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Sonderausgabe der „Gaidao“ zur morgigen anarchistisch-antikapitalistischen Demo in Mannheim

21. Dezember 2012

thumb-plakatsmallDie dritte Sonderausgabe der Gaidao widmet sich diesmal ganz der „There is no alternative – Kapitalismus überwinden“-Demonstration des Anarchistischen Netzwerks Südwest* am 22. Dezember in Mannheim.

Die Demonstration ist quasi die Fortsetzung der letztjährigen „Es ist keine Krise, es ist das System“-Demo. Über ein Jahr ist vergangen und wenig hat sich geändert, im Gegenteil. Wir nähern uns dem Ende des vierten Krisenjahres und in Europa gärt es zunehmend an allen Ecken. Die Lage in Griechenland verschlimmert sich permanent und auch Spanien, Portugal und Italien befinden sich in ähnlich dramatischen Situationen.

Doch viele Menschen nehmen die unzähligen Kürzungen, Entlassungen und Einsparungen nicht mehr widerstandslos hin, in den meisten der genannten Ländern fanden in den letzten Monaten mehrere Generalstreiks statt und vor einigen Wochen bündelten die betroffenen Menschen und solidarischen Organisationen vieler Länder ihre Wut zu einem „europäischen Generalstreik“, der mehrere Millionen Menschen auf die Straße brachte. In Deutschland herrscht derweil Friedhofsruhe. Zwar wird auch hier eingespart, entlassen und gekürzt, aber quer durch weite Teile von Bevölkerung, Politik und Gewerkschaften wird weiter am Standort Deutschland festgehalten und in dessen Namen viel geschluckt und ein wenig gemurrt. Nur protestieren will hier scheinbar niemand so recht, trotz dem massiven Ausbau von prekären und befristeten Arbeitsplätzen, immer größerer Druck in Schule, Ausbildung und Studium und schlussendlich immer weniger Perspektive für Alter und Rente.

Die Demonstration des Anarchistischen Netzwerk Südwest* wird an diesem Zustand erstmal nichts ändern, aber wichtig ist sie dennoch. Zeigt sie schließlich, dass nicht alle mit dem deutschen und europäischen Krisenmanagement einverstanden sind und besonders, das einige keine Lust mehr haben, sich gegen betroffene Menschen aus anderen Ländern ausspielen zu lassen.

Sonderausgabe hier als PDF

Aktuelle Infos bekommt ihr am Samstag über den Twitter-Account: twitter.com/a_netz

Für den Fall, dass es Festnahmen gibt, steht der Ermittlungsaussschuss (EA) bereit, um euch zu supporten. Meldet euch auch beim EA, wenn ihr Festnahmen oder Übergriffe durch die Polizei beobachtet. Der EA ist über: 0152/55800219 erreichbar.

4 Kommentare leave one →
  1. Adporno permalink
    22. Dezember 2012 07:20

    „Die Demonstration des Anarchistischen Netzwerk Südwest* wird an diesem Zustand erstmal nichts ändern, aber wichtig ist sie dennoch. Zeigt sie schließlich, dass nicht alle mit dem deutschen und europäischen Krisenmanagement einverstanden sind und besonders, das einige keine Lust mehr haben, sich gegen betroffene Menschen aus anderen Ländern ausspielen zu lassen.“

    Wenn das Mittel nicht in der Lage ist, etwas an dem Zustand zu ändern, warum gibt es dann eine ganze Ausgabe Gai-Tao dazu?
    Wieso sollte die Demonstration wichtig sein, wenn sie sowieso ihr Ziel nicht erreicht?

    Demonstrationen sind – egal welche Inhalte in ihnen geäußert werden – immer pro-politisch.
    Wir sind aber anti-politisch, deswegen sind wir zwar politisch, aber den Weg der Politiker gehn wir nicht, weil wir dem nicht trauen, bzw um seine Ineffizienz wissen.
    Bei einer Demonstration rennt man aber nur schreiend durch die Gegend und appelliert… fragt sich an wen?
    An Politiker? An Einkaufende in der Passage? An die netten Polizisten links und rechts? Oder vielleicht an die Leute, die sich aufgrund ihrer harten Situation einen Dreck um solche hochgegriffenen Phrasen scheren, die dort geäußert werden?
    Für wahr: Nette Youtube Videos wird es wieder geben, das wäre dann das 173.866 ste und bekommt bestimmt viele Klicks mit ganz famosen Diskussionen darunter. Das lohnt – ich finde dafür kann man sich schon mal abfilmen lassen, erkennungsdienstlich behandeln lassen, seine Zeit für rausschmeißen und Geld investieren um dort hinzugelangen.

    Was besser wäre:
    Wenn man etwas tun will, was wirklich in dieser sogenannten Krise einen Sinn hätte, gibt es doch zalreiche Möglichkeiten:
    Solidarität organisieren – Spenden, Sammlungen usw die unseren Genossen und Genossinnen in anderen Ländern direkt zukommen,
    Kommunikation fördern durch das Zusammentragen von Nachrichten aus den Gebieten in denen die Kapitalisten besonders hart zuschlagen (Vielleicht eine neue Seite gestalten auf der es auch noch mehr um die Koordination der Gruppen und Föderationen geht),
    es war schon mal „Krise“: Die Historie ausgraben und mit heute vergleichen – welche Positionen haben unsere verblichenen Genossen damals gegen den Mythos einer „Finanz-Krise“ vorgebracht und wie weit sind diese Analysen heute noch korrekt?

    Demonstrationen sind unter den heutigen Umständen Verschwendung und führen zu gar nichts.
    Es ist inhaltloses Gepose, ohne eine wirkliche Handlung und fördert das Mitläufertum.

    • Mir steht die Scheiße bis zum Hals, ,,, permalink
      23. Dezember 2012 10:44

      aber die Aussicht ist gut.

  2. +++ EILMELDUNG +++ EILMELDUNG +++ EILMELDUNG +++ EILMELDUNG +++ EILMELDUNG +++ EILMELDUNG +++ EILMELDUNG +++ EILMELDUNG +++ EILMELDUNG +++ EILMELDUNG +++ EILMELDUNG +++ EILMELDUNG +++ EILMELDUNG +++ EILMELDUNG +++ EILMELDUNG +++ EILMELDUNG +++ EILMELDUNG permalink
    22. Dezember 2012 10:28

    http://www.youtube.com/watch?v=6f2v8aDbWlQ

  3. 23. Dezember 2012 13:57

    Der Burnout mit 30 ist bei den Veranstaltern und Aktivisten vorprogramiert. Und keine Ahnung, wie damit die Bevölkerung erreicht werden soll, ich würde schon allein keine Kinder in diese Busse setzen:

    Am 22. Dezember 2012 gingen in Mannheim bis zu 600 Menschen trotz strömendem Regen, überzogener Auflagen und einem massiven Polizeiaufgebot gegen Kapitalismus und die Auswirkungen der aktuellen Krise auf die Straße. Immer wieder kam es zu Rangeleien mit der Polizei, diese setzte Schlagstöcke gegen den vorderen Block ein.

    Mit zwei lauten Spontandemos wurde der Aktionsradius erweitert und das repressive Versammlungsgesetz – zumindest für einen kurzen Moment – außer Kraft gesetzt.

    Zuvor wurde der von der Anarchistischen Gruppe Freiburg organisierte Bus kurz vor Mannheim von einem Polizei-Helikopter im Tiefflug verfolgt und vom BFE Bruchsal herausgezogen, kontrolliert und durchsucht.

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