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„Bild“-Zeitung attackiert Ralph Boes

6. Dezember 2012

ralfNach dem Auftritt von Ralph Boes in einer Talkshow macht die „Bild“-Zeitung nun gegen den Erwerbslosen Front: Der 55-Jährige lebe „seit Jahren auf Staatskosten, lehnt sämtliche Jobangebote ab – und prahlt damit auch noch stolz im Fernsehen“. Boes war bundesweit mit seinem „Sanktionshungern“ bekannt geworden, eine Aktion, mit der er auf das Strafsystem für Hartz-Bezieher aufmerksam machen wollte. Vor wenigen Tagen hatte er sein „Sanktionshungern“ beendet – und war am Dienstagabend zu Gast bei „Menschen bei Maischberger“.

Dort habe er, bedient nun „Bild“ die sattsam bekannten Vorurteile, seine „Totalverweigerung“ mit „dummdreisten Thesen“ versucht zu erklären. „Wer ist der Mann, der so schamlos unser Sozialsystem ausnutzt?“, fragt das Blatt rhetorisch und bezeichnet Boes als „Hartz-IV-Schnorrer“. Boes selbst sagte zu seinem Auftritt in der Talkshow, dieser sei „für den Anfang“ nicht ganz schlecht gewesen. „Was kann man schon sagen, wenn einem permanent ins Wort gefallen wird? Ich denke, ich habe das Wichtigste gesagt“, schreibt er auf Facbeook.

Unterdessen hat die Bundesregierung ihre Haltung zu den Sanktionen für Hartz-Bezieher unterstrichen. In einer Antwort auf eine Anfrage der Linksfraktion heißt es, „das Einfordern von eigenen Anstrengungen zählt zu den Grundprinzipien bedarfsabhängiger und am Fürsorgeprinzip orientierter Sozialleistungen“. Dieses Prinzip sei „gesellschaftlich anerkannt“. Wiederholte Verstöße gegen „die Selbsthilfeobliegenheit führen daher folgerichtig zu verstärkten Sanktionen“. Nach Ansicht von Kritikern des Sanktionssystems würden die Strafen seit dem Hartz-Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2010 „ganz oder teilweise für verfassungswidrig erachtet“.

Im vergangenen Jahr waren durch Jobcenter bundesweit über 912 000 Sanktionen gegen Erwerbslose verhängt worden – mehr als je zuvor, inzwischen ist erstmals binnen zwölf Monaten die Millionengrenze erreicht worden, und das trotz zurückgehender Zahlen von Beziehern der Leistungen.

Quelle: Neues Deutschland

6 Kommentare leave one →
  1. Arbeit macht dumm permalink
    6. Dezember 2012 23:18

    Maischberger – Wer arbeitet ist der dumme?

  2. Anonymous permalink
    9. Dezember 2012 11:24

    klasse Beitrag von Raph Boes und auch klasse von dieser Seite hier,dies hier in einem anderem Licht zu zeigen als es die „bild-medienpropaganda“ darstellt.

    bei diesen system-vasalen wie bildzeitung und maisbergertvshow kann man nur den Kopf schütteln und den Brechreiz unterdrücken

  3. 12. Dezember 2012 02:28

    Lieber Herr Boes!

    Dieses Schreiben mußte einfach an das königlich – bayerische Finanzministerium hinaus!
    Versuche, Ihre Sache zu unterstützen.

    Herzlichst
    Ihr Peter Friedrich

    Gesendet: Dienstag, 11. Dezember 2012 um 19:01 Uhr
    Von: „peter friedrich“
    An: minister@stmf.bayern.de
    Betreff: Maischberger – Sendung mit Ralph Boes / Deus SUV est? Gewinner und Porschefahrer!
    Guten Tag, Herr Minister Söder,

    Habe diese Maischberger – Sendung mit einiger Bestürzung verfolgt.
    Möchte mich gleich konkret auf Ihre Aussage beziehen, mit der Sie betonten, ein Verhalten wie das von Herrn Boes gewissermaßen nicht mitbezahlen zu wollen.
    Mit dieser Aussage griffen Sie effektvoll eine bestimmte Stimmungslage in Teilen der Bevölkerung auf und verstärkten diese Stimmungslage damit auch rückwirkend in diese Bevölkerungsschicht hinein.
    Ganz offensichtlich setzt sich Herr Boes für eine menschenwürdige Gesellschaft ein, seine Vorträge und Aussagen lassen sich gewiß nicht als gemeinschädlich einschätzen. Ganz im Gegenteil geht es ihm darum zu erkennen, daß der Mensch mehr ist und mehr sein muß als ein Objekt, mithilfedessen sich geschickterweise, gerissenerweise das eine große Ziel, der Große SUV, das Goldene Kalb, das Maß aller Dinge erreichen läßt: Mache aus Geld noch mehr Geld.
    Daß diese Denkweise sich im sittlich – ländlichen Bayern noch nicht so etabliert hat wie andernorts, daß man – wie vielleicht in Ihrem eigenen Fall – noch in harmloseren Kategorien denkt, das wäre ja freundlich anzuschauen.
    Leider aber greift in der brutalen Realität besagtes Zweckdenken in einer so brandgefährlichen, ja faschistoiden Weise um sich, daß wir überhaupt nicht dankbar genug sein können für Menschen wie Ralph Boes und SIE GAR NICHT GENUG UNTERSTÜTZEN KÖNNEN.
    Wir sind gerade heftigst dabei, eine schizoide Gesellschaft aus Gewinnern und Porschefahrern zu generieren („Die im Dunkeln sieht man nicht“, Bertoldt Brecht). Wer aber noch menschliche Empfindungen hat, darf sich einmal das Alptraumszenario ausmalen, wie es denn wäre, würde er selber oder etwa jemand aus seiner Familie irgendeinmal wirklich angewiesen sein auf menschliche Wärme, auf Güte und bedingungslose Hilfe. So ein Gewinner und Porschefahrer jedenfalls wird es nicht nötig haben, einem für den Industriestandort Deutschland wertlosen Subjekt die Hand zu reichen! Der gedankliche Sprung (in der Schüssel) liegt darin anzunehmen, daß sich ja wohl immer ein mildtätiger Mensch, eine Krankenschwester o. ä. finden wird. Besagte Krankenschwester ist aber (mit ihrem traurigen Einkommen für ihre aufreibende Arbeit) ihrerseits latent in Gefahr, ebenfalls ein besagtes wertloses Subjekt zu werden. Demzufolge müßte auch sie aus unserem gesellschaftlichen Paradigma heraus (das Sie, Herr Minister Söder, in der Maischbergersendung brühwarm vertreten haben) schnellstens folgendes und auch nur noch jenes eine tun: Sie müßte aus Geld noch mehr Geld, noch viel mehr Geld machen!

    Würde mich über die Courage zu einer persönlichen Antwort sehr freuen, lasse Ihnen in der Anlage einfach mal einige andere meiner Schreiben der letzten Zeit zukommen, möglicherweise interessiert es Sie ja.

    Freundliche Grüße
    Ihr Peter Friedrich

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    möchte meinen Leserbrief beziehen auf Ihren Artikel „Tod beim Nähen: Inferno in Textilfabrik“ und dem entsprechenden Leserbrief von Eduard Pelzer vom letzten Wochenende:

    Völlig zu Recht weist H. Pelzer auf die empörende Situation von kontinentübergreifender Ausbeutung von Menschen in benachteiligten Ländern zwecks Billigproduktion für die Discounterketten hin. Auf eine abstoßende Weise läßt sich diese Empörung noch steigern.
    So kann es sich etwa ein Teil unserer Bevölkerung leisten, allein für ihr Automobil Beträge von – sagen wir – 50.000 Euro, 100.000 Euro oder noch viel mehr auszugeben, während ein anderer Teil kaum das Nötigste zum menschenwürdigen Leben aufbringen kann. Die genannten „Besseren“ prahlen also mit ihren geleckt – gelackten Fahrzeugen durch die Innenstädte, während die Verlierer des bösen Spiels begreifen müssen, daß das „Zuviel“ auf der einen Seite mit einem „Zuwenig“ auf der anderen zu tun hat. Es gehört tragischerweise nach wie vor auch in unserer „christlich“ sich nennenden gutbürgerlichen Gesellschaft zum „Guten Ton“, sich geflissentlich NICHT darum zu kümmern, ob vielleicht Menschen in ihrer Nachbarschaft kaum die Schulbücher oder die medizinische Behandlung ihrer Kinder bezahlen können – und das gerade bei denjenigen, die so recht eigentlich nicht wissen, was sie mit ihrem Geld anfangen sollen. So mag den Benachteiligten nichts anderes zu tun bleiben, als sich bei den Discountern mit dem Notwendigsten zu versorgen, manchmal auch mit einem (im Prinzip begründeten) schlechten Gewissen, jedoch – was bleibt ihnen sonst übrig?
    So weit, so problematisch.
    Umso unerträglicher ist es dann mitanzusehen, wie die Herrschaften mit ihren Sport – und Protzautos, mit SUV, Limousine und Cabrio ihrerseits bei den Discountern vorfahren und sich abermals bereichern – auf Kosten von Mensch und Natur!
    P. S.:
    Denken ließe sich ein exotisches Weihnachtswunder in der Art, daß jemand z. B. für ein besonders prestigeträchtiges Auto die angenommenen 100.000 Euro auszugeben bereit war, sich dann aber einen voll funktionsfähigen Wagen etwa für 10.000 oder 20.000 Euro zulegt und all das überschüssige Geld ärmeren Menschen zukommen läßt, sei es in seiner Nachbarschaft oder im Slum von Bangladesh…

  4. Klaus permalink
    11. Januar 2013 14:22

    1. PFLICHTZEILE FÜR KOMMENTARE
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  5. +++ BILDnotwelcome +++ BILDnotwelcome +++ BILDnotwelcome +++ BILDnotwelcome +++ BILDnotwelcome +++ BILDnotwelcome +++ BILDnotwelcome +++ permalink
    2. Oktober 2015 13:52

    BILDnotwelcome

    #BILDnotwelcome – Wie Deutschlands Hetzblatt aus dem Flüchtlingselend Kapital schlagen will
    Verantwortlich: Jens Berger

    Es gibt Ideen, die sind so grotesk, dass man sich langsam ernsthaft fragt, ob die Welt um einen herum nun völlig durchgedreht ist. Die Idee, dass ausgerechnet Springers Hetzblatt BILD eine Solidaritätskampagne für Flüchtlinge veranstaltet, gehört zweifelsohne dazu. An diesem Wochenende sollten, so der ebenso groteske, wie geniale, Plan der BILD, sämtlich Fußballklubs der ersten und zweiten Bundesliga mit Aufnähern auf dem Trikots auflaufen, auf denen neben dem „WIR HELFEN“ Slogan auch noch das Logo der BILD und des Sponsors Hermes prangen – eine Werbekampagne für BILD, bei der das Flüchtlingselend Mittel zum Zweck ist. Offenbar hat BILD diesmal jedoch den Bogen überspannt. Angefangen mit dem FC St. Pauli haben sich aktuell bereits sechs Zweitligisten öffentlich geweigert, an der BILD-Werbekampagne teilzunehmen und auch die großen Erstligaklubs sehen sich einem massiven Fanprotest ausgesetzt. Gut so! Seltsamerweise verliert jedoch niemand ein kritisches Wort über die Verantwortlichen dieser unsäglichen Aktion: Den Profifußballverband DFL. Von Jens Berger

    Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

    [audio src="http://www.nachdenkseiten.de/upload/podcast/150918_BILD_not_welcome_NDS.mp3" /]

    Es wäre natürlich löblich, wenn der Profifußball seine gesellschaftliche Rolle stärker dafür nutzen würde, um Fremdenfeindlichkeit und den Ursachen für Flucht und unfreiwilliger Migration die rote Karte zu zeigen. Viele Klubs tun dies auch seit Jahren – allen voran die von BILD so scharf kritisierten Kiezkicker vom FC St. Pauli. Es spräche auch gar nichts dagegen, wenn die Bundesligaklubs an einem Spieltag einmal die Werbung von ihren Trikots nehmen und durch einen Slogan gegen Fremdenfeindlichkeit ersetzen würden. Die DFL dafür hat alle Möglichkeiten in der Hand und die nötigen Mittel besitzt der steinreiche Profifußballverband ohnehin. Eine Vorlage dafür gab es bereits in der Saison 1992/1993, als sämtliche Klubs am letzten Vorrundenspieltag als Reaktion auf die Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen in einem Trikot mit dem Slogan „Mein Freund ist Ausländer“ antraten. Diese Aktion war wohlgemerkt eine Aktion des DFB. Doch diese Zeiten sind vorbei. Seit 2001 trägt nicht mehr der DFB, sondern der Profiklubverband DFL die Verantwortung für die beiden obersten Ligen.

    In der Saison 2012/2013 startete auch die DFL eine Trikotaktion gegen Fremdenfeindlichkeit und für Integration mit dem Slogan „Geh Deinen Weg“ – bereits diese Aktion war keine reine Fußballinitiative, sondern ein Gemeinschaftsprojekt des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger und der Telekom. Im Vorstand der Deutschlandstiftung Integration, die „Geh Deinen Weg“ initiierte, saß auch eine stellvertretende Chefredakteurin der BILD, die diese Kampagne aktiv begleitete. Die aktuelle Kampagne „WIR HELFEN“ ist sogar eine reine BILD-Kampagne, bei der sogar das Logo der BILD mit auf den Kampagnen-Aufnähern zu sehen ist. BILD engagiert sich gegen Fremdenfeindlichkeit? Selten so gelacht. Da könnte Hecker & Koch auch eine Charityaktion für Kriegswaisen starten. Warum schaffen es eigentlich die DFL nicht, eine eigene Aktion zu starten? Eine Aktion ohne Beteiligung der BILD? Es ist eine Schande, dass der wohl zweitreichste Ligaverband der Welt sich von einer fragwürdigen Boulevardzeitung eine Kampagne aufschwatzen lässt.

    „WIR HELFEN“ ist natürlich keine Kampagne gegen Fremdenfeindlichkeit, sondern eine PR-Kampagne der BILD. Ausgerechnet das Blatt, das stetig gegen Fremde, Ausländer und generell gegen arme Menschen hetzt und gegeneinander aufstachelt, nutzt nun das elende Schicksal von Flüchtlingen, um sich selbst in einem besseren Licht darzustellen. Das ist nicht nur heuchlerisch, das ist grotesk, verachtenswert und erbärmlich. Dass der FC St. Pauli sich nicht an dieser lächerlichen Aktion beteiligt, war vorauszusehen. Dass nun auch Union Berlin, der SC Freiburg, der VFL Bochum, der 1. FC Nürnberg und der MSV Duisburg aus der Reihe der BILD-Kampagneros ausscheren, ist wunderbar. Aktuell beraten auch die Gremien anderer Klubs (u.a. Borussia Dortmund, Schalke 04 und Eintracht Frankfurt) über die Teilnahme an der BILD-Aktion. Bei zahlreichen Klubs gibt es mittlerweile teils massiven Fanprotest gegen eine Teilnahme. Sollte die Front der willenlosen BILD-Kamagneros bröckeln, könnte aus dem geplanten PR-Coup und gigantischen PR-Eigentor werden. Wahrscheinlich ist dies jedoch leider nicht.

    Die Bundesliga ist heutzutage fest eingebunden in einen Marketing- und PR-Zirkus, der seines Gleichen sucht und von der BILD mit orchestriert wird. BILD macht die Stars, BILD verschafft die Öffentlichkeit, BILD heuert und feuert Trainer, BILD sagt, wer gut spielt und wer nicht. BILD ist auch untrennbar mit einigen Spitzenklubs, wie dem FC Bayern München, und der DFL verwoben. Insofern ist es gar kein Wunder, dass nicht die DFL, sondern BILD eine Kampagne startet, der sich die DFL dann unterwirft.

    Der Protest der Fans ist daher auch in einem größeren Zusammenhang zu sehen: Es geht nicht „nur“ um eine groteske PR-Aktion der BILD, sondern um die Macht, die das Hetzblatt aus dem Hause Springer einerseits gesellschaftlich und andererseits ganz speziell im Fußball, mit all den dazugehörigen Schattenseiten, hat. Es ist an der Zeit, BILD die rote Karte zu zeigen. Liebe Fans, verschafft Euch ein Gehör und wirkt auf Euren Klub ein, sich ebenfalls nicht an der BILD-Kampagne zu beteiligen. Und sollten die Klubs Euch (wieder einmal) nicht ernst nehmen, dann zeigt Euren Protest auf Plakaten und Bannern, wie es gestern die Südtribüne des BVB getan hat. #BILDnotwelcome!

    Mehr zum Ausverkauf des Fußballs finden Sie in meinem jüngsten Buch „Der Kick des Geldes oder wie unser Fußball verkauft wird“.

    http://www.nachdenkseiten.de/?p=27605#more-27605

  6. 5. März 2016 05:30

    Heinrich Alt lobt die arbeit mit 1 Euro pro stunde, in Deutschland, eine Schande!!!

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