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Schwarz-Roter Ticker (95) [10 Meldungen]

14. Oktober 2012

Keine Einigung bei Repower

Hamburg. Die Tarifverhandlungen für die 1800 Beschäftigten des Windanlagenbauers Repower Systems sind auch in der sechsten Runde ohne Ergebnis geblieben. Die IG Metall und die Geschäftsführung des Hamburger Unternehmens haben die Gespräche am späten Mittwoch abend auf den 31. Oktober vertagt, hieß es in einer Pressemitteilung der Gewerkschaft. Die Situation sei schwierig, »in einzelnen Punkten gab es jedoch Fortschritte. Wir sind deshalb vorsichtig optimistisch, daß wir in der nächsten Runde endlich einen Tarifabschluß erreichen«, sagte Tarifsekretärin Stephanie Schmoliner, die die Verhandlungen für die IG Metall-Bezirke Küste und Berlin-Brandenburg-Sachsen führt. Die Gewerkschaft fordert eine stufenweise Anerkennung der Tarifverträge für die Metall- und Elektroindustrie. Anfang Oktober waren gut 800 Beschäftigte in einen Warnstreik getreten. (jW)

Bombardier schließt Bahnfahrzeugwerk

Aachen/Berlin. Der Zughersteller Bombardier will sein traditionsreiches Werk in Aachen Mitte 2013 schließen. Davon seien 400 festangestellte Beschäftigte und 200 Leiharbeiter betroffen, erklärte Firmensprecher Immo von Fallois am Donnerstag in Berlin. Er bestätigte damit eine Meldung des Westdeutschen Rundfunks. Die Gespräche zur Zukunft mit Arbeitnehmervertretern und auf politischer Ebene hätten bereits begonnen, sagte der Sprecher. Er nannte als eine Möglichkeit, Festangestellten Angebote an anderen Bombardier-Standorten zu machen. Eine Zahl dazu zu nennen, wäre allerdings nicht seriös. Das Werk, der älteste noch bestehende deutsche Hersteller von Schienenfahrzeugen, wurde 1838 gegründet. Es baut zurzeit S-Bahn-Triebzüge. Grund für die jetzt bevorstehende Schließung sei jahrelange Unterauslastung.(dapd/jW)

Vierte Streikwelle im Ulmer Nahverkehr

Ulm. Eine vierte Streikwelle in Folge haben Beschäftigte der Billignahverkehrstochter »Schwaben Mobil« der Stadtwerke Ulm (SWU) am Dienstag begonnen. Seit dem Beginn der Auseinandersetzung im Juli habe die Gewerkschaft die Beschäftigten an zwanzig Tagen zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen, teilte Maria Winkler vom ver.di-Bezirk Ostwürttemberg-Ulm mit. Das 2006 gegründete Unternehmen zahlt den Angaben zufolge den niedrigsten Busfahrerlohn im öffentlichen Nahverkehr in Baden-Württemberg, obwohl Ulm finanziell gut dastehe. Ver.di fordert 14 Euro Stundenlohn. (jW)

Marxistischer Dünnschiss des Jahres: PSG (Trotzkisten) Resolution

Ein aufmerksamer Leser hat uns auf den folgenden Punkt 27 einer Resolution der relativ unbedeutenden SektePartei für soziale Gleichheit“ (PSG) hingewiesen. Die Partei versteht sich als trotzkistisch. Die in der Resolution geäußerten Behauptungen gegenüber der syndikalistischen Bewegung sind so saudumm, falsch und bewusst verleumderisch, das wir der PSG-Resolution das Prädikat „marxistischer Dünnschiss des Jahres 2012“ verleihen. Sicher, das Jahr ist noch nicht zu Ende und man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Weitere marxistische „Glanzleistungen“ in der Syndikalismus-Diffamierung können wir nicht auschliessen. Bis dahin aber bleibt die PSG ersteinmal erster und einziger Titelträger.

Dokumentiert aus der Resolution „Die Wiederkehr des Klassenkampfs und die Aufgaben der PSG“

27. Der politische Bankrott der Gewerkschaften und der Linkspartei haben diverse anarchistische Gruppierungen auf den Plan gerufen, die mit Appellen an die Spontaneität der Bewegung oder mit syndikalistischen Forderungen nach Graswurzel-Gewerkschaften den bewussten politischen Bruch mit den alten Organisationen zu verhindern suchen. Diese autonomen und anarchistischen Gruppen sind von Subjektivismus geprägt. Sie lehnen eine Klassenanalyse der Gesellschaft ab und setzen einem Verständnis ihrer objektiven Triebkräfte und ihrer kollektiven Veränderung die subjektive Befreiung von sozialen Normen und den aufgeklärten Intellektuellen als Motor der Veränderung entgegen. Indem sie die Arbeiterklasse abschreiben, anerkennen sie die bestehende Ordnung und die Dominanz der Bürokratien – wie radikal und gewaltsam ihre Aktivitäten auch erscheinen mögen. Die Feindschaft dieser Kreise gegen die Arbeiterklasse treibt sie in dem Maße nach rechts, wie sich die Klassengegensätze zuspitzen und die Arbeiter beginnen, sich unabhängig von den alten Bürokratien zur Wehr zu setzen. Durch jede unabhängige Regung der Arbeiter sehen sie ihre eigenen Privilegien bedroht. Darin liegt die soziale Basis für rechtsextreme Tendenzen, wie jene der sogenannten Antideutschen, die aus diesem Milieu entstanden sind und heute imperialistische, rassistische und vor allem extrem arbeiterfeindliche Standpunkte vertreten. Quelle: http://www.gleichheit.de/resolutionen/resolution2

SJD  – Die Falken gegen Meinungsfreiheit in den eigenen Reihen

Die Duisburger Hip-Hop Band „Die Bandbreite“ ist einmal mehr von einem Auftrittsverbot betroffen. Diesmal sind es nicht Antideutsche Pseudo-Antifaschisten aus der autonomen Szene oder andere „Szenepolizisten“ in der „Linken“ die mal wieder nichts besseres zu tun haben als (verbal) auf eine Gruppe einzuschlagen, die ihnen politisch nicht in den Kram passt. Diesmal ist es der sozialistische Jugendverband „Die Falken“ (SJD), dessen Bundesausschuss vor kurzem mit großer Mehrheit beschloss „eine Empfehlung auszusprechen, Verbandsmitglied Wojna nicht mehr in der Arbeit mit Jugendlichen zu beschäftigen und über seine Band „Die Bandbreite“ ein Auftrittsverbot innerhalb des Verbandes zu verhängen.“

Siehe zur Diskussion um die Bandbreite auf dem Syndikalismus-Blog: https://syndikalismus.wordpress.com/2010/02/19/die-bandbreite-spieglein-spieglein/

Plagiatsvorwürfe gegen Bundesbildungsministerin Annette Schavan

Der Promotionsausschuss der Universität Düsseldorf hat schwere Vorwürfe gegen Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) erhoben. Die Überprüfung der Dissertation ergebe für eine „erhebliche Zahl von Befundstellen das charakteristische Bild einer plagiierenden Vorgehensweise“. Darüberhinaus sei eine „leitende Täuschungsabsicht“ zu erkennen, heißt es in dem Gutachten, das durch eine Indiskretion vorzeitig an die Öffentlichkeit gelangte. Wie die Zeitschrift „Spiegel“ berichtet, stammt das Gutachten von dem Düsseldorfer Judaisten Stefan Rohrbacher, der als Prodekan dem Promotionsausschuss der Philosophischen Fakultät vorsitzt. Das Gutachten beanstandet 60 Textstellen auf 351 Seiten, insbesondere im Mittelteil der Arbeit „Person und Gewissen“, der verschiedene, auch psychologische Theorien über das Gewissen darstellt. Das Gutachten wirft Frau Schavan vor, die benutzte und fast vollständig aufgeführte Literatur nicht selbständig rezipiert zu haben. Es handelt sich also um das in den Geisteswissenschaften durchaus übliche paraphrasierende Verfahren eines Forschungsberichts, bei dem allerdings erkennbar sein muss, wann es sich um eigenen Text handelt und wann Textbausteine aus der Sekundärliteratur lediglich angepasst wurden. Hier erkennt der Gutachter Mängel und Versäumnisse, die seiner Auffassung nach nicht nur auf Flüchtigkeit oder Versäumnisse schließen lassen. (FAZ)

Linkspartei für Kappung von Nebeneinkünften

Leipzig. Die Linkspartei will die Nebeneinkünfte von Abgeordneten begrenzen. »Wenn die Nebeneinkünfte den Betrag der Diät überschreiten, sollten die Abgeordnetenbezüge anteilig abgeschmolzen werden«, verlangte die Parteivorsitzende Katja Kipping in der Leipziger Volkszeitung (Montagausgabe) laut Vorabbericht. Wer neben dem Abgeordnetenmandat mehr als das Doppelte des Diätenbetrags verdiene, bekomme dann keine Diäten mehr. Kipping sagte, Transparenz sei gut, klare Regeln seien besser. Es müsse eine klare Trennlinie zwischen Nebeneinkünften und Bestechung gezogen werden. (dapd/jW)

Pflegekräfte in China angeworben

Berlin. Fachkräfte aus China sollen den Mangel an Pflegekräften in Deutschland ausgleichen. Dazu startet der Arbeitgeberverband Pflege ein Modellprojekt, bei dem 150 Fachkräfte aus Fernost nach Deutschland geholt werden. »Das Projekt ist ein wichtiger Meilenstein, in Zukunft genügend Fachkräfte in Deutschland zu haben«, sagte Arbeitgeberpräsident Thomas Greiner am Sonntag. Aktuell fehlten 40000 Pflegefachkräfte. Die ersten Chinesen werden voraussichtlich Anfang 2014 in Hessen, Hamburg und Baden-Württemberg beginnen. (dapd/jW)

Auch Gas wird teurer

Dresden. Neben steigenden Strompreisen müssen die Verbraucher sich zum Jahreswechsel auch auf Mehrausgaben beim Erdgas einstellen. Gas sei im Einkauf teurer geworden, zudem seien die Kosten für die Netze gestiegen, sagte der Vorstandschef des größten ostdeutschen Regionalversorgers EnviaM, Carl-Ernst Giesting, der Sächsischen Zeitung vom Samstag. Sein Unternehmen will bis Mitte November neue Preise festlegen. Die Preiserhöhung falle jedoch »bei Weitem nicht« so stark aus wie beim Strom, betonte Giesting. (AFP/jW)

Bundesweites Bus-Netz angestrebt

Düsseldorf. Angesichts der im kommenden Jahr geplanten Öffnung des innerdeutschen Fernverkehrs für Buslinien entwerfen Busunternehmen bereits Konkurrenzangebote zur Bahn. Wie die Wirtschaftswoche am Samstag vorab berichtete, will das Busunternehmen Deutsche Touring künftig 40 europaweite Buslinien unter der Marke »Eurolines« für innerdeutsche Fahrten einsetzen. Der britische Konkurrent National Express startet Anfang 2013 mit mindestens fünf Linien. Mittelfristiges Ziel sei ein komplettes Netz in Deutschland. (AFP/jW)

41 Kommentare leave one →
  1. Främdschemärin muss sich in beldä sälbst schemän permalink
    15. Oktober 2012 19:39

    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/#/beitrag/video/1753348/Ist-Schavans-Doktorarbeit-ein-Plagiat?

  2. Anarchogomorrhist permalink
    15. Oktober 2012 20:14

    Immanuel Kant:
    In den heißen Ländern reift der Mensch in allen Stücken früher, erreicht aber nicht die Vollkommenheit der temperierten Zonen. Die Menschheit ist in ihrer größten Vollkommenheit in der Race der Weißen. Die gelben Indianer haben schon ein geringes Talent. Die Neger sind weit tiefer, und am tiefsten steht ein Theil der amerikanischen Völkerschaften.

    Voltaire:
    Das jüdische Volk wagt, einen unversöhnlichen Haß gegen alle Völker zur Schau zu tragen. Es empört sich gegen alle seine Meister, immer abergläubisch, immer gierig nach dem Gute anderer, immer barbarisch, kriechend im Unglück und frech im Glück.

    David Hume:
    Nie hat es eine zivilisierte Nation oder ein durch Taten und Forschergeist ausgezeichnetes Individuum gegeben, deren Merkmal nicht die weisse Hautfarbe gewesen wäre. Hätte die Natur nicht eine ursprüngliche Unterscheidung der Menschenarten geschaffen, wäre eine so eindeutige und andauernde Verschiedenheit zwischen Weissen und Farbigen nicht erklärlich.

    Hegel:
    Aus diesen verschiedentlich angeführten Zügen geht hervor, daß es die Unbändigkeit ist, welche den Charakter der Neger bezeichnet. Dieser Zustand ist keiner Entwicklung und Bildung fähig, und wie wir sie heute sehen, so sind sie immer gewesen. Der einzige wesentliche Zusammenhang, den die Neger mit den Europäern gehabt haben und noch haben, ist der der Sklaverei. In dieser sehen die Neger nichts ihnen Unangemessenes, und gerade die Engländer, welche das meiste zur Abschaffung des Sklavenhandels getan haben, werden von ihnen selbst als Feinde behandelt.

    Marx:
    Der jüdische Neger Lassalle, der glücklicherweise Ende dieser Woche abreist, hat glücklich wieder 5000 Taler in einer falschen Spekulation verloren… Es ist mir jetzt völlig klar, daß er, wie auch seine Kopfbildung und sein Haarwuchs beweist, von den Negern abstammt, die sich dem Zug des Moses aus Ägypten anschlossen (wenn nicht seine Mutter oder Großmutter von väterlicher Seite sich mit einem Neger kreuzten). Nun, diese Verbindung von Judentum und Germanentum mit der negerhaften Grundsubstanz müssen ein sonderbares Produkt hervorbringen. Die Zudringlichkeit des Burschen ist auch negerhaft“ – (Brief an Engels).

    Anmerkung Syndikalismus: Was willst du uns damit sagen oder beweisen? Dass das alles dumme Arschlöcher sind, wenn die Zitate keine Fälschung sind, ist ja offenkundig.

    • Anarchogomorrhist permalink
      16. Oktober 2012 00:52

      Nimms mit Gomorrh

    • Bonaventura permalink
      17. Oktober 2012 20:18

      Tscha, ich weiß auch nicht, was der Text von Anarchogomorrhist hier soll – wenn, dann gehört er zu einer (leider auch schnell wieder versandeten) Diskussion, die letztes Jahr im Juni hier statt fand (und – nein, ich nerve jetzt nicht :-p):
      https://syndikalismus.wordpress.com/2011/06/09/anarchistischer-funke-theorie-text-kommunismus/

      Aber – vielleicht kann man ja doch noch etwas daraus lernen, wenn man sich noch folgendes zu Gemüte führt:

      »26. Dezember 1847 – Juden. Schreibe einen Artikel gegen diese Rasse, die alles vergiftet, indem sie ihre Nase in alles steckt, ohne sich mit irgendeinem anderen Volk zu vermischen. Verlange ihre Ausweisung aus Frankreich, mit Ausnahme der Individuen, die mit französischen Frauen verheiratet sind. Die Synagogen abschaffen und ihnen jegliche Beschäftigung verweigern. Schließlich, die Abschaffung dieser Religion betreiben. Die Christen nennen sie nicht ohne Grund Gottesmörder. Der Jude ist der Feind der Menschheit. Sie müssen nach Asien zurückgeschickt oder ausgerottet werden. Durch Stahl oder Feuer oder durch Ausweisung muß der Jude verschwinden.«

      Oder dieses:
      »Nun, diese ganze jüdische Welt, die eine ausbeuterische Sekte, ein Blutegelvolk, einen einzigen fressenden Parasiten bildet, eng und intim nicht nur über die Staatsgrenzen hin, sondern auch über alle Verschiedenheiten der politischen Meinungen hinweg – diese jüdische Welt steht heute zum großen Teil einerseits Marx, andererseits Rothschild zur Verfügung. Ich bin sicher, daß die Rothschild auf der einen Seite die Verdienste von Marx schätzen und daß Marx auf der anderen Seite instinktive Anziehung und großen Respekt für die Rothschild empfindet.
      Dies mag sonderbar erscheinen. Was kann es zwischen dem Kommunismus und der Großbank gemeinsames geben? O! der Kommunismus von Marx will die mächtige staatliche Zentralisation, und wo es eine solche gibt, muß heutzutage unvermeidlich eine zentrale Staatsbank bestehen, und wo eine solche Bank besteht, wird die parasitische Jüdische Nation, die in der Arbeit des Volkes spekuliert, immer ein Mittel zu bestehen finden … «

      Oder auch dies noch:
      »Kraft seiner väterlichen Gewalt kann der Mann seine Ehefrau in folgenden Fällen umbringen: 1. Ehebruch, 2. Unkeuschheit, 3. Verrat, 4. Trunksucht, Lasterhaftigkeit, 5. Verschwendung und Diebstahl, hartnäckige, 6. aufbegehrende Insubordination.
      Der Mann soll über das Weib verfügen können, nicht aber das Weib über den Mann. Eine solche Gleichstellung des Charakters wäre mit dem Gesetz der Unterordnung der Frau unvereinbar und deshalb widersinnig.
      Es ist eine Schande und eine Zeichen der Entartung unserer Gesellschaft, daß die Frau wegen Unverträglichkeit des Charakters oder Gewalttätigkeit ihres Gatten die Scheidung beantragen kann. Besteht seitens des Gatten kein Haß, keine Unmoral oder Unfähigkeit, keine bösen, grundlosen Laster, so soll die Klägerin schuldig erklärt und in ihren Haushalt zurückgeschickt werden.
      Der Mann soll seine Frau ad libitum verstoßen können. Es ist widersinnig, dem Gebieter zumuten zu wollen, gegen seinen Willen mit einem Weib zu leben.«

      Das erste Zitat stammt aus aus dem Tagebüchern von Pierre Joseph Proudhon, Carnets de P.J. Proudhon. Paris, 1960 (M. Rivière). [Deutsch von mir nach der englischen Übersetzung (http://www.marxists.org/reference/subject/economics/proudhon/1847/jews.htm)%5D,
      das zweite aus Michael Bakunin, Gesammelte Werke, Band 3 (hrgg. von Max Nettlau), Berlin 1924 (Syndikalist), S. 209 (Persönliche Beziehungen zu Marx [Ende 1871])
      das dritte aus Pierre-Joseph Proudhon, Von der Anarchie zur Pornokratie [a.d. Nachlaß, ca. 1858/59], Zürich 1970 (Arche Nova Verlag), S. 16

      (Proudhon hat übrigens den angekündigten Artikel gegen die Juden anscheinend nicht publiziert, aber sein Schüler Alphonse Toussenel führte dessen Gedanken im gleichen Jahr, 1848, in der Schrift »Les Juifs, Rois de l’Epoque« [Die Juden, Könige der Epoche] weiter aus.)

      Offenbar sind so große Leuchten der Aufklärung und des Sozialismus nicht frei von allen möglichen und unmöglichen Vorurteilen gewesen (um es mal zurückhaltend auszudrücken).
      Und wenn man das nicht ignorieren will, ergibt sich die Frage: Muß deshalb alles, was sie gesagt und geschrieben haben, in die Tonne gekloppt werden? Oder sind es Menschen in ihrer Zeit, die bei allen Widersprüchen uns auch heute noch etwas zu sagen haben. Trotz aller idiotischen Ansichten, die sie AUCH hatten.
      Womit sie ja garnicht so weit von uns allen entfernt sind.

      • Erika permalink
        21. Oktober 2012 10:07

        Ach, Bonaventura,
        schon wieder Perlen vor die Säue…
        https://syndikalismus.wordpress.com/2011/06/09/anarchistischer-funke-theorie-text-kommunismus/
        Der Satz „Lernen, lernen und nochmals lernen“ stammt bekanntermaßen von Lenin.
        Daraus haben die lieben GenossInnen schon vor Jahrzehnten ihre Konsequenzen gezogen; kein Wunder, daß dann „alte Säcke“ wie die „Frischlinge“ daherreden.

      • Anarchogomorrhist permalink
        21. Oktober 2012 14:58

        @ Bonny
        Gomorrhismus ( = Haß gegen Gott) war
        lediglich in Bezug zu den Zitierten verwendet,
        und da nun mal die Vergötterung am ehesten
        und intensivsten bei den Autoritären zuver-
        orten ist, war die Auswahl auf diese fokusiert

        @ch, Erika, dass Du dies noch nicht einmal
        mit Ach und Krach nachvollziehen kannst
        war vorhersehbar ……. Perlen vor die Erika.

  3. 15. Oktober 2012 20:45

    Ihr kommt mit der Wahrheit nicht zurecht, ihr rennt immer weiter nach rechts.

    • 18. Oktober 2012 12:43

      als die noch BSA hiessen, waren die lustiger:

      • Auch (nicht) lustig permalink
        21. Oktober 2012 11:13

        Obwohl wir vom „Faschismus diktiert“ sind (0:42), ist „unser Leben ein Stern mit fünf Zacken“ (1:34). Zum Glück gibts die „Gewerkschaft“ (2:22):

      • Eistortenbäcker permalink
        21. Oktober 2012 21:58

        Die BSA hatte sicher sowenig o/oo, dass sie alle ihre Arbeiterführerscheine behalten durften.

        Mir ist zu Ohren gekommen, dass Stalin sich aus dem Hohlschädel Trotzkis einen Spucknapf machen lassen wollte, stimmt das?

  4. Bandreite-Falken permalink
    16. Oktober 2012 10:31

    Ganz interessant: http://www.diebandbreite.de/stellungnahme-zum-beschluss-des-bundesausschuss-der-falken/

    Mit Gerichtsurteilen, die der taz und den Ruhrbaronen untersagen, die Bandbreite antisemitisch zu nennen. http://www.diebandbreite.de/wp-content/uploads/2012/10/Statement_DieBandbreite_FalkenBA.pdf

  5. Da geht einiges in Stuttgart permalink
    16. Oktober 2012 17:32

    Merkel wird in Stuttgart ausgepfiffen und ausgebuht. Lügenpack, Lügenpack schallt es ihr bei ihrem Wahlkampfauftritt für den CDU-Yuppie Turner entgegen; http://www.youtube.com/watch?v=CvIKSGd-A0A

    • Glaubenssachbearbeiterin permalink
      17. Oktober 2012 07:08

      Die Bundeskanzlerin lügt nie, eher würde ein Lügendetektor lügen.

  6. 17. Oktober 2012 01:48

    Portugal fährt dann mal runter.
    und das trotz gerade (15.10) wieder heftiger massenhafter Proteste, die wo mal wieder nicht vorkamen? Richtig. in den deutschen Mainstreammedien!
    Im Mittel soll der Einkommenssteuersatz um ein Drittel steigen, erhöht werden aber auch Immobilien-, Tabak-, Kraftfahrzeug- und Mineralölsteuer. Renten sollen um bis zu zehn Prozent, die Ausgaben für Arbeitslosen- und Krankengeld um jeweils fünf Prozent gekürzt werden.
    Au weia. Welche Wirtschaft kann denn sowas überleben? (Danke, Frank)
    (achtung, der link geht zur junk-world!)
    http://www.jungewelt.de/2012/10-17/061.php

    Dabei fällt gerade dem Weltwährungsfond!! dann mal auf, dass ihre Sparauflagen die Länder kaputtgemacht und nicht saniert haben. Wow. Nach nur wenigen Dekaden!:
    http://orf.at/stories/2146031/2146022/

  7. 17. Oktober 2012 02:17

    ach ja und das nächste ei kommt aus der körperöffnung des herrn sommer:
    „Er kämpfe für eine „neue Ordnung der Arbeit“ und suche dafür Bündnispartner. „Wenn ich sie in der SPD finde, ist das gut. Wenn ich sie auch in der CDU fände, umso besser“, sagte Sommer.“
    http://www.welt.de/politik/deutschland/article109810928/DGB-Chef-distanziert-sich-von-Peer-Steinbrueck.html
    „neue ordnung“- ja wir wissen schon, was bei sowat rauskommt.
    nach solchen entgleisungen mussman sich immer noch mal die geleakte 1.-Mai-Ansprache ansehen:
    https://syndikalismus.wordpress.com/2012/04/18/die-ultimative-dgb-ansprache-zum-1-mai/

  8. Anarchism: A Documentary History of Libertarian Ideas 1974-2012 (Volume 3) by Robert Graham (ed.) permalink
    17. Oktober 2012 12:33

    was lange währt, wird endlich gut, jedenfalls in diesem Fall 🙂

    Volume Three of Anarchism: A Documentary History of Libertarian Ideas 1974-2012 will be launched at a celebration on: November 20, 2012, Tuesday.
    Vancouver Public Library, 350 West Georgia St. Alice MacKay Room. Lower Level. 7 p.m.

    Three speakers will make a presentations – Robert Graham, the editor of the highly acclaimed three volume work, Dimitri Roussopoulos, speaking on the politics of the new anarchism, and David Turcato, on Malatesta for Today.

    700 page paperback edition will be available: list price $28.95 — during the book party only: $20.00
    http://de.anarchopedia.org/Robert_Graham

    http://robertgraham.wordpress.com/

    ————————
    from the Back Cover of Vol.3:

    Anarchism: A Documentary History of Libertarian Ideas

    Robert Graham, editor

    This is the third and final volume of Robert Graham’s acclaimed anthology of anarchist writings from ancient China to the present day. Volume Three documents the new directions and developments in anarchist ideas and practice from the late 20th century to the new millennium, as anarchism has come to inspire people involved in global justice, anti-capitalist and occupy movements all over the world. From Europe to the Americas, from Asia to Africa, anarchists have been at the forefront of the new social movements, providing not only a radical critique of transnational capitalism and authoritarian practices and institutions, but a positive vision of a world without domination or exploitation.

    “Anarchism: A Documentary History of Libertarian Ideas is both a map of a movement and a treasure trove of ideas – a valuable textbook for political militants and scholars alike.”

    Andrew Cornell, Oppose and Propose! Lessons from Movement for a New Society

    “Robert Graham’s excellent anthology on anarchism is essential reading for all those interested in libertarian thought. The breadth of authors and subjects is both comprehensive and impressive, giving a much needed overview of anarchism as an evolving and relevant social movement and theory.”

    Iain McKay, An Anarchist FAQ, editor of Property is Theft! A Pierre-Joseph Proudhon Anthology and Black Flag magazine

    “Robert Graham’s documentary series is an invaluable resource, with texts encompassing a remarkable range of theorists, organizations, and thematic issues.”

    Allan Antliff, Anarchy and Art: From the Paris Commune to the Fall of the Berlin Wall and Anarchist Modernism: Art, Politics, and the First American Avant-Garde
    Praise for Volume Two, The Emergence of the New Anarchism (1939-1977):
    “Robert Graham’s extraordinary anthology proceeds with this remarkable instalment, displaying as never before the creativity and originality of anarchist thinking between World War Two and the 1970s. Contemporary libertarians need to be aware of this rich legacy.”

    David Goodway, Anarchist seeds beneath the snow: left-libertarian thought and British writers from William Morris to Colin Ward

    “Volume Two highlights the essential works of anarchism published between 1939-1977, a period during which anarchism, it has been said, almost disappears from history. Graham’s selections shine a bright light on the period and help us understand how the Ideal stayed alive to burst phoenix like at the turn of the century, until becoming the current default position of the anti-globalization movement.”
    Dana Ward, Anarchy Archives, and „Alchemy in Clarens: Kropotkin and Reclus, 1877-1881“
    „In his selections Graham proves decisively that far from being lost decades for anarchism, the mid-twentieth century was a golden age for anarchist action and thought. Freed from the illusion of a common cause with Marxists, anarchist writers spearheaded debate on issues that would define new left thinking after the war. From co-operativism, ecology and feminism, to the new art, the peace movement and the sexual revolution, it is all here in brilliant clarity.“

    Michael Paraskos, Re-Reading Read: New Views on Herbert Read
    http://blackrosebooks.net/
    ———-
    http://en.wikipedia.org/wiki/Anarchism:_A_Documentary_History_of_Libertarian_Ideas

  9. Energiekostendebatte – Umverteilung mit sozialem Mäntelchen permalink
    17. Oktober 2012 12:38

    Quelle: http://www.nachdenkseiten.de/?p=14754
    Nun hat das Thema „Energiearmut“ offenbar auch die CDU erreicht. Bundesumweltminister Altmaier hat sich des Themas angenommen und will den Energieversorgern ins Gewissen reden – sie sollten doch bitteschön darauf verzichten, im nächsten Jahr die Erhöhung der EEG-Umlage voll auf den Verbraucher abzuwälzen. Das ist wenig überzeugend und kaum mehr als Augenwischerei. Die Energiewende ist ein großes und vor allem teures, jedoch im Kern sinnvolles, politisches Projekt. Sie stellt jedoch – so wie sie derzeit angegangen wird – auch eine grüngetünchte Umverteilung von unten nach oben dar. Die Lobbyverbände scharren schon mit den Hufen, um diesem Projekt ein Ende zu bereiten. Wer die Energiewende retten will, muss sie sozial verträglich gestalten. Nur so ist auf Dauer die nötige Akzeptanz bei der Bevölkerung zu erhalten. (…) Von Jens Berger.

  10. Erich Mühsam und sein Anarchismus (i.d. Spex) permalink
    17. Oktober 2012 12:53

    »Sich fügen heißt lügen« — DISSIDENTEN! von Tino Hanekamp
    http://www.spex.de/2012/10/10/tino-hanekamp-dissidenten-erich-muhsam/

  11. Karen Duve permalink
    17. Oktober 2012 23:51

    ACHTUNG: Diese Sendung ist nichts für schwache Nerven!

    Sandra Maischberger diskutiert mit TV-Moderator Frank Elstner, Theologin Uta Ranke-Heinemann, Ex-Bundesarbeitsminister Norbert Blüm, der gläubigen Sophia Kuby, der konvertierten Muslimin Nora Illi sowie Schriftstellerin Karen Duve.

    „Warum soll ein Gott sich eigentlich für meine öde Existenz, meine kleinen gierigen Wünsche, erbärmlichen Hoffnungen und Shopping-Touren interessieren?“, fragt sich die Atheistin Karen Duve und staunt, „dass demokratisch erzogene Europäer es attraktiv finden, in allen Aspekten ihres Lebens von einem gütigen, himmlischen Diktator überwacht zu werden“. Die Schriftstellerin (Bestseller: „Anständig essen. Ein Selbstversuch“) findet es arrogant zu glauben, man sei im Besitz der allein selig machenden Wahrheit und hält Religion für irrational, wissenschaftsfeindlich und gefährlich.

    Himmel, Herrgott! Wieviel Religion braucht man zum Leben? – Karen Duve bei Maischberger

  12. OBAMA vs ROMNEY - The Final Presidential Debate permalink
    17. Oktober 2012 23:54

    OBAMA vs ROMNEY – The Final Presidential Debate (RAP NEWS 16)

  13. 18. Oktober 2012 06:31

    Verfassungsschützer gibt Abhör-Info an Ku-Klux-Klan
    Die Verbindungen des Landesverfassungsschutzes zum rechtsextremen Ku-Klux-Klan (KKK) haben eine größere Dimension als bisher angenommen. Ein Verfassungsschutz-Mitarbeiter gab Informationen über die Überwachung der Organisation an den deutschen Ableger des KKK weiter. Dies bestätigte Innenminister Reinhold Gall (SPD) am Mittwoch.
    (Den Verräter haben sie dann still und leise rausgekantet, damit das bloß nicht öffentlich wird.)
    http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/vv=teaser-12/nid=1622/did=10457020/j1zq71/index.html

    • 18. Oktober 2012 06:37

      alles bedauerliche Einzelschicksale-
      http://www.tagesschau.de/inland/nsu-untersuchungsausschuss102.html
      nsu-Ausschuss berät über weitere Aktenlöschungen:
      Nach übereinstimmenden Berichten von Nachrichtenagenturen geht daraus hervor, dass das Bundesamt für Verfassungsschutz mehr Akten über Rechtsextremismus geschreddert hat als bisher bekannt. In Engelkes Bericht ist demnach die Rede von insgesamt 310 vernichteten Akten. Bislang waren nur 26 Fälle publik –
      aber es soll ja auf keinen Fall um Vertuschung gegangen sein..

  14. Setzt nicht auf die Politik! Die gesellschaftliche Linke braucht eine Debatte über Selbstermächtigung. permalink
    19. Oktober 2012 10:00

    Quelle: http://www.neues-deutschland.de/artikel/801773.setzt-nicht-auf-die-politik.html
    Beim bundesweiten Aktionstag UmFairteilen protestierten in 40 Städten bundesweit laut Veranstalter 40.000 Menschen für eine andere Steuerpolitik, mehr Gerechtigkeit und die Zukunft des Sozialstaats. Dass die Medien gegen Ende des Tages die Zahlen der Veranstalter übernahmen, nachdem es tagsüber noch ganz anders aussah, spricht dafür, dass sie den Protesten wohlgesonnen waren. Das kann schon mal vorkommen. Darauf zu setzen kann aber gefährlich sein. Von Ingo Stützle19.10.2012 / In Bewegung

    Schließlich gehorchen die Medien ihrer eigenen Logik. Bei UmFAIRteilen herrschte eine symbolische Politik und Bilderproduktion für die Medien vor. So wurden in Erfurt symbolisch Geldsäcke zur Bürgermeisterin gebracht – zum fairteilen. Im Gegensatz hierzu setzte etwa Blockupy oder die Kampagne Castor schottern! darauf, vielen Menschen ein Angebot für zivilen Ungehorsam zu machen und so die Medien dazu zu zwingen, »zuzuhören«.

    Ein einheitliches Bild gab der Protesttag jedoch nicht ab. Während in Hamburg Parteien und deren Fahnen dominierten und schon Wahlkampf geführt wurde, sah es in Bochum ganz anders aus. Hier schien die lokale Bündnisstruktur soziale Initiativen ebenso auf die Straße gebracht zu haben wie gewerkschaftlicher Protest.
    Nachbereitung steht noch aus
    Eine politische Nachbereitung zu UmFAIRteilen ist bisher kaum erfolgt – zumindest nicht öffentlich. Zwar wurde hier und da positiv herausgestellt, dass mit dem Aktionstag ein Anfang gemacht wurde: Auf einem bundesweiten Bündnistreffen am 10. November 2012 soll das weitere Vorgehen besprochen werden. Bisher ist jedoch völlig unklar, wie es weitergehen soll.

    Andere Akteure sind da schon weiter. …weiter…s.o. >Quelle

  15. Direkte Demokratie: Modell Island, vorbildlich für Europa? permalink
    19. Oktober 2012 14:39

    http://www.heise.de/tp/artikel/37/37842/1.html

    Die Isländer stimmen mit einem beratenden Referendum über einen neuen Verfassungsentwurf und daraus entnommene Vorschläge ab, die von Bürgern erarbeitet wurden, und Zeichen für eine partizipative parlamentarische Demokratie setzen

    Thomas Pany, Quelle: heise.de/Telepolis

  16. Tolstoi: Revolution als individuelle Vervollkommnung - Klassiker der Religionskritik permalink
    20. Oktober 2012 10:24

    http://hpd.de/node/14160
    (hpd) Der soeben erschienene Band 11 der Reihe „Klassiker der Religionskritik“ stellt keinen Atheisten vor, sondern Leo Tolstoi. Seine Auffassung von Christentum brachte den Schriftsteller nicht nur in Konflikt mit der Kirche, sondern rüttelte auch an den Grundfesten des Staates.
    hpd sprach mit Herausgeber Ulrich Klemm über Tolstois Vorstellungen von Vernunft, die Ablehnung von Gewalt und die Wirkung des Autors im 20. Jahrhundert.
    Leo Tolstoi war, wie bereits der Klappentext einräumt, kein Atheist. Inwiefern passt er dann in eine Reihe „Klassiker der Religionskritik“?

    Ulrich Klemm: Es stimmt, Tolstoi war kein Atheist, jedoch der vielleicht wortgewaltigste Religions- und Kirchenkritiker des 19. Jahrhunderts überhaupt, der bis heute deutliche Spuren hinterlassen hat. Als christlicher bzw. religiöser Anarchist kämpfte er gegen Kirche und Staat ebenso wie gegen Eigentum und Rechtsvorschriften.

    • Wer hat Angst vor iTolstoi? permalink
      21. Oktober 2012 15:24

      Wer hat Angst vor iTolstoi?

  17. Wilfried Schmickler zu Beruhigungsmitteln: Gehen Sie doch ganz einfach mal wieder auf die Straße permalink
    20. Oktober 2012 10:48

    Wilfried Schmickler – Die Montagsfrage zu Beruhigungsmitteln: Gehen Sie doch ganz einfach mal wieder auf die Straße
    Quelle: WDR 2
    http://www.wdr2.de/unterhaltung/kabarett/wilfried_schmickler100.html

  18. Der Neandertaler in Dir oder wer den Neandertaler nicht ehrt, der ist den Erkenntnisheller nicht wert permalink
    20. Oktober 2012 15:49

    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/#/beitrag/video/1540128/Der-Neandertaler-Code

  19. Der Sozialrassismus... Sozialabbau und dessen Auswirkungen bezogen auf Arbeiter ! permalink
    20. Oktober 2012 17:56

  20. Klassenlosigkeit manifestiert Klassengegensätze permalink
    20. Oktober 2012 23:18

    Quelle: http://ad-sinistram.blogspot.de/2012/10/klassenlosigkeit-manifestiert.html

    Die moderne Rechte lebt in einem anderen Biotop als es die klassische tat. Letztere stellte sich den klassenkämpferischen Impulsen innerhalb der Gesellschaft, erkannte an, dass es etwas wie verschiedene Interessen und gegeneinander abzuwägende Positionen gibt, die dann wiederum von der staatlichen Macht gelenkt und zusammengebracht werden müssen, um sozialen Frieden zu erhalten. Die moderne Rechte erkennt die klassenkämpferischen Stimuli innerhalb des Gesellschaftsgefüges nurmehr als verstaubtes Theorem an; sie leugnet hartnäckig, dass es etwas wie gegensätzliche Interessen auch nur geben könnte. Kommen sie doch als Tagesordnungspunkt auf die Agenda, so diffamiert man sie als Ausdruck ideologischen Denkens und altbackener Sektiererei.

    Die Auflösung des Klassenkampfes, schon in den Sechzigerjahren von Herbert Marcuse enttarnt, als er den westlichen Menschen und seine Gesellschaft als eindimensional bezeichnete, als er die Vermengung einzelner Interessen, klassenspezifischer Interessen genauer gesagt, zu einem einzigen Sud beschrieb und hierin eine industrielle Einheitsfront und eine Burgfriedenmentalität offenlegte. Partikularinteressen gingen demnach im allgemeinen Interesse auf, was nicht weiter sei, als die begriffliche Umdeutung der Interessen der Herrschenden. Der moderne internationale Konservatismus wirkt in dieser Form seit Jahren …

  21. Tolle Theorien - wieviel Unvernunft verträgt die Wissenschaft? permalink
    21. Oktober 2012 15:57

    Tolle Theorien – wieviel Unvernunft verträgt die Wissenschaft?

    Die Thesen von Erfolgsautor und „Alien-Jäger“ Erich von Däniken, der sich seit Jahrzehnten mit außerirdischem Leben auf der Erde befasst, faszinieren Millionen von Menschen – viele Andere halten den Schweizer und seine Theorien einfach nur für verrückt. Und immerhin die Hälfte aller Deutschen glaubt an Astrologie, wodurch die Vertreter dieser Zunft – wie der deutsche Star-Astrologe Winfried Noé – gutes Geld damit verdienen. Wissenschaftlich zu belegen sind aber weder Dänikens Thesen noch Noés Prognosen, weshalb sich beide immer mit wieder dem Vorwurf der Pseudowissenschaft konfrontiert sehen.

    Ihren Erfolg und ihre Popularität allerdings hätte so mancher Natur- und Sozialwissenschaftler sicher ebenfalls gerne: Über 60 Millionen Bücher hat von Däniken schon verkauft, während sich Noé ein wahres Astrologie-Imperium aufgebaut hat. Im aktuellen Talk im Hangar-7 verteidigen beide ihre Zunft als durchaus ernstzunehmende Disziplin – während namhafte Natur- und Sozialwissenschaftler entgegnen, dass Unvernunft zwar der Auslöser für wissenschaftliche Arbeit sein darf, aber niemals deren Ergebnis sein kann.

    Unsere Gäste sind:
    Erich von Däniken – der Beststeller-Autor sammelt seit fast 50 Jahren Beweise für den Besuch von Außerirdischen auf der Erde und wirft der Wissenschaft vor, sie folge einem Zeitgeist, der keinerlei Unvernunft zulässt.

    Winfried Noé – der bekannte Astrologe erreicht mit seinen Horoskopen in verschiedenen Zeitschriften Millionen von Menschen: Als studierter Jurist und Psychologe fordert er von der Naturwissenschaft, nicht nur einseitig und linear zu denken.

    Heinz Oberhummer – der Astrophysiker an der Technischen Universität in Wien und Vorsitzende der österreichischen Skeptiker-Organisation sagt, Pseudowissenschaften geben sich selbst den Anschein von Wissenschaftlichkeit.

    Markus Pössel – der Astronom und Wissenschaftskommunikator am Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg und hat sich intensiv mit den Thesen Erich von Dänikens beschäftigt. Sein Fazit: Der Schweizer hat nichts zur Wissenschaft beigetragen.

    Gerhard Vollmer – für den Erkenntnisphilosophen und Wissenschaftstheoretiker an der Technischen Universität in Braunschweig liegt der richtige Weg der Wissenschaft irgendwo zwischen kühnen Vermutungen und strenger Kritik.

    Edgar Wunder – der Sozialwissenschaftler an der Universität Heidelberg und Vorstand der Gesellschaft für Anomalistik sieht in der allgemeinen Wissenschafts-Gläubigkeit eine besondere Form des Aberglaubens.

    Moderation: Isabella Richtar

  22. Solidarität mit Botschaftsbesetzer_innen permalink
    21. Oktober 2012 17:21

    Kurzfristig haben sich in Erfurt ca. 50 Menschen zusammengefunden, um sich mit den Besetzer_innen der nigerianischen Botschaft zu solidarisieren. Am 15.10.2012 wurde in Berlin die Botschaft Nigerias von Antira-Aktivist_innen besetzt, um gegen die Zusammenarbeit des nigeranischen Staates mit den deutschen Abschiebebehörden zu protestieren. Die Besetzung wurde kurz darauf von der Polizei auf ihre Art und Weise beendet. Die Demonstration in Erfurt richtete sich gegen das brutale Vorgehen der Polizei bei der Beendigung der Besetzung, sowie die anschließende Verhaftung der Aktivist_innen.

    Solidarität mit Botschaftsbesetzer_innen

  23. KenFM im Gespräch mit Jean Ziegler über: Welthunger & Nahrungsspekulation permalink
    21. Oktober 2012 20:01

  24. Noam Chomsky: Russisch-Roulette mit dem Atomkrieg (Kuba-USA) permalink
    21. Oktober 2012 20:04

    Quelle: http://www.freitag.de/autoren/der-freitag/russisch-roulette-mit-dem-atomkrieg
    Kuba-Krise Präsident Kennedy wird oft für sein Management der Krise gelobt. In Wahrheit ging er ein verblüffendes Risiko ein, um die militärische Hegemonie der USA durchzusetzen
    Als vor 50 Jahren bekannt wurde, dass die Sowjetunion mit Atomsprengköpfen bestückte Raketen auf Kuba stationiert hatte, stand die Welt eine Woche lang still, bis die Krise offiziell überwunden wurde. Was die Öffentlichkeit nicht wußte: Sie war auch wirklich nur öffentlich überwunden…

  25. KenFM über: Franchise Terrorismus 2012. Syrien auf der Abschussliste! permalink
    21. Oktober 2012 20:07


    MP3-Download hier: http://www.kenfm.de/wordpress/2012/10/17/franchise-terrorismus

    Das erste, was in einem Krieg stirbt, ist die Wahrheit. Das stimmt. Fast. Die Wahrheit stirbt schon VOR dem Krieg, damit dieser überhaupt stattfinden kann. Das war immer so und ist im aktuellen Fall Syrien nicht anders. Ebenfalls unverändert ist die Tatsache, dass eine Supermacht Krieg aus taktischen Gründen auch „outsourced“. Nennen wir das „Franchise Terrorismus“. In der Tat sind diese mit McDonald´s berühmt gewordene Geschäftsidee und die moderne, verdeckte Kriegsführung miteinander verwand. Eine Analyse dieser Taktik und des Status quo der gesamten Kampfzone.

    http://www.kenfm.de/wordpress/unterstutze-kenfm

  26. Neubauten für Reiche z.B. Hamburg: Wohnungsnot wird zu immer größerem Problem permalink
    21. Oktober 2012 21:31

    Quelle: http://www.jungewelt.de/2012/10-22/040.php
    »Bündnis Mietenwahnsinn stoppen« kündigt Großdemonstration für 10. November an
    Von Mirko Knoche
    Die Wohnungsnot entwickelt sich zum bundesweiten Phänomen. Noch ist die Lage in Hamburg am dramatischsten, die Neuvermietungen kosten dort mittlerweile 60 Prozent mehr als die Bestandsmieten. Am Wochenende beschäftigte sich ein dreitägiger Kongreß des Bündnisses »Mietenwahnsinn stoppen« mit Gegenentwürfen…weiter…s.o.

    http://mietenwahnsinn.rechtaufstadt.net/

    Aktionstag: Suchst du noch oder wohnst du schon?
    27. Oktober 2012 – 14:00 14 Uhr Campus Uni Hamburg (vorm Audimax)

    Demonstration: Schlaflos in Hamburg! Mietenwahnsinn stoppen!
    10. November 2012 – 13:00
    Hachmannplatz, HBF

    Aufruf: Schlaflos in Hamburg! Mietenwahnsinn stoppen!
    Mietenwahnsinn in Hamburg

    Die Wohnungsmisere in Hamburg spitzt sich zu. Die Mieten steigen seit Jahren und sind heute für eine wachsende Zahl Menschen nicht mehr finanzierbar. Wer das Glück hat, eine Wohnung zu finden, zahlt bei Neuvermietungen durchschnittlich über 11 Euro kalt – das bedeutet einen Anstieg von 11% gegenüber dem Vorjahr. Im Jahr 2013 wird Hamburg München als teuerste Stadt zum Wohnen ablösen. Es gibt immer weniger Sozialwohnungen: Mitte der 1970er Jahre waren es in Hamburg noch 400.000, inzwischen sind es nur noch knapp 100.000. Dabei haben 43% aller Hamburger_innen einen gesetzlichen Anspruch auf eine Sozialwohnung.

    Aufwertungen und Umstrukturierungen ganzer Stadtteile, wie sie beispielsweise in St. Pauli, Wilhelmsburg oder St. Georg zu beobachten sind, folgen einer unmenschlichen Verwertungslogik und sind Ausdruck einer marktorientierten Politik, die gezielt teuren Wohnraum schafft. Dabei wird verdrängt, wer sich die Mieten nicht mehr leisten kann; das Geld entscheidet über den Zugang zu Wohnraum. Dieser Zustand trifft am Härtesten die Menschen, die ohnehin benachteiligt sind: weil sie von rassistischer Ausgrenzung betroffen, prekär beschäftigt oder arbeitslos sind. Auch Auszubildende und Studierende finden immer schwieriger Platz zum Wohnen. Zunehmend werden Menschen in die Wohnungslosigkeit gedrängt.

    Auf der anderen Seite nimmt der Leerstand zu. Während nach Schätzungen 90.000 Wohnungen fehlen, standen 2011 1.500 Wohnungen und 1,4 Millionen qm Büroraum (knapp 10% aller Büroflächen) in Hamburg leer. Tendenz steigend. Wir finden, dieser Raum muss genutzt werden, und fordern deshalb, Leerstandsbesetzungen nicht mehr zu kriminalisieren.
    Wohnungspolitik des Senats

    Der SPD-Senat behauptet, etwas gegen diese Zustände zu unternehmen, und kündigt an, dafür zu sorgen, dass 6.000 Wohnungen jedes Jahr gebaut werden. Von diesen solle „ein Drittel bezahlbar“ sein (Stadtentwicklungssenatorin Jutta Blankau). Die übrigen 4.000 Wohnungen werden zu Höchstpreisen verkauft oder vermietet. Und selbst von den angekündigten „bezahlbaren“ 2.000 Sozialwohnungen, die pro Jahr neu entstehen sollen, werden nur 1.200 klassische Sozialwohnungen im 1. Förderweg (5,90 Euro/qm Einstiegsmiete) entstehen. Die übrigen 800 werden im 2. Förderweg (Einstiegsmiete 8,00 Euro/qm) gebaut. Die Zahl der Sozialwohnungen sinkt dramatisch, weil jedes Jahr 5.700 Wohnungen aus der Sozialbindung fallen.

    Ansteuern gegen den Mietenwahnsinn könnte die SAGA-GWG, die im Besitz der Stadt ist. Doch diese erhöhte lieber wieder kurz nach Erscheinen des letzten Mietenspiegels die Mieten zigtausender Wohnungen.

    Das Gerede der SPD über neue stadtplanerische Konzepte mit Bürger_innenbeteiligung steht im Widerspruch zu ihrer Politik, die diese fröhlich ins Leere laufen lässt. Trotz des jahrelangen lauten Protestes hat sich nichts Grundlegendes geändert. Der Senat sorgt dafür, dass Mitbestimmung von An- und Bewohner_innen erfolgreich verhindert wird.

    Wohnraum ist für Politik und Wirtschaft eine Kapitalanlage und die Spekulation damit in Hamburg sehr lukrativ. Statt an den Bedürfnissen der Bewohner_innen, ist die Politik des Senats an den Gewinnen von Investor_innen orientiert.
    Was tun?

    Der stetige Mietenanstieg kann nur durch unseren Widerstand gestoppt werden. Im Herbst wollen wir den Protest gegen die Stadtentwicklungspolitik des Hamburger Senats auf die Straße tragen. Wir haben eine andere Vorstellung von Stadtentwicklung und Wohnungspolitik als Senat und Wirtschaft. Langfristig bezahlbarer Wohnraum muss erkämpft werden. Das zeigen nicht nur die Hafenstraße und andere Besetzungen, sondern auch Mieter_innenkämpfe, als deren Ergebnis die Häuser jetzt in den Händen der Bewohner_innen sind.
    Wir fordern:

    – Leerstand muss bewohnt werden! Entkriminalisierung von Besetzungen leerstehender Häuser!

    – Wir brauchen einen auf lange Sicht sozialen Wohnungsbau, keine kurzen Sozialbindungen, und die Möglichkeit zu demokratischer Teilhabe.

    – Damit endlich Schluss ist mit dem Mietenwahnsinn, brauchen wir eine gesetzlich festgelegte Mietobergrenze bei allen Neuvermietungen, die weit unter dem aktuellen Mietendurchschnitt in Hamburg liegt!

    – Wohnraum ist keine Ware, sondern ein öffentliches Gut, das wir zum Leben brauchen! Wohnraum muss dem profitorientierten Markt entzogen und allen Menschen zur Verfügung gestellt werden! Wir fordern eine Vergesellschaftung von Wohnraum!
    Nehmen wir uns das Recht auf Stadt! Die Stadt ist unsere!

    27. Oktober. Aktionstag.

    10. November 2012. Demonstration: Schlaflos in Hamburg? Mietenwahnsinn stoppen!

  27. Generation Internet 23.0 permalink
    21. Oktober 2012 23:13

    Kussroboter für Fernbeziehung

    Nico Rau stellt Kissenger vor, der reale Küsse per Internet überträgt

    Küssen ist wichtig, es ist eine bedeutende Form der menschlichen Kommunikation. Mit einem Kuss werden emotionale Botschaften wie Liebe, Respekt, sexuelle Lust und andere Gefühle transportiert. So erklärt Hoomani Samani auf seiner Internetseite Lovotics, warum für die Fernbeziehung der Kussroboter unerlässlich ist.

    Dass Roboter mittlerweile tolle Dinge können, dafür gibt es unzählige Beispiele: Sie bauen Autos zusammen, fliegen auf den Mars, saugen das Zimmer, gewinnen bei SchnickSchnackSchnuck oder schnippen Steine über einen See. Jetzt soll die Robotertechnik auch Verliebten zu Gute kommen, die eine Fernbeziehung führen.
    Kalt wie Hundeschnauze

    Ein Kusswerkzeug aus Plastik, Draht und Silikon bietet die Firma Lovotics an. Der so genannte Kissenger soll die realen Küsse einer Person digitalisieren und über das Internet zu einer anderen Person übertragen.

    http://wissen.dradio.de/wissenschaft-kussroboter-fuer-fernbeziehung.40.de.html?dram:article_id=224337&dram:audio_id=147987&dram:play=1

    Mehr bei DRadio Wissen:

    Psychologie: Mensch liebt Roboter
    Dörte Fiedler über Roboter, die unsere Darwin’schen Knöpfe drücken und Emotionen erzeugen.
    (Natur vom 10.02.2012)
    http://wissen.dradio.de/psychologie-mensch-liebt-roboter.35.de.html?dram:article_id=14969

    Weitere Informationen:

    Send A Kiss Over The Internet With The Kiss Transmission Device #DigInfo

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