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Russland: Erneuter Mord an Anarchisten und Antifaschisten

21. Februar 2012

Nikita Kalin auf der Kundgebung "Für faire Wahlen". Samara, 24. Dezember 2011.

Am 9. Februar um 6.30 Uhr morgens wurde in Samara in der Nähe des Physikalischen Institutes P.N. Lebedeva der Russischen Akademie der Wissenschaften (“PIAW”), ein junger Mann tot aufgefunden. Um 8:00 traff die Polizei am Ort ein. Um 11.00 Uhr die Mutter des Verstorbenen darüber in Kenntnis gesetzt. Es handelt sich um Nikita Kalin, einen 20-jährigen Aktivist und Mitglied der Treffen “für faire Wahlen”. Spuren weisen auf einen gewaltsamen Tod hin.

Nach Angaben seiner Mutter Elena Kalina, zeigte der Körper mehrer Messerstichverletzungen, mehrere Rippenbrüche und Kopfverletzungen. Zur Zeit ist einen Verdächtiger festgenommen. Er wird verdächtigt an der Ermordung beteiligt gewesen zu sein, an seiner Kleidung wurde das Blut des Opfers gefunden. Nikitas persönliche Gegenstände wurden nicht angerührt, Raubmord wird nicht in betracht gezogen. Zufolge der Art und Anzahl der Verletzungen wurde der Angriff von einer Gruppe von Menschen verübt, so die Zeitung „Iswestija“. Allerdings weigert sich der Verdächtige, geboren 1989, Komplizen zu nennen, und bestreitet jegliche Beteiligung an dem Mord.“Der Mord geschah am 9. Februar. Auf dem Körper Kalins wurden sechs Stichwunden gefunden. Im Moment ist der Verdächtige wegen Mordes verhaftet. Wir haben keine Beweise dafür, dass ein Verbrechen ausschließlich aus nationalistischen Motiven stattgefunden hat. Vorläufig ist die Hauptversion – Mord durch häusliche Gewalt“ so die Pressesprecherin Helen Shkaevu von Interfax (http://www.interfax.ru/news.asp?id=231802).

Doch, laut Elena Kalina, sagte ihr ein Polizist in einem informellen Gespräch, dass der Verdächtige sich in einer lokalen Neonazi-Gruppe beteiligt. Nach Angaben der Mutter, könnte der Grund der Ermordung ihres Sohnes seine aktiven zivilbürgerliche Einstellung gewesen sein. Nikita hat nie seine antifaschistischen und anarchistischen Ansichten verborgen. Nikitas Mutter und Freunde befürchten, dass die Sache „vertuscht“ werden könnte. Im Moment braucht es Eure Hilfe bei der Verbreitung der Informationen! Ihr können die Familie von Nikita auch materielle unterstützen.

Auch eine Initiative V-Kontakte Gruppe (http://vk.com/club35650789) gibt es, deren Mitglieder an der Sammlung von Geldern und Informationen zu diesem Fall beschäftigt sind.

Weitere Infos gibt es unter:
http://avtonom.org/news/v-samare-ubit-anarkhist-antifashist-druzya-i-semya-nuzhdayutsya-pomoshchi
http://www.antifa.ru/6976.html

Die Übersetzung des Textes in Englisch:

On 9 February at 6.30 clock in the morning in Samara in the region of the Physics Institute, PN Lebedeva, Russian Academy of Sciences („PIAW“), a young man was found dead. At 8:00 the police arrived at the place. At 11:00 clock the mother of the deceased, was informed. This is Nikita Kalin, a 20-year-old activist and member of the meeting „for fair elections“. Traces indicate a violent death. According to his mother Elena Kalina, the body showedmultiple of stab injuries, multiple rib fractures and head injuries. Currently a suspect is arrested. He is suspected of being involved in the murder, his clothing was found with blood of the victim. Nikita’s personal Items were left untouched, robbery-murder is not considered. According to the type and number of violations of the attack, it was perpetrated by a group of people, so the newspaper „Izvestia“. However, the suspect, born in 1989, deny to name accomplices, and denies any involvement in the murder.

„The murder occurred on February 9. On the body of Kalin, six stab wounds found. At the moment the suspects is arrested for murder. we have no evidence that a crime has taken place only for nationalistic motives, the major version – Murder by domestic violence, “ said the pressofficer Helen Shkaevu by Interfax (http://www.interfax.ru/news.asp?id=231802). But, according to Elena Kalina, a policeman said in an informal conversation that the suspect involved in a local neo-Nazi group. According to the mother, the reason for the assassination could have been her son’s active civil attitude. Nikita has never hidden his anti-fascist and anarchist views. Nikita’s mother and friends are concerned that the matter could be „hushed up“.

At the moment we need your help in spreading the information! You can support the family of Nikita and material. Also, an initiative group V-contacts (http://vk.com/club35650789) exist, whose members are engaged in the collection of funds and information on the case.

Quelle: Linksunten.Indymedia

One Comment leave one →
  1. R.I.P. permalink
    23. Februar 2012 18:17

    Möge unser aller Genosse Nikita Kalin die Erde leicht sein

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