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Solidarität mit dem Institut für Syndikalismusforschung nötig!

17. April 2012

Heiner Becker verlangt über 2.000 Euro für Texte von Rudolf Rocker.

In der Auseinandersetzung mit dem Rechteinhaber Heiner Becker um die Urheberrechte auf die Werke von Rudolf Rocker ist die gerichtliche Zahlungsaufforderung beim juristisch Verantwortlichen der Webseite des Instituts für Syndikalismusforschung eingetroffen.

Heiner Becker verlangt 2.247,03 Euro für seine Anwaltskosten, die durch die Veröffentlichung von Texten Rudolf Rockers entstanden sind. Auf der Homepage des Instituts für Syndikalismusforschung waren einige Texte Rockers zeitweilig ohne kommerzielles Interesse für jedermann öffentlich zugänglich. Im Zuge einer von Becker betriebenen Unterlassungsaufforderung musste das Institut für Syndikalismusforschung diese Texte von seiner Webpräsenz nehmen. Neben Texten von Rudolf Rocker sind auch solche von Milly Witkop-Rocker betroffen. Bis zum Jahr 2029 hat Heiner Becker die alleinigen Urheberrechte an Texten Rudolf Rockers. Erst dann werden dessen Schriften gemeinfrei.

Die finanzielle Forderung von Heiner Becker übersteigt die finanziellen Möglichkeiten des Instituts für Syndikalismusforschung. Wir sehen uns daher gezwungen, uns an die solidarische Öffentlichkeit zu wenden, um die von Heiner Becker geforderte Summe aufbringen zu können. Wir bitten um die Verbreitung dieses Aufrufs und um Spenden auf das folgende Konto:

Folkert Mohrhof
Kontonummer: 2002314600
BLZ: 43060967
GLS Bank Bochum
IBAN: DE64430609672002314600
BIC: GENODEM1GLS

Kennwort: Soli Syfo

Wir werden die Spendeneingänge unterhalb dieses Aufrufs auf dem Blog http://syndikalismusforschung.wordpress.com/2012/04/17/solidaritat-mit-dem-institut-fur-syndikalismusforschung-notig/ verzeichnen. Für weitere Informationen zu den Vorgängen um die Urheberrechte von Rudolf Rocker siehe die Veröffentlichungen des Institutes für Syndikalismusforschung:

„Rudolf Rocker soll verschwinden“ Erklärung des Instituts für Syndikalismusforschung von Juni 2011

Unterlassungsaufforderung Rudolf Rocker: Beckers Anwalt fordert fast 2000 Euro vom November 2011

Siehe auch die Sonderseite „Rudolf Rocker darf nicht verschwinden“ und von: Valentin Tschepego: „Der diskrete Charme der Bibliothek Theleme oder das Gespenst des Urheberrechts“ in Syfo – Forschung&Bewegung Nr.1/2011

Neben diesem Spendenaufruf möchten wir noch auf Folgendes  hinweisen: Wie wir wissen, sind weitere Personen von Beckers Urheberrechtsansprüchen betroffen. Gegen sie wurden auf Anzeige von Heiner Becker in Folge einer Denunziation polizeiliche Ermittlungsverfahren eingeleitet, so u.a. gegen den Herausgeber der Zeitschrift „Barrikade“.

Dazu siehe:

Urheberrechte von Rudolf Rocker: Erklärung des Barrikade-Herausgebers vom November 2011

Erklärung des Herausgebers der Barrikade: Wem gehört Rudolf Rocker von März 2011

Quelle: Rundschreiben des Instituts für Syndikalismusforschung

36 Kommentare leave one →
  1. Gespannt permalink
    17. April 2012 22:39

    ob der Berliner FAU Denunziant nun zu Potte kommt und sich zu seinem Fehlverhalten adequat verhält. D.h. die Kosten übernimmt.

  2. Anonymous permalink
    18. April 2012 07:21

    Bei solchen Kommentaren steigt doch die Lust zu Spenden ins Unermeßliche…. wer Solidarität fordert, sollte vielleicht zumindest seinen verbitterten Anhang zu etwas Demut anhalten…..

  3. Folkert permalink
    18. April 2012 12:06

    @ Anonymous

    »Demut vom eigenen verbitterten Anhang verlangen« ?

    Das trifft den richtigen Ton – Demut und Reue sollte hier wohl von anderen Säulen- und Scheinheiligen, angeblichen AS-Pappkameraden, eingefordert werden, die für diese Obersauerei verantwortlich sind – und nicht von den »verbitterten« Genoss~innen, die die Schweinerei von ihren sauer verdienten Löhnen abzwacken müssen, während sich FRechtsanwälte, Heiner Becker und die FAU Berlin dreckig ins Fäustchen lacht.

    Bin mal gespannt, ob irgendeiner der Bande auch nur einen Cent zahlt.

  4. Schwarze Mieze permalink
    18. April 2012 13:02

    Habt ihr mal ein anderes Spendenkonto? Ich würde ja durchaus etwas überweisen. Aber ganz sicherlich nicht auf das Konto von Folkert Mohrhof, wenn das der gleiche Mensch sein sollte, der sich hier in Kommentar #3 – kann man leider nicht anders nennen – ausgekotzt haben sollte. Wenn man sowas liest, fällt es schwer, den Glauben an die Möglichkeit einer freien Gesellschaft nicht schon am Anfang zu verlieren.

    • M.V. permalink
      18. April 2012 14:32

      Hallo Schwarze Mieze. Du machst deine Solidarität davon abhängig ob dir der Kontoinhaber sympathisch ist oder nicht. Wenn es dir um die Sache gehen würde, wäre das kein Problem. Und wenn du seine Auffassungen nicht teilst, dann widerlege sie doch inhaltlich, anstatt hier einen auf Moral zu machen. In der Sache hat Folkert doch Recht.

    • Pete Seeger permalink
      18. April 2012 14:49

    • Bonaventura permalink
      23. April 2012 01:05

      @Schwarze Mieze:
      wenn dir Folkerts Konto nicht gefällt, dann mach doch ein eigenes Soli-Konto für Syndikalismus-Forschung auf. Du mußt natürlich genauso wie Folkert für Transparenz sorgen und die eingegangenen Gelder entsprechend und zuverlässig abrechnen und überweisen. Machst du das?
      Wenn nicht, dann halte deine Schnute geschlossen, oder sei so ehrlich und sage, daß du nicht solidarisch sein willst (wobei ich besser gefunden hätte, daß du einfach geschwiegen hättest, weil du dir dann die Backpfeifen erspart hättest).

  5. V.T. permalink
    18. April 2012 15:28

    an Anonymous: stell dir vor, ich finde einige Ausdrucksformen auch nicht prickelnd. Wenn du aber nach irgendwelchen „Opfern“ suchst, die Demut fordern sollen – dann suche sie gefälligst woanders. Bei dir und deinesgleichen ist es anscheinend üblich, dumpfe Kommentare auf andere Leute zu projezieren.
    Eine ausführliche Stellungnahme zu diesem Ereignis folgt demnächst – leider hab ich wenig Motivation Energie in diesen Dreck zu investieren – weil ich insgesamt wenig Vorliebe für juristische Auseinandersetzungen habe.
    Vom sachlichen Standpunkt hat der sgn. „Gespannte“ übrigens absolut recht. Es geht nicht an, dass Fehlverhalten von den Betroffenen korrigiert werden muss, und die Verursacher sich fein raushalten.
    an Schwarze Mieze: mir fällt auch Einiges schwer, siehe oben. Bloß die Ursache dafür ist nicht Folkert.

    • oha permalink
      18. April 2012 17:17

      offenbar wird hier einiges vermischt. die syfo seite hat doch ein ordentliches impressum wo der presserechtlich verantwortliche genannt ist. dieser fall und die forderungen beckers haben doch gar nichts mit der angeblichen denunziation zu tun. die soll sich sich doch auf diese seite hier und ihre anoynmen betreiber bezogen haben. so viel zum „sachlichen standpunkt“.

      • V.T. permalink
        18. April 2012 19:38

        an Oha: Es wurde wohl eher bei der erfolgten Namensnennung Einiges vermischt. Es ist sehr einfach: aus Sympathie gegenüber einigen Dingen wird Beteiligung gemacht, und aus persönlicher Antipathie gegenüber einigen Personen – ja dann eben auch. Welch ein Zuckerbrot – schade dass es nicht jedem schmeckt.

      • oha permalink
        19. April 2012 01:05

        kann sein. ich meine aber die verdrehung das der „denunziant“ auf einmal für die syfo geschichte verantwortlich sein soll. das du diese seite betreibst kann becker mit einem klick selbst nachlesen. wenn die dinge hier so vermischt werden wirkt das wenig glaubwürdig. das wirkt dann eher wie szenestreitigkeit oder abrechnung statt wie für die sache.

  6. 18. April 2012 18:10

    Es ist nach wie vor widerlich, wie hier und anderortens einige sich über den Aufschrei mokieren, ja sich in ihrer vermeinlichen AS-Harmonie gestört fühlen, wenn man sich über diese inzwischen wirklich bekannten Schweinereien aufregt, Entschuldigungen erwartet und die Täter benennt. da wird der Bote der Nachricht zum Geköpften. und die Emotionen, der Groll wird MEHR verteufelt als die TAT!
    Das, und nur das, lässt mich die Köpfe schütteln über die zur Schau getragene Unfähigkeit gewisser Apologeten, Kritik anzunehmen. und überhaupt für eine neue, klare Sache, für die Abschaffung politischen Lamentierens und Ränkespiele zu stehen, kann man solchen „Genossen“ schwerlich glauben!
    Solch eine bürgerliche Haltung kommt auch und erst recht in Äusserungen zum Vorschein wie: „zumindest seinen verbitterten Anhang zu etwas Demut anhalten…..“
    Ey, schliesst man nicht von euch auf andere – Leute, die Anarchosyndikalismus ernst nehmen, kotzen bei dem Wort „Anhang“!!
    Genossen denken selber und wären zu recht beleidigt und wütend, wenn sie Anhang genannt würden Und ja, über Ignoranz, Aussitzen , und verdeckte Ränkespiele bin auch ich wütend und lasse mir die Emotionen nicht verbieten – da gibts höchstens voller Demut in die Fresse von überheblich „cool“ bleibenden Machtjunkies!
    Seid froh, dass sowas unter Kollegen/Genossen verbal bleibt. –
    Solidarität mit Syfo!!!
    Klärt endlich mal euer Verhältnis zu der Kritik anstatt zu den Kritikern!!
    Dann kommen wohl auch wieder Syndikate dazu anstatt sich um die FAU herum gründen zu müssen.
    Ficken.

  7. 18. April 2012 18:37

    … lacht nur ein dritter … die herrschende klasse

    • 18. April 2012 19:15

      wenn die herrschenden merken würden, dass wir mit kritik und und problemlösung tatsächlich offen und kreativ umgehen, würde ihnen das lachen im halse stecken bleiben – -wenn das „lacht nur ein dritter“ ein argument sein soll, kritik nicht offen anzubringen, biste bei DGB, – Partei“disziplin“jeglicherCouleur- und Politikertum wirklich besser aufgehoben.

      • 19. April 2012 00:15

        zu 1.
        würde ihnen deswegen noch lange
        nicht im arschhalse stecken bleiben.
        zu 2.
        schön zu sehen wie wat mißverstande wird,
        wo nix mißzuverstehen gewesen wäre
        ———————- jemals!!!!!
        . ;-))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))

  8. Anonymous permalink
    18. April 2012 18:56

    @micha
    Zitat: „Dann kommen wohl auch wieder Syndikate dazu anstatt sich um die FAU herum gründen zu müssen.
    Ficken.“

    Ficken?

    Lol….ist das eine Art Tipp-Tourette? 😀

    Ich empfehle: Baldrian 🙂

    Widerlich ist übrigens nur dein „Tonfall“, aber das ist hier in der Kommentarspalte ja so üblich…..nun, wenn’s schee macht….

    • 18. April 2012 19:22

      du bist hier der Widerliche – bei dieser bürgerlichen, überheblichen Scheiss-art, auf die Kritik eben nicht einzugehen, aber dafür die Kritiker zu diffamieren, hab ich gern mein Tourette. jawohl, FICK DICH. Anhängersucher. Ich komm dir gleich mit Tonfall. Baldrian Dich selber.

      • Anonymous permalink
        18. April 2012 20:59

        😉

      • oha permalink
        19. April 2012 01:11

        war das nun ein ausdruck des berüchtigten „kritischen wahrheitssyndikalismus“?

        „Das, und nur das, lässt mich die Köpfe schütteln über die zur Schau getragene Unfähigkeit gewisser Apologeten, Kritik anzunehmen.“ genosse micha, 18.10 Uhr.

        „wenn die herrschenden merken würden, dass wir mit kritik und und problemlösung tatsächlich offen und kreativ umgehen, würde ihnen das lachen im halse stecken bleiben.“ genosse micha 19.15 Uhr

        wenn deine fäkalreaktion nun dieser „offene und kreative“ umgang mit kritik sein soll würde ich mir sorgen machen. mit deinem selbstbild hat das wenig zu tun.

    • günther permalink
      18. April 2012 22:59

      @anonymos. geht`s hier eigentlich um den inhalt , oder die form? wir wissen doch alle, das beckers verhalten gegenüber der syfo mehr als daneben ist. also macht die brieftaschen auf und zeigt euch solidarisch mit den genossen, denens materiell nicht grade gut geht. und bitte nicht irgendwelche vorgeschobenen gründe, um nicht solidarisch zu handeln.DANKE

      • Anonymous permalink
        19. April 2012 12:53

        Na ja, geht’s hier um Becker oder um den „Berliner FAU Denunziant“en, der direkt im ersten Kommi wieder schlammschlachtmäßig aufgekocht werden MUSS? Das sind 2 verschiedene Paar Schuhe!

  9. 19. April 2012 15:12

    @ oha: was ist an kritik oder wahrheit „berüchtigt“? und was ist an ficken so dringend fäkal? (falls nicht albinokatze gemeint war mit „arschhalse“) und welchen teil von inhaltlich drauf eingehen hast Du nicht verstanden?
    fragen über fragen… und was, zur hölle mit allen wort-im-mund-verdrehern, habt ihr dagegen, wenn emotionen im inhaltlich gegen betonköpfe laufen einfach mal nicht ausbleiben, ihr könnt echt nur unfair an den in der tat wütend machenden fakten vorbei gefühle denunzieren –
    und da wundert ihr euch, dass unsereiner keinen bock auf solch eine verarsche hat. solches verhalten ist nach wie vor das eines bürgerlichen politikers, damit baut man keine neue welt. die wächst bekanntlich in unseren herzen.. – herzen. gefühle. wissenschon. wer so was nicht hat, wird auch die macht nicht abschaffen. misstrauen sie bitte jetzt.

    • oha permalink
      20. April 2012 13:34

      was ich meinte ist das du hier ständig was von kritikfähigkeit und diskussion erzählst, bei jedem anflug von kritik an manchen äußerungen aber reagierst wie ein tollwütiger uhu. ansonsten keine ahnung was du sagen willst. das klingt alles sehr wirr. unverständlich ist auch was mit deinem ständigen „wir“ und „ihr“ auf sich hat. wirkt irgendwie paranoid als fühltest du dich von feinden umzingelt und nur du wärest im besitz der „wahrheit“. der rest sind „betonköpfe“. vor allem willst du anscheinend das auf etwas „inhatlich eingegangen“ wird. auf was denn bitte? ich sehe leider keine inhalte, nur emotionale reflexe oder „gefühle“ wie du es nennst.

      • 20. April 2012 21:05

        psychologisiere mich ruhig weiter, anstatt täter und opfer (Denunzianten und Verwerterrechtssesselhocker hier- Kriminalisierte da) zu benennen, wir, das sind alle, die bei den momentanen strukturen der fau auf beton beissen und bissen, obwohl vieles der kritik solidarisch, vorwarnend, ja und auch gegen das aussitzen von informellen machtanhäufungen war!! – und schon wieder drehst du mir – in tatsächlich ein bürgerliches politkverständnis voraussetzender manier- den schwarzen peter zu! diesmal einen psycholügischen. das ist keine diskussion, das ist die fortsetzung von diffamierung! und deswegen raste ich, und nicht nur ich, an solchen methoden aus. – „der mensch muss moral haben“, und die lassen leute, die so unlauter diffamieren, worte im mund rum drehen, aus dem zusammenhang reissen, und mit keiner sterbenssilbe auf die umstände eingehen, die den konflikt erzeugt haben, in der tat vermissen.

  10. 20. April 2012 21:11

    zu“der mensch muss moral haben“: http://www.chefduzen.de/index.php/topic,13101.msg243432.html

  11. Erik Alfredsson permalink
    21. April 2012 04:01

    @micha
    Lass Dich nicht ärgern!
    Deine Kommentare sprechen mir aus der Seele.
    WEIL SIE RICHTIG SIND!!!

    • 22. April 2012 04:29

      puh, danke, daß mir hier mal jemand meine Wahrnehmung überprüft!

    • OldSchool permalink
      22. April 2012 19:34

      Ich kann das ebenfalls nur unterstreichen. Lass dich nicht ärgern. Das Problem mit diesen Kommentar-„Diskussionen“ ist eben das hier viele gerne rumtrollen. Mir sind Genossinnen und Genossen mit nachvollziehbaren Emotionen tausendmal lieber als Ja-Sager oder Gar-Nichts-Sager. Von den beiden Kategorien gibt es ja genügend im Lande. Das die FAU Spezis, die hier Kommentare absondern, nicht gerne mit der Nase auf den Denunzianten in ihren Reihen gestoßen werden ist auch klar. Ist eben wie beim Militär – Korpsgeist. Ekelhaft.

      • Anonymous permalink
        22. April 2012 22:34

        Hey, ich bin ein freier Troll ohne Vereinszugehörigkeiten! 😉

        …dem das Obermackergehabe hier irgendwie negativ aufgefallen ist.
        Keine gute Reputation für freie ASler, seeeehrrrr unattraktiv.
        Leider.
        Das könntet ihr besser, Jungs. Oder bin ich da zu optimistisch?
        Wie wär’s mit ’nem Rhetorikkurs? Oder wollt ihr in eurem Kommentar-Klüngel lieber allein bleiben? Auch okaaayyy, kein Problem. Freie ASler sind augenscheinlich zwischenmenschlich zu verbittert, um geschmeidige Kommunikation zu betreiben. Schade drum 😦

  12. Anonymous permalink
    22. April 2012 22:36

    Anmerkung Syndikalismus: Für dich Troll ist jetzt hier Schluss.

  13. Bonaventura permalink
    23. April 2012 01:28

    Ist ja wirklich putzig – die Ausreden hier, warum einige nicht solidarisch sein wollen – in einem Fall, der für (nicht nur) Libertäre Sozialisten (w/m) doch völlig klar sein sollte.
    Wenn es nicht so traurig wäre, wäre es ein ziemlicher großer schlechter Witz.

    Solidarität war mal etwas Wichtiges, Grundlegendes in der sozialistischen Bewegung. Es gab sogar mal Zeiten, wo sie über Organisations- und Weltanschauungsgrenzen wirksam war. Wenn darüber noch endlos debattiert werden muß, dann – tut mir leid – legt euch gehackt, haltet den Rand und belästigt nicht die paar Verrückten, die immer noch glauben, daß eine bessere Welt möglich ist.

    Und – bitte! – sucht euch ein anderes Hobby, aber spielt nicht in einer Liga, von der ihr rein garnichts versteht, nicht mal die das Fundament der Basis der Grundlagen.

    • Erik Alfredsson permalink
      25. April 2012 23:08

      In der Tat: das ist putzig!

      Die Verkettung des „Fundament[es] der Basis der Grundlagen“ …

      Hübsche Fomulierung!

      Zum Thema:
      Denunziert werden, ist ein sehr schlechtes Gefühl.
      Von „Genossen“ denunziert zu werden ist noch schlimmer.
      Wenn dann die Denunziation als entpolisitisierte „Privatangelegenheit“ zu Markte getragen wird, fühlen sich die Mit-Täter entschuldigt.

      [Anmerkung Syndikalismus: Wir haben den Satz hier aus dem Kommentar genommen. Es gibt dazu verschiedene Sichtweisen die wir nicht in einer möglichen Schlammschlacht, auf die so einige Trolle nur warten, untergehen sehen wollen. Bitte verstehe uns richtig: Das geht nicht gegen dich. Am besten wäre wohl eine Aussprache zwischen den Beteiligten.]

      Bankleitzahlen ersetzen eben keine Arbeitersolidarität.

      • Erik Alfredsson permalink
        26. April 2012 20:04

        „Das geht nicht gegen dich“, meint der s-tk-Redaktör.

        Eine „Aussprache“ wird vorgeschlagen.
        Selbstverständlich gibt es hier verschiedene Sichtweisen.
        Zwei Klassen stehen sich hier unversöhnlich gegenüber.

        Die völlige Blamage der damaligen FAU soll hier offenbar wegerklärt werden.
        Man mag es mir ais Schwäche ankreiden:
        „Macht was ihr wollt! Ich bleibe dennoch mit meiner Klasse solidarisch.“

        Bankleitzahlen ersetzen keine Arbeitersolidarität!

  14. Erik Alfredsson permalink
    26. April 2012 20:25

    Die Frage bleibt:

    Wie gehen wir mit DenunziantInnen in der AS-Szene um?

    Der Verrat an mir (und ein paar dutzend anderen) war ja wohl kaum ein Einzelfall.

    • Bonaventura permalink
      27. April 2012 02:35

      Erik, komm ‚runter.

      Das, was damals die Hamburger FAU verbockt hat (und was dir einige deiner Genossen – die, wie sie sich verhalten haben, tatsächlich nur ‚Genossen‘ waren – on the job angetan haben), und das, was dazu geführt hat, daß Herr B. als Rechteinhaber am Werk von Milly Witkop-Rocker und Rudolf Rocker GenossInnen mit juristischen und polizeilichen Ermittlungen überziehen kann und auch noch finanziell in die Bredullje bringt, sind zwei verschiedene Paar Schuhe.
      Daß dir – und deinen KollegInnen – damals (u.a.) von deinen FAU-‚Genossen‘ im Betrieb der 8-Stunden-Tag (resp. die 40-Stunden-Woche) kaputt gemacht worden ist, das ist – so sehe ich das – kein „Verrat“, sondern eine Mischung aus Gedankenlosigkeit, Größenwahn und dem Wissen, daß Papa einen dicken Geldsack zu vererben hat (und schon das eine oder andere abgedrückt hat). Es wäre für alle Beteiligten besser, wenn sich die entsprechende Person ein anderes Hobby suchen würde, wo sie weniger Schaden anrichten könnte.
      Du fragst natürlich zurecht, warum die (deine) FAU-Ortsgruppe nicht dieses – für dich existentielle – Problem zumindest diskutiert haben, geschweige denn die entsprechende Person, die Kraft ihrer Wassersuppe und ihres großen Mauls für die FAU Arbeitsbedingungen verschlechtert hat, gefeuert – oder wenigstens gehörig auf den Pott gesetzt – hat.
      Unser Freund Helge Döhring hat dazu in seiner jüngsten Schrift [„Mutige Kämpfergestalten“. Syndikalismus in Schlesien 1918 bis 1930, S. 10] über die Bedeutung von – ich entschuldige mich nicht für dieses schreckliche Wort – ‚Führungspersönlichkeiten‘ einige bemerkenswerte Anmerkungen gemacht:
      »Wie viele Gruppen würden zusammenbrechen oder gar nicht erst entstanden sein, ohne den Einsatz und das Wirken ganz bestimmter Aktivisten? Wie viele der heutigen Gruppen bleiben der basisdemokratischen Praxis fern, weil zwar reichlich libertäre Ansprüche erhoben und markig postuliert werden, die Arbeit aber dennoch an ganz wenigen Aktivisten hängen bleibt? Dieser Zustand ist gängige Realität in der heutigen syndikalistischen Bewegung.«
      Das geht aber genauso (in unserem Sinne) nach hinten los: wenn nämlich an den zentralen Stellen die falschen Leute sitzen. Und das ist dir offenbar passiert. Das ist kein Trost, aber es ist eine Erklärung. Und wenn jemand das nicht nur liest, sondern auf beherzigt, könnte es ja vielleicht ein Anstoß sein, sich über autoritäre Strukturen in der antiautoritären Linken Gedanken zu machen. („Wir haben keine Chefs — unser ist gerade nicht da …“ – stammt doch von dir?!)
      Du hast alles Recht, wütend zu sein, aber du solltest in deiner Wut nicht vermischen – was aus unterschiedlichen Situationen und vor allem aus unterschiedlichen Motiven entstanden ist, ist auch verschieden.
      Du weißt, bevor ich was verraten kann, muß ich von etwas überzeugt sein. Wer Anarchosyndikalismus (und verwandtes) als Hobby betreibt, kann nichts verraten. Dieser Mensch ändert lediglich seine Spielregeln, und es waren immer nur seine eigenen Spielregeln. Solch ein Mensch kann damit Schaden anrichten, aber das ist etwas anderes als ‚Verrat‘. Damit wird es moralisch nicht besser, aber es ist anders.

      Die Geschichte mit Herrn B. und dem Rocker-Nachlaß ist da etwas anders: hier trifft der Satz »Loose Talk Costs Lives« (Geschwätz kostet Leben – Britisches Plakat im 2. Weltkrieg) zu. Ob da einige Berliner FAU- (und andere?) Genossinnen an der falschen Stelle zur falschen Zeit zu laut gequatscht haben, oder ob sie einigen ‚Renegaten‘ (der Webseite „stk“, dem „Institut für Syndikalismusforschung“, dem „Archiv Karl Roche“ und der Zeitschrift „barrikade“) eins auswischen wollte – dazu werden sich diese Genossen (w/m) wohl nicht äußern, wegen fehlender Traute.

      Aber in einem hast du – tendenziell – recht: die verschiedenen Schuhe stammen aus ein und derselben Werkstatt. In der wird nämlich die Form vor den Inhalt gestellt, also die Organisation vor das Ziel.
      Und ich zitiere nochmal, und zwar Hans Jürgen Degen (Die richtige Idee für eine falsche Welt? Perspektiven der Anarchie (S. 121) :
      „Der Anarchismus als gesellschaftspolitische Perspektive ist bei uns an seinem Ende angekommen. Viel hat er von seinem libertären Gehalt verloren. Auch ist er Spielwiese von ‚Gescheiterten‘ geworden. Anarchismus ist fast nur noch ein historisches Relikt. Er ist nicht mehr Lebensentwurf und -haltung, nicht mehr selbstständiges konzeptionelles Denken und Verwirklichen.“
      Ich hoffe, er hat unrecht – aber wir sollten zumindest darüber nachdenken

      Also: Wir brauchen eine Debattenseite

      • 27. April 2012 12:33

        danke, bonaventura, für diesen sehr aufrechten und klärenden kommentar. eine debattenseite – ja das können wir dringend gebrauchen – vielleicht sollte man die chefduzen- leute fragen, ob sie syndie tk ihr css, ihre forumssoftware „ausleihen“..

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