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Schwarz-Roter Ticker (104) [9 Meldungen]

16. Dezember 2012

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Polizisten aus Madrid entschuldigen sich auf Flugblättern dafür “nicht in der Lage zu sein, die Politiker und Banker zu verhaften.”

policiaAngehörige der städtischen Polizei verteilten jetzt Flugblätter im Zentrum von Madrid, auf denen sie die Politiker und Banker beschuldigen und sich gleichzeitig dafür entschuldigen, nicht gegen diese vorzugehen. “Die Polizei entschuldigt sich bei den Bürgern von Madrid, dass sie die größten Verbrecher in der Geschichte, die Politiker und Banker nicht verhaften können.” Mit dieser einfachen Nachricht, ist eine Gruppe von Stadtpolizisten in Madrid auf die Straße gegangen, um vor Weihnachten den Bürgern frohe Weihnachten zu wünschen.Die Banker und Politiker werden zugleich davor gewarnt, die Mittel für die städtische Polizei noch weiter zu kürzen. “Von 10 Streifenwagen ist derzeit nur einer mit kugelsicheren Westen ausgestattet”, erklärt Andres, ein 40-jähriger Streifenpolizei, der seinen Nachnamen aus “Angst vor Repressalien” nicht angeben will. Zusammen mit einer Gruppe von Polizisten hat Andrew die Verteilung der Flugblätter organisiert. Die Gruppe sagt von sich selbst, repräsentativ für die Sorgen der Stadtpolizei in Madrid zu stehen. ” Die Gewerkschaften machen nicht genug. Sie haben zu viel Angst. Deshalb haben wir uns zu dieser Aktion entschlossen”, sagen sie. “Wir haben 30% unserer Kaufkraft verloren, seit diese Krise begann, aber wir beschweren uns nicht wegen des Geldes. Um es klar zu machen, “die Polizei meint, es geht um die anhaltende Verschlechterung der “Arbeitsbedingungen und um die Sicherheitslage”. http://www.publico.es/447568/policias-de-madrid-piden-disculpas-por-no-poder-detener-a-politicos-y-banqueros/version-imprimible (alex.11.org)

Slowakei: Symbolische Solidarität mit griechischen AnarchistInnen

slowakia

Am 15.12. fand in der slowakischen Stadt Žilina eine Solidaritätsaktion in Unterstützung griechischer AnarchistInnen statt. Auch an den jungen Genossen Alexandros Grigoropoulos wurde erinnert, der am 6.Dezember 2008 von Polizisten totgeschlagen wurde. (Europeans against the political system)

Hunderte auf Winter-Lärmdemo gegen zu hohe Mieten und Zwangsumzüge

Mehrere hundert Menschen haben am Samstag auf der 15. Lärmdemo in Berlin-Kreuzberg gegen zu hohe Mieten protestiert. An der Demonstrationsspitze wechselten sich die Initiativen »Kotti und Co.«, deren Mitstreiter seit 26 Wochen mit ihrem Protestcamp vor dem Südblock am Kottbusser Tor ausharren, und das Bündnis »Zwangsräumungen verhindern« ab. Der Zug führte vom Kottbusser Tor zur Lausitzer Straße 8. Dort ist es inzwischen das zweite Mal gelungen, die Zwangsräumung der Familie Gülbol zu verhindern. Ali Gülbol bedankte sich auf einer Zwischenkundgebung vor dem Haus für die Solidarität und rief dazu auf, auch den dritten Versuch seiner Räumung zu stoppen. An die Polizei appellierte er, den Dienst zu verweigern, wenn es darum gehe, Menschen aus ihren Wohnungen zu schmeißen. Ein Sprecher der Initiative »Kotti und Co« informierte über eine anstehende Zwangsräumung am 9. Januar, die es zu verhindern gelte. (jW)

Frankreich: Gerichtsverfahren gegen ArbeiterInnen von NATAÏS

Am 13, Dezember 2012 standen ehemalige Arbeiter/innen der Popcornfabrik NATAÏS in der französischen Stadt Bézéril vor Gericht. Sie werden angeklagt ihren ehemaligen Arbeitgeber „verleumdet“ zu haben als sie auf einem Internet-Blog über ihre Arbeitsbedingungen berichtet haben. Eines der Probleme, mit denen die Arbeiter/innen zu kämpfen hatten, war der Austritt von Diacetyl. Diese Chemikalie kann schwere Lungenerkrankungen, wie Bronchiolitis obliterans, verursachen, die auch als „Popcorn-Lunge“ bekannt ist. Diacetyl ist ein Bestandteil des künstlichen Karamellgeschmacks in Mikrowellenpopcorn. Die Lungenerkrankung ist kaum rückgängig zu machen und kann tödlich verlaufen. Die Arbeiter/innen der Popcornfabrik NATAÏS hatten noch nicht einmal Atemmasken bekommen, um sich vor den Dämpfen zu schüzten. Außerdem mussten sie in extremer Hitze arbeiten. Rund 80% der Leute in der Fabrik sind Zeitarbeiter/innen. Die Arbeit ist hart, die Bezahlung schlecht und manchmal müssen sie dort auch sonntags arbeiten. Es gab sogar einen Streik in der Fabrik, ein Jahreszuschlag wurde erkämpft und dann hat die Gewerkschaft den Ausstand beendet, doch einige Arbeiter/innen versuchten jedoch weiter zu machen. Zwei der Streikenden – nun ehemalige Mitarbeiter/innen – wurden vor Gericht gestellt, weil sie sich gegen diese Arbeitsbedingungen ausgesprochen hatten. (ASblog)

Thyssen: Cromme lehnt Rücktritt ab

Frankfurt. ThyssenKrupp-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme schließt persönliche Konsequenzen wegen der Milliardenverluste des Konzerns kategorisch aus. »Ich werde überhaupt nicht zurücktreten. Ich bin keiner, der vor Verantwortung wegläuft«, sagte Cromme dem Magazin Der Spiegel. Er werde auch seinen 70. Geburtstag im Februar nicht zum Anlaß nehmen, um seinen Posten zu räumen. ThyssenKrupp steckt angesichts von Milliardenverlusten, illegalen Preisabsprachen und Korruptionsvorwürfen in der schwersten Krise seit der Fusion von Thyssen und Krupp im Jahr 1999. Der Konzern zog vor wenigen Tagen Konsequenzen aus der Serie von Unregelmäßigkeiten und entließ drei der sechs Vorstände. Über die explodierenden Kosten und Verzögerungen bei den Stahlwerken in Brasilien und den USA sei der Aufsichtsrat zu spät informiert worden, sagte Cromme. (jW)

Sonderausgabe der Gaidao zur „Kapitalismus überwinden“ Demo in Mannheim

gaidao-sonderausgabe-dezember-2012-106x150Die dritte Sonderausgabe der Gaidao widmet sich diesmal ganz der „There is no alternative – Kapitalismus überwinden“-Demonstration des Anarchistischen Netzwerks Südwest am 22. Dezember in Mannheim. Die Demonstration ist quasi die Fortsetzung der letztjährigen „Es ist keine Krise, es ist das System“-Demo. Über ein Jahr ist vergangen und wenig hat sich geändert, im Gegenteil. Wir nähern uns dem Ende des vierten Krisenjahres und in Europa gärt es zunehmend an allen Ecken. Die Lage in Griechenland verschlimmert sich permanent und auch Spanien, Portugal und Italien befinden sich in ähnlich dramatischen Situationen. Doch viele Menschen nehmen die unzähligen Kürzungen, Entlassungen und Einsparungen nicht mehr widerstandslos hin, in den meisten der genannten Ländern fanden in den letzten Monaten mehrere Generalstreiks statt und vor einigen Wochen bündelten die betroffenen Menschen und solidarischen Organisationen vieler Länder ihre Wut zu einem „europäischen Generalstreik“, der mehrere Millionen Menschen auf die Straße brachte.
Die Sonderausgabe gibt es hier als PDF und epub.

Solidarität für Streikfortführung in der Slowakei

In der Slowakei wird gerade ein Arbeitskampf im Bildungssektor geführt. Forderungen sind 10% mehr Gehalt, eine Erhöhung des Bildungsetats auf 6% gemessen am Bruttosozialprodukt und einiges mehr. Am 26. November begann die Trade Union of Workers in Education and Science (OZ PŠaV), die größte Gewerkschaft im Bildungssektor, mit einen unbegrenzten Streik, an dem sich bis zu 70% der Schulen beteiligen. Auch Schülerinnen und Schüler unterstützen den Streik. Am 6. Dezember wurde der Bildungsetat verabschiedet, er sieht nur eine Erhöhung der Gehälter um 5% vor. Der Streik geht weiter aber es scheint nicht klar was genau jetzt zu tun ist. Die Priama Akcia (PA), die Sektion der IAA,  spricht sich für eine Weiterführung des Streiks aus. Konkret ruft sie auf zu: 1. Aktionen vor Institutionen der Slowakei (Botschaften, Consulate und kulturelle Institutionen), 2. Das Schicken von Protestschreiben (Fax/E-Mail) an die Trade Union of Workers in Education and Science (OZ PŠaV) sowie an Behörden in der Slowakei. 3. Solidaritätsschreiben, die sie übersetzen und an die Streikenden weiterleiten können. In Bonn kam es durch ASJ und FAU zu einer Solidaritätsaktion vor der (geschlossenen) slowakischen Botschaft. Weitere Infos auf der Seite der PA: http://www.priamaakcia.sk/Education-workers-strike-in-Slovakia-after-two-weeks–global-solidarity-welcome.html

Wien: Lehrlinge gegen miese Bosse

Etwa 100 Lehrlinge protestierten am 16. Dezember mit der Österreichischen Gewerkschaftsjugend vor dem Nobellokal Plachutta am Stubentor in Wien. Der Ort ist gut gewählt. Starkoch Plachutta hält von Schutzmaßnahmen für Lehrlinge wenig und nennt sie »unbrauchbare Analphabeten«. Mario Schmid ist empört: »Das ist ein Witz, uns Lehrlinge denunzieren und von unseren Leistungen ein schönes Leben führen! So ein Chef mag Lehrlinge, die Hände falten und brav die Goschen halten!« Wie hart das Arbeiten im unterbezahlten Gastgewerbe ist wissen viele Protestierende. Gastronomie-Lehrling Isabella erzählt: »Ich musste schon dreimal wechseln. Mein erster Chef schuldet mir noch immer mehr als 80 Überstunden und Weihnachtsgeld. Mein zweiter Chef unternahm nichts dagegen, dass ich von meinem Vorgesetzten sexuell belästigt wurde. Meine Lehrzeiterfahrungen sind: Wir werden arrogant behandelt, müssen ungesetzliche Überstunden leisten, haben keine Pausen und für Mädchen ist es wegen der sexuellen Übergriffe noch schlimmer.« Sie wehrt sich nun und klagt ihre miesen Chefs mit Hilfe von der Arbeiterkammer. (Linksende)

Das LETZTE: Was die Welt nicht braucht: Neue sozialdemokratische Hartz4-Internationale gegründet

Vertreter von über 40 Parteien haben in Rom eine neue „Internationale“ gegründet. „The Progressive Alliance“ wolle den Kapitalismus des 21. Jahrhunderts bändigen, erklärte der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Man habe sich auf einer Konferenz in der italienischen Hauptstadt auf eine verstärkte Zusammenarbeit bei Themen wie sozialer Gerechtigkeit, Regulierung der Märkte, Entwicklung und Armutsbekämpfung verständigt. Mit dabei seien neben sozialdemokratischen Parteien aus Europa auch Parteien anderer Kontinente sowie Nichtregierungsorganisationen. Ein nächstes Treffen solle im Mai in Leipzig stattfinden. Der Gründung der neuen Allianz waren Absetzbewegung von der traditionsreichen Sozialistische Internationale (SI) vorausgegangen, die zunehmend unter Kritik stand. Anfang des Jahres hatte Gabriel angekündigt, die SPD werde ihre Zahlungen an die Internationale einstellen – die deutschen Sozialdemokraten waren mit rund 100.000 britischen Pfund größter Beitragszahler. Aus einer SPD-Vorstandsmitglied war seinerzeit berichtet worden, Gabriel habe dies damit begründet, er könne nicht zulassen, „dass die SPD mit Verbrechern an einem Tisch“ sitze. Dies zielte unter anderem auf die Frente Sandinista de Liberación Nacional aus Nicaragua.
(Neues Deutschland)

22 Kommentare leave one →
  1. 18. Dezember 2012 14:14

    „Was macht der Mafiadon, wenn seine Leute Ärger mit der Polizei kriegen, obwohl sie da doch die Hälfte des Personals auf der Gehaltsliste haben und extra regelmäßig für den Polizeiball spenden? Nun, er geht von einem Missverständnis aus und
    ruft bei dem höchsten von ihm bezahlten Kontakt an, um das zu klären.
    http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=36082&key=standard_document_46992009
    So ungefähr stelle ich mir das vor, wenn der Vorstandschef der Deutschen Bank bei Volker Bouffier (CDU natürlich, was sonst) anruft, um sich über die Razzia zu beschweren. Hey, Volker, ohne uns wärst du gar nicht da wo du jetzt bist! Zeig mal ein bisschen Respekt und Dankbarkeit und pfeif diese Pfeifen zurück, die noch nicht mitgekriegt haben, wer eigentlich ihr Gehalt bezahlt!1!!“
    (danke, fefe)

  2. 18. Dezember 2012 14:15

    auch via fefe:
    „Was tun die Geldsäcke aus Spanien und Griechenland eigentlich mit ihrer Kohle, wenn sie fürchten müssen, dass ihre Länder demnächst entweder ernsthaft mit Steuernachforderungen kommen werden oder aus der Eurozone fliegen? Sie investieren im
    Ausland, ist doch klar. Und welches Ausland wäre das? Auch klar: Deutschland, natürlich.
    Sie kaufen im großen Stil Immobilien in Großstädten, viele zahlen bar. Vor allem in Berlin machen Makler glänzende Geschäfte.
    http://ml.spiegel.de/article.do?id=873345
    Da werden sich die Zahnwälte freuen (ich hab mich mal mit einem Insider unterhalten, und der hat mir das Wort genannt als die Zielgruppe für die ganzen windigen Abzock-Makler, die in Berlin jahrelang mit windigen Immobiliendeals den Zahnwälten das Geld aus der Tasche gezogen haben), dass sie jemanden noch schlechter informierten / verzweifelteren gefunden haben, der ihnen ihre wertlosen Industrieruinen abkauft.“

  3. 18. Dezember 2012 14:16
  4. 18. Dezember 2012 14:41

    Workers Who Occupied Their Factory and Beat Bank of America Now On Their Way to Owning the Factory

    The group of workers who famously occupied Republic Windows and Doors in 2008 and again in 2012 incorporated a worker-run cooperative on May 30, 2012. http://www.alternet.org/story/155683/workers_who_occupied_their_factory_and_beat_bank_of_america_now_on_their_way_to_owning_the_factory_/

  5. Zensur permalink
    19. Dezember 2012 19:07

    http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video1231010.html
    seit 5 Tagen Ton zensiert

    • Zensur permalink
      22. Dezember 2012 16:52

      Nun reden sie sich darauf hinaus, obwohl der Beitrag aus dem laufenden Monat ist !!!!

      —-

      Ein Fehler ist aufgetreten
      Die gesuchte Seite wurde leider nicht gefunden (Fehlernummer 404).

      Falls ein veralteter Link Sie hierher geführt haben sollte, bitten wir um Ihr Verständnis.

      Mit dem 01.09.2010 musste tagesschau.de rund 80 Prozent seiner Archivinhalte depublizieren. Grund dafür ist der 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag, der dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk im Internet enge Grenzen setzt. Mehr dazu finden Sie auf unserer Hilfeseite zum Rundfunkänderungsstaatsvertrag.

  6. RückspiegelTV permalink
    19. Dezember 2012 20:47

  7. Granado permalink
    20. Dezember 2012 10:42

    http://www.heise.de/tp/blogs/2/print/153401
    Verbrauch von Haushaltsenergie in Deutschland sinkt kontinuierlich
    Bei den Preisen geht es hingegen in die andere Richtung
    Florian Rötzer 19.12.2012

    http://www.heise.de/tp/druck/mb/artikel/38/38234/1.html
    Altersarmut? Selber schuld!
    Silvio Duwe 19.12.2012
    Der Wissenschaftliche Beirat bei Röslers Wirtschaftsministerium betreibt Klassenkampf von oben

    http://www.heise.de/tp/blogs/8/print/153395
    Kreditausfälle und Zwangsräumungen in Spanien steigen dramatisch an
    Allein am Wochenende nahmen sich erneut zwei von Räumung betroffene Menschen das Leben
    Ralf Streck 19.12.2012

    http://www.heise.de/tp/druck/mb/artikel/38/38233/1.html
    „Tödliche Mittel“ statt Schusswaffen
    Peter Mühlbauer 19.12.2012
    Wie die US-Forschung unter den politischen Korrektheitszwängen der Republikaner leidet

  8. FAU --- Gründung der Sektion Medien am 26. Januar 2013 --- FAU permalink
    20. Dezember 2012 21:10

    Gründung der Sektion Medien am 26. Januar 2013
    Kollektiv ist besser!

    Anfang 2013 ist es soweit. Am 26. Januar erfolgt die offizielle Gründung der Sektion Medien innerhalb der FAU Berlin. Schon jetzt haben sich mehrere KollegInnen aus der Medienbranche zu einer Initiative zusammengeschlossen. Sie bereiten derzeit die Sektionsgründung vor und freuen sich über weitere MitstreiterInnen. Interessierten, die sich in die Vorbereitungen mit einbringen wollen, steht die Initiative schon jetzt offen. Alle anderen MedienarbeiterInnen können spätestens auf der Gründungsveranstaltung als Mitglied beitreten. Worum es der Sektion geht und was sie vorhat, erfahrt ihr im Folgenden.

    —————————————————————————-
    Gründungsveranstaltung am 26. Januar 2013 | 16.00 Uhr
    Die Sektion stellt sich vor und auf.
    Tretet bei, bringt euch ein, werdet aktiv.
    Anschließend Musik, Buffet und Sekt.
    Im FAU-Lokal | Lottumstr. 11 | 10119 Berlin
    —————————————————————————-

    Mediales Tagelöhnertum
    Die Verlags- und Medienbranche ist im Umbruch. Die Auflagen sinken fast ebenso schnell wie die Löhne, Buchumlaufzeiten werden immer kürzer. Redaktionen werden immer kleiner, Verlage bauen Personal ab, Festanstellungen werden zur Rarität. Darunter leidet nicht nur die Qualität, sondern in erster Linie die Beschäftigten. Wir haben immer weniger Planungssicherheit, kaum soziale Absicherung und eine schlechte Verhandlungsposition gegenüber den AuftraggeberInnen. Im Zuge der Digitalisierung geraten immer mehr Medienbetriebe unter Druck. Der ohnehin hohe Anteil von FreiberuflerInnen nimmt weiter zu, und das zersetzt kollektive Bindungen und Standards: Immer mehr MedienarbeiterInnen müssen sich als isolierte Tagelöhner durchwurschteln.

    Wir haben da eine Idee
    Für Gewerkschaften ist Freiberuflichkeit eine besondere Herausforderung. Durch die Vereinzelung an den „virtuellen Arbeitsplätzen“ werden kollektive Prozesse erschwert. Wir brauchen einen gewerkschaftlichen Ansatz, der Freelancer und Festangestellte zusammenbringt, ob im Verlagswesen, im Rundfunkbereich oder bei den Neuen Medien. Wir müssen Methoden entwickeln, mit denen rechtlose MedienarbeiterInnen geschützt und die Position von uns allen gestärkt werden. Unsere Arbeitsbedingungen und Löhne verbessern können wir nur mit einem berufsübergreifenden Syndikat der Medienbranche, in dem sich JournalistInnen, FotografInnen, ÜbersetzerInnen, AutorInnen, IllustratorInnen, TechnikerInnen, Büro- oder Reinigungskräfte, Vertriebspersonal usw. gemeinsam organisieren.

    Was heißt das konkret?
    Die Sektion soll Hilfe und Schutz bei individuellen und kollektiven Arbeitskonflikten bieten, ob ausstehende Honorare oder betriebliche Probleme. Sie soll auch ein Raum sein, in dem sich MedienarbeiterInnen über ihre spezielle Situation austauschen können. Gerade der Medienbereich stellt Gewerkschaften vor besondere Probleme: der allgemeine Umbruch durch die Digitalisierung, die hohe Quote an Freelancern ohne (festen) Arbeitsvertrag, die virtuelle Organisation der Arbeit, bei der viele keinen gemeinsamen Arbeitsplatz haben, etc.. Im Vordergrund unserer zukünftigen Arbeit soll daher die Entwicklung neuer gewerkschaftlicher Handlungsansätze stehen.

    Virtuelle Ansätze
    Neben der Betriebsarbeit, dem Aufbau von Betriebsgruppen und betrieblichen Konflikten wollen wir der besonderen Situation von Freelancern Rechnung tragen. Die virtuelle Arbeitsorganisation erfordert einen Ansatz, der sich nicht auf betriebliche Zugehörigkeiten beschränkt. Dazu gehört die konkrete Unterstützung vereinzelter MedienarbeiterInnen (z.B. bei Verhandlungen, Honorarforderungen, Urheberrechtskonflikten) ebenso wie die Dokumentation und Wahrung von Honorarstandards bei Auftraggebern. Nicht zuletzt wollen wir Freelancer (ortsunabhängig) mit Festangestellten (vor Ort) zusammenbringen und gemeinsame Forderungen entwickeln.

    Mit offenen Augen
    Die Vereinzelung von MedienarbeiterInnen ist auch ein Ausdruck mangelnden Bewusstseins über die eigene Lohnabhängigkeit. Für viele ist Freiberuflichkeit ein Symbol der Unabhängigkeit und eine Eintrittskarte, um in der begehrten Medienbranche zu arbeiten. Doch gerade FreiberuflerInnen sind oftmals besonders abhängig, denn sie sind gegeneinander ausspielbar und erpressbar. Zugleich mangelt es ihnen, die nicht sozialversichert sind, häufig an sozialer Absicherung. Hier wollen wir Aufklärung leisten und die Betroffenen über ihre Rechte und die Vorteile kollektiven Handelns informieren. Auch streben wir die Bildung von Netzwerken für rechtliche Beratungen an.

    Stellung beziehen
    Nicht nur weil sich die Medienbranche im Umbruch befindet, auch weil sie eine wichtige, meinungsbildende Funktion in der Gesellschaft einnimmt, wollen wir uns politisch einmischen. So möchten wir etwa Positionen zum Urheberrecht formulieren, das uns als Freischaffende betrifft, und Perspektiven für eine arbeitsrechtliche Absicherung von FreiberuflerInnen und Scheinselbständigen entwickeln. Dabei gilt es vor allem, die Auftraggeber in die Verantwortung zu nehmen. Außerdem fragen wir uns, wie wir als Gewerkschaft kritische Medienarbeit fördern können. Unter Umständen ist auch ein Zusammenarbeit mit linken, selbstverwalteten Medienbetrieben möglich.

    Wie es läuft
    Die Sektion ist eine Untergliederung des Allgemeinen Syndikats der FAU Berlin. Daher gelten auch die basisdemokratischen Regeln der FAU Berlin. Als Sektion genießen wir Handlungsautonomie: Uns betreffende Entscheidungen werden also ausschließlich von den Sektionsversammlungen getroffen. Auch unsere Betriebsgruppen sind autonom in ihren Belangen. Arbeitsgruppen und ReferentInnen, über die wir Positionen erarbeiten und in die Öffentlichkeit tragen, werden dagegen gewählt und sind rechenschaftspflichtig. Mittelfristig streben wir, zusammen mit den KulturarbeiterInnen der FAU Berlin, die Bildung eines autonomen Kultur- und Mediensyndikats an.

    Habt Ihr „Syndikat“ gesagt?
    Mit „Syndikat“ meinen wir einen anderen Typ von Gewerkschaft als hierzulande bekannt: basisdemokratisch, kämpferisch, solidarisch. Die Mitglieder, nicht ein Funktionärsapparat, sollen über die Forderungen, Vorgehensweisen und Ziele entscheiden. Das Syndikat soll ein Raum sein, in dem Menschen sich selbst befähigen und verbindlich Solidarität miteinander üben. Wir wollen das Streben nach konkreten Verbesserungen im Betrieb mit einer antikapitalistischen und selbstorganisierten Umgestaltung der Gesellschaft verbinden. Als Teil der FAU Berlin bilden wir daher mit anderen Sektionen eine Organisation, um die gesellschaftliche Veränderung durch parallele Kämpfe von unten durchzusetzen.

    Wer kann sich angesprochen fühlen?
    Die Sektion wendet sich an alle Beschäftigten und Freelancer im Medienbereich. Dazu zählen wir das Presse- und Verlagswesen einschließlich seiner Vertriebsstrukturen, den Rundfunk, Webpublikationen und Social Media sowie den Werbe- und PR-Bereich. Wenn Du in oder für diese Branche arbeitest, bist du bei uns richtig. Sei es als JournalistIn, RedakteurIn, AutorIn, ÜbersetzerIn, LektorIn, LayouterIn, FotografIn oder IllustratorIn. Sei es als AdministratorIn, TechnikerIn, Büro- oder Reinigungskraft, VertriebsassistentIn, VertreterIn, ZeitschriftenverkäuferIn, BuchhändlerIn, WerbetexterIn oder BloggerIn. Auch als derzeit erwerblose/r MedienarbeiterIn bist Du bei uns willkommen.

    Kontakt zur Initiative: faub-medien@fau.org

    Außerdem: Diskussionsveranstaltung am 25. Januar 2013

    „Digital ist besser?“
    Diskussionsveranstaltung zur Medienbranche
    Mit VertreterInnen verschiedener Berufsgruppen im Medienbereich.
    Weitere Infos gibt es zeitnah auf unserer Homepage.
    Im FAU-Lokal | Lottumstr. 11 | 10119 Berlin

    http://www.fau.org/artikel/art_121212-172543

    • Granado permalink
      21. Dezember 2012 10:48

      Häh? Das Kultur- und Mediensyndikat wird „angereichert“, wird Sektion, teilt sich, schließt sich wieder zusammen, wird wieder Kultur- und Mediensyndikat?

      • erklärbär permalink
        22. Dezember 2012 22:19

        in berlin gibt es zurzeit nur ein syndikat: das allgemeine. dieses hat untergliederungen namens sektionen, unter anderem die kultursektion. die medien sektion ist keine „teilung“, sondern eine neue sektion. laut eigener darstellung strebt die fau berlin in zukunft, neben dem asy, weitere autonome syndikate an. ein solches syndikat könnte wiederum aus verschiedenen sektionen bestehen, zum beispiel kultur, medien, kunst usw. bei anderen gewerkschaften würde man das wohl „fachbereiche“ nennen. ist also alles logisch.

      • anarchistin permalink
        23. Dezember 2012 15:37

        die autonomen syndikate wurden in der FAU berlin vor einigen jahren abgeschafft, weil im allgemeinen syndikat einige leute waren, die sich den führungskadern nicht unterordnen wollten. dafür wurden dann „sektionen“ erfunden.

      • erklärbär permalink
        23. Dezember 2012 16:41

        chapeau! das ist nocht nicht einmal halbwissen. ich bin aber mal so frei, licht ins dunkel zu bringen: die branchensyndikate hatten sich damals selbst aufgelöst zugunsten eines neuen asy, weil das alte asy im zuge von streitigkeiten und finanzproblemen implodiert war. den scherbenhaufen durfte das neue asy dann wegkehren. und die sektionen entstanden erst später im zuge eines neues modells, das branchenspezifische arbeit ermöglichen soll, die bildung autonomer syndikate aber an stabilere voraussetzungen knüpft. die entwicklung der faub gibt diesen entscheidungen recht.

      • Granado permalink
        23. Dezember 2012 19:19

        Das alte Kultursyndikat wurde schon einmal zum Kultur- und Mediensyndikat erweitert bzw. umbenannt, weil es genau die jetzt benannten „Medienberufe“ von Anfang an einschloss; dann auch noch weitere nach Affinitätsgefühl (darum „angereichert“). Es handelt sich also jetzt nur um PR-Geklapper. Wohl bekomm’s!

      • punk permalink
        23. Dezember 2012 23:05

        tuning by doing http://www.youtube.com/watch?v=GkFrSzx5A4E

      • Rotkäppchensekt und der böse Fleischwolf permalink
        23. Dezember 2012 23:27

        Alle Jahre wieder kloppt die Cargokultgewerkschaft FAU ihr Modell aus Holz in die Tonne und erfindet sich immer neu, Statutengedönse usw.

        Hört Ihr auch schon das Gezeter?

        „Sektionierer!“ ……. „Sektionentümler!“ ……. „Gründe doch Deine eigene Sektion!“ …….. „Sektionenselbsthilfegruppenchef!“ …….. „Obersektion statt Untersektion!“ ……. „Alle Macht dem Sektionenrat!“ ……. „Ich hab alle Sektionen lieb!“ ……..

  9. Klimachaos: Der Kampf gegen Exxon, BP & Co. permalink
    20. Dezember 2012 23:04

    Klimachaos: Der Kampf gegen Exxon, BP & Co.

  10. exportfixierte deutsche Wirtschaftsmodell kann nicht ohne Verschuldungsprozesse im Ausland funktionieren permalink
    21. Dezember 2012 21:19

    Quelle: http://www.heise.de/tp/artikel/38/38239/1.html
    Der Exportüberschussweltmeister

    Tomasz Konicz, Telepolis 21.12.2012

    Das exportfixierte deutsche Wirtschaftsmodell kann nicht ohne die Verschuldungsprozesse im Ausland funktionieren, die in der deutschen Öffentlichkeit so vehement kritisiert werden

    Mit ihrer immer weiter forcierten extremen Abhängigkeit vom Außenhandel nimmt die Bundesrepublik inzwischen eine Ausnahmestellung innerhalb der großen Industrieländer ein. Diese Dominanz des Exportsektors kommt auch in der extensiven Berichterstattung über die Entwicklung der Ausfuhren zum Ausdruck, bei der inzwischen im Monatsrhythmus über die neuesten Erfolge oder Rückschläge der „Deutschland AG“ auf dem Weltmarkt Bericht erstattet wird.
    Zuletzt bildete die Veröffentlichung der entsprechenden Zahlen für das dritte Quartal 2012 durch das Statistische Bundesamt eine gute Gelegenheit für viele Wirtschaftsblätter, das fortgesetzte deutsche Exportwunder zu feiern. Trotz der Eurokrise hätten die deutschen Exporte im dritten Quartal dieses Jahres „kräftig“ zugelegt, berichtete etwa die Welt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum seien die Ausfuhren zwischen Juli und September 2012 um 3,6 Prozent auf 275,4 Milliarden Euro angestiegen. Dabei seien es vor allem die Exporte ins „außereuropäische Ausland“, die mit einem Anstieg von 9,9 Prozent das deutsche Exportwachstum beflügelten, bemerkte das Handelsblatt. Die Bild-Zeitung meldete schon Ende November stolz, dass der deutsche Export bereits die „1 Billion-Euro-Schallmauer“ durchbrochen habe. Im gesamten Jahr 2012 werden sich die Ausfuhren sogar auf rund 1,1 Billionen Euro summieren.
    Tatsächlich hat es die Exportindustrie der Bundesrepublik bisher vermocht, mittels einer Umleitung der deutschen Exportströme die Ausfuhreinbrüche in der Eurozone zu überkompensieren

  11. Landesweite Ausschreitungen --- Zwei Tote bei Plünderungen in Argentinien permalink
    22. Dezember 2012 16:46

    Landesweite Ausschreitungen
    Zwei Tote bei Plünderungen in Argentinien

    Bei Plünderungen von Supermärkten in mehreren Städten Argentiniens sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Die beiden Opfer seien am Freitag in den Städten Rosario und Villa Gobernador Gálvez im Zentrum des Landes getötet worden, wo eine Menschenmenge rund 20 Supermärkte angegriffen habe, sagte der Minister für Sicherheit in der Provinz Santa Fe, Raúl Lamberto. 25 Menschen seien zudem verletzt worden – andere Quellen berichten von weit mehr Verletzten.

    Lamberto betonte, die Plünderungen seien kein sozialer Protest, sondern Vandalismus. Die beiden Opfer wurden demnach durch einen scharfen Gegenstand oder Schüsse getötet. Offenbar gab es Hunderte Festnahmen.

    In der Stadt San Fernando in der Provinz Buenos Aires ging die Polizei mit Gummigeschossen gegen eine Menschenmenge vor, die einen Supermarkt überfallen wollte. Ein Beamter wurde Behördenangaben zufolge von einer Brechstange am Kopf getroffen und schwer verletzt. Bei den Zusammenstößen in San Fernando seien rund 380 Menschen festgenommen worden, hieß es. Vor allem Jugendliche hatten Steine in die Schaufenster geworfen und die Läden leergeräumt.

    Die Regierung beschuldigte den von Hugo Moyano angeführten oppositionellen Gewerkschaftsverband CGT, die Unruhen angestiftet zu haben. Moyano wies die Anschuldigungen zurück und machte die Regierung von Präsidentin Cristina Kirchner verantwortlich, weil sie die sozialen Probleme des Landes nicht löse.
    Erinnerungen an Finanzkrise

    Die Unruhen weckten Erinnerungen an die Krawalle während der argentinischen Finanzkrise im Jahr 2001, bei denen Dutzende Menschen ums Leben kamen. Aus Angst vor weiteren Plünderungen wurden einige Läden geschlossen.

    Die Plünderungswelle hatte am Donnerstag in dem Skiort Bariloche in Patagonien begonnen, wo Dutzende Menschen Fernseher und andere Elektronikgeräte aus einem Supermarkt mitnahmen. Die Regierung stationierte daraufhin 400 Militärpolizisten in der Stadt, um für Ruhe zu sorgen. Die Plünderungen dehnten sich aber am Freitag auf mindestens fünf weitere Städte aus.

    Argentinien zehn Jahre nach dem Staatsbankrott (04.08.2012) [video]
    http://www.tagesschau.de/ausland/argentinien202.html

    http://www.tagesschau.de/ausland/argentinien210.html

  12. DESCHNER VOLLENDET SEIN MONUMENTALWERK: 10. BAND DER "KRIMINALGESCHICHTE DES CHRISTENTUMS" UND "DIE POLITIK DER PÄPSTE" ERSCHEINEN IM FRÜHJAHR 2013 permalink
    22. Dezember 2012 22:26

    DESCHNER VOLLENDET SEIN MONUMENTALWERK: 10. BAND DER „KRIMINALGESCHICHTE DES CHRISTENTUMS“ UND „DIE POLITIK
    DER PÄPSTE“ ERSCHEINEN IM FRÜHJAHR 2013

    Im März 2013 ist es endlich so weit: Mit dem Erscheinen von Band 10 der „Kriminalgeschichte des Christentums“ findet Karlheinz Deschners monumentale Anklageschrift gegen die „Religion der Nächstenliebe“ ihren krönenden Abschluss. Das Buch umfasst 416 Seiten und wird im Handel 26,95 Euro kosten. Wie schon zu den vorangegangenen Bänden wird der Rowohlt-Verlag auch zum 10. Band eine ausführliche Begleitbroschüre herausbringen. Weitere Informationen hierzu sowie zur Festveranstaltung, die die gbs zu Ehren Deschners im März organisieren wird, folgen in einem unserer nächsten Newsletter.

    Zeitgleich mit der Veröffentlichung des 10. Bandes der Kriminalgeschichte wird im Alibri Verlag eine erweiterte Neuauflage des Deschner-Buchs „Die Politik der Päpste“ erscheinen. Das voluminöse Werk (etwa 1.200 Seiten) ist gewissermaßen der „inoffizielle 11. Band der Kriminalgeschichte des Christentums“, schließt es doch mehr oder weniger exakt an den Schluss des 10. Bandes (Ende des 18. Jahrhunderts) an. Die Darstellung beginnt in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als die katholische Kirche politisch an Macht verliert und naturwissenschaftliche Erkenntnisse die Grundlagen des Glaubens weithin erschüttern.

    Deschner führt die Untersuchung von Pontifikat zu Pontifikat: von Pius IX., dem Verkünder
    päpstlicher Unfehlbarkeit, zu dem wieder die Weltherrschaft erstrebenden Leo XIII.; weiter zu Pius X., der Österreich 1914 anspornen lässt zum Krieg gegen Serbien, und zu Benedikt XV., der den Vatikan zu einem der Kriegsgewinnler macht. Sein einflussreicher Nachfolger Pius XI. unterstützt Mussolini, Hitler, Franco, den Spanischen Bürgerkrieg. Und Pius XII. setzt diesen antikommunistischen Kurs fort – zur Verfolgung und Vernichtung der Juden fast ausnahmslos schweigend und die Ermordung orthodoxer Serben durch die katholische Ustascha in Kroatien widerspruchlos duldend.

    Deschner weist nach, dass die Stellvertreter Gottes auch in dieser Epoche stets auf der Seite jener Mächtigen standen, von denen sie sich Unterstützung für ihre imperialen Ziele erhofften. Mit Johannes XXIII. und dem II. Vatikanischen Konzil änderte sich das nicht wesentlich. Paul VI. setzte alles daran, den sogenannten Reformgeist zu zähmen, und Johannes Paul II. kehrte endgültig zur Machtpolitik unter konservativem Vorzeichen zurück.

    „Die Politik der Päpste“ erschien erstmals als zweibändige Ausgabe unter dem Titel „Ein Jahrhundert Heilsgeschichte“ (1982) und wurde 1991 in einer erweiterten Fassung neu aufgelegt. Für die Neuausgabe zeichnet Michael Schmidt-Salomon die Entwicklung seit dem Ende des real existierenden Sozialismus nach.

    Der Band wird im Buchhandel 59 Euro kosten, kann jedoch ab sofort zum günstigeren Subskriptionspreis von 49 Euro direkt beim Verlag bestellt werden (1.100 Seiten Aufklärung für weniger als eine Tankfüllung – das lohnt sich, wie wir meinen, allemal!): http://www.alibri-buecher.de/Buecher/Kirchenkritik/Karlheinz-Deschner-Die-Politik-der-Paepste::429.html

  13. Granado permalink
    23. Dezember 2012 12:58

    http://www.heise.de/tp/blogs/2/print/153419
    Offshore Windkraft wird zur öffentlichen Baustelle
    Bei fehlendem Netzanschluss haften die Stromkunden
    Matthias Brake 23.12.2012

    http://www.heise.de/tp/blogs/8/print/153416
    Arme sollen weniger klagen
    Ein Gesetzentwurf der Bundesregierung würde den Zugang zu Beratungs- und Prozesskostenhilfe für Menschen mit niedrigen Einkommen erschweren

    http://www.hintergrund.de/201212212396/politik/inland/der-tod-von-oury-jalloh-immer-noch-nicht-geklaert/drucken.html
    Der Tod von Oury Jalloh immer noch nicht geklärt
    Von REDAKTION, 20. Dezember 2012

    http://www.jungewelt.de/2012/12-19/029.php?print=1
    19.12.2012 / Kapital & Arbeit / Seite 8
    »Genossenschaftsvorstände haben zu viel Macht«
    Kooperativen brauchen mehr Einfluß der einfachen Mitglieder. Geltendes Gesetz fördert Entdemokratisierung. Ein Gespräch mit Sigurd Schulze
    Jana Frielinghaus
    Dr. Sigurd Schulze ist Sprecher der Initiative »Genossenschaft von unten«

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/dumpingloehne-im-cockpit-von-air-berlin-a-874150-druck.html
    21. Dezember 2012, 16:03 Uhr
    Air Berlin: Hungerlohn im Cockpit
    Von Tina Friedrich
    Traumberuf Pilot? Das war einmal. Auf Air-Berlin-Flügen werden Cockpitbesatzungen immer häufiger zu extrem niedrigen Gehältern beschäftigt. Manchen Co-Piloten bleibt wenig mehr als das Existenzminimum.

    http://www.beispielklagen.de/IFG020.html
    Mit der Einführung der Hartz-IV-Gesetze kam es zu einem rasanten Anstieg von Mitnahmeeffekten bei der Vergabe der Sozialleistungen…
    Als ein Beispiel rechtlich bedenklicher Maßnahmeträger soll hier ein Sozialkaufhaus aus Hagen/Iserlohn vorgestellt werden: Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft Werkhof gem. GmbH
    http://www.lokalkompass.de/hagen-vorhalle/politik/ermittlungsverfahren-gegen-geschaeftsfuehrer-des-werkhof-wegen-moeglicher-steuerhinterziehung-d245258.html
    Ermittlungsverfahren gegen Geschäftsführer des Werkhof wegen möglicher Steuerhinterziehung

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/schaeuble-plant-umfangreiches-sparprogramm-nach-der-bundestagswahl-a-874178-druck.html
    21. Dezember 2012, 16:51 Uhr
    Haushalt nach der Bundestagswahl: Schäuble plant umfangreiches Sparprogramm
    …schlagen die Beamten des BMF unter anderem vor, den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent abzuschaffen und auf alle Waren und Dienstleistungen nur noch den regulären Tarif von 19 Prozent zu erheben.

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