im dritten Quartal um 0,8 Stunden gewachsen.
    Der Krankenstand lag im dritten Quartal 2013 bei 3,34 Prozent und damit etwas über dem Niveau des Vorjahresquartals.
    Nach ersten Schätzungen ist die Zahl der Kurzarbeiter im dritten Quartal 2013 im Vergleich zum Vorjahresquartal leicht angestiegen und lag bei rund 88.000 Personen.

    Die Quartalszahlen zur Entwicklung der Arbeitszeit ab 2011
    http://doku.iab.de/arbeitsmarktdaten/2013/tab-az1303.pdf
    Eine lange Zeitreihe mit den Jahreszahlen ab 1991
    http://doku.iab.de/arbeitsmarktdaten/AZ_Komponenten.xlsx
    …so zeigt sich, dass das Arbeitsvolumen der beschäftigten Arbeitnehmer (also der nicht selbstständigen Erwerbstätigen) seit 1991 von 51.768 Millionen Stunden auf 48.779 Millionen Stunden im Jahre im Jahre 2012 verringert hat und das Volumen dürfte auch 2013 nicht wesentlich höher liegen.
    Das Arbeitsvolumen der Vollzeitbeschäftigten hat sich im gleichen Zeitraum von 47.635 Millionen Stunden auf 39.974 Millionen Stunden verringert, während sich das Arbeitsvolumen der Beschäftigten in Teilzeit von 3.818 auf 8.093 Millionen Stunden erhöht hat. Das heißt in der Tendenz, dass sich das Arbeitsvolumen auf mehr Köpfe verteilt hat und vor allem die Teilzeitarbeit erheblich angestiegen ist.

  4. Granado permalink
    2. Januar 2014 16:33

    http://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=19768
    Videohinweise, 23. Dezember 2013 um 13:59 Uhr


    Hartz IV: Mitglied der Hartz-Kommission packt nach 10 Jahren aus! 12:35, 38,3 MB
    Ausschnitt aus der Sendung „west.art Talk“ vom 02.09.2012 (WDR Fernsehen), in der u. a. Isolde Kunkel-Weber zu Gast war. Thema der Sendung war „Gut gemacht oder nur gut gemeint? Zehn Jahre Hartz-Reformen“. Kunkel-Weber war Mitglied der Kommission, die 2002 unter der Leitung von Peter Hartz die Arbeitsmarktreform vorbereitet hat.


    Der soziale Krieg von Politik und Medien | (Ton nachbearbeitet) 9:30, 22,4 MB
    Videobeitrag vom 29.06.2010. Akustische Nachbearbeitung 03.05.2012 (da Ton von Originalfilm zu leise), und ab min 1:04 Quellangabe neu eingeblendet.

    http://www.aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de/2014/01/2.html
    Donnerstag, 2. Januar 2014
    Des einen Freud, des anderen (perspektivisches) Leid. Zur Neuordnung der Finanzierung der Krankenkassen
    …Im Koalitionsvertrag zwischen den Unionsparteien und der SPD finden wir den folgenden Passus die Finanzierung der GKV betreffend:
    »…Der allgemeine paritätisch finanzierte Beitragssatz wird bei 14,6 Prozent festgesetzt, der Arbeitgeberanteil damit bei 7,3 Prozent gesetzlich festgeschrieben. Die gesetzlichen Krankenkassen erheben im Wettbewerb den kassenindividuellen Zusatzbeitrag zukünftig als prozentualen Satz vom beitragspflichtigen Einkommen.
    Der heute vom Arbeitnehmer alleine zu tragende Anteil von 0,9 Beitragssatzpunkten fließt in diesen Zusatzbeitrag ein. Damit die unterschiedliche Einkommensstruktur der Krankenkassen nicht zu Wettbewerbsverzerrungen führt, ist ein vollständiger Einkommensausgleich notwendig. Die Notwendigkeit eines steuerfinanzierten Sozialausgleichs entfällt damit.« (S. 82/83)
    Hinsichtlich des Arbeitgeberbeitrags wird mit dieser Regelung die Abkoppelung von jeder zukünftigen Beitragssatzsteigerungsdynamik einzementiert. Die gesamte zukünftige Beitragssatzsteigerung wird auf die Schultern der Versicherten verlagert.
    …2013 sank der Bundeszuschuss von 14 auf 11,5 Milliarden Euro. Und mit einer gewissen Plausibilität kann bzw. muss man davon ausgehen, dass der Bund versuchen wird, weitere Teile seiner Finanzierungslasten auf die Beitragszahler zu verlagern. Die Vorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Doris Pfeiffer, weist darauf hin, dass bereits 14 Milliarden Euro weniger als die Hälfte der Ausgaben für versicherungsfremde Leistungen wie den Versicherungsschutz für Minderjährige decken.

    http://www.fr-online.de/politik/experten-erwarten-kassen-zusatzbeitraege-von-bis-zu-40-euro,1472596,25765112,view,printVersion.html
    Politik – 1 | 1 | 2014
    Experten erwarten Kassen-Zusatzbeiträge von bis zu 40 Euro
    Versicherte müssen nach einer Schonfrist für ihre Krankenkasse voraussichtlich spürbar mehr bezahlen. Zunächst dürfte die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) noch ausreichend ausgestattet sein.

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/sozialversicherungsbeitraege-der-staat-sorgt-fuer-sinkende-nettoloehne-12733581.html
    Sozialversicherungsbeiträge: Der Staat sorgt für sinkende Nettolöhne
    01.01.2014 · Durch die Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge müssen Arbeitnehmer bis zu 26 Euro pro Monat mehr abgeben. Auch die Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung sind zum Jahreswechsel gestiegen.
    Von Dietrich Creutzburg
    Nach bisheriger Gesetzeslage wäre der Sozialversicherungsbeitrag gesunken
    Allein eine Frage der Zeit, bis die Krankenkassenbeiträge steigen
    Der Pflegebeitrag steigt laut Beschlusslage der großen Koalition … auf 2,55 bzw. 2,8 Prozent … noch vor der Bundestagswahl 2017.
    Der Sonderbeitrag soll als Prozentsatz des Lohns erhoben werden

    http://gemeinden.verdi.de/themen/schuldenbremse/data/Auswirkungen-der-Schuldenbremse.pdf
    AUSWIRKUNGEN DER SCHULDENBREMSE
    AUF DIE HAUSHALTE AUSGEWÄHLTER BUNDESLÄNDER UND IHRER GEMEINDEN
    Expertise im Auftrag von ver.di · von Dieter Vesper, 66 S. (13.11.2013?)

    http://www.jungewelt.de/2013/12-27/043.php?print=1
    27.12.2013 / Inland / Seite 4
    Schäbiges Weihnachtswunder
    Bundesagentur für Arbeit spart bei der Förderung Erwerbsloser und verbucht erneut Überschuß. Jobcenterchefs kassieren Prämie für harte Sanktionen
    Susan Bonath

    http://www.jungewelt.de/2013/12-18/043.php?print=1
    18.12.2013 / Inland / Seite 4
    Ungehorsam unter Strafe
    Jahresrückblick 2013. Heute: Erwerbslose im Hartz-IV-Wahnsinn. Bedroht, behindert, in Zwangsmaßnahmen getrieben – und mitunter sogar verlost
    Susan Bonath

    http://publik.verdi.de/++skin++print/2013/ausgabe-08/gesellschaft/gesellschaft/seite-9/A0?
    USA: Überleben nur mit Nahrungsmittelbons
    Einerseits werden unter Präsident Obama in vielen Branchen oft nur Hungerlöhne gezahlt, andererseits feiern Unternehmen wahre Gewinnexplosionen. Die Einzelhandelskette Wal Mart ist ein Beispiel dafür
    von Werner Rügemer, letzte Änderung 13.12.2013

    http://www.fr-online.de/schuldenkrise/euro-krise—zurueck-auf-den-boden-des-rechts-,1471908,25576028,view,printVersion.html
    Schuldenkrise – 9 | 12 | 2013
    Euro-Krise: „Zurück auf den Boden des Rechts“
    Von Markus Decker
    Die Sparpolitik der Troika ist juristisch angreifbar und verstößt teils gegen Menschenrechte, sagt der Jurist Andreas Fischer-Lescano. Er fordert eine Prüfung der Verträge und bereitet damit den Boden für Klagen gegen den EU-Kurs.
    http://media.arbeiterkammer.at/PDF/Austeritaetspolitik_und_Menschenrechte.pdf

    Claudia Pinl
    28.12.2013 | 12:37
    Freiwillig zu Diensten?
    Arbeit Engagierte Menschen sollten nicht als billiger Ersatz für bezahltes Personal herhalten. Über Ehrenamt und Gratisarbeit als Bestandteile neoliberaler Sparpolitik

  5. Michael Kraetke - Die aktuelle Krise des Kapitalismus und seine demokratischen Alternativen permalink
    2. Januar 2014 20:04

    https://archive.org/details/MichaelKrtke-DieAktuelleKriseDesKapitalismusUndSeineDemokratischen_496
    Vortrag von Michael Kraetke auf der 22.Jahrestagung der Loccumer Initiative Kritischer WissenschaftlerInnen „Solidarische Ökonomie und Selbstverwaltungsgesellschaft – von alternativen Ökonomien zur ökonomischen Alternative zum Kapitalismus“ (30.03. – 01.04.2012, Bremen)

    „Solidarische Ökonomie und Selbstverwaltungsgesellschaft“
    http://www.sopos.org/aufsaetze/4fc8c2b85332d/1.phtml

    https://archive.org/about/javascript-required.htm

  6. Buchtipp: Wolfgang Bittner: „Hellers allmähliche Heimkehr" - Entführung in die Wirklichkeit permalink
    3. Januar 2014 18:26

    Entführung in die Wirklichkeit

    Gibt es noch gegenwartsnahe deutsche Literatur, die die Verhältnisse in der erkaltenden Bundesrepublik treffend beschreibt? Holger Platta hat Wolfgang Bittners Roman „Hellers allmähliche Heimkehr“ entdeckt.

    Gibt es das eigentlich noch: den politisch-kritischen Gegenwartsroman? Die große Erzählung, die das Individuum auch im Verhältnis zu den Verhältnissen in der Bundesrepublik zu schildern versucht? Oder anders gefragt: den engagierten Autor, die engagierte Autorin, präsentiert von einem der etablierten Verlage, die jahrezehntelang Publikationsort waren auch solcher Literatur? Fast möchte man sagen: ein sicherer Hort…
    http://hinter-den-schlagzeilen.de/2013/12/04/entfuhrung-in-die-wirklichkeit/

  7. SyndiKal - Kalender für das Ende der Lohnarbeit Archiv mit Beiträgen aus 2007 bis 2013 permalink
    3. Januar 2014 18:40

    In unserem Archiv findest du nach und nach alle Beiträge aus dem syndikal.
    Natürlich sind alle Beiträge auch im Volltext durchsuchbar! http://www.syndikal.info/

    Mit unserem Kalenderprojekt SyndiKal wollen wir eine tägliche Hilfestellung für alle bieten, die sich im Betrieb, auf den Ämterfluren und im Stadtteil gegen diese aktuellen und die noch kommenden sozialen Angriffe zur Wehr setzen. Neben praktischen Tipps und Hinweisen zum Überleben in der wieder deutlicher zu Tage tretenden Klassengesellschaft, stellt der Taschen­kalender eine Vielzahl von aktuellen und historischen Beispielen dafür vor, wie sich immer wieder Menschen selbstorganisiert und solidarisch zusammengeschlossen haben, um für ein besseres und freies Leben zu kämpfen. Der Name unseres Kalenders verweist darauf, dass der Kalender einen klaren inhaltlichen Akzent auf basisorganisierte soziale und gewerkschaftliche Kämpfe setzt.

    SyndiKal enthält u.a. einen Infoteil mit Tipps, wie man gegen Chefs und Behörden die Nerven behält, sowie nützliche Adressen von Gruppen, Einrichtungen und Medien aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

    Der Kalender wird als Non-Profit-Projekt herausgegeben. Überschüsse fließen in basisgewerkschaftliche Aktivitäten des Syndikat-A Medienvertriebes.

    http://www.syndikal.info/

    http://www.syndikat-a.de/

  8. Noam Chomsky (2013) "What is Anarchism?" permalink
    4. Januar 2014 01:00

    Noam Chomsky (2013) „What is Anarchism?“

  9. Noam Chomsky (2013) "Independent Nationalism and the Cold War" permalink
    4. Januar 2014 01:02

    Noam Chomsky (2013) „Independent Nationalism and the Cold War“

  10. Syndikat-A Medienvertrieb: Der 1. Infobrief 2014 permalink
    4. Januar 2014 08:56

    Wir wünschen euch alles Gute insbesondere Gesundheit und Liebe für’s Jahr 2014.

    Hier ein paar Neuigkeiten vom Syndikat-A

    Es ist vollbracht. Unser ehrgeiziges Ziel ein Online-Archiv des Taschenkalenders „SyndiKal“ aufzuziehen, ist erreicht. Sieben Jahrgänge bzw. die Textbeiträge von 2007 bis einschließlich 2013 sind nun online nachlesbar…und auch kommentierbar.
    Schaut euch die Sache doch mal selber an: SyndiKal Archiv > http://www.syndikal.info
    Es sind auch noch Kalender lieferbar.

    Ähnliches werden wir im Laufe des Jahres für die neue Broschüre „Einblicke ins Arbeitsrecht“ auf die Beine stellen. Diese Seite wird dann vom Autoren höchstpersönlich betreut. So sind wir bei gesetzlichen Änderungen, Ergänzungen usw. flexibel und immer auf der Höhe der Zeit. Die Papierversion als Broschüre wird dann entsprechend zeitnah mit aktualisiert. Das ist bei unserer „Just in Time“ – Produktion schnell und unproblematisch möglich.
    Die aktuelle Papierversion (Stand Dez. 2013) könnt ihr gern bestellen. Hier ist das Teil

    Noch ein paar Neuerscheinungen:
    Camus – Libertäre Schriften (1948-1960)
    Albert Camus’ literarisches Werk ist weltberühmt und zählt zur herausragenden Literatur des 20. Jahrhunderts. Weniger bekannt ist seine Beschäftigung mit dem Anarchismus. Gerade aber die Auseinandersetzung mit dem libertären Denken war für Camus nach dem Zweiten Weltkrieg von großer Bedeutung. Libertäre Schriften

    Special Spanien…Historisches
    Tim Wätzold – Konflikte
    Konflikte innerhalb der antifaschistischen Allianz im Spanischen Bürgerkrieg am Beispiel der Front in Aragonien. Hier

    D. Nelles, U. Linse, Piotrowski, C. García – Deutsche AntifaschistInnen in Barcelona (1933-1939) Hier

    Querbeet
    Multikuhlti vegan, so nennt sich ein hübsch gestyltes veganes Kochbuch mit vielen traurigen und wunderschönen Geschichten rund um menschliche und tierische Bewohner der Stiftung „Hof Butenland“. Mit dem Kauf erfüllt ihr einen guten Zweck…wie hieß es mal so schön: „Das steinerne Herz der Unendlichkeit erweichen“. Auch das gehört zu einem libertären Sozialismus. Hier

    Die aktuelle Lotta hat das Schwerpunktthema „Antiziganismus“ aus aktuellem Grund auf die Tagesordnung gesetzt. Gerade bei uns umme Ecke in Duisburg überschlagen sich die braven BürgerInnen beim „Willkommenheißen“ von Roma und Sinti… Hier

    Der Dutschke Verlag hat zwei Publikationen veröffentlicht einmal einen historischen Roman Hier und einmal „Geschichten von Menschen und Politik“ Hier.

    Gestickte Aufnäher – wie wir schon vor Wochen ankündigten haben wir nun für die „Corporate Identity“ (oder wie das so schön heißt) der FAU wunderhübsche Aufnäher in nächtelanger Arbeit gestickt, äh sticken lassen. In einer Automatenstickerei….die Dinger sehen echt gut aus, hatten wir selber nicht mit gerechnet. Die FAU Näher sind in zwei verschiedenen Formaten lieferbar, aufbügelbar, sollten aber trotzdem angenäht werden, um auf der sicheren Seite zu sein, damit sie nicht schon nach der ersten Wäsche flöten gehen. Schaut mal hier

    Zum Antiquariat…Silve hat noch mal ein Feintuning für einzelne Rubriken durchgezogen, damit ihr gezielter stöbern könnt. Antiquariat Ganz unten links ist auch die Shop-Suche (fällt nicht gerade gut ins Auge). Da wir öfter eine – durchaus berechtigte – Kritik der Unübersichtlichkeit des Shops einstecken mussten, nochmal dieser Hinweis.
    Wir werden aber auch im Laufe des Jahres den Shop überarbeiten (lassen). Z.B. die Suchfunktion nach oben, Rubriken farblich absetzen usw…Lieben Gruß an J.

    Zum Schluß schon mal der Hinweis, dass dieses Jahr wieder eine Libertäre Medien Messe im Ruhrpott stattfindet. Merkt euch das letzte August-Wochenende 2014 vor. Veranstaltungsort ist diesmal Essen.

    Und wie immer:
    Wer unseren Newsletter nicht mehr empfangen möchte, einfach auf “ antworten“ gehen und absenden, Text ist nicht nötig.Wir löschen euch dann aus dem Verteiler.

    Machts gut
    Die Zwei vom Syndikat-A

    Syndikat-A
    Anarcho-Syndikalistischer Medienvertrieb
    N. Hinrichs
    Bismarckstr. 41a
    47443 Moers
    USt-IdNr:. DE 260402259
    Tel. 02841-537316

    ——
    Unsere Organisation: http://www.fau.org
    Unser Zentrum: http://www.barrikade-moers.de
    Unser Laden: http://www.syndikat-a.de
    Unsere Zeitung: http://www.direkteaktion.org

  11. Freihandelsabkommen TTIP ablehnen! permalink
    4. Januar 2014 09:05

    Weitgehend abgeschirmt von der kritischen Öffentlichkeit verhandeln EU-Kommission und US-Regierung derzeit die Transatlantische Han­dels- und Investitionspartnerschaft (TTIP). Auch die Parlamente der betroffenen Länder werden nicht ausreichend informiert – sie sollen erst nach Vertragsabschluss mit „ja“ oder „nein“ abstimmen.

    Gegenstand der geplanten Vereinbarung ist keine Kleinigkeit: Es geht um die Etablierung der größten Freihandelszone auf der Erde. Bereits jetzt erwirtschaften EU und USA zusammen fast die Hälfte des globalen Brutto­inlandprodukts – TTIP soll ihre dominante Position in der Konkurrenz zu den sogenannten Schwellenländern absichern.

    Auch die Menschen in Europa und Amerika haben einschneidende Ver­schlechterungen ihrer Lebensqualität zu befürchten – nicht nur wegen Gen­food, Hormonfleisch und Chlorhühnchen. Es ist zu erwarten, dass demokra­tische Rechte, soziale Standards, Klimaschutz und Finanzmarktkontrolle auf dem jeweils niedrigsten Level „harmonisiert“ werden sollen.

    TTIP wird außerdem die Macht der Konzerne stärken und die Gestaltungsmöglichkei­ten der Gesellschaft massiv einschränken.

    Das Attac-Netzwerk lehnt die neoliberale Ausrichtung der Verhandlungen ab und hat auf dem Herbstratschlag beschlossen, Aktiviäten gegen TTIP zu ei­nem Kernpunkt http://www.attac.de/kampagnen/freihandelsfalle-ttip/freihandelsfalle-ttip/
    der Kampagnenarbeit des nächsten Jahres zu machen.
    Zur Übersicht http://www.attac.de/

    http://www.attac.de/kampagnen/freihandelsfalle-ttip/hintergrund/

    http://www.attac.de/kampagnen/freihandelsfalle-ttip/aktionen/

    http://www.attac.de/kampagnen/freihandelsfalle-ttip/materialien/

    Harald Klimenta / Andreas Fisahn u.a.
    Die Freihandelsfalle
    Transatlantische Industriepolitik ohne Bürgerbeteiligung – das TTIP
    AttacBasisTexte 45
    128 Seiten | EUR 9.00
    ISBN 978-3-89965-592-6
    Kurztext: Freihandel bringt Wachstum und Wohlstand für alle – so die Behauptung. Bei den Verhandlungen für ein neues Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU werden neoliberale Dogmen weiter verfolgt, obwohl die Schattenseiten der Globalisierung allgegenwärtig sind: Standortwettbewerb, Lohndumping, sinkende Standards und Gestaltungsmöglichkeiten in demokratischen Staaten.

  12. Buchtipp: Die Freihandelsfalle Transatlantische Industriepolitik ohne Bürgerbeteiligung – das TTIP permalink
    4. Januar 2014 09:09

    Harald Klimenta / Andreas Fisahn u.a.
    Die Freihandelsfalle
    Transatlantische Industriepolitik ohne Bürgerbeteiligung – das TTIP
    AttacBasisTexte 45
    VSA Verlag , Hamburg, Januar 2014. http://www.vsa-verlag.de/
    128 Seiten | EUR 9.00
    ISBN 978-3-89965-592-6

    Kurztext: Freihandel bringt Wachstum und Wohlstand für alle – so die Behauptung. Bei den Verhandlungen für ein neues Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EUwerden neoliberale Dogmen weiter verfolgt, obwohl die Schattenseiten der Globalisierung allgegenwärtig sind: Standortwettbewerb, Lohndumping, sinkende Standards und Gestaltungsmöglichkeiten in demokratischen Staaten.

    http://www.vsa-verlag.de/nc/buecher/detail/artikel/die-freihandelsfalle/

    http://www.attac.de/kampagnen/freihandelsfalle-ttip/freihandelsfalle-ttip/

  13. Granado permalink
    4. Januar 2014 16:00

    http://www.hintergrund.de/201401032932/politik/welt/wir-muessen-hart-durchgreifen/drucken.html
    „Wir müssen hart durchgreifen“
    In Kambodscha fordern Textilarbeiter höhere Löhne. Die Armee stoppt die Demonstration und schießt in die Menge, fünf Tote
    Von REDAKTION, 03. Januar 2014

    • Granado permalink
      4. Januar 2014 17:00

      http://www.heise.de/tp/druck/mb/artikel/40/40698/1.html
      Kambodscha und der globale Kapitalismus: Vorwärts in die Vergangenheit
      Tomasz Konicz 04.01.2014
      Die brutale staatliche Repression kambodschanischer Textilarbeiter legt die anwachsende Sehnsucht des globalisierten Kapitals nach ungehemmter frühkapitalistischer Ausbeutung offen

  14. Granado permalink
    4. Januar 2014 16:14

    https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2014/januar/schwarz-rotes-streikverbot?print
    Schwarz-rotes Streikverbot
    von Detlef Hensche
    Schon einmal, im Jahr 2010, forderte die Vereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), aufmüpfige Berufsgewerkschaften unter dem Deckmantel der Tarifeinheit einem Streikverbot zu unterwerfen. Die Bundeskanzlerin war dazu bereit. Was damals – ironischerweise – an der FDP scheiterte, könnte heute mit dem Segen der SPD gelingen.

  15. US-Studie: Republikaner werden zur Anti-Wissens-Partei permalink
    5. Januar 2014 01:31

    US-Studie: Republikaner werden zur Anti-Wissens-Partei

    Von Frank Patalong

    Religion gewinnt, Bildung verliert – in den USA wird das naturwissenschaftliche Weltbild zurückgedrängt. Eine aktuelle Studie lässt den Hauptgrund erahnen: Die politische Rechte driftet in eine vormoderne Gedankenwelt ab.

    Dass der bibeltreue Kreationismus in den USA auf dem Vormarsch sei, wird seit Jahren immer wieder behauptet. Jetzt legte das renommierte, unabhängige Sozialforschungsinstitut Pew Research Center mit der Wiederholung einer Studie von 2005 und 2009 erstmals Zahlen vor, die diese Annahme bestätigen. Gefragt hatten die Forscher nach der Welterklärung, der die Befragten anhingen: War es Gott, der den Menschen genau so schuf, wie er jetzt ist, oder ist der Mensch Produkt eines langen Evolutionsprozesses?

    Im März und April 2013 gab Pew 1983 repräsentativ ausgewählten Amerikanern aller Schichten und Ethnien einen Fragenkatalog, der dem der 2009 durchgeführten Studie entsprach. 2023 weitere repräsentativ ausgewählte US-Bürger bekamen einen noch entwickelteren Fragenkatalog vorgelegt, der weitere Nuancen erfassen sollte: Trennten die Befragten beim Thema Evolution womöglich zwischen Mensch und Tier? Akzeptierten sie das Prinzip der Evolution, glaubten aber an eine göttliche Lenkung dahinter?

    Die nun vorliegende Auswertung erlaubt zum einen erstmals einen Vergleich von unter identischen Bedingungen erhobenen Zahlen, zum anderen eine Vertiefung und Hinterfragung der so erhobenen Statistiken.

    Die Evolutionsstudie bestätigt die Annahme, dass für westliche Verhältnisse ungewöhnlich viele US-Bürger einem religiösen Weltbild anhängen und wissenschaftliche Erkenntnisse ablehnen. Hier einige der Resultate im Überblick:

    Immerhin 60 Prozent aller Amerikaner glauben an eine graduelle Entwicklung hin zum heutigen Menschen.
    33 Prozent aber glauben das nicht: Für sie ist der Mensch eine göttliche Schöpfung – und war vom ersten Tag an so, wie er heute ist.
    Die Welten der Demokraten und Republikaner klaffen immer weiter auseinander. 2009 unterschieden sich die Anhänger der Parteien bei der Frage, ob sie das Prinzip der Evolution akzeptieren, nur um zehn Prozent. 2013 ist dieser Unterschied auf 24 Prozentpunkte angewachsen.
    57 Prozent und damit die Mehrheit der Amerikaner sind generell schöpfungsgläubig: Zu dem Drittel der Bevölkerung, das der Schöpfungsgeschichte der Bibel wörtlich anhängt, kommen noch einmal 24 Prozent, die glauben, Gott persönlich habe die Evolution eingeleitet und zu dem Zweck gelenkt, den Menschen zu schaffen.
    Religiöser Fundamentalismus ist unter weißen Amerikanern am stärksten verbreitet, und hier besonders unter den sogenannten Evangelikalen: 64 Prozent aller weißen Anhänger dieser protestantischen Kirchen glauben der Bibel aufs Wort. Für die Farbigen unter ihnen gilt das nur für jeden Zweiten.

    In den USA ist all das mehr als ein klassisches Bildungsthema. Natürlich ist auch dort der Schöpfungsglaube vom Bildungsstand abhängig: 72 Prozent der Befragten mit Universitätsbildung folgen der Naturwissenschaft. Wichtiger als Schulabschluss und Qualifikation scheint in diesem Zusammenhang aber die politische Orientierung zu sein.

    Denn die Studie belegt auch, dass sich die politischen Lager in den Vereinigten Staaten immer stärker entlang der Linie „Wissenschaft versus Religion“ orientieren. Insbesondere Republikaner definieren sich selbst zunehmend durch eine Negierung wissenschaftlicher Erkenntnisse.

    Die Statistik dokumentiert zunehmende Radikalisierung

    Entsprechend erschrocken wird die Pew-Studie von Teilen der US-Presse aufgenommen. Die Republikanische Partei wird offenbar immer stärker durch religiöse Gruppen geprägt. Manche Autoren beobachten ein Abwandern moderater Republikaner und einen Zuwachs an Evangelikalen, die sich vor allem durch die Aktivitäten der sogenannten Tea-Party-Fraktion der Partei angezogen fühlen.

    Und die steht wissenschaftlich fundierter Bildung teils offen feindlich gegenüber: Rick Santorum, einer der gescheiterten Kandidaten bei der letzten Präsidentenwahl, hatte sich beispielsweise in seinem Wahlkampf explizit gegen wissenschaftliche Bildung ausgesprochen. 62 Prozent aller Universitätsstudenten, behauptete er damals gegenüber dem Sender CBS, verlören im Studium „ihre Hingabe an den Glauben“, wissenschaftliche Lehre sei „Indoktrination gegen die Religion“. Santorum selbst hatte seine sieben Kinder nicht zur Schule gehen lassen und zu Hause unterrichtet.

    Dass sich 2013 satte elf Prozent mehr Republikaner zur biblischen Schöpfungsgeschichte bekannten als 2009, habe nichts mit Umdenken zu tun, meint auch Dana Milbank, Kommentator der „Washington Post“. Vielmehr würden die Republikaner zum Sammelbecken erzkonservativer, bibeltreuer und vor allem weißer Christen. Daraus ergäbe sich die Gefahr der zunehmenden Radikalisierung einer religiös geprägten, fortschrittsfeindlichen Weißen-Partei, die einer zunehmend multiethnischen und säkulären Gesellschaft gegenüberstehe.

    Immerhin haben zumindest Teile der Partei diese Gefahr erkannt. Nach der verlorenen Präsidentschaftswahl 2012 rief Bobby Jindal, der republikanische Gouverneur von Louisiana, die Partei dazu auf, „die Intelligenz der Wähler“ nicht weiter zu beleidigen: „Wir müssen aufhören, die dumme Partei zu sein.“

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/pew-studie-republikaner-in-usa-lehnen-wissenschaft-ab-a-941618.html

  16. "Armutslöhne haben eine wichtige Funktion" d. Zusammenhang von Armut u. wirtschaftlicher Prosperität permalink
    5. Januar 2014 15:43

    Reinhard Jellen, Telepolis 05.01.2014
    Arbeits- und Sozialrechtsprofessorin Helga Spindler über den Zusammenhang von Armut und wirtschaftlicher Prosperität. Teil 1
    Laut einem unlängst publizierten Bericht des Statistischen Bundesamts war im Jahr 2012 fast jeder Fünfte in Deutschland von Armut betroffen. Das sind rund 16 Millionen Menschen. Gleichwohl wird Deutschland immer wieder für die niedrige Arbeitslosenquote und das relativ positive Wirtschaftswachstum gelobt. Wie geht das zusammen? Telepolis fragte dazu die Sozial- und Arbeitsrechtsprofessorin Helga Spindler.

    Quelle: http://www.heise.de/tp/druck/mb/artikel/40/40612/1.html

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