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Neupack: Streikbrecher-Becher igitt!! Milram im Visier

20. Dezember 2012

121220_neupack_milram_frischkaesePostkartenaktion der IGBCE soll Abnehmer von Streibrecher-Bechern von Neupack unter Druck setzen.

Die Kölner Wobblies hatten in einer Soli-Erklärung mit den Streikenden bereits eine ähnliche Anregung gegeben: Man könnte doch die Abnehmer der Plastikbecher angehen, um Druck auf Neupack und seine patriarchalen Besitzer, die Familie Krüger, zu machen. Gleiches hatten New Yorker Wobblies mit dem Käseproduzenten Tnuva erfolgreich vorgemacht. Jetzt kommt die Aktion tatsächlich. Nicht schlecht: Die IGBCE hat Postkarten erstellt, die an zwei Molkereienn verschickt werden können, welche Prokukte von Neupack beziehen. Darauf folgender Text:

„Lecker, lecker, aber … mir schmeckt das nicht mehr so gut, denn ich habe erfahren, dass Sie Neupack-Produkte verwenden. Das ist gut so, aber deren Beschäftigte sind im Arbeitskampf, weil die Unternehmerfamilie Krüger sich weigert, mit der IG BCE einen Tarifvertrag abzuschließen.Ich fordere Sie auf: Nehmen Sie Ihre unternehmerische Verantwortung wahr und machen Sie bei Neupack Ihren Einfluss geltend, damit es zu einem Tarifvertrag kommt und mir Ihre Produkte weiterhin schmecken.“

Die Postkarten können beim verantwortlichen IGBCE-Sekretär Zafer Ates unter  der Nummer 0160 96 96 59 98 oder per E-mail Zafer.Ates@igbce.de bestellt werden.

Sie sollen an folgende Adressen verschickt werden:

Deutsche Milchkontor GmbH (DMK)
Geschäftsführung
Flughafenallee 17
28199 Bremen

und

Heideblume Molkerei
Elsdorf-Rotenburg AG
Geschäftsführung
Molkereistraße 6
27404 Elsdorf

Der Deutsche Milchkontor (DMK) gilt als größtes deutsches Molkereiunternehmen. Er ist 2011 durch die Fusion der Molkerei-Genossenschaften Nordmilch und Humana entstanden. Die bekanntesten Marken sind Milram und Humana. “Das Unternehmen vermarktet fast ein Viertel der in Deutschland erzeugten Milch und beschäftigt rund 5.700 Mitarbeiter an 23 Standorten”, schreibt das Branchenblatt Lebensmittelpraxis am 14. August 2012.

Sicher freuen sich die Neupack-Geschäftspartner über E-mails besorgter Kunden. Hier ein paar Adressen: holger.battling@elsdorfer.de, arne.plifke@elsdorfer.de, Katharina.Kohle@elsdorfer.de, Christina.Luettke@elsdorfer.de, info@dmk.de, hermann.cordes@dmk.de, michael.feller@dmk.de

Aufkleber gegen Milram-Produkte?

Was kommt als nächstes? Wir warnen DRINGENDST vor folgender Aktion: Aufkleber, die in Supermärkten auf Milram-Produkte und andere Marken geklebt werden. Denkbar wäre z.B. der Aufdruck: Streikbrecher-Becher?? Igitt. Solidarität mit Streik bei Neupack! Zwar könnte sich so jede klassenbewusste Arbeiterin (jeder Arbeiter) leicht im Alltag beim Einkauf solidarisch zeigen. Aber sowas verstößt gegen Gesetze (Sachbeschädigung), wenn auch nicht in besonders schwerem Maße. (Mit einer ähnlichen Aktionsform hatten Unterstützer_innen von Emmely 2008 in verschiedenen Städten Druck auf die Supermarkt-Kette Kaiser’s ausgeübt.)

Mehr erfahren:

– Infos zum Arbeitskampf bei Neupack: http://www.labournet.de/branchen/sonstige/verpackungen/neupack/
– Abnehmer erfolgreich unter Druck gesetz: New Yorker Wobblies gegen Tnuva http://www.wobblies.de/?p=1340
– Kaisers kündigt – KundInnen kleben: Soli-Aktion für Emmely 2008 http://de.indymedia.org/2008/08/224439.shtml
– Marken der Deutschen Milchkontor GmbH: http://www.dmk.de/de/marken/
– Produkter der Elsdorfer Molkerei: http://www.elsdorfer.de/Suesse-Snacks-Desserts.21+M5c2ee4914c4.0.html

Quelle: wobblies.de

10 Kommentare leave one →
  1. Peinlich permalink
    20. Dezember 2012 22:07

    Trittbrettfahren ist noch keine Solidarität! Aktionen abkupfern und dann noch eine ganz supertolle Idee draufsetzen, das ist die Spezialität aus Köln seit Jahren, mehr ist nicht.

    Tatsächlich findet der Streikkampf in Hamburg statt und es gibt die Streikenden, das Streikkomitee und den Soli-Kreis als Ansprechpartner.

    Die Wobblies haben doch schon genug zu leiden unter dieser dämlichen Webseite eines Solo-Redakteurs, der sich gerne selber lobt. Warum das weiterbreiten?

    • Mehr als peinlich permalink
      20. Dezember 2012 23:47

      Alter Spalter

    • #374636 permalink
      21. Dezember 2012 20:18

      „Tatsächlich findet der Streikkampf in Hamburg statt und es gibt die Streikenden, das Streikkomitee und den Soli-Kreis als Ansprechpartner.“
      Tatsächlich findet der Streikkampf in Hamburg UND ROTENBURG (W) statt. Und den Soli-Kreis findet man unter soli-kreis.tk.

      Richtig: „Die Wobblies haben doch schon genug zu leiden unter dieser dämlichen Webseite eines Solo-Redakteurs, der sich gerne selber lobt.“

      „Warum das weiterbreiten?“
      WEIL ES EINE GUTE UND RICHTIGE AKTION IST!!!

      Die IG BCE-Führung würde den Streik gerne sofort abblasen, seit klar ist, daß die Familie Krüger ihre ArbeiterInnen auch weiterhin ohne ihre „Sozialpartnerschaft“ verarschen möchte.

      Insbesondere die KollegInnen in Rotenburg (bei Bremen) benötigen Unterstützung, denn dort auf dem Acker vor den Toren der Kleinstadt (Jeersdorfer Weg) gibt es wenig ausgeprägten Solidaritäts-Tourismus.

  2. Plastik: Der Fluch der Meere permalink
    12. Januar 2013 12:59

    Plastik: Der Fluch der Meere

    Vor einigen Jahren entdeckte man weit draußen im nordpazifischen Ozean eine kreiselnde Strömung mit etwa 100 Millionen Tonnen Plastikmüll. Das Phänomen fand sich auch im Nordatlantik. Inzwischen vermuten Strömungsforscher einen Müllstrudel auch südlich des Äquators.
    Die Dokumentation begleitet ein Expeditionsteam um den Umweltaktivisten Marcus Eriksen. Er will den Südpazifik durchqueren, um den bisher nicht eindeutig nachgewiesenen Müllstrudel auf der Südhalbkugel zu finden. Irgendwo zwischen Osterinsel und chilenischem Festland soll er sich befinden. Aber wie muss man sich so eine riesige Ansammlung von Abfällen vorstellen? Und was würde es bedeuten, wenn Eriksen fündig würde?
    Parallel zu Eriksens Suche versuchen Wissenschaftler herauszufinden, was Plastik im Meer eigentlich anrichtet. Dabei geht es nicht nur um strangulierte Seelöwen, erstickte Vögel und tödlich verletzte Schildkröten. Chemiker und Meeresbiologen haben festgestellt, dass die eigentliche Gefahr in der toxischen Wirkung des Plastiks auf die Meeresfauna und -flora liegt. Sie scheint wesentlich höher zu sein, als bisher angenommen.
    Die Dokumentation ist eine Spurensuche nach den wahren Auswirkungen der Plastikflut. Wie ein Puzzle setzen sich einzelne Erkenntnisse nach und nach zu einem erschreckenden Gesamtbild zusammen. Erst kürzlich fanden Wissenschaftler heraus, dass sich – in weitaus größerem Rahmen als bisher angenommen – in der arktischen Tiefsee große Mengen Müll am Meeresboden befinden. So ist der Plastikmüll längst zu einem globalen Problem geworden, dessen Lösung der Anstrengungen aller bedarf.

  3. Plastik über alles permalink
    12. Januar 2013 13:04

    Plastik über alles

    Fluch und Segen liegen nah beieinander bei einem Stoff, der unseren Alltag bestimmt, wie kaum ein anderer: Plastik! An dem Werkstoff scheiden sich die Geister — verteufelt als Wohlstandsmüll, gelobt ob seiner großen Vielseitigkeit stellt Plastikmüll eine wachsende Gefahr für die Umwelt dar. Ist globales Umdenken vorstellbar?

  4. Die Chemiefalle permalink
    12. Januar 2013 13:05

    Die Chemiefalle

    Im Naturparadies Alpen stehen Forscher vor einem Rätsel. Im Thuner See beobachten sie mysteriöse Veränderungen an den Felchen. Fast die Hälfte der Fische hat missgebildete Geschlechtsteile. Sind chemische Stoffe, die ähnlich wie Hormone wirken, die Ursache für die Deformation? Droht auch den Menschen Gefahr? Der Film beschäftigt sich mit den Auswirkungen hormonaktiver Chemikalien. Hormonaktive Chemikalien bestimmen unseren Lebensalltag. Sie stecken in Plastik, Kosmetik, Medikamenten und gelangen laufend in die Umwelt. Gleichzeitig machen Wissenschaftler weltweit alarmierende Beobachtungen…

  5. Plastik Planet permalink
    12. Januar 2013 13:10

    Plastik Planet ( Doku ) Deutsch GERMAN Dokumentation

    Plastik ist billig und praktisch. Wir sind Kinder des Plastikzeitalters. Kunststoffe können bis zu 500 Jahre in Böden und Gewässern überdauern und mit ihren unbekannten Zusatzstoffen unser Hormonsystem schädigen. Wussten Sie, dass Sie Plastik im Blut haben?

    Regisseur Werner Boote zeigt in seinem investigativen Dokumentarfilm, dass Plastik zu einer globalen Bedrohung geworden ist. Er stellt Fragen, die uns alle angehen: Warum ändern wir unser Konsumverhalten nicht? Warum reagiert die Industrie nicht auf die Gefahren? Wer ist verantwortlich für die Müllberge in Wüsten und Meeren? Wer gewinnt dabei? Und wer verliert?

    Auf der Suche nach Antworten macht sich Boote nach 10jähriger, intensiver Recherche auf eine Reise durch die ganze Welt – von Kalifornien, Heimat der Silikonimplantate auf die Mülldeponien von Indien bis zu Japans verschmutzten Stränden. Er besucht Forscher in den USA und Österreich und Angehörige an Krebs erkrankter Arbeiter aus Plastikfabriken in Italien, und rückt so eine erhebliche, globale Problematik ins Bewußtsein, die nicht nur die Industrie allzu gern verdrängt.

  6. Plastik in unserem Blut permalink
    12. Januar 2013 13:21

    Plastik in unserem Blut

    Ausschnitte aus „Newton“
    3sat, November 2009

    Schwerpunktthemen:
    – Plastik im Blut
    – DIE Alternative: Bioplastik
    – Plastik in den Weltmeeren: Ein Müllhalde halb so groß wie Mitteleuropa

    Ob Kaffeemaschine, Babyschnuller, Wasserflasche – alles ist aus Plastik. Damit es auch toll aussieht und recht lange hält, werden die Grundstoffe noch mit „Zusätzen“ verfeinert – alles angeblich für den Kunden und Verbraucher. Die Risiken und Nebenwirkungen werden nicht in einer Testphase erprobt – nein, es wird sofort auf den Bürger losgelassen.

    Plastik im Blut
    95 von 100 Österreichern haben Kunststoffrückstände in ihrem Blut. In aktuellen Studien gelang es internationalen Forscherteams Spuren von Weichmachern und Flammschutz-mitteln im menschlichen Organismus nachzuweisen. Die Stoffe dürften über die Atemwege oder die Nahrungskette in den menschlichen Körper gelangen. Noch ist über die Auswirkungen auf den Organismus wenig bekannt. Sicher ist, dass der Stoff Bisphenol-A auf das Hormonsystem wirkt und in Tierversuchen zu Leberschädigungen oder Fettleibigkeit geführt hat. Im Gegensatz zu anderen Ländern ist ein Verbot solcher Substanzen in Österreich noch nicht angedacht. Über mögliche Auswirkungen von Plastik auf unseren Organismus berichtet Markus Mooslechner.

  7. Die Alternative Bio-Plastik permalink
    14. Januar 2013 01:42

    Die Alternative Bio-Plastik

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