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Erklärung des Barrikade-Herausgebers zu den Ermittlungsverfahren wegen Rudolf Rocker

30. Oktober 2011

Erklärung des barrikade-Herausgebers:

Am 14. März erschien hier eine Erklärung meinerseits unter dem Titel »Wem gehört Rudolf Rocker«, weil der Rechteinhaber Heiner M. Becker eine Strafanzeige wegen der Verletzung seiner Urheberrechte an Rudolf Rocker u.a. gegen mich bei der Staatsanwaltschaft Münster angestrengt hat.

Seit gestern liegt mir nun das Schreiben der StA Münster vom 25.10.2011 vor, in dem meiner Anwältin mitgeteilt wird, daß das Ermittlungsverfahren gegen mich eingestellt und der „Anzeigeerstatter auf den Privatklageweg“ verwiesen wurde.

Hierzu erkläre ich:

  1. Damit haben sich die Anschuldigen des Herrn Heiner Becker gegen mich als haltlos erwiesen.
  2. Der Informant aus der Berliner FAU/Kultursyndikat ist als Denunziant entlarvt, denn er hat Becker die notwendigen, falschen Informationen geliefert – ob aus Blödheit oder weil er von Becker angestiftet wurde, ist hierbei völlig unerheblich.

Die Staatsanwaltschaft Münster hat umfängliche Untersuchungen angestellt und das gesamte Umfeld der FAU und der Internet-Plattform „Syndikalismus.tk“ ausgeleuchtet.

Was bleibt? Bösartige Verleumdung, nachweislich falsche Anschuldigungen, unbewiesene Behauptungen – und eine Staatsanwaltschaft, die nun eine dicke Akte über die aktuelle anarchosyndikalistische Szene („Bewegung“) vor sich liegen hat.

Dies hat nun zwar für mich keine weiteren strafrechtlichen Konsequenzen, aber der Schaden für unsere kleine Bewegung ist immens. Aus diesem Grunde verlange ich eine öffentliche Erklärung der FAU Berlin zu diesem Vorgang und die Übernahme sämtlicher Kosten, die durch diese Beschuldigung [strafrechtlich übrigens ebenso relevant lt. §§ 164 und 187 StGB wie eine Verletzung eines angeblichen Urheberrechts] entstanden sind, durch die Verursacher.

Ansonsten bleibt es dabei: weder Heiner M. Becker noch sonstwer hat die Rechte und private Verfügungsgewalt über das literarische und agitatorische Werk von Rudolf Rocker und seiner Frau Milly Wittkop-Rocker!

Folkert Mohrhof

Hamburg, den 30. Oktober 2011

19 Kommentare leave one →
  1. V.T. permalink
    30. Oktober 2011 14:51

    Kurz und präzise. Von mir wird eine Erklärung zu dieser Geschichte zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls erfolgen, wobei ich die Sache ziemlich identisch sehe.

  2. 30. Oktober 2011 18:49

    so, und nun erwarten wir eine entschuldigung von den verantwortlichen/ denuziantwortlichen für diese sauerei gegenüber unserem genossen, und ne finanzielle entschädigung wäre auch das mindeste!

  3. Visionär permalink
    30. Oktober 2011 19:04

    Mal im Ernst: Kann man den von der FAU wwirklich erwarten das sie sich verantwortlich dazu verhält? Ich glaube das nicht aber würde mich gerne darin täuschen. Wird es ebenfalls eine Stellungnahme von Syndikalismus.tk dazu geben? Es war ja nicht klar ob der H.O. tatsächlich der Denunziant war. (Siehe dazu die vorangangenen Beiträge hier, wo zurecht kritisiert wurde, das hier Namen genannt werden, die aus den Akten der Ermittungsbehörden stammen). Und was mich auch interessiert: Gab es Zeichen der Solidarität mit Syndikalismus.tk?

    Anmerkung Syndikalismus.tk: Der Denunziant H.Oo. hat sich am 25.03.11 genötigt gesehen innerhalb der FAU seine Denunziation unter vielen Ausflüchten und Herumdrucksen einzugestehen. Bis heute hat er sich nicht mit uns in Verbindung gesetzt. Wir gehen davon aus das er kein Interesse daran hat, sich verantwortungsbewusst zu seiner Schuld zu verhalten. Genauso gibt es bis heute auch keinerlei Solidarität aus der FAU in dieser Angelegenheit. Zudem war es nicht nur H.Oo alleine, der auf einem Stammtisch des Kultursyndikats der FAU Berlin willkürliche Namen an Heiner Becker und Andreas Graf weiter gab, bzw. die ganze Sache dort erst anstachelte. Alle erfahrene Solidarität stammt von Genossinnen und Genossen außerhalb der FAU. Von unserer Seite wird es zum gegebenen Zeitpunkt eine weitere Stellungnahme geben.

  4. 31. Oktober 2011 12:39

    Zusammenlegung von Becker & seiner FWG, H.Oo & Co., MLPD und Pathfinder Press/SWP in eine oder zwei grosse Organisationen! … btw.: http://libcom.org/library/nationalism-culture-rudolf-rocker

  5. 4. November 2011 19:57

    Nur mal so als Anmerkung:
    Unter anderem auf diesen drei Seiten werden Texte von Rudolf Rocker veröffentlicht an denen der Herr Becker die Rechte hat. Offensichtlich scheint es ihm nicht daran gelegen zu sein seine Rechte diesen Betreibern gegenüber geltend zu machen. Es scheint so, als gehe es ihm nur darum Menschen zu verfolgen die er der anarcho-syndikalistischen Bewegung in Deutschland zurechnet.

    http://www.marxists.org/deutsch/referenz/rocker/index.htm
    http://www.nur-zitate.com/autor/Rudolf_Rocker.html
    http://www.kostenlose-bucker.eu/doc/89140/rudolf-rocker-ausgewa%C2%A4hlte-texte

    Alles Richtig gemaqcht hat diese Seite – und wir freuen uns auf das Jahr 2028 .-)
    http://ww.apho-shop.de/R635.html

    LG
    Rudi

    ps: aus der FAU-IAA heraus hat es durchaus Unterstützung gegeben. So wurde zum Beispien auf der Seite der FAU-Düsseldorf von Anfang an Über den Fall berichtet und nahezu alle Artikel, Erklärungen und Resolutionen veröffentlicht. Auch andere Syndikate der FAU-IAA haben dies getan.

  6. 4. November 2011 21:53

    Rudi, keiner macht’s richtig.

  7. Fragender permalink
    5. November 2011 17:18

    Man hat munkeln hören, dass die FAU-Berlin zwar öffentlich eine Resolution der Gesamt-FAU gegen Beckers Vorgehen unterzeichnet hat, dafür aber intern einen gegenteiligen Beschluss hat, dass Becker kein Hausverbot von der FAU Berlin bekommt und auch keine Stellungnahme zum Urheberrecht erfolgt. Kann das sein, dass die FAU-Berlin ganz schön krass widerliche Nummern abzieht? Oder ist das ein falsches Gerücht, dass es intern in der FAU-Berlin andere Beschlüsse gibt, als öffentlich verkündet?

    • 7. November 2011 11:39

      irgendwie beschleicht einen das Gefühl, das Ortsgruppen revolutionärer Organisationen in Berlin strömungsübergreifend problematisch sind, muss wohl am Wetter liegen 😦 … kann die FAU-Berlin sich nicht mit der Unabhängigen Wählergemeinschaft Nordwalde von Becker & Co. zusammenschliessen vielleicht zur FAU-BP 🙂

  8. Freund Durrutis permalink
    5. November 2011 19:35

    Die FAU checkt gar nicht wie sehr ihr die FAU Berlin schadet. Glaubwürdigkeit und Solidarität ist was anderes. Das ist aber nicht mein Problem, denn ich bin kein Mitglied in ihrer Organisation. Was mich dagegen viel mehr aufregt, ist, das durch das Verhalten einer Handvoll unbelehrbarer, eingebildeter Volltrottel und Egomanen (Vor allem in der FAU Berlin, darunter Oos.) der Anarcho-Syndikalismus generell schaden nimmt. Diese können scheinbar schalten und walten wie so wollen und ziehen dabei die Glaubwürdigkeit von Anarcho-Syndikalisten generell in den Dreck. Wie kann ein Denunziant in den eigenen Reihen geduldet werden, der sich zudem keinerlei „Schuld“ bewusst ist? Wie kann jemand geduldet werden, der haufenweise Genossen anschwärzt die dann staatlichen Ermittlungsverfahren ausgesetzt werden? Die haben sie doch nicht mehr alle! Da muss ein klarer Schnitt gemacht werden. Das muss ein klares No-go sein!

    Das Nicht-Verhalten der FAU als größter Organisation mit AS-Anspruch, das Aussitzen und zahnlose Erklärungen schreiben schadet dem gesamten anarcho-syndikalistischen Spektrum in Deutschland.

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