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Polizei greift Regimegegner in Moskau an

22. Dezember 2013

Innensenator Putin hatte die gesamte Innenstadt zum Ausnahmegebiet erklärt um die Umsätze in den Konsumtempeln zu garantieren und ließ mehr als 3000 Robocops mit Wasserwerfern und Panzerwagen aufmarschieren, um den Protest der Regimegegner gegen unsoziale Verhältnisse zu stoppen. Zur Begründung verbreiteten eingebettete Medien die Lüge, die Polizei sei angegriffen worden.

6 Kommentare leave one →
  1. 22. Dezember 2013 16:33

    >Lob aus Moskau und Istanbul für Hamburger Polizei: „Entschlossenes Vorgehen gegen Störer der öffentlichen Ordnung“

    Moskau / Istanbul (dpa) – Am Samstagnachmittag hat die Hamburger Polizei mit Wasserwerfern, Schlagstöcken, Pfefferspray und stundenlangen Einkesselungen eine Großdemonstration von Sympathisanten des besetzten Kulturzentrum Rote Flora sowie Gentrifizierungsgegnern verhindert und schließlich aufgelöst.

    Das rigide Vorgehen hat den Sicherheitskräften nun anerkennende Worte aus Moskau und Istanbul eingebracht.

    Bereits am Samstagabend äußerte sich Wladimir Putin, über die Ereignisse in der Hansestadt: „Sicherheit kann nur garantiert sein, wenn der Staat eine klare Haltung zeigt“, erklärte der Präsident der russischen Föderation am Rande eines Empfangs für WM-Sponsoren in Sotschi, bei dem auch deutsche Unternehmer zugegen waren. „Offensichtlich hat man auch in Deutschland endlich begriffen, dass Randalierer von der Straße gefegt gehören. Ich freue mich, wenn Ihre Landsleute in Zukunft mehr Verständnis für unser entschlossenes Vorgehen gegen Störer der öffentlichen Ordnung aufbringen“, erklärte Putin.

    Auch der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan fand anerkennende Worte für die Einsatzleitung der Hamburger Polizei gegen die Demonstranten: „Diese Kräfte wollen Ihrem Land schaden“, erklärte Erdoğan bei einer Wahlkampfveranstaltung in der Schwarzmeer-Stadt Samsun gegenüber deutschen Journalisten. „Als wir im Sommer die Marodeure vom Gezi-Park für ihre Taten verantwortlich gemacht haben, haben gewisse Medien in Deutschland uns verleumdet. Wir sehen mit Befriedigung, dass auch die deutsche Polizei vehement gegen die Feinde der deutschen Nation vorgeht. Mein Lob geht ausdrücklich an Hamburgs Bürgermeister, der seine Stadt zu schützen weiß.“

    • S. eine Stadt sucht eine Strategie permalink
      22. Dezember 2013 18:27

      Ich persönlich denke, dass Protest auf diese Weise nichts bringt, denn er ist nur bei sogenannten heldischen Charakteren motivierend, die sich trotz Wasserwerfer und Knüppel immernoch auf der Straße der Polizei entgegenstellen wollen – ein Großteil der Bevölkerung wird dabei ausgelassen und auf ihr Potenzial wird verzichtet.
      Des weiteren ist der Protest sinnlos, wenn nicht erkennbar ist, wogegen oder wofür demonstriert wird. Der „schwarze Block“ hat keine große Identifikationskraft oder Anziehung, geschweige denn eine Aussage, außer den herumgebrüllten Parolen, die wir ja seit ’48, eh pardon ’68 schon kennen.
      Ein letzter Grund, der unsere Freunde des Straßen-, statt des Klassenkampfes, endgültig zum selbstständigen Denken motivieren sollte ist: Die aufgewendeten persönlichen Energien, die Ressourcen und der ganze Rattenschwanz an negativen, dem Ziel der „Demo“ entgegengesetzten Konsequenzen, stehen in keinem Verhältnis zum Erreichten.

      Eine andere Strategie, wirklich etwas zu erreichen und zwar etwas Positives in vielerlei Hinsicht, ist der Kampf am Arbeitsplatz.
      Hier wirkt jeder Streik, jeder Arbeitskampf, jedes Gründen eines Kollektivbetriebes, jede Sabotage, jeder Diebstahl, jeder agitierte Kollege positiv, pädagogisch, perspektivisch.
      Aus diesem Grund sollten sich die Leute, die das sogenannte „Protestpotenzial“ in der Bundesrepublik ausmachen und auch die es in anderen Teilen der schönen Welt ausmachen, überlegen, ob es weiterhin Sinn macht, sich für den Versuch schlachten zu lassen, Politik durch Protest zu beeinflussen.

      Politik ist das Bankett der Herrschenden und funktioniert nach religiösen, d.h. nach irrationalen Regeln, die immer im Sinne der Herrschenden gedeutet werden, weil sie auch gleichzeitig die Urheber sind.
      Der Versuch Politik von Unten zu betreiben, durch das Beschneiden des eigenen Lebens mit einer der obrigkeitlichen entgegengesetzten Political Correctnes oder aber mit Besetzungen und Demonstrationen ist und war noch nie von irgendwelchen Erfolgen gekrönt, noch hat es pädagogischen Effekt. Der Beweis dafür ist nicht nur die stets in der Geschichte gering bleibende Anzahl der klassischen „Protestler“, sondern auch noch die Tatsache, dass sich nicht mal diejenigen Minderheiten anschließen, um deren Rechte es oftmals geht.
      In Jugendzentren kann noch so viel gegendert werden, die überragende Anzahl Trans- und Homosexueller widmet ihr Leben der Marktwirtschaft und somit entgegen der eigenen Befreiung und ebenso entgegen der angeblich für alle Geschlechter offenen Gruppierungen – leider, ist das den Geschlechtern scheiß egal.
      Wie kommt das?
      Das kommt daher, dass in den Kreisen, die sich so offenherzig geben, keine Offenheit herrscht, sondern nur das antithetische Bild, welches Homosexuelle bspw in der „anderen“ Gesellschaft vorfinden – „Die Szene“ versucht mit ihrer eigenen Dogmatik, mit ihrer eigenen Politik die Zwischenmenschlichkeit auf wenige kontrollierbare Nenner zu reduzieren.
      Das wird nie funktionieren und trotz der schönsten Parolen, die hier gebrüllt werden, wendet sich die absolute Mehrheit der Homosexuellen ab, zumindest aber nicht hin.
      Das liegt daran, dass sie keinen Bock haben, eine Sonderrolle zu spielen – keinen Bock haben auf „Schutzraum“ und „schutzbedürftig zu sein“ usw und am allermeisten keinen Bock darauf, dass Hobbypolitiker die Welt für sie begradigen.

      Genau verhält es sich mit allem anderen politischen Protest.
      Das liegt daran, dass politische Religion, wie sie auch immer ausgelegt wird, das falsche Mittel ist, die Gesellschaft zu ändern.
      Das Leben der Menschen findet in der Praxis statt, Politik ist aber abstrakt.

      Was uns vom Leben abhält sind Dinge wie politische, wirtschaftliche und göttliche Religionen, Kunst, Besitz usw.

      Diese Sachen können nicht in der „richtigen“ Art und Weise benutzt werden – der Staat ist ein Lösungsmittel gegen zwischenmenschliche Beziehungen und reibt die Menschheit gegeneinander auf. Er kann nur so funktionieren, nicht anders und hat es noch nie getan.

      Politik ist die Sprache des Staates. Politik selbst machen zu wollen und dabei den Versuch zu unternehmen, selber die „richtigen“ Vorgaben, Gesetze, usw zu erlassen oder zu erarbeiten, negiert Menschsein, Freiheit und Leben gleichermaßen.
      Das trifft auch auf Gesetze in der „Politszene“ zu: Reglementierte Zwischenmenschlichkeit – und schließe sie noch so sinnvoll scheinende Gebote ein -, ist bereits keine Zwischenmenschlichkeit mehr.
      Wenn geschrieben wird „Du darfst nicht vergewaltigen“ begreift der Mensch dadurch niemals, wieso er dem präferierten Geschlecht mit Achtung entgegentreten soll.
      Der pädagogische Nutzen ist gleich Null und es kommt unvermeidlich zur „verbotenen“ Tat.

      In der ganzen „Politszene“ ist kein Verständnis dafür vorhanden, in welche Bereiche sich unsere Gesellschaft spaltet. Wenn man es rasch mal darstellen möchte, könnte man folgendermaßen vorgehen:

      Zwischenmenschliche Gesellschaft: Kultur, Geselligkeit, Wissenschaft, Fortschritt.
      Zentralistische Gesellschaft: Religion, Privatbesitz, „Wachstum“, Gesetz, Staat, Herrschaft

      Diese Bereiche berühren sich bei der (Wertschöpfung durch) Arbeit. Die herrschenden Parasiten verdummen die Untertanen so sehr, splitten ihre eigene Macht so sehr durch Politik und Religion, dass die Masse vereinzelt beherrschbar wird. Sie kennt gar kein Kollektiv mehr und denkt sie wäre alleine gegen den aus vielen Personen bestehenden Staat usw. Dabei ist es genau umgekehrt.
      Natürlich spielen in der Aufrechterhaltung dieser mehr als mentalitären und wirtschaftlichen Frage viele Faktoren eine Rolle, aber im Grunde geht es darum, zu teilen und zu herrschen, bzw. zu besitzen.
      Die Unterschiede zwischen der Gruppe der Herrschenden und der Beherrschten sind fließend, wie auch die Unterschiede zwischen Kultur Politik fließend sind: Da wo Kultur exklusiv wird, zB trägt sie religiöse Züge und stirbt im späteren Verlauf ab.
      Das gilt auch für Kultur, die mit Politik in Berührung kommt.

      Einst waren die Ausreißer mit den bunten Haaren eine lustige Truppe, die etwas gemeinsam hatten: Eine Kultur.
      Diese Punk Kultur wurde durch Politik, nicht etwa durch noch mehr Kultur oder vielleicht Fortschritt, zu den Autonomen. Diese Autonomen jedoch begannen ziemlich rasch zu zerfallen, in sich gegenseitig anfeindende Gruppen.
      Sie begannen jeder für sich eine andere Sprache zu sprechen. Die der Politik.
      Politische Sprache ist menschenfeindlich und tötet zuerst immer Gemeinsamkeiten: Wer nicht dies sagt oder da unterschreibt ist der Feind, weil er ja gaaaaanz andere Ziele hat als ich selbst – dabei wollen beide angeblichen Gegner satt und glücklich sein.
      Doch politisch ausgedrückt sieht das Ganze schon anders aus:
      Da benennt man die Dinge anders, „politisiert“ sie und schon ist keine Gemeinschaft mehr möglich.
      Genauso geht es mit Religion, wobei Politik im weiteren Sinne eine religiöse Wahnvorstellung ist und auch immer zu ihr Zuflucht sucht, als Bestätigung.
      Aber wie dem auch sei, ist Politik auf die sogenannten Unterschiede zwischen den Menschen aus – sie wird aus diesem Grund immer nur Hass und Zwietracht auslösen können und folglich ist der Kampf gegen die zentralistische Zersplitterung der Gesellschaft nicht mit politischen „Mitteln“ zu führen, sondern lediglich mit denen, die das Menschsein wirklich ausmachen, die positiven, natürlichen und gesunden Mittel von Kultur, Forschung, Geselligkeit und so weiter.

      Anwendungsbeispiel:
      Auf dem Arbeitsplatz dafür zu sorgen, dass die eben skizzierten Fronten sich verhärten, das heißt den Menschen dazu zu verhelfen, ihre Umweltbedingungen und die Krankheiten in ihrer Gesellschaft zu erkennen und sich dann entsprechend ihres Ichs zu positionieren, das wäre viel viel effektiver und könnte ohne weiteres stattfinden, wenn nicht diese politische Religion mit (marxistischen) Heilsvorstellung winken würde, die da behauptet, dass die „richtige“ Parole, die „richtige“ Politik den Knoten löst.

      Aber weit gefehlt.
      In Zukunft sind also statt Politgetue und Rumgeprolle der politisch korrekten Antifabehörde dafür zu sorgen, die Gemeinsamkeiten innerhalb der Klassen hervorzuheben, eine neue Kultur zu entwickeln, Standpunkte gegen die allgemeine Bewusstseinslosigkeit zu etablieren, die auf kulturellem und menschlichem nicht verräterisch religiösem oder politischem Empfinden beruhen.
      Aus diesem neuen Klassenbewusstsein oder auch „Weltbewusstsein“ muss erkannt werden, welcher Welt man selbst angehört: Der pervertierten Welt des herrschenden Abschaums, die nur ins Chaos und in die Vernichtung führen kann, oder aber der zwischenmenschlichen, unmittelbaren Welt die im Leben wurzelt und immer wieder, jeden Tag, von der pervertierten Welt irritiert wird, weil die lebendige Welt, ihre eigenen Machtmittel nicht einsetzt, sondern sich auf die von den herrschenden ausgeborgten verlässt…

      S.

      • 24. Dezember 2013 05:20

        du schreibst:
        „Eine andere Strategie, wirklich etwas zu erreichen und zwar etwas Positives in vielerlei Hinsicht, ist der Kampf am Arbeitsplatz.
        Hier wirkt jeder Streik, jeder Arbeitskampf, jedes Gründen eines Kollektivbetriebes, jede Sabotage, jeder Diebstahl, jeder agitierte Kollege positiv, pädagogisch, perspektivisch.“
        dieser Kernaussage stimme ich vollumfänglich zu! –
        auch deinem Schluss-Satz.
        argumentiere ich doch Kollegen und Nachbarn gegenüber immer mit der „Abschaffung der Politiker“ und in der Konsequenz mit der Abschaffung von Politik und der Ersetzung derer duch „gemeinsam öffentliches Leben organisieren.“.
        Allerdings kann ich die – teils unreflektierte,aber bei solchen Angriffen durch die Staatsmacht dennoch berechtigte sich Bahn brechende Wut sogar Kollegen im Gespräch besser verständlich machen, als die Presseerklärung von Auto-maten und Floristen das selber könnte.. –
        (solange die Kollegen jedenfalls nicht so drauf sind, daß nach dem Lesen der Hetzpresse denken, sie hätten das selber gedacht, was sie da gerade gelesen haben. Solche geben genau das wieder, so wie auch spiegelbildhaft die von Dir gemeinten Politikaster „politischer Religion mit (marxistischen) Heilsvorstellung winken“ die reziproken Ansichten wortwörtlich wiedergeben..)
        und ich selbst werte es auch als positiv und beteilige mich, wenn Manifestationen dazu da sind, der hiesigen Entscheidungsmafia ihre Pläne so teuer wie möglich zu machen, anstatt nur zu protestieren.
        Protestieren allein hat für mich immer den pubertären Beigeschmack, man fordere die, die sich sowieso gegen uns alle entschieden haben auf, doch wieder lieb zu uns zu sein.
        ein schönes Zitat aus der Auseinandersetzung in der Presse hätt ich da noch zum Abschluss:
        „wer immer noch den Kaspar vor dem Krokodil warnen will, weiß nicht, daß der Polizist von der selben Hand geführt wird wie der König und die Gretel….. “
        und die Zusage, dass unsereiner die Kollegen bestimmt nicht mit der Frage in Ruhe lässt, „welcher Welt man selbst angehör“en möchte.

      • S. eine Stadt sucht eine Strategie permalink
        24. Dezember 2013 19:03

        „Protestieren allein hat für mich immer den pubertären Beigeschmack, man fordere die, die sich sowieso gegen uns alle entschieden haben auf, doch wieder lieb zu uns zu sein.“

        Eben. Das sehe ich auch so. Es lehrt den Menschen nichts was er braucht.
        Es ist auch kein Ausdruck von dem von dir (und mir) herbeigesehnten gemeinsam organisierten Leben, einer sozialen Kultur, sondern es ist eine deformierte Reaktion auf deformiertes „Leben“.

        Nebenbei: Um mich herum feiern sie alle Buynachten und es ist alles ziemlich krank 😉

    • Kalinichta permalink
      23. Dezember 2013 14:18

      Gibt es dafür vielleicht auch eine Quellenangabe?

  2. Ⓐ Анархистский блок на Первомае в Москве - 2013 / Anarchist Mayday Bloc Moscow permalink
    24. Dezember 2013 09:52

    https://www.facebook.com/pages/Anarquistas/378066755607147
    Анархистский блок на Первомае в Москве – 2013
    Конфедерация революционных анархо-синдикалистов
    http://aitrus.info
    Официальный сайт М.А.Т. (IWA-AIT):
    http://www.iwa-ait.org
    Международная ассоциация трудящихся
    Anarchist Mayday Bloc 2013 (Moscow) / Bloque anarquista el Primero de Mayo en Moscú,

    Ⓐ Анархистский блок на Первомае в Москве – 2013 / Anarchist Mayday Bloc Moscow

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