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Brauchen wir eigentlich … “Regierung”?

22. Februar 2013

die besten der besten

Von Eifelphilosoph

Haben Sie es schon mal vermisst, regiert zu werden? Nein, das ist keine dumme Frage, die meine ich ernst. Haben sie schon mal ganz erschrocken aufrecht im Bett gesessen, weil ein schrecklicher Traum ihnen vorgegaukelt hatte, das Sie gar keine Regierung mehr hätten? Haben Sie gemerkt, welche unglaubliche Triebkräfte in Ihnen freigesetzt worden sind auf der Suche nach einem Regenten, nach jemandem, der endlich Struktur und Richtung in Ihr Leben bringt und wie unglaublich froh Sie waren, dann endlich jemanden gefunden zu haben der Ihnen sagt: DA GEHT ES LANG? Ich bin mir sicher – das haben Sie noch nie festgestellt. Ich bin mir sicher, Sie wissen genau was Sie wollen – wie alle anderen Bundesbürger auch: Frieden, Wohlstand, Glück, Berechenbarkeit der Zukunft und Sicherheit im Alter. Doch – wenn Sie sich diese Werte so anschauen … wo hilft Ihnen dabei eine Regierung?

Unser direkter Nachbar Belgien hat da zum Beispiel sehr interessante Erfahrungen gemacht. Die hatten 541 Tage lang keine Regierung – absoluter Weltrekord. Die ganze Weltbevölkerung zeigte sich erschüttert: wilde, barbarische Horden zogen durch das Land, verwüsteten die Frittenbuden und Comicläden, Trecks flüchtiger Belgier versuchten verzweifelt über die Deutsche Grenze zu kommen, die Städte brannten und das Land wurde unfruchtbar … was natürlich gelogen ist. In Wirklichkeit lebten die Belgier ihr Leben genauso wie zuvor. Es gab regelmässig zu essen, die Kinos zeigten Superfilme, der Urlaub an der eigenen Küste war sicher, die Läden blieben offen, Feuerwehr, Polizei und Krankenhäuser funktionierten wie zuvor und auch die Schulen blieben geöffnet – zum Leidwesen der Schüler. Allerdings muss ich sagen, das die belgischen Schulen schon heute dort sind, wo deutsche Schulen in zwanzig Jahren stehen, vorausgesetzt, wir fangen endlich mal an, Schüler realitätsnah auszubilden. In Belgien können sie die Schule mit einem Meisterbrief in der Tasche verlassen und sich sofort selbstständig machen – auch als Comiczeichner. Die wissen gar nicht, was Lehrstellenmangel ist – und das ganz ohne Regierung.

Die Belgier selbst kommen in einem Artikel aus DeStandaard zu Wort, hier bei Presseurop.eu:

Der größte Vorteil einer Regierung mit begrenzten Befugnissen besteht in Zeiten klammer Haushalte in der Regelung des „vorläufigen Zwölftels“. Diese Regelung sieht vor, dass die Minister pro Monat ein Zwölftel ihres Vorjahreshaushalts zugeteilt bekommen, solange kein neuer Haushaltsplan verabschiedet wurde. In der Praxis kann das zu Einsparungen führen, da die Minister keine „neuen Initiativen“ mehr ergreifen dürfen. Und darin sind sie besser als im Abschaffen überholter Regelungen. Sie im Handeln hindern ist in Zeiten leerer Kassen, das Beste, was diesem Land passieren kann.

Das größte Problem war schnell erkannt: was tun, wenn ein ausländischer Diplomat vorbeikommt – und man hat keine Regierung, die ihn empfangen kann?

Aber mal  ehrlich: ist das unser Problem – als Bürger?

Die Probleme der belgischen Bürger begannen zu wachsen, als wieder eine Regierung vor Ort war, siehe TAZ: Bereits am vergangenen Freitag demonstrierten zwischen 50.000 und 80.000 Menschen in Brüssel gegen die geplanten Sparmaßnahmen. Dazu gehören zum Beispiel die Kürzung des Arbeitslosengeldes und die Verschiebung des Alters für Frühpensionäre von 50 auf 55 Jahre bis 2018. Außerdem wurde die staatliche Förderung für Baumaßnahmen, die dem Klimaschutz zugute kommen, wie Wärmedämmung oder der Einbau von Solarzellen, gestrichen.

Die Sparmaßnahmen waren nötig. Die vorhergehenden Regierungen hatten das Land so sehr verschuldet, das empfindliche Maßnahmen der Geldgeber drohten – also führte man die lieber selbst durch.

Merkt man langsam, was eine “Regierung” wirklich ist?

Ein feindlicher Kommandotrupp im eigenen Staat. Selbst völlig nutzlos, aber zur Verteilung volkseigener Gelder nahezu ideal.

Seltsam, das es Belgien auf einmal mit Regierung so schlecht ging. Im Deutschlandradio erfuhr man deutlich früher, das Belgien eigentlich keine Probleme hätte:

“Die wirtschaftliche Konjunktur ist gut in Belgien, es gibt keine Notmaßnahmen zu beschließen. Wir sind nicht in der Situation wie Griechenland, Irland, Portugal oder Spanien. Im Gegenteil, das Wachstum ist besser als in vielen anderen europäischen Ländern, die Arbeitslosigkeit ist zurückgegangen. Und die Staatsschulden, unser Hauptproblem, sind unter Kontrolle. Zweitens haben die Föderalstaaten in den vergangenen Jahren bereits sehr viele Kompetenzen übernommen und die Regionalregierungen und die Kommunen funktionieren auch jetzt einwandfrei. Zudem haben wir in Belgien das Konzept der geschäftsführenden Regierung etwas ausgeweitet.”

“Land ohne Kompass” hat man den Beitrag genannt – und so darauf hingewiesen, das wir Bürger ohne Regierung dumm und blöde in der Gegend herumstehen. Dabei sieht es eher so aus, als bräuchten wir keine Regierung. Im Gegenteil – sie ist eher schädlich. Genau genommen ist sie ja nur noch ausführendes Organ der Lobbyorganisationen, die vor allem eins wollen: GELD.

Gibt es keine Regierung … dann gibt es auch kein Geld. In Belgien bekam die geschäftsführende Verwaltung das Geld abgezählt, jeweils für einen Monat. Mehr als da war konnte nicht ausgegeben werden. Natürlich zeterten die Verbände, Parteien und Politiker europaweit in den Medien, das da jetzt schnell wieder eine Regierung her mußte: immerhin war niemand mehr in der Lage, Verträge zum Schaden des eigenen Volkes zu unterschreiben. Keine konnte neue Regierungsflughäfen anleiern, neue Superbahnhöfe planen, Subventionen für die Auslagerung von Arbeitsplätzen anbieten oder sich neue Schindereien einfallen lassen, wie man die Gelder der Arbeitslosenversicherung zur Schaffung von Edelpöstchen für verdiente Parteikollegen im Arbeitsamt zweckentfremdet.

Lassen wir uns den Gedanken doch einfach mal weiterspinnen – immerhin ist Sonntag, da soll man ja über den Tellerrand schauen dürfen.

Was wäre, wenn wir Deutschen keine Regierung hätten. Nehmen wir einfach mal an, wir hätten nach dem Zweiten Weltkrieg keine mehr gehabt. Wir hätten eine Verwaltung aufgebaut, die aber nur einen Sinn hat: sozialen Ausgleich zu schaffen.

Es hätte keine Wiederbewaffnung gegeben, keine Nato, keine Bundeswehr – aber viel Geld für Bildung. Der böse Russe hätte sich wahrscheinlich sehr friedlich gezeigt – und viele Entwicklungsländer, die unser Prinzip von “Regierung” übernehmen mussten (samt Korruption und Parteienfilz), hätten staunend aufgemerkt ob des deutschen Experimentes. Zur Absicherung hätten wir als christliche geprägtes Land den Vatikan als Paten nehmen können – und den lutherischen Weltbund: immerhin sollten die im Prinzip pazifistisch sein. Wir hätten uns einen besonderen Trick einfallen lassen können und behaupten können, das unser Boss Jesus ist, der Herr der Welt – gegen den kann man in diesen Breiten außerordentlich schlecht argumentieren, unsere Kultur versucht seit 2000 Jahren ihm nachzufolgen – jedenfalls offiziell. Und gegen den “Sohn Gottes” dürfte jeder Provinzpolitiker chancenlos sein.

Auch wir hätten das Problem gehabt, das wir nicht mit ausländischen Regierung reden können – aber wozu sollten wir das auch? Bringt das Butter auf den Tisch, heizt das den Raum? Kaum.

Aber als die Wiedervereinigung kam, hätte man die Betriebe in Arbeiterhand lassen können – jedenfalls die, die von den Arbeitern zur Zeiten der DDR aufgebaut worden waren. Das muss man sich mal vorstellen: mit einem Schlag wurden alle Firmen der ehemaligen DDR enteignet und verkauft – alles dank “Regierung”. Gut, das wird in der Geschichtsschreibung so nicht dargestellt – aber die macht ja auch immer der Sieger.

Nach der Enteignung des Klassenfeindes wurden die Arbeitslosen in Deutschland enteignet – dank Regierung. Der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit wurde dank Regierung (und auf Wunsch der Weltbank und WHO) zum Kampf gegen die Arbeitslosen, den man – nach dem sie schon ihre Arbeit verloren hatten – auch den Rest noch wegnahm, den sie sich zuvor mühsam erspart hatten: der Triumphzug der international gewünschten Schuldenkultur war nicht mehr aufzuhalten.

Oder diese ganze Wirtschaftskrise – ohne Deregulierung durch Regierung wäre die an uns spurlos vorbeigegangen. Wir hätten auch kein Euro-Desaster – aber dafür einen viel besseren Ruf in der Welt. Wahrscheinlich hätten wir auch keine Probleme mit Arbeitslosigkeit, denn Arbeit ist ja mehr als genug da – nur das Geld sie zu bezahlen fehlt an allen Ecken und Enden, das hat jetzt Goldman-Sachs für seinen engagierten Einsatz in Griechenland bekommen.

Wäre das nicht sogar der nächste logische Schritt in der Entwicklung der menschlichen Zivilisation?

“Wir” hatten schon mal entschieden, das wir keinen Adel und keine Könige mehr wollten – dafür gab es Aufklärung und Revolution. Wir haben denen sogar sicherheitshalber die Köpfe abgeschlagen, eine Methode, die sonst nur bei Untoten wie Vampiren und Zombies (auch Wesen, die nur vom Blute und dem warmen Fleisch ihrer Mitmenschen leben) Anwendung findet – aber man sieht daran, das man ganz sicher gehen wollte, das diese Pest nie wiederkehrt.

Und was haben wir dann gemacht?

Wir haben uns den neuen König GEWÄHLT – als ob der dadurch besser geworden wäre.

2013 können wir einen kurzen Blick auf die Leistungsfähigkeit der gewählten Könige erlauben – und siehe da: schaue ich nach Frankreich, Großbritannien oder die USA, dann sehe ich Demokratien, die seriell zu Angriffskriegen neigen – Frankreich aktuell in Mali, Großbritannien in Lybien, die USA überall auf der Welt.

Und der Adel?

Ist dank dicker Brieftasche überall auf der Welt zurück. Wir finden ihn und seine Büttel in unserem ganzen Alltag wieder: egal, wohin wir schauen. JEDER Bürger hat inzwischen einen Chef – und wenn er den nicht vom Betrieb gestellt bekommt, dann stellt der Staat extra zum “Chefsein” einen Fallmanager für ihn ein, der ihn bis in die kleinsten Regungen seines Alltages kontrolliert … noch nicht einmal die Zahnbürsten im Badezimmer sind sicher.

Wahlkönige scheinen nicht besser zu sein als die alten Raubritter, das sehen wir ja sogar in Deutschland, wo Kanzlerin Merkel sich gerade begeistert dem US-Präsidenten andient, der für seinen Mittelstand eine transatlantische Freihandelszone möchte … und sie selbstverständlich von unserer Regierung auch bekommen wird. Da können wir auch wählen, was wir wollen: die Bruderschaft der Atlantikbrücke wird schon dafür sorgen, das diese Entscheidungen getroffen werden, egal, von welcher Partei.

Wir haben ja auch die üblichen Begleiterscheinungen adeliger Gesellschaften wieder vor Ort: der Arbeitslose, den man seine bürgerlichen Rechte einfach mal auf ein Minimum beschnitten hat, so dass er dem alten Leibeigenen sehr nahe kommt oder den Leiharbeiter, der den alten Tagelöhnerposten wieder mit Leben erfüllt.

Man könnte fast in Versuchung kommen, zu vermuten, das gewählte Regierungen exakt das gleiche Übel darstellen wie monarchistische Diktaturen – nur die Verpackung ist anders und die Erbfolge ist differenzierter.

Nun – ich höre jetzt schon die Kritik: da ist ein großer Vereinfacher am Werk, der sich alles leicht macht, die politische Wirklichkeit ist in Wirklichkeit eine ganz andere. Natürlich vereinfache ich da auch – das ist das Vorrecht eines Eifelphilosophen. Immerhin bin ich nur ein kleiner Feld-Wald-und Wiesenphilosoph, der Zahlen lesen kann, zum Beispiel die von Statista:

Die Mitglieder der großen Parteien SPD und CDU belaufen sich Ende 2012 auf 484382 oder 484397, die CSU liegt bei 150585, FDP auf 63123, Grüne kommen auf 59210. Das macht zusammen 1,2 Millionen Menschen … die in einem 80 Millionen Volk EINHUNDERT PROZENT DER POLITIK BESTIMMEN!

IST DAS DEMOKRATIE?

Selbst wenn man die kleinen Krümmelparteien dazu zählt, kommt man nicht auf zwei Prozent der Bevölkerung. Sieht man dann noch die Macht, die die Parteien auch via Medien ausüben – und die Macht, die die Wirtschaft via Parteispenden auf die Parteien ausübt, dann wundert es nicht, das wir hier Verhältnisse wie in der Zeit Ludwig des XVI haben, siehe Wikipedia:

Als der Generalkontrolleur der Finanzen Jacques Necker 1781 erstmals die Zahlen des französischen Staatsbudgets (Compte rendu) veröffentlichte, war dies als Befreiungsschlag zur Herstellung allgemeiner Reformbereitschaft in einer ansonsten ausweglosen Finanzkrise gemeint. Seine Amtsvorgänger hatten da bereits vergebliche Anläufe zur Stabilisierung der Staatsfinanzen unternommen. Neckers Zahlenwerk schockierte: Einnahmen von 503 Millionen Livres (Pfund) standen Ausgaben von 620 Millionen gegenüber, wovon allein die Hälfte auf Zins und Tilgung für die enorme Staatsverschuldung entfiel. Weitere 25 % verschlang das Militär, 19 % die Zivilverwaltung und ca. 6 % die königliche Hofhaltung. Dass für höfische Feste und Pensionszahlungen an Höflinge eine Summe von 36 Millionen Livres anfiel, wurde als besonders skandalös angesehen. Das kennen wir doch heute auch, oder? Trotz Enteignung des gesamten DDR-Vermögens haben wir unterm Strich eine Billion neuer Schulden gemacht – und damit ist die Regierung an sich noch lange nicht fertig.

Sollten wir uns angesichts dieser Paralellen der Entwicklung, angesichts des Aufblühens von Leibeigenschaft und Tagelöhnerdiensten nicht mal die Frage stellen, ob “Regierung” und “Demokratie” überhaupt generell miteinander vereinbar sind?

Für Deutschland ist die Frage einfach zu beantworten – unsere Regierung ist de facto eine Oligarchie politischer Kampfverbände, die alle vier Jahre ihren König wählen, damit dieser ihnen hilft, das Volk auszuplündern. Eine Oligarchie ist aber niemals und unter keinen Umständen eine Demokratie – beide Begriffe schließen sich gegenseitig aus. Oligarchien findet man sonst übrigens auch gerne in den Bananenrepubliken Süd- und Mittelamerikas … mit ähnlichen Folgen für das Volk.

Wie schön wäre es, wenn es bei den nächsten Wahlen eine echte demokratische Alternative zur Wahl gäbe, die anstelle von grassierender Staatsverschuldung, lebensbedrohlichen Leistungskürzungen und wuchernden Steuerschrauben, Ausverkauf an internationale (Drogen-)Geldgeber oder ausuferndem Truppeneinsatz im Ausland ganz einfache Werte vertritt: Frieden, Wohlstand, Glück, Berechenbarkeit der Zukunft und Sicherheit im Alter.

Nur … mit “Regierung” und “Parteien” – das können wir 2013 sagen – kriegen wir das wohl nicht mehr hin.

Aber gut, das Belgien uns gezeigt hat, das wir auch ganz gut ohne sie leben können – da kann dann auch keiner neue Sparmaßnahmen beschließen – oder den Ausverkauf Deutschlands an den internationalen Drogengeldadel.

Die Frage, ob wir Regierung brauchen, kann man aber denke ich sehr schnell beantworten: “Wir” brauchen die nicht. Aber es gibt schon eine ganze Reihe von Organisationen, die mit Hilfe von “Regierung” gut absahnen können. Große Konzerne zum Beispiel – die gibt es auch nur dank spezifischer Gesetze durch … “Regierung”.

Quelle: Der Nachrichtenspiegel

 

11 Kommentare leave one →
  1. 22. Februar 2013 12:58

    Reblogged this on Enough is Enough! und kommentierte:
    #iRUN #IhrRepräsentiertUnsNicht „Die Frage, ob wir Regierung brauchen, kann man aber denke ich sehr schnell beantworten: “Wir” brauchen die nicht. Aber es gibt schon eine ganze Reihe von Organisationen, die mit Hilfe von “Regierung” gut absahnen können. Große Konzerne zum Beispiel – die gibt es auch nur dank spezifischer Gesetze durch … “Regierung”.“

    https://syndikalismus.wordpress.com/2013/02/22/brauchen-wir-eigentlich-regierung/

  2. Granado permalink
    22. Februar 2013 13:00

    http://www.presseurop.eu/de/content/article/507081-es-gibt-ein-leben-ohne-regierung
    Belgien: Es gibt ein Leben ohne Regierung
    17. Februar 2011
    Die Belgier beweisen, dass ein Land ohne Regierung überleben kann. Mehr noch: eine Regierung, die sich nur ums Tagesgeschäft kümmert, birgt auch Vorteile. Ob nun Vorteile oder Nachteile überwiegen, ist eine andere Frage.
    Maarten Goethals | Guy Tegenbos (Standaard)

    http://www.taz.de/!83152/
    05.12.2011
    Belgien hat wieder eine Regierung: Koalition muss Schulden abbauen
    Nach 535 Tagen haben sich die sechs künftigen Regierungsparteien in einem letzten Schritt auf die Vergabe der Ministerien verständigt. Neuer Premier ist Elio di Rupo.
    von Ruth Reichstein

    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1480320/drucken/
    13.06.2011
    Land ohne Kompass: Belgien, ein Jahr ohne Regierung
    Von Alois Berger
    Ein Jahr nach den Parlamentswahlen hat das Königreich Belgien noch immer keine Regierung. Das Land ist einfach zur Tagesordnung übergegangen, aber ohne sich um die Zukunft kümmern zu können. Die geschäftsführende Regierung hat nur begrenzten Handlungsspielraum.

  3. Brauchen das Kaptal eigentlich … “Regierung”? permalink
    23. Februar 2013 02:05

    Nicht wirklich, wa?

  4. Mit den Deppen ist kein Staat zu machen permalink
    24. Februar 2013 00:09

  5. Hypnotisierte Massen + Propaganda permalink
    12. März 2013 02:02

    Hypnotisierte Massen + Propaganda

  6. Bertelsmann-Stiftung: Finanzieller Nutzen des Euro für Deutschland permalink
    27. Mai 2013 20:51

    Bertelsmann-Stiftung: Finanzieller Nutzen des Euro für Deutschland

  7. Peter Fitzek - Der König des Universums und oberster Souverän der Galaxis permalink
    27. Mai 2013 23:22

    Peter Fitzek – Der König des Universums und oberster Souverän der Galaxis

    Satireversion

    INCL RÄTESYSTEM!!!!!! (unteres video) Hammerblöd 😆

    ich lade dieses video hoch, weil ich nicht die möglichkeit habe auf der originalseite ( NUN GELÖSCHT https://www.youtube.com/watch?v=6cXTv…) kommentare zu lesen/zu posten, die nicht vorher durch die neudeutschland-zensur gehen. auch wurde die bewertungsfunktion deaktiviert. ich finde das trägt nicht zur basisdemokratie bei, die so sehr hervorgehoben wird bei dieser ganzen „zeremonie“.
    Peter Fitzek Königreich Deutschland – Krönungszeremonie – Kommentare und Bewertung erwünscht

    MEHR https://www.youtube.com/user/karmasinghde?feature=watch

  8. Spin-Doktors - Marionettenspieler der Macht permalink
    30. Mai 2013 23:51

    Spin-Doktors – Marionettenspieler der Macht

    Von Medien, Marktforschern und Meinungsmachern: über die jüngste Geschichte des Polit-Marketings.

    Der erste Teil der Dokumentation schildert das Aufkommen und die Entwicklung der „Spin Doctors“ vor dem Hintergrund der amerikanischen und europäischen Geschichte. Der erste bekannte „Spin Doctor“ war Edward Bernay, ein Neffe Sigmund Freuds. Er interessierte sich für massenpsychologische Erscheinungen und entwickelte in den 20er Jahren das, was heute unter dem Begriff Public Relations bekannt ist.
    Aber erst Ende der 60er Jahre erfährt das Polit-Marketing in den USA mit der Verbreitung des Fernsehens seinen Aufschwung. Zunächst mit John F. Kennedy, der, von Joe Napolitan beraten, Richard Nixon bei einem Fernsehduell schlug. Dann mit Lyndon B. Johnson, der seinen Konkurrenten Barry Goldwater dank der Erfindung der Negativ-Werbung im Jahr 1964 mit einem nur wenige Sekunden dauernden Spot des talentierten Tony Schwartz besiegte.
    Der Film stützt sich auf die Aussagen der wichtigsten Beteiligten und zeigt die ständigen Verbesserungen der Berechnungsverfahren, der Umfragetechniken und die zunehmende Bedeutung der Medien, die den Politikern neue Perspektiven bieten. Der Erfinder der politischen Meinungsumfragen, John Gorman, erzählt, wie seine Umfragen den Nobody Jimmy Carter ins Weiße Haus gebracht haben. Aber auch wie sein Partner Pat Caddell falsche Daten lieferte, die Jimmy Carter zu einer Rede veranlassten, die seine Präsidentschaft ruinierte.
    http://www.arte.tv/de/Spin-Doktoren—Die-Marionettenspieler-der-Macht-_2812_29/903072.html

    Von Wahrheit, Lüge und Manipulation: Der investigative und anschauliche Film führt in die Sphären der Macht.

    Teil 2: Seit den 80er Jahren verfügen die Spin-Doktoren über großen Einfluss. Mehrere Länder begriffen schnell, wie wichtig diese PR-Manager sein können. Zum Beispiel Frankreich: Der französische PR-Berater Jean-Luc Aubert spricht über seine Arbeit in der geheimen Polit-Marketing-Abteilung von François Mitterrand. Lord Bell, der berühmte britische PR-Berater, erzählt von den vertraulichen Gesprächen mit Jacques Chirac beim Präsidentschaftswahlkampf 1988 und der PR-Spezialist Jacques Séguéla erklärt, warum Lionel Jospin bei den Wahlen im Jahr 2002 scheiterte. Auch in Großbritannien werden die Anweisungen der Spin-Doktoren ganz genau befolgt – auch wenn sie im Widerspruch zum Parteiprogramm stehen. Tony Blair hat ihnen – inzwischen zum dritten Mal – seinen Erfolg zu verdanken. Dabei ist es unerheblich, dass die New-Labour-Bewegung nicht wenige Anleihen bei den Konservativen machte. Genauso handelt Gerhard Schröder in Deutschland. Bodo Hombach, Wahlkampfberater des deutschen Kanzlers, schildert im Detail, wie er die SPD davon überzeugt hat, eine Negativ-Kampagne gegen den populären Helmut Kohl zu fahren. Und auch in Russland ging der unglaubliche Erfolg von Boris Jelzin bei den Präsidentschaftswahlen 1996 auf PR-Unternehmungen zurück. Wenige Monate vor der Wahl gaben bei Umfragen lediglich vier Prozent der Befragten an, Jelzin wählen zu wollen. Seine PR-Berater erzählen, mit welchen Tricks, Manipulationen und Falschinformationen es gelang, Jelzin im Kremlin zu halten – trotz einer Herzattacke mitten im Wahlkampf. Das Aufkommen der Nachrichtensender zu Beginn der 90er Jahre in den USA stellte für die Spin-Doktoren eine neue Herausforderung dar. Es galt nunmehr, die Sender rund um die Uhr mit Informationen zu versorgen. Clintons Berater Joe Lockhart erfindet die politische Öffentlichkeitsarbeit neu. Statt die Fragen von Journalisten zu beantworten, gibt man Themen vor. Wenn die entsprechend vorbereitenden Informationen dann sofort weitergegeben werden, wird eine echte Geschichte daraus. Kennt die Macht der Spin-Doktoren keine Grenzen? Angesichts der Affäre um die Massenvernichtungswaffen im Irak ist diese Frage berechtigt. Doch diese große Lüge wird zum Ausgangspunkt einer breiten Gegenbewegung, der sich die PR-Berater der Demokratischen Partei sofort annehmen. – The spin must go on!
    http://www.arte.tv/de/905178,CmC=905144.html

  9. Edward Bernays ~ The Century Of The Self (Episodes 1-4) permalink
    31. Mai 2013 02:16

    Edward Bernays ~ The Century Of The Self (Episodes 1-4)

    The Century of the Self is an award-winning British television documentary series by Adam Curtis. It focuses on how the work of Sigmund Freud, Anna Freud, and Edward Bernays influenced the way corporations and governments have analyzed,‭ dealt with, and controlled ‬people.

    „This series is about how those in power have used Freud’s theories to try and control the dangerous crowd in an age of mass democracy.“ —Adam Curtis‘ introduction to the first episode.

    Sigmund Freud, the founder of psychoanalysis, changed the perception of the human mind and its workings. His influence on the twentieth century is generally considered profound. The series describes the propaganda that Western governments and corporations have utilized stemming from Freud’s theories.

    Freud himself and his nephew Edward Bernays, who was the first to use psychological techniques in public relations, are discussed. Freud’s daughter Anna Freud, a pioneer of child psychology, is mentioned in the second part, as is one of the main opponents of Freud’s theories, Wilhelm Reich, in the third part.

    Along these general themes, The Century of the Self asks deeper questions about the roots and methods of modern consumerism, representative democracy, commodification and its implications. It also questions the modern way we see ourselves, the attitudes to fashion and superficiality.

    The business and political world uses psychological techniques to read, create and fulfill our desires, to make their products or speeches as pleasing as possible to us. Curtis raises the question of the intentions and roots of this fact. Where once the political process was about engaging people’s rational, conscious minds, as well as facilitating their needs as a society, the documentary shows how by employing the tactics of psychoanalysis, politicians appeal to irrational, primitive impulses that have little apparent bearing on issues outside of the narrow self-interest of a consumer population.

    Paul Mazur, a Wall Street banker working for Lehman Brothers in the 1930s, is cited as declaring „We must shift America from a needs- to a desires-culture. People must be trained to desire, to want new things, even before the old have been entirely consumed. […] Man’s desires must overshadow his needs“.

    Episodes:
    1. Happiness Machines (17 March 2002)
    2. The Engineering of Consent (24 March 2002)
    3. There is a Policeman Inside All Our Heads: He Must Be Destroyed (31 March 2002)
    4. Eight People Sipping Wine in Kettering (7 April 2002)

    In Episode 4 the main subjects are Philip Gould and Matthew Freud, the great grandson of Sigmund, a PR consultant. They were part of the efforts during the nineties to bring the Democrats in the US and New Labour in the United Kingdom back into power. Adam Curtis explores the psychological methods they have now massively introduced into politics. He also argues that the eventual outcome strongly resembles Edward Bernays vision for the „Democracity“ during the 1939 New York World’s Fair. It is widely believed that the series was inspired and informed by a book written by the American historian, Stuart Ewen, „PR! A Social History of Spin“.

  10. BUSSI-BUSSI KÜSS DEN ARSCH GNÄDIGE FRAU permalink
    10. Juni 2013 20:13

    BUSSI-BUSSI KÜSS DEN ARSCH GNÄDIGE FRAU

    Wer als Party-Veranstalter, Politiker in seiner Villa Urlaub verbringen lässt, sein Vermögen mit Drückerkolonnen gemacht hat , Politiker mit Air Berlin einfliegen und upgraden lässt und mit andere Kleinigkeiten zu jeder Zeit zu Diensten ist, verfolgt natürlich keine eigenen Interessen, so will man uns glauben machen. So konnten wir das jedenfalls in dieser Woche in den Talk von Jauch und Plasberg, hören. Ein angriffslustiger Peter Hintze sorgte für eine hitzige Atmosphäre. Der Bluthund der Kanzlerin beißt die Vorwürfe gegen den Bundespräsidenten Christian Wulff regelrecht weg, alles normal, nichts verwerfliches. „Die alten Landlords, der Geldadel und die Neureichen, und natürlich auch all die Radfahrer, die sich nach ,oben‘ managen oder politisch rhetorisieren wollen, bestimmen nicht nur über Ihre Kapitalerträge und Kapitalertragszwänge unser aller Alltag, sondern vor allem durch ihre Einflussnahme auf die Politik“, so beschreibt es ein unbekannter User im Internet….
    weiter lesen bei nachrichtenspiegel-online

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