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There is no alternative – Kapitalismus überwinden!

4. Dezember 2012

plakatsmallDas „Anarchistische Netzwerk Südwest“ ruft zur Demonstration gegen den Kapitalismus. Unter dem Motto „There is no alternative -Kapitalismus überwinden“ soll am 22. Dezember in Mannheim für eine antikapitalistische und anarchistische Alternative gegen das kapitalistische Ausbeutungssystem demonstriert werden. Aus anderen Regionen Deutschlands gibt es bereits Teilnahmebekundungen. Aus Bochum wird eine gemeinsame Anreise via Bus organisiert. Wir stellen folgend den Aufruf des Anarchistischen Netzwerks Südwest vor.

Seit über 4 Jahren befindet sich die Weltwirtschaft in der schwersten Krise seit langem. Einhergehend mit einer massenhaften Verelendung, Arbeitslosigkeit und allgemeinen Verschärfung der Lebensbedingungen, spitzt sich diese auch in Europa – vor allem in Griechenland, Spanien und Portugal – immer weiter zu. Immer neue, schärfere und größere Sparprogramme und Rettungspakete sollen den Kapitalismus vor dem Zusammenbruch bewahren.

Das Drohszenario der Kredit- und Schuldenkrise dient der aus Europäischer Kommission, IWF und EZB bestehenden Troika zur Legitimation eines angeblich alternativlosen Spardiktats. Diese verordnete Sparsamkeit führt dazu, dass die „Sparsünder“ geradezu kaputtgespart werden. Die Folge sind massivste Einschnitte in Gesundheits- und Sozialsysteme, die die Menschen in Ländern wie Portugal, Italien, Griechenland und Spanien oftmals an den Rand ihrer Existenz drängen. Während in diesen Ländern immer wieder Widerstand in Form von Streiks und Massenprotesten gegen das EU-Krisenregime aufkommt, sieht die derzeitige Lage im „Exportweltmeisterland“ Deutschland, das bisher als Gewinner aus der Krise hervorgeht, ganz anders aus:

Die gegenüber anderen EU-Ländern aggressive Krisenpolitik der Bundesregierung ruht auf einer soliden Basis aus Gewerkschaften, die dem Standort Deutschland sozialpartnerschaftlich verbunden bleiben, einer Opposition, die sich herzergreifend um den „deutschen Steuerzahler“ sorgt, sowie nationalistischen Ressentiments in weiten Kreisen der Bevölkerung. Chauvinistische Parolen und Pauschalisierungen, wie bspw. die “griechische Regierung müsste endlich mal ‘ihre Hausaufgaben machen’” (Westerwelle) oder das Bild des „faulen Griechen“ (Bild-Zeitung), stoßen in weiten Teilen der deutschen Öffentlichkeit auf Zustimmung.

Zwar beteiligten sich hierzulande im vergangenen Jahr mehrere Tausend Menschen an antikapitalistischen Protesten wie dem europaweiten M31-Aktionstag oder auch Blockupy, doch von einem breiten Widerstand gegen das EU-Krisenregime in Deutschland kann bisher keine Rede sein. Während von der einen Seite nationalistische Stammtischparolen zu hören sind, beklagt man sich in linksliberalen Kreisen über die entfesselten Märkte und sehnt sich nach einem „gezähmten“ Kapitalismus. Mit Tobin-Steuer, Bankenverstaatlichung und einem soliden Sozialstaat soll der scheinbar vom rechten Wege abgekommene „Finanzmarktkapitalismus“ wieder in eine „produktive“, „schaffende“ soziale Marktwirtschaft überführt werden, von der angeblich alle profitieren würden.

Eine solche Kritik läuft Gefahr, letztlich mit moralischen Schuldzuweisungen Ressentiments zu bedienen. Verursacht wurde die aktuelle Krise jedoch nicht von spekulierenden Banken, Manager*innen oder den „Sozialschmarotzern“. Sie ist vielmehr ein immer wieder – mal mehr, mal weniger regelmäßig – auftretender fester Bestandteil des Kapitalismus.

Der Kapitalismus ist die einzige Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, in der der Überfluss an Gütern ein Problem darstellt. Unverkäufliche Güter können zum Ruin ihrer Besitzer*innen führen und schlussendlich zu einer Überproduktionskrise. Gleichzeitig gibt es aber auch Menschen, denen es am Nötigsten fehlt und die nicht in der Lage sind, das einzige worüber sie verfügen – ihre Arbeitskraft – zu verkaufen.

Dies führt zu der absurden Situation, dass Lebensmittel, welche nicht verkauft werden können, auf der Müllhalde landen, während andernorts Menschen Hunger leiden. Oder dass zum Beispiel in Spanien neue Häuser gebaut wurden, die nun leer stehen, da sie sich niemand leisten kann; gleichzeitig steigt die Zahl obdachloser Menschen an.

Die Produktivkräfte (sprich, die Maschinen zur Produktion von Gütern) waren in der Menschheitsgeschichte noch nie so weit entwickelt wie heute. Es wäre durchaus möglich, in einer Welt, die weder Hunger und Krieg noch Leid oder andere existentielle Ängste kennt, zu leben. Dazu wäre es nur notwendig, die Produktion der Güter bedürfnisorientiert und vernünftig in die eigenen Hände zu nehmen. Der Kapitalismus ist aber weder das Eine noch das Andere, sondern Willkürherrschaft der Warenproduktion. Im Kapitalismus zählt nur die Verwertung des Wertes, sprich das Erwirtschaften von Profit, um diesen sogleich wieder zu reinvestieren, aber nie die Bedürfnisse aller Menschen.

Anstelle dieses kapitalistischen Überlebenskampfes und dem aus ihm erwachsenen Krisennationalismus setzen wir uns für eine antinationale Solidarität zwischen allen Menschen ein, die unter den Lasten des kapitalistischen Alltagswahnsinns leiden. Alternativlos für ein Ende des alltäglichen Elends sind für uns nicht Spardiktate oder Haushaltskonsolidierungen sondern einzig „Die Überwindung aller Verhältnisse, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist“ (Marx).

Wir setzen uns ein für eine Welt, in der die Menschen ihr Zusammenleben nicht mehr nach den Zwecken von Konkurrenz und Verwertung in nationalstaatlichen Grenzen ausrichten, sondern selbstbestimmt und solidarisch in freier Vereinbarung zusammenleben. Wir wollen darum keinen „besseren“, vermeintlich „sozialeren“ Kapitalismus, sondern gar keinen!

Wir sind uns bewusst, dass ein Umsturz der Verhältnisse in Europa und erst recht in Deutschland derzeit alles andere als greifbar scheint. Trotzdem, und gerade deswegen, wollen wir unsere Kritik am Bestehenden am 22. Dezember 2012 in Mannheim auf die Straße tragen und das EU-Krisenregime sowie den kapitalistischen Alltag zumindest punktuell delegitimieren.

Denn es gibt keine Alternative: Kapitalismus überwinden!
Für eine solidarische, herrschaftsfreie Gesellschaft!

Antikapitalistische Demo | 22. Dezember 2012 | 15 Uhr | Mannheim HBF

Hinweis: Die Anarchistische Föderation RheinRuhr unterstützt den Aufruf des Anarchistischen Netzwerks Südwest und ruft zur Teilnahme an der Demonstration in Mannheim auf. Dazu haben die GenossInnen der AFRR eine Bus organisiert, der in Bochum startet. Dies sind die Daten zur Fahrt:
Abfahrt: Samstag der 22. Dezember in Bochum
Rückfahrt: Samstag der 22. Dezember 19:00 Uhr
Kosten: 16,- €
Wenn ihr mitfahren wollt schreibt ihnen über die email afrr@riseup.net

Die Sonderseite zur Demonstration findet sich hier

20 Kommentare leave one →
  1. Adporno permalink
    4. Dezember 2012 12:08

    Es gibt aber Alternativen zum sinnlosen Demonstrieren.
    Zum Beispiel kann man sich Gedanken machen, wie man die Bevölkerung erreicht, ohne sich von der Polizei abfilmen lassen zu müssen, ohne das dabei irgendwas rumkommen würde.

    Ein kleines Beispiel:
    Bei Youtube findet man oftmals eine ganze Bandbreite an Kommentaren zu den dort geposteten (Antifa) Demos. Die sind meistens negativ, ihr Chaoten.
    Aber die Mehrzahl der Kommentare unter einer Säuberungsaktion einer KZ Gedenkstätte, waren sehr viel besser. „Wenn das repräsentativ wäre, würde ich auch in die Antifa gehn“ oder „Es geht doch auch anders!“ oder „Respekt, das hätte ich dem „schwarzen Block“ gar nicht zugetraut“….

    Das beweist doch zumindest, dass soziale Bewegungen in den Hirnen der Menschen in völlig festgefahrenen Schubladen liegen. Man könnte sich’s einfach machen und sagen, sind die ja Schuld, ich bin ein so guter Mensch, ich gender sogar SMS, sollen die sich doch anpassen, diese ganzen schlimmen Menschen da draußen.

    Das hat bei Anarchisten und anarchistischen Autonomen Tradition.
    Der reine Anarchismus war nie in der Lage große Massen zu bewegen.
    Das lag m.E. daran, dass die „Köpfe“ der Bewegung lediglich aus selbstdarstellerischen Sonderlingen bestand. Diese Menschen waren eher aus psychischen Gründen „Anarchisten“, denn so hatten sie eine Rechtfertigung ihrer Geltungssucht und ihr divenhafter Lebenswandel hatte endlich Theorie und „Ziel“.
    Heute ist es im Prinzip noch genauso:

    Der Anarchismus sollte „für Alle“ da sein, ist es aber nur für die, die politisch korrekt sind, die ein paar schwarze klamotten im Schrank haben, sich die Haare färben, veganes Essen containern, eine ganz bestimmte Auswahl Musik gut finden, auf Demos so etwas praktizieren was man „Militanz nach Knigge“ nennen könnte, ihre Zentren vermüllen und beschmieren, Drogen nicht abgeneigt sind, über jeden Atemzug diskutieren müssen, und die einen stabilen Abwehrpanzer für Außenstehende haben, der aus allen möglichen Vorwürfen besteht.
    Damit dieses Bild des „phlegmatischen Studi_Anarchisten_*Innen respektive Haustier“ aufbricht, müsste sich einiges tun. Aber genau das wäre die einzige Vorraussetzung für die libertären Ideen wieder Kontakt mit der Realität aufzunehmen.
    Diese Einnischung die seit Jahrzehnten unreflektiert weiterbetrieben wird, wird uns weiterhin zu Sonderlingen degradieren, die mit ansehen müssen wie Bushido, Knut und Hanna Monatana die Massen bewegen.

    Dazu tragen festgefahrene Handlungsweisen wie Demos bei:
    Nach der tausendsten Demo ist das Konzept brüllend durch die Stadt zu marschieren nicht mehr allzu innovativ und erregt kaum mehr Aufmerksamkeit. Im Gegenteil: Die Polizeipräsenz sorgt dafür, dass die Demonstranten gleich einen schlechten Ruf genießen. Die immer gleichen, langweiligen, pseudoradikalen Parolen interessieren keine Sau. Am besten sind Demos in denen der alteingesessene Teil vorne die „internationale“ Solidarität fordert und der moderne junge Teil hinten, die vorderen mit der „antinationalen“ Solidarität übertönen will.

    Alternativen lägen zum Beispiel im Aufbau lokaler Zentren, die weit über die Tätigkeit von den alten Juz hinausgehn. Lokale Kulturarbeit, Dinge die die Menschen längerfristig binden: Vereine / Gruppen zu bestimmten Sportarten mit libertären Zügen in der Organisation, Andocken an der Stadtgeschichte / Regionalgeschichte, um aus der revolutionären oder rebellischen Geschichte des Ortes an dem man sich befindet zu schöpfen und viel mehr gewerkschaftliche Aktivität.
    Dabei sollte die Grundhaltung aufgelockert sein und nicht misstrauisch, Menschen gegenüber die ein anderes Auftreten haben, als man selbst – vielleicht kann man ja was lernen?
    Aber ein Faschingszug der „den Kapitalismus“ abschaffen will, überzeugt niemanden.

    • dude permalink
      5. Dezember 2012 00:56

      die meisten wissen, dass demos nicht super viel bringen, aber für kreativere aktionen brauchst du gute strukturen und vernetzung. genau das kann durch so eine demo angestoßen werden. demos schaffen zusammenhalt. kein plan wo du so aktiv bist (oder auch nicht) aber gerade im südwesten ist etwas ziemlich cooles entstanden und das wird noch weiter ausgebaut.

      deine allgemeine kritik an der A-bewegung kann ich nur teilweise nachvollziehen. die meisten aktiven anarchos die ich kenne entsprechen eher nicht dem cliche und sind auch nicht aus irgendwelche psychologischen gründen dabei.

    • Don Quijotes Therapeutin permalink
      8. Dezember 2012 01:10

      Che-T-ShirtträgerInnen und Guevara-KondombenutzerInnen plappern ihrer unsterblichen Cargkultikone zugeschriebenen Satz bis heute nach: „Seid realistisch! Fordert das Unmögliche!“ —– Realistisch betrachtet, kann man durchaus davon ausgehen, dass sie schon damit möglicherweise überfordert sind.

  2. 4. Dezember 2012 15:39

    Wie der Schuß deutlich nach hinten losgeht, hat man bei und im Anschluß an die M31 Demo in Frankfurt gesehen. Ich habe dort nicht viel Syndikalismus gesehen, stattdessen den althergebrachten Autonomenquatsch. Diese hatten auch in der Nachbereitung und im öffentlichen Ansehen die Hoheit. Die FAU kam dabei schlecht weg und erschien als willfähriges Werkzeug dieses Kindergartens. Von AS war kaum die Rede, stattdessen – auch in Stellungnahmen aus den Veranstalter-Kreisen – von Linksradikalen, Autonomen usw., das entsprechende Vokabular im Schlepptau. Nach Monaten erst kam von der FAU-Frankfurt eine Einschätzung von der Lage, der Rest war entschlummert. Und die FAU hat kaum eigene AS-Inhalte transportiert, war anscheinend nicht Willens dazu. Und nun? Alles wie gehabt, sanft entschlafen…wieder mal. Dann kam N 14…der … keine mir erkenntliche Verbindung zu M 31 aufwies. Laßt es vor sich indümpeln, davor und vor jahrzehntelanger Lernresistenz der FAU und erst recht der reinen Anarchisten brauchen die Kapitalisten wahrlich keine Angst zu haben.

  3. Anonymous permalink
    4. Dezember 2012 16:46

    @Adporno:
    Schön das du immer so viel Kritik an allem und jedem hast!
    Schade nur, das wir hier kaum etwas von dem erfahren was DU so machst!
    Allerdings schaffst du es so die Erwartungshaltung an dich immer in Spannnung zu halten. Wir alle warten erwartungsvoll auf Aktivitäten von dir und/oder der anarchistischen/syndikalistischen Gruppe in der du Mitglied bist.
    Da du hier ja vieles besser weißt als die Aktiven, freuen wir uns schon auf diverse Erfolgsmeldungen!

    Dein dich liebender Freund, Peter Hein

    • Adporno permalink
      5. Dezember 2012 16:34

      „Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie.“
      So kann man deinen Post auch zusammenfassen. Diese Art zu denken ist mir aber nicht gerade die überzeugendste und deshalb werde ich weiterhin sagen, was ich unsinnig finde und was nicht. Pech!

  4. Oasenmolch permalink
    5. Dezember 2012 21:43

    @liebender Peter Hein/Anonymus: Die Zeugen Jehovas dürften dir ganz gut helfen, wenn du auf einen Messias wartest, der dich erlöst. Und ich gebe Adporno recht – was er hier vor sich her sülzt, klingt wenigstens noch lebendig, denn der Rest ist eh nur noch tot und langweilig – zumal das was „ihr Aktiven“ unter aktiv versteht. Selbst Dracula konnte sich besser im eigenen Sarg drehen.

    • 6. Dezember 2012 01:35

      dann beweg dich mal schön molchig in deine roase -ich für mein teil weiss, wass ich täglich aufe Aabait mit meinen Kolllegen und den Kunden tu und nicht unterlasse – meine Syndikatsgenossen auch. – wenn das alles Sülze ist, schmeckt die aber nach Gehirn und Muskelschmalz. – ey ich kann so leute die jede Aktion schlechtreden, besonders gut ab. Wenn die dann eines Tages mit vom mob durchgeschnittener Kehle im Kantstein liegen und röchelnd fragen“ Wapsch habbt der Genobsche nochbff damalbsch geschaggrrlt?“…
      Weisste, ich kanns Dir zwar erklären, ich kanns aber nich auch noch für Dich verstehen, stellvertretend…
      Nacht, denn.

      • Oasenmolch permalink
        6. Dezember 2012 08:07

        Eben, das mein ich.

      • Adporno permalink
        6. Dezember 2012 08:42

        Gruselig, neben der Unfähigkeit umzudenken oder Taktiken aus einer gewissen Distanz zu betrachten hast du jetzt auch noch Allmachtsfantasien. Das sind so die Grundzüge weswegen ich annehme, dass es Menschen gibt, die aus psychischen Gründen „Anarchisten“ geworden sind.

        Soviel zum ernsten Teil, aber hier der wesentlich lustigere:
        Ich stelle mir grade vor, wie ein „Mob“ veganer Hippies hinter mir her ist und mir „im Kantstein“ die „Kehle durchschneiden“ will – Pahaha die diskutieren dann erstmal das Gewaltding von der GWR und bis die ihre Hunde, Fahrräder und Wagen mit Fallobst abgeschlossen haben, bin ich längst weg 🙂

        Muss etwa so auf dem Anarchie-Kongress in Berlin gewesen sein, vor einigen Jahren, als der PC-Mob die Nackedeis von „FuckForForest“ lynchen wollte 😉 Sehr gute Außenwirkung, sehr gute Vernetzung, sehr gute Aktion! Darauf konnte man auch aufbauen!
        In FFM sind übrigens dauernd Demos, die keinen interessieren – wenn die jedes mal irgendwas anderes nach sich ziehen würden, dann hätten wir bereits einen guten Vorsprung vor dem DGB – aber es sieht ja jeder seit Jahrzehnten, dass das nicht der Fall ist.
        Diese Demos sind einfach nur festgefahren und nutzlos (geworden?).

  5. 6. Dezember 2012 13:06

    Gut ist zum Beispiel das Engagement in der Provinz, wie hier in Schwarzenbek in Schleswig-Holstein. Leider stehen sie nach außen oft allein auf weiter Flur und haben mit nach innen den Umständen zu kämpfen, die Adporno so ausführlich darlegt. Und irgendwann ziehen auch die ein oder zwei Aktivisten (mehr sinds ja meist nie) aus Schwarzenbek weg. Zurück bleibt die Kampagne für ein Zentrum, sowie die dort vergeblich reingesteckte jahrlange Arbeit. Wichtig ist, dass wir denjenigen, die die meiste Verantwortung haben und am längsten durchhalten, unterstützen und ihnen Mut zusprechen, besonders in den Provinzen, dort ist die Arbeit am härtesten, und du wirst als Aktivist nicht so verwöhnt, wie in der größeren Stadt. Die anderen taugen nichts, da muß ich Adporno recht geben.

  6. 6. Dezember 2012 20:24

    @: adporno >> dein Zitat:
    „Ich stelle mir grade vor, wie ein “Mob” veganer Hippies hinter mir her ist und mir “im Kantstein” die “Kehle durchschneiden” will – Pahaha die diskutieren dann erstmal das Gewaltding von der GWR und bis die ihre Hunde, Fahrräder und Wagen mit Fallobst abgeschlossen haben, bin ich längst weg :)“
    ich meinte die faschos, du blitzmerker – und wo siehste da allmachtsphantasien – wenn nicht bei dir?

    • 6. Dezember 2012 20:26

      and once again, maybe english is better:
      I can explain it to you, but I cannot understand it for you!

      • Oasenmolch permalink
        7. Dezember 2012 13:32

        Das Ganze bitte noch mal auf Französisch!

      • 8. Dezember 2012 12:45

        It’s easy in spain, he said:
        Explico te esto, pero no poder comprendo esto para te!

    • Adporno permalink
      7. Dezember 2012 12:04

      Ist nicht schlimm, wenn die Faschos mich kriegen, denn dann weiß ich, dass die FAU mir rote Nelken aufs Grab legt und danach ein paar Dreadlock tragende Hippies „A las barricadas“ versuchen zu singen.
      Vorne weg geht dann eine Reihe mit einem Transpi auf dem Durruti prangt und drauf steht: „Wir tragen eine andere Welt in unseren Herzen“.

      Wenn die dann weg sind, kommen meine Genossen und legen mir den Kopf vom Fascho aufs Grab.

      Hast du’s jetzt verstanden?

      • 7. Dezember 2012 19:04

        das tun meine genossen auch für mich. ohne hippies und adorno..

  7. 8. Dezember 2012 00:42

    Die machen sich in so einem Fall besonders gut.

  8. 8. Dezember 2012 18:55

    Grundvoraussetzung des Denkens – sofern es das menschliche Zusammenleben im weitesten Sinne betrifft – ist die Unterscheidungsfähigkeit zwischen Marktwirtschaft und Kapitalismus, die dem unbewussten Kulturmenschen seit jeher von der Religion (selektive geistige Blindheit gegenüber makroökonomischen Konstruktionsfehlern) verwehrt wird.

    Der Weisheit letzter Schluss

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