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Kapitalistische Barbarei (1)

25. November 2012

Der Chef des Nestle-Konzerns gibt in einem Interview freimütig zu, das er für die Privatisierung des Wassers auf dem Planeten ist. Warum? Um Profit daraus zu schlagen und dem Wasser damit „einen Wert“ zu geben. Vielen Dank Peter Brabek für diese offenen Worte. Wir wussten zwar schon zuvor wes Geistes Kind du bist, aber so frank und frei hört man kapitalistische „Menschenfreundlichkeit“ und Lust an der Abhängigmachung der Bevölkerung durch Konzerne doch selten in der Öffentlichkeit. Wir sehen uns einmal mehr bestätigt keine Produkte des Nestle-Konzerns zu kaufen und werden das im Bekannten- und Kollegenkreis bekannt machen.

12 Kommentare leave one →
  1. 25. November 2012 19:47

    leute, die so etwas äussern, (und das, wo sie es wirtschaftlich „können“, auch noch umsetzen!!) sollte man in die Pfui-Bah-Kiste“ (vulgo: „Volksgefängnis“ – scheisswort) einsperren und langsam fast verdursten lassen:
    >> Nestlé-Konzernchef Peter Brabeck: „Zugang zu Wasser sollte kein öffentliches Recht sein.“<<
    anders lernen solche GIERIGEN DRECKSCHWEINE das nicht!!! Kindermörder!! Boykottiert Nestlé!!!

  2. O!le aus dem Wald permalink
    26. November 2012 11:24

    Naja, die Tatsache, dass man bei uns zum Beipsiel für Regenwasser und das Wasser in der Leitung blechen muss, relativiert die Sache wieder ein wenig. Es ist bereits global umgesetzt, dass Arme keinen Zugang zu Trinkwasser haben.
    Auf den Philippinen zum Beispiel ist so, dass wirklich sauberes Wasser erst in großen Kanistern gekauft werden muss, also solches, das zum Verzehr geeignet ist ohne Magenprobleme durch Verschmutzung zu verursachen.
    Die Leute in den Slums dort können sich das nicht leisten. Ganz mal davon abgesehen, dass sie sowieso zu wenig trinken, trinken sie wahrscheinlich ein Wässerchen, welches den feinen Herren da oben umbringen würde.

    Freies Wasser gibt es nur in der Kneipe – so ein kostenloses Glas, falls man reiern muss.

    Mir kommt es so vor, als wenn sich die Diktatoren und Cäsaren von einst gesplittet hätten, in die reinen Besitzer von Resourcen, Konzernen und Land und in ihre Abspaltung, die Politiker die für sie die gesetzliche Grundlage ihres Reichtums schaffen. Insofern wurden die Herrscher zu Besitzern und haben den politischen Teil des Zentralismus getrost an das sich selbst versklavende Volk abgegeben. Niemand anderes außer Menschen aus der „stinknormalen“ Bevölkerung gibt dem feinen Herr das Recht und die Macht… so traurig es ist. Da ist eine Bildungslücke, die sich die freiheitlichen Sozialisten seit Dekaden bemühen zu schließen.
    Leider sind sie grade eher damit beschäftigt sich über ihre Wortwahl Gedanken zu machen und Biogemüse „urban“ anzubauen, anstatt die Welt weiter zu entwickeln.
    Zu Schade, aber wer sich in seinem Kommentar selbst rechtfertigen muss, für seine Wortwahl („scheisswort“ s.o.) oder andere Trends aufgreift, statt nach einem adäquaten Weg zu suchen, der meint sowieso nichts von dem Ernst und hat keinerlei Grundlage. Alles nur aufgeblasenes Geschrei, das eigene Gewissen zu beruhigen.
    Was ich sagen will: Es wird so weitergehen, denn von den Marktschreiern der politischen Korrektheit wird man die Veränderung, nach der wir uns sehnen nicht erwarten können.

    • 27. November 2012 00:43

      >“volks“gefängnis< is nu mal schon länger n' scheisswort, und was ich sonst mache, weisst du nich also lass ich dir die überheblichkeit, darüber zu urteilen und schließe ander bildungslücken…

      • Adporno permalink
        27. November 2012 11:22

        Stimmt doch. Wie sieht denn das aus, wenn man erstmal die Formulierung wie man was sagt erklären und rechtfertigen muss und deshalb nicht zum Inhalt vordringt? find ich jetzt auch irgendwie unpraktisch 😉
        Überzogen ist das ganze auch und die Taktiken des Syndikalismus sind ja wohl eher Streik, Sabotage, Direkte Aktion. Boykott bringt bei einem globalen Unternehmen gar nichst, weil du nicht erwarten kannst, dass alle mitmachen, bzw die Institutionen (bspw die Kantine vom Verteidigungsministerium Bonn führt Nestlé, da mitziehen – eher nicht 😉

        Gut gemaunzt Löwe, würd‘ ich mal sagen

  3. 27. November 2012 17:58

    wenn ihr euch durchaus an einem Nebensatz meiner spontan-emotionalen Aussage festbeissen wollt, bitte..

  4. 27. November 2012 19:53

    Klar, beißen! Wuff!

  5. Boykoteur permalink
    27. November 2012 19:53

    Der Boykott gehört schon seit Jahrzehnten zum Reportoir des Anarcho-Syndikalismus. Nur weil ein länderübergreifender Boykott relativ schwer zu bewerkstelligen ist, heisst das nicht, das dies unmöglich ist. Erst vor kurzem gab es überhaupt den ersten gemeinsamen, in verschiedenen Ländern Europas koordnierten Generalstreik. Wenn genug Druck auf die Kantine, bzw. die BetreiberInnen der Katine vom Bonner Verteidigungsministerium ausgeübt wird ist das schon möglich, das die Nestle-Produkte aus dem Angebot nehmen müssen. Einfach nur dumm rumblöken und Klugscheissen in den Kommentaren wie Adporno das macht ist natürlich einfacher als konkrete Aktion und Arbeit.

    • Adporno permalink
      28. November 2012 10:12

      Oh, tut mir leid – du hast Recht.

      Gerade eben hat eine Gruppe der Clownsarmee den Bürgermeister nebenan aus dem Amt geajgt mit Rufen wie „Kindermörder“, „Nestlé Boykottieren!“ usw. Jetzt leben wir in einer anarchistischen syndikalistischen Landkommune ohne König.

      Hahaha – ich schreibe noch, dass ich eher Streik und andere Maßnahmen den Konsumentenaktionen vorziehe und du widerlegst, was ich sage, mit: „in verschiedenen Ländern Europas koordinierten General s t r e i k“
      BRAVO!

      Auch geil: Im Grunde geht es darum dass dieses Geblöke, was wir seit den 60ern kennen „Kindermörder!“, „Nestlé Boykottieren!“ usw alles ist, nur nicht Handeln.
      Wer das kritisiert und unpassend findet und stattdessen eher Zerstörung des Nestlékonzerns durch die Arbeiter und Arbeiterinnen (Streik, Sabotage,usw) vorschlägt, gilt als abgeneigt von „konkrete Aktion und Arbeit“.

      Eieiei… naja, ich erklär‘ jetzt da dem Bengel, dass er gefälligst Steaks kaufen soll, anstatt Katjes!

  6. 27. November 2012 20:13

    nestle ist doch der multi, der Frauen in afrikanischen Entwicklungsländern davon überzeugte anstelle mit der Brust zu säugen, besser nestle-milchpulver zu gebrauchen. Als Folge sind dann tausende Babys gestorben und Nestle hat abkassiert. Sowas kann sich nur jemand ausdenken, der Betriebwirtschaft studiert hat.

  7. 28. November 2012 00:35

  8. "Water Makes Money" permalink
    16. Februar 2013 11:57

    „Water Makes Money“

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