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DGB finanziert den CDU Bundesparteitag mit

6. Dezember 2012

sponsorentafel cdu dgbWie man Anhand der Sponsorentafel für den CDU-Bundesparteitag leicht erkennen kann, taucht der DGB auf der Sponsorenliste des CDU-Parteitages auf. Das heißt: Mit Gewerkschaftsbeiträgen der DGB-Mitgliedern finanzieren diese die CDU und deren Wahlkampf für Merkel mit. Das Bekanntwerden dieses „Sponsoring“ hat nun zu erster Empörung unter Mitgliedern der DGB-Gewerkschaften geführt. Auf Facebook ist eine eigene Seite entstanden, die die Finanzierung der CDU mit Gewerkschaftsgeldern scharf kritisiert. Die Seite „Keinen Cent vom DGB für die CDU“ informiert zudem über die lächerliche Rechtfertigung des DGB, nachdem das Sponsoring öffentlich geworden ist: „Der DGB Bundesvorstand argumentiert mit den CDU Mitgliedern und Wählern, die mehrheitlich für einen Mindestlohn seien und verweist darauf, dass es einen Arbeitnehmerflügel in der Partei gibt. Das ist auch viel wichtiger, als die Tatsache, dass die CDU seit 2005 einen Mindestlohn verhindert. Und sich stattdessen als Mutter Theresa der deutschen Finanzwirtschaft präsentiert.“ Weiterhin kann man auf dieser Seite an einer Abstimmung darüber teilnehmen, auf welche Weise man beim DGB Druck ausüben kann, auf das dieser das CDU Sponsoring künftig unterlässt. Die Antworten reichen von „Telefonterror bei der DGB-Bundeszentrale“ bis zu „Erschießen“.

screen abstimmungNatürlich haben auch die Stimmen Recht, die nun einwenden, das der DGB „doch schon immer so war“. So ist er nämlich wirklich schon immer. Doch bringt die Empörung vielleicht den einen oder anderen Kollegen dazu, die Notwendigkeit einer dem sozialpartnerschaftlichen Prinzip verpflichteten Gewerkschaft zu hinterfragen und sich von den gewerkschaftlichen CDU-Sponsoren und ihren lauen Reförmchen abzuwenden und sich stattdessen mit wirklichen klassenkämpferischen gewerkschaftlichen Bewegungen wie dem Syndikalismus zu beschäftigen.

Hier geht es zur Facebook-Seite „Keinen Cent vom DGB für die CDU“

Siehe auch: Vormaliger Funktionär Volker Bräutigam tritt aus DGB und ver.di aus vom 11. November 2012 auf dem Syndikalismus-Blog.

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  1. Lass ein Wunder geschehen permalink
    8. Dezember 2012 01:24

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