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Mobilisierungsvideo der CGT Spanien zum Generalstreik 14N

1. November 2012

Ein sehr originelles Mobilisierungsvideo der spanischen CGT für den kommenden Generalstreik am 14. November.  Wir sind noch unentschlossen, ob wir dies für ein gutes oder ein eher mäßiges Video halten. Was sagst du? Ist diese Form der Agitation ansprechend? Oder zu „soft“? Wird darin klar wofür die CGT, bzw. der Anarcho-Syndikalismus,  steht?

7 Kommentare leave one →
  1. Adporno permalink
    1. November 2012 11:50

    Das ist wie ein Lied von Bob Dylan – schwammig in den Aussagen und schwanger an Emotionen – deshalb spricht es einen erstmal irgendwo an und man steht dem Ganzen eher positiv gegenüber. Aber was genau da los ist, weiß man nicht, bzw man kann alles mögliche reininterpretieren.

    Außerdem ist es wenig klassenkämpferisch, weil die Schuldigen, oder die Profiteure an dem Elend der Unterdrückten zu wenig dargestellt werden.
    Ein bischen bourgeois ist es auch.
    Da hätte viel mehr Armut rein gemusst und die Darstellung davon das diese eine systemische Ursache hat. Homosexuelle werden zwar gezeigt und ihr Kampf gegen Ressentiments, aber eine nicht genormte Sexualität ist bereits in der Klassengesellschaft angekommen, während randalierende, arme Jugendliche, Armut und Bandenkriminalität und solche unbequemen Themen unter den Tisch fallen.

    Sehr gut ist, dass „ganz normale“ Leute gezeigt werden, wäre das Video von deutschen Politaktivisten gemacht, wäre ein vermummter Szenemob durch die Straßen Berlins gerannt und hätte den Generalstreik zur Befreiung der Tiere proklamiert.

    Das gesellige Element ist gut, dass die Leute aus ihrer depressiven Lethargie ausbrechen.
    Nur irgendwie hätte ich gerne auch ein paar Arbeiter aufm Bau gesehn, die sich die Tüte runterreißen, einander die Hände schütteln und dann gemeinsam ihren Chef vor die Tür setzen.. oder Fabrikarbeiter, die de Hetze einhalt gebieten.
    Also das man aufzeigt, welche Gruppen in der Bevölkerung wo stehen und wer denn wirklich von der Arbeit zerstört wird..

    Irgendwie ist das aber auch bezeichnend – Früher war das Zeichen der CGT rot, jetzt kommt da langsam so eine schwarze Ecke hoch … hehe was man davon wieder halten soll…

  2. nrk permalink
    1. November 2012 13:04

    wow bin echt beeindruckt. sowas professionelles sollte man auch im fernsehn ausstrahlen. damit kann man ne menge leute erreichen

  3. joffe permalink
    1. November 2012 14:54

    ist das nun ne moderne version von bausparkassenwerbung? und anarchosyndikalismus ( ist die cgt so was noch) ein synonym für freie lebensgemeinschaften in arbeit und eigentumswohnung?

  4. Anarcho permalink
    1. November 2012 15:30

    Finde das Video gut. Nicht ne fade, altbackene, unansprechende Propaganda wie sonst vielzuoft üblich, sondern was, worüber ich mit den KollegInnen diskutieren kann. Es zeigt, dass es um Arbeits- und Lebensbedingungen geht und nicht nur um 10.- Euro mehr im Monat. Es zeigt, dass uns weit mehr das Leben in der Lohnarbeit zur Hölle machen kann, als nur schlechte Bezahlung usw. usf. Mag sein, dass es sehr soft ist – ich bin dennoch der Meinung, dass es sich durch die angesprochenen Themen von der Propaganda der „normalen“ Gewerkschaften abhebt. Naja, vielleicht kommt ja noch ein zweiter Teil, der deutlich macht, was die Zielvorstellungen und Utopien des Anarchosyndikalismus sind. 😉 Und ganz nebenbei: das Video hat fast 500.000 Menschen erreicht – davon können wir nichtmal träumen…

    • 1. November 2012 19:52

      was einem zu denken geben sollte, anstatt alles runter zu machen, das festgefahrene ästhetische Schienen verlässt. Ohne gewissen Anbiederungen und Reformismen das Wort zu reden – neu SELBER denken hat noch niemand geschadet. – so sehr berührt mich dieses Video nicht, aber warum dann nichz noch wieder anders machen!?!

  5. n.d.c. permalink
    1. November 2012 20:03

    Hab gerade mit meiner Freundin über das Video gesprochen. Sie findet es eher gut (und hat sich auch selber darin wieder erkannt). Sie meint sie hätte es aber etwas mehr auf die „großen“ Gruppen von ArbeiterInnen bezogen. Morgens wird z.B. gezeigt wie der Wecker um 5.00 klingelt und ein Arbeiter in das kalte Badezimmer geht, sich Waschen und Zähneputzen. Dann schaut er auf die Uhr und verlässt seine kleine Wohnung ohne Frühstück, Kaffee und ohne Pausen-Essen und geht zur Busstelle (bzw. Metro etc.).

    Das andere könnte eine ArbeiterInnen-Familie zeigen mit Kindern. Auch hier klingelt der Wecker und die beiden Eltern stehen auf, bereiten für die Kids das Frühstück und der Blick der Kamera fällt in den fast leeren Kühlschrank. Dann sieht man das es nur Billigbrot und Margarine mit irgendwas drauf zum Frühstück gibt. Die Frau muss dann zur Arbeit als Verkäuferin in irgendeinem Supermarkt. Der Mann, erwerbslos bringt das jüngste Kid zur Schule mit Bus oder Bahn. Das ältere Kidi muss alleine zur Schule.

    Dann ein Bonze (männlich oder weiblich ist egal) liegt in seinem geräumigen Bett. Der Wecker klingelt um 9.00 Uhr. Der Parasit schlängelt sich langsam aus seinen Seidenlaken/kissen und greift erstmal zum teuren Handy. Dann geht er in die geräumige Küche. Alles voll mit teuren Gerätschaften. Die Kamera blickt in den Kühlschrank. Übervoll mit teurem Scheiss.
    Dann werden Schlagzeilen der Zeitungen eingeblendet: Soviele Arme und Erwerbslose wie noch nie in Europa (hat gestern erst der Focus vermeldet). Die andere Schlagzeile zeigt: Mehr Reiche als je zuvor. Profite erreichen neues Spitzenhoch.

    Dann Schwenk zu einer S-oder U-Bahnstation: Arbeiterinnen und Arbeiter strömen aus der Bahn zur Arbeit. In einem Holzverarbeitendenbetrieb sieht man Männer mit fehlenden Fingern an den Sägen stehen. Auf einer Baustelle sieht man die Arbeiter die Hämmer niederlegen.

    Dann blicken die Arbeiter von der Baustelle und der Schreinerei wortlos in die Kamera.
    Text: Generalstreik
    Nächste Aufnahme: Arbeiter der Baustelle gehen als Gruppe vom Arbeitsplatz weg. Genauso die Kollegen aus der Schreinerei.
    Text: Generalstreik – Datum etc.

    Kapitalismus abschaffen – Für eine selbstverwaltete Gesellschaft

    Beibehalten werden sollten auf jeden Fall die Bürojobs und der Einblick in die Situation der Lehrer. Die homosexuellen Beziehungen sind auch gut darzustellen. Vielleicht nicht so lange wie im CGT Video. Auf jeden Fall sollte der Klassenkampf viel stärker betont werden und der Klassenhass gefördert werden und damit das Klassenbewusstsein.

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