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Kultur statt nationalistischer Müll

2. Oktober 2012

Ein Gutes hat ein solcher Feiertag ja. Wenn man nicht zur Arbeit muss kann man ja endlich mal Ausschlafen und sich etwas Kultur zu Gemüte führen. Zum Beispiel mal wieder Bakunin lesen oder Rudolf Rocker oder sich darüber schlau machen, was in der Prinzipienerklärung des Syndikalismus zum Thema Kultur gesagt wird. Gut ist es natürlich auch, dem Nationalismus öffentlich die rote Karte zu zeigen. Sich an den Aktionen gegen den Nationalfeiertag und die herrschende Klasse zu beteiligen. Oder eine Kombination von beidem. Wir haben hier jedenfalls ein paar Lieder von Rummelsnuff aus Berlin zusammengestellt. Seinen ganz eigenen Stil bezeichnet er übrigens als „modernes Arbeiterlied“. Falls du ihn noch nicht kennst lass dich überraschen. Viel Spass beim hören.

8 Kommentare leave one →
  1. 3. Oktober 2012 00:22

    John Bilezikjian: Oud

    The Partisan

    When they poured across the border
    I was cautioned to surrender,
    this I could not do;
    I took my gun and vanished.
    I have changed my name so often,
    I’ve lost my wife and children
    but I have many friends,
    and some of them are with me.

    An old woman gave us shelter,
    kept us hidden in the garret,
    then the soldiers came;
    she died without a whisper.

    There were three of us this morning
    I’m the only one this evening
    but I must go on;
    the frontiers are my prison.

    Oh, the wind, the wind is blowing,
    through the graves the wind is blowing,
    freedom soon will come;
    then we’ll come from the shadows.

    Les Allemands e’taient chez moi, (The Germans were at my home)
    ils me dirent, „Signe toi,“ (They said, „Sign yourself,“)
    mais je n’ai pas peur; (But I am not afraid)
    j’ai repris mon arme. (I have retaken my weapon.)

    J’ai change‘ cent fois de nom, (I have changed names a hundred times)
    j’ai perdu femme et enfants (I have lost wife and children)
    mais j’ai tant d’amis; (But I have so many friends)
    j’ai la France entie`re. (I have all of France)

    Un vieil homme dans un grenier (An old man, in an attic)
    pour la nuit nous a cache‘, (Hid us for the night)
    les Allemands l’ont pris; (The Germans captured him)
    il est mort sans surprise. (He died without surprise.)

    Oh, the wind, the wind is blowing,
    through the graves the wind is blowing,
    freedom soon will come;
    then we’ll come from the shadows

    [I developed the strange notion, that the Nazis were overthrown by songs. L.C.]

  2. 3. Oktober 2012 00:48

    Esther und Edna Berjerano & Coincidence

    Shtil, di Nakht iz Oysgeshternt

    von Hirsch Glik (1922 – 1944)

    shtil di nakht iz oysgeshternt
    un der frozt er hot gebrent,
    tsi gedenkstu vi ikh hob dikh gelernt,
    haltn a shpayer in di hent.

    a moyd, a peltsl un a beret,
    un halt in hant fezt a nagan,
    a moyd mit a zametenem ponim,
    hit op dem soynes karavan.

    getsilt, geshozn un getrofn,
    hot ir kleyninker piztoyl,
    an oyto a fulinkn mit vofn,
    farhaltn hot zi mit eyn koyl.

    fartog fun vald aroysgekrokhn,
    mit shney girlandn oyf di hor,
    gemutikt fun kleyninkn nitsokhn,
    far undzer nayem frayen dor.

    shpayer: Schußwaffe
    nagan: Revolver
    piztoyl: Pistole

  3. Küstenhinterland zum Tag der deutschen Freizeit permalink
    3. Oktober 2012 03:00

    Einigkeit und Blech und Freizeit
    für das Küstenhinterland
    darauf lasst uns einen heben
    liderlich mit Sex am Strand
    Einigkeit und Blech und Freizeit
    sind Garant für Flaschenpfand
    blüh im Glanze roter Nasen
    Schleswig-Holstein-Schlammverwandt

    das war ein schöner Lied
    der hat so gut geklingt
    drum wird die vierte Strophe auch gesingt

  4. Der 3. Oktober - Ein wirklich guter Grund zum Feiern ;-) permalink
    3. Oktober 2012 10:23

    ❗ ❗ ❗ 1988 verreckte der blauweiße Faschist FJS ❗ ❗ ❗

    • Erik Alfredsson permalink
      4. Oktober 2012 18:45

      Danke für den Link, besonders Polkahontas gefällt mir: mit oberdeutscher Gemütlichkeit klingt der alte Slime-Titel viel radikaler, überzeugender als das Original. Danke!

  5. zur feier des tages permalink
    6. Oktober 2012 10:39

    zur feier des tages

    http://ueberlebeninaltona.blogsport.de/2012/10/03/zur-feier-des-tages/

  6. Johnny Flash permalink
    13. Oktober 2014 00:14

    Johnny Flash

    Der arbeitslose Elektriker Jürgen Potzkothen wohnt bei seiner Mutter und träumt vom Glück als Schlagersänger. Als er sich mit einem Demoband beim Künstleragenten Terrence Toi vorstellt, wird er — eher zufällig — engagiert und bekommt den Künstlernamen Johnny Flash. Zur gleichen Zeit möchte ihn jedoch auch die Musikredakteurin Cornelia Dohm für ihre Musiksendung engagieren. Im entstehenden Wettstreit zwischen den Musikagenten wird der naive Jürgen zum Spielball kommerzieller Interessen. Letztendlich jedoch verschafft ihm der von Toi organisierte Gesangsauftritt bei einer Schlager-Hitparade den großen Durchbruch. Er wird über Nacht zum großen Star, während Cornelia Dohm von Begeisterten niedergetrampelt wird.

    Helge Schneider 😉

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