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Libertärer Aufruf zur Silvesterdemo 2012 in Stuttgart

28. Dezember 2012

stgtDas Jahr 2012 neigt sich dem Ende zu. Es war ein Jahr in dem wieder einmal unzählige Angriffe auf das Leben vieler unternommen wurden. In diesem Jahr haben sich die Funktionär*innen von Staat und Kapital wieder redlich bemüht, sozialen Kahlschlag, Kriege, Konkurrenzkampf, sowie das Ausblutenlassen gesamter Regionen, Länder und deren Bevölkerung als eine Notwendigkeit darzustellen. Sie zeigten uns wieder einmal, dass wir austauschbare Objekte in ihrem System sind, die für den Wohlstand einiger Weniger ihr Leben opfern sollen.

Im „Krisenjahr“ 2012 erlebten wir nicht nur in Griechenland und Spanien wie den Menschen, im Namen der Euro-Rettung, Stück für Stück ihre Lebensgrundlagen entzogen und verkauft wurden. Rechte Strömungen in Europa nutzen diese Situation für ihre Propaganda, faschistische Gruppen wie die Goldene Morgenröte gehen unter dem Schutz der griechischen Polizei auf Menschenjagd.

Aber auch in Deutschland morden rassistische, nationalistische Gruppen mit der Unterstützung des Staates. Angeklagte Neonazis werden freigesprochen, antifaschistischer Widerstand hingegen wird niedergeknüppelt. Menschen, die als unprofitabel und illegal abgestempelt sind, werden in ihre Herkunftsländer abgeschoben, in denen sie oft massiver Verfolgung ausgesetzt sind.

Proteste und Widerstand werden wie in Frankfurt bei M31 und Blockupy kriminalisiert und unterdrückt, Aktivist*innen überwacht, mit Strafverfahren konfrontiert und eingesperrt. Die bürgerlichen Medien verbreiten weiter rassistische Vorurteile und versuchen immer noch uns das bestehende System als alternativlos zu erklären.

Doch immer mehr Menschen werden sich ihrer Fähigkeiten zur Selbstorganisation und ihrer Selbstwirksamkeit bewusst. Sie organisieren und vernetzen ihre Proteste regional und über Ländergrenzen hinweg und versuchen ihre Ideale und Träume in die Realität umzusetzen.

Denn wir brauchen keine Parteien und Politiker*innen, um Ideen einer freien und solidarischen Gemeinschaft zu entwickeln und diese zu leben. Wir brauchen niemanden der uns vorschreibt was gut für uns ist! Wir entscheiden selbst was für uns richtig oder falsch ist!

Lasst uns am 31. Dezember gemeinsam zeigen, dass wir keine willenlosen Gegenstände sind, sondern Subjekte unserer Vergangenheit, unserer Gegenwart und unserer Zukunft.

Lasst uns gemeinsam auf die Straße gehen und zeigen, dass wir immer noch da sind, zeigen, dass wir uns von ihrer Repression nicht unterkriegen lassen, sondern enger beieinander stehen als zuvor. Lasst uns ihnen zeigen, dass wir ihre Propaganda und Lügen nicht glauben und dass ihre Versuche uns zu kriminalisieren uns nicht aufhalten werden. Lasst uns ihnen zeigen, dass wir für unseren Traum von freien Menschen und einer freien Welt weiter kämpfen werden und unsere Zukunft nicht von Politiker*innen und kapitalistischen Interessen zerstören lassen.

Für ein Leben, Lieben und Lernen in Freiheit!
Für die Anarchie!

Kommt alle am 31.12.2012 um 17:30 Uhr zum Marienplatz in Stuttgart!

[LB]² Libertäres Bündnis Ludwigsburg

Unterstützer*innen:

– Anarchistische Gruppe Freiburg

– ANO Saarbrücken

– FAU Stuttgart
– FAU Tübingen

– Libertäre Gruppe Karlsruhe

– Pinky Flinky Antifa Stuttgart

– RASH Stuttgart

12 Kommentare leave one →
  1. Ich komme auf alle Fälle permalink
    29. Dezember 2012 10:42

    Eine Frage hätte ich noch bezüglich des Fronttranspi:
    Sind wir für oder gegen Sylvester?

    • Plenumssprecher_innenratsdelegierte_r permalink
      30. Dezember 2012 02:04

      Wir konnten uns noch nicht zu einem Konsens hinreißen lassen. Das wird wohl wieder einmal erst 5 vor 12 beschieden sein können.

      • Ὕδρα permalink
        30. Dezember 2012 18:40

        Die „Anarchafeministische Plattform“ hat mittels Deutungshoheit den Beschluß gefasst, GEGEN Silvester zu demonstrieren, da es sich um einen sexistischen, weil männlichen Vornamen handelt.

      • Der Latscher ist ein Meister aus Deutschland permalink
        30. Dezember 2012 18:55

        Die Selbsthilfegruppe der Berufsdämonstranten und Innen wird sich auch beim Abschlußplenum weiterhin mit Enthaltung positionieren, weil es uns nun mal Scheißegal ist. Hauptsache Äktschen.

      • Mr. Bahama permalink
        30. Dezember 2012 19:05

        Die Antideutsche Front gibt bekannt: Wir unterstützen den Beschluß der Anarchafeministischen Plattform, allerdings nicht ihre bürgerinnenliche Argumentationskette. Für uns steht im Vordergrund, dass mit dem massenhaften Raketenabschuß zu Silvester, die Raketenangriffe der Muslime auf „Das heilige Israel“ verharmlost und gar relativiert werden.
        Keine Raketen zu Silvester!
        Keine Raketen auf „Das heilige Israel“!

      • Trotzkistische Maulfwurfsbrigade permalink
        30. Dezember 2012 19:16

        O-Ton Nick B.: “ Ich lasse mir doch von so ein paar kampflesbischen Hennen nicht den Führungsanspruch nehmen, ich bin der Kampfhahn. Ich erkläre hiermit, dass wir für Silvester kämpfen. Wollt Ihr das totale Silvester?“

      • Robin Root permalink
        31. Dezember 2012 00:20

        Wir GraswurzelrevolutionärInnen hassen auch Raketen wie die Pest und diese doofen Knaller erst recht. Das ist was für gewalttätige AnarchosyndikalistInnen, die können ja wieder mit den TrotzkistInnen marschieren, wie in Spanien, als sie all die liebenswerten katholischen Priester und Geistlichen im Blutrausch niedermetzelten.

  2. Uferschwalbe permalink
    31. Dezember 2012 13:49

    Das Tiere- und Tierinnenplenum spricht sich für Sylvester aus, weil das nach Wald klingt, aber gleichzeitig spricht es sich gegen Raketen aus, weil sie die Flugbahnen der Fledermäuse arg abändern, und somit dem Klimawandel Vorschub leisten. Das Plenum spricht sich auch dafür aus, den Beschluss einstimmig anzunehmen, und auf unsolidarische Gegenstimmen keine Rücksicht zu nehmen. Außerdem sollen Studenten auch als Tiere gelten dürfen.

    • Trotzkistische Maulfwurfsbrigade permalink
      31. Dezember 2012 16:45

      O-Ton Nick B.: ”Einmal mehr zeigt sich die übernatürliche Überlegenheit des Trotzkismus, wo wir sind ist immer vorne. Mit den Studis könnt Ihr machen was Ihr wollt, wir würden Rebhühner bevorzugen.“

    • Mr. Bahama permalink
      31. Dezember 2012 16:58

      Die Antideutsche Front weist diesen antisemitischen Dolchstoß entschieden zurück. Unter dem Deckmäntelchen Fledermäuse und das Klima retten zu wollen, wird auf den Raketenholocaust gegen das auserwählte Volk Israel keine Rücksicht genommen. Scheinheiliger gehts nicht mehr.

  3. HIRN(lose fau-)ZELLE permalink
    1. Januar 2013 00:53

    „Nichts ist unmöglich.“ ……. hat schon der GroßeToyota gesagt.

  4. WELTREVOLUTIONS permalink
    1. Januar 2013 21:01

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