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Die November-Ausgabe des „Betriebsinfo“ ist erschienen

5. November 2012

Nach einer längeren Pause ist die neue Ausgabe des von Syndikalismus/ anarchosyndikalismus.de.vu herausgegebenen “Betriebsinfo” für den Monat November erschienen. Jede und jeder der zur Verbreitung beitragen möchte kann die PDF-Dateien ausdrucken, vervielfältigen und verteilen.

Das Betriebsinfo ist ein Infoblatt für LohnarbeiterInnen, PraktikantInnen, Prekäre und Erwerbslose. In der Regel werden sich aus dem Syndikalismus-Blog ausgewählte Beiträge im Betriebsinfo wieder finden. Es sind aber auch Schwerpunktausgaben möglich. Unser Ziel ist es, mit dem Betriebsinfo zur Klassenstandpunkt bewussten Information – speziell von Lohnabhängigen – beizutragen, das Klassenbewusstsein und die gegenseitige Hilfe und Solidarität zu fördern und den Anarcho-Syndikalismus unter ArbeiterInnen und Erwerbslosen bekannter zu machen. Dazu gehört auch, das Interesse an bestimmten Themen zu wecken und das anarcho-syndikalistische Infoportal Syndikalismus bekannter zu machen.

Das in einem zweiseitigen Infoblatt vieles nur angesprochen werden kann liegt natürlich auf der Hand. Für die tiefer gehende Beschäftigung mit einem Thema verweisen wir daher auf den Blog, auf spezielle Veröffentlichungen und zudem auf die Anarcho-Syndikalistische Flugschriftenreihe, aus deren reichem Fundus einzelne Hefte kurz vorgestellt werden.

Das Betriebsinfo ist nicht auf einen speziellen Betrieb beschränkt. Es kann in jedem Betrieb ausgelegt werden, z.B. in der Kantine, in Umkleide- und Aufenthaltsräumen oder den Toiletten. Auch am Schwarzen Brett macht es eine gute Figur. Bedenkt dabei bitte dass es in jedem Betrieb Arschkriecher und Zuträger zu den Chefs und Vorgesetzten gibt, genauso wie die „Sheriffs“ der reformistischen Gewerkschaften, die nur darauf warten euch beim Verteilen oder Auslegen zu erkennen und zu denunzieren.

In der November-Ausgabe finden sich Beiträge zum Europäischen Aktionstag 14N, der in einigen Ländern mit Generalstreiks begangen wird, ein Aufruf zur Solidarität mit dem Streik bei der Firma Neupack, sowie kurze Infos zu einer Solidemo mit dem sozialen Kampf und Generalstreik in Dresden und ein Liedtext der Punkband „Sozialer Fehltritt“. Aus Platzgründen konnten wir diesmal kein Heft der Anarcho-Syndikalistischen Flugschriftenreihe vorstellen.

Und hier gibt es die PDF-Dateien zum Download:

Komplette Ausgabe Nr. 4, November 2012

Betriebsinfo Nr.4, November 2012, Vorderseite

Betriebsinfo Nr.4, November 2012, Rückseite

4 Kommentare leave one →
  1. Adporno permalink
    5. November 2012 19:31

    Geil, wo sind die anderen drei?

  2. 7. April 2015 23:07

    😂😂😂 LustICH 😂😂😂

    Erklärung zur Auflösung der Sozialistischen Kooperation

    04-2015

    trend
    onlinezeitung
    Vorbemerkung: Am 9.März 2015 erhielt der Herausgeberkreis von TREND diese Email, wie erhielten sie nebst Anlage zu Dokumentationszwecken. /red. trend.

    Liebe WeggefährtInnen und liebe befreundete Organisationen der SoKo,

    auf unserer letzten SoKo-Vollversammlung am 28.2.2015 habe wir beschlossen, unsere Organisation aufzulösen. Der Mehrheit schien ein paralleles Arbeiten neben der NaO nicht sinnvoll. Schließlich wird dort in breiterem Maß? versucht das weiter zu führen, was Gründungszweck der SoKo war.

    Details entnehmt bitte der beigefügten Auflösungserklärung.

    Die materiellen Mittel der bisherigen SoKo haben wir an die NaO-Gruppe in Köln übertragen.

    Die meisten von uns beteiligen sich zukünftig an der NaO. Wir werden uns also auch weiterhin in gemeinsam politischen Zusammenhängen wiedersehen.

    Beste Grüsse
    Annette, Edith und Walter (für den Arbeits-Ausschuß)

    Erklärung zur Auflösung der Sozialistischen Kooperation

    Im Januar 2008 fand in Berlin ein erstes Treffen mit 26 Personen statt, das die Zusammenfassung linkssozialistischer Gruppen anstrebte. Während 2 Personen aus ländlichen Gebieten stammten, kamen die anderen aus 6 größeren Städten. Dort wurde die Idee geboren, eine Tagung zur 68er Revolte durchzuführen, die dann im September des Jahres mit über 100 Teilnehmer/innen in Gütersloh stattfand.

    Es ging uns darum, nicht eine weitere linke Kleinstgruppe zu gründen, sondern eine Kooperation bereits bestehender Gruppen mit einem sozialistischen Selbstverständnis ins Leben zu rufen. Damit sind wir aus zwei Gründen gescheitert: Ein Teil war davon überzeugt,, dass sich die PdL ähnlich wie die WASG zu einer demokratischen Protestpartei entwickeln würde. Andere waren sich dagegen sicher, dass solch eine „kleinere SPD“ nicht lange Bestand haben könne, weil sie nicht gebraucht würde. Es käme darauf an, einen eigenen linken Organisationspol neben der auf parlamentarische Mitgestaltung fixierten PdL Organisation zu stärken.

    Wer nun recht behalten hatte, mögen sich die Betroffenen selbst beantworten. Da die Meinungen jedoch nicht klar entlang der Organisationsgrenzen verliefen und ein Teil der angesprochenen Organisationen sich in die PdL integrierte, reagierte SoKo 2010 mit einer „Wende“: Soko wurde zu einem Personenbündnis, das jedoch an dem Kooperationsanspruch von Menschen mit sozialistischem Selbstverständnis festhielt.

    Der Mitgliederschwerpunkt lag in NRW. Wir führten ab 2009 halbjährliche Klausurtagungen durch, an denen jeweils einige Dutzend Menschen teilnahmen. Viele Mitgliedeer waren „unter anderem“ auch in SoKo und hatten individuell andere politische Schwerpunktsetzungen. Das erschwerte einen kontinuierlichen Organisationsaufbau, der nur in Köln erfolgreich verlief, indem sich eine handlungsfähige Gruppe bildete.

    Für eine kontinuierliche betreuende und helfende Tätigkeit beim Aufbau anderer Gruppen reichten unsere organisatorischen und persönlichen Ressourcen nicht aus. Unsere Klausurtagung im Okt. 2013 kam zu dem Schluss, dass wir gemessen an unserem Anspruch gescheitert waren. Neuer Schwung sollte dem Projekt durch organisatorische Veränderungen verliehen werden. Ein Arbeitsausschuss , der kein kein Leitungs- sondern ein Arbeitsgremium sein sollte, wurde etabliert. Der Versuch misslang. Als sich ab 2009 in Berlin die NaO- Initiative mit einer fast identischen Zielsetzung (hier stand wiederum eine Kooperation von sozialistischen Organisationen im Vordergrund) langsam formierte, haben wir als SoKo diese Initiative von Anfang an aktiv unterstützt. Ein NRW-weites Treffen wurde Anfang 2013 organisiert, um auszuloten, ob man weitere regionale Initiativen für die Teilnahme am NaO-Prozess gewinnen könne. Aber auch hier wiederholte sich die SoKo Erfahrung, dass viele „nur mal reinschauen“ wollten.

    Im Juli 2013 schliesslich gründeten in Köln die örtliche SoKo,isl und rsb ebenfalls eine NaO-Initiative. Wir hoffen, dass dieser Prozess zur Schaffung eines antikapitalistischen Bündnisses erfolgreicher verlaufen wird, als der SoKo-Versuch. Für die überwiegende Mehrheit von SoKo ist die Auflösung von SoKo also nicht mit der Aufgabe ihrer Ansprüche verbunden.

    Vielmehr wird dieser Anspruch weiter in den größeren Zusammenhängen verfolgt.

    Auch wenn wir SoKo auflösen, so nehmen wir weiterhin aktiv teil am gemeinsamen Kampf gegen das Kapitalregime und seine inhumanen Folgen !

    Köln, den 28.Febr. 2015

    ++++++++++ http://www.trend.infopartisan.net/trd0415/t040415.html

    Siehe dazu auch:

    Frank Braun: Die SoKo’s gehen verschiedene Wege
    http://www.trend.infopartisan.net/trd0713/t150713.html

    Stellungnahme von SoKo-Mitgliedern zu Frank Braun
    http://www.trend.infopartisan.net/trd0813/t310813.html

  3. Hamburg: HAG mahnt 9 Betriebsratsmitglieder ab Maulkorbversuch durch Einschüchterung – solidarische Begleitung des Gütetermins erwünscht permalink
    29. November 2015 15:08

    Hamburg: HAG mahnt 9 Betriebsratsmitglieder ab

    Maulkorbversuch durch Einschüchterung – solidarische Begleitung des Gütetermins erwünscht

    Rund 270 Beschäftigte leisten bei der Hamburger Assistenzgenossenschaft eG (HAG) persönliche Assistenz für Menschen mit Behinderungen. Die Beschäftigten sind, das liegt in der Natur dieser anspruchsvollen Tätigkeit, besonderen Belastungen ausgesetzt. In den Wohnungen der zu betreuenden Personen sind sie auf sich selbst gestellt und leisten ihre Dienste isoliert von KollegInnen.
    Neun Betriebsratsmitglieder und sechs von sieben Ersatzmitglieder haben nun wegen zweier Beiträge in der Betriebsratszeitung „BR-Info“ Abmahnungen erhalten. In beiden Texten werden in anonymisierter Form grenzwertige Belastungssituationen von AssistentInnen geschildert. Die Geschäftsleitung, vertreten durch Rechtsanwalt Heinrich Geising von der Kanzlei Dornheim, sieht dadurch den Betriebsfrieden gestört und einen Schaden für die HAG. Die Betriebsratsmitglieder pochen dagegen darauf, dass im BR-Info auch kritische und belastende Arbeitssituationen beleuchtet werden müssen. Die Abmahnungen werden als Einschüchterungsversuch und Angriff auf das Informationsrecht gegenüber der Belegschaft gewertet. Die aktion ./. arbeitsunrecht e.V. fordert dazu auf, den anstehenden Gütetermin solidarisch zu begleiten.

    Der Gütetermin findet am am 02.12.2015, um 09.40 Uhr am Arbeitsgericht Hamburg, Osterbekstraße 96, 22083 Hamburg, statt.

    Wir dokumentieren im folgenden die Pressemeldung des Betriebsrats der HAG vom 25.11.2015:

    „Das war ein Angriff auf unser Informationsrecht gegenüber der Belegschaft!“

    Aufgrund eines Artikels in der Betriebsrat-Zeitung wurden 15 Beschäftigte (neun Betriebsratsmitglieder und sechs von sieben Ersatzmitgliedern des Betriebsrats, A.d.R.) der Hamburger Assistenz-Genossenschaft (HAG) abgemahnt. Am 2. Dezember findet nun die Güteverhandlung vor dem Hamburger Arbeitsgericht statt.
    „Warum sollten in einem betriebsrätlichen Info-Blatt nicht Geschichten aus der Arbeitswelt unseres Unternehmens zu lesen sein, die von Grenzerfahrungen berichten?“, fragt sich Sinje Ludwig, Betriebsratsvorsitzende der Genossenschaft und fügt hinzu: „Die BR-Info ist unser Beitrag zur betriebsinternen Öffentlichkeit!“ Die Arbeitnehmervertretung sieht sich durch die individuellen Abmahnungen der Mitglieder eines kollektiven Gremium vom Unternehmen ungerechtfertigt angegriffen.

    Anlass dafür boten zwei anonymisierte Texte, die in der Publikation BR-Info erschienen sind. Der eine berichtet von einem Ladendiebstahl, den ein Rollstuhlfahrer unter Hilfestellung seines Assistenten beging. In der anderen Geschichte wird der Lebensgefährte einer Rollstuhlfahrerin sexuell übergriffig. Die in den Texten beschriebenen Personen seien zwar dem Betriebsrat bekannt, jedoch seien die Handlungen strafrechtlich betrachtet längst verjährt, die erzählten Geschichten „Erfahrungsmaterial, nichts weniger als Lehrstücke über Grenzerfahrungen in diesem Job“, sagt Karl Schaaf, stellvertretender Vorsitzender des Gremiums.

    Die Geschäftsführung begründet die Abmahnung damit, die Betriebsräte hätten den Betriebsfrieden gestört und der HAG Schaden zugefügt. Zudem unterstellt die Unternehmensleitung den Arbeitnehmervertretern mit der Publikation einen Generalverdacht gegenüber den assistenznehmenden Kunden der Genossenschaft zu streuen. Dieser besteht darin, dass sozusagen verallgemeinert Rollstuhlfahrer ihre persönlichen Assistentinnen in Straftaten hineinziehen und diese sexuell belästigen. Solche Anschuldigungen will der Betriebsrat der HAG nicht auf sich sitzen lassen. Bei der Veröffentlichung sei es überhaupt nicht darum gegangen, „die HAG und allgemein Menschen mit Behinderung in ein schlechtes Licht zu rücken“, sagt Schaaf. Vielmehr sei das einzige Anliegen gewesen, „Kolleg/innen zu informieren, welche Grenzsituationen in der Assistenz passieren können!“
    Die Geschichten seien Fallbeispiele, wie sie in jeder Branche in Fortbildungen erzählt würden. Zudem unterstützt der Betriebsrat der HAG voll und ganz die Aussage der Geschäftsführung, „dass schwere Missstände sofort bei den zuständigen Abteilungsleitern anzuzeigen sind!“ Der Betriebsrat schließt aus, dass Geschichten publiziert werden, die Grenzerfahrungen schildern, unter denen Kolleg/innen aktuell leiden. „Dafür gibt es andere – direkte Wege!“.

    Die Betriebsräte der HAG hatten gegen das Vorgehen ihrer Geschäftsführung gerichtliche Schritte eingeleitet. Die rechtliche Absicherung der betriebsinternen Öffentlichkeitsarbeit von gewählten Arbeitnehmervertretungen ist gerichtlich immer wieder bestätigt worden. Eine Geschäftsführung müsste eigentlich über diese Rechte im Bilde sein. „Dies war ein Angriff auf unser Informationsrecht gegenüber der Belegschaft“, vermutet BR-Vorsitzende Ludwig. Sie sieht dahinter einen Akt der Einschüchterung. „Die wollen uns Angst machen, damit unsere BR-Info, unser Sprachrohr, das den Geist der freien Aussprache atmet, sich selbst thematisch und inhaltlich beschränkt!“ Ludwigs Fazit lautet: „Mit den Abmahnungen hat die Geschäftsführung versucht, durch Repression unsere Arbeit zu behindern.“

    Die Anwältin der Betriebsräte, Christiane Knack, betrachtet die Publikation als einen vom Betriebsverfassungsgesetz gedeckten Zweck. Aus ihrer Sicht geht der Vorwurf „Störung des Betriebsfriedens“ ins Leere. Sie betrachtet den Vorgang als „rechtswidrige Einschüchterung.“ Die Unternehmensleitung habe rechtswidrig in die Selbstorganisations-rechte des Betriebsrates und in dessen Grundrecht auf freie Meinungsäußerung eingegriffen!

    http://arbeitsunrecht.de/hamburg-hag-mahnt-15-betriebsratsmitglieder-ab/#more-7235

  4. Geheimniskrämerei des Betriebsrats permalink
    20. August 2016 16:35

    Geheimniskrämerei des Betriebsrats

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