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AnarchistInnen aus Köln: Für den Aufstand, gegen den Krieg – in Libyen und sonstwo !!

22. März 2011

Aufständische im Kampf gegen die Truppen Gaddafis. Hier in Bin Dschawad.

Konfrontiert mit dem Aufstand der libyschen Bevölkerung in ihrem Versuch, der Diktatur Ghaddafis endlich ein Ende zu setzen, hat die Regierung mit immer gewaltsameren Repression geantwortet. Dies bildet einen Teil der Repression durch die verschiedenen Diktaturen in Nordafrika und im Nahen und Mittleren Osten, die die Welle der Volksaufstände beenden wollen, die angefangen in Tunesien und Ägypten, fortgesetzt werden im Iran, Irak, Bahrain, Saudi-Arabien, Jemen und Libyen ,dabei zögern die Herrschenden nicht auf Demonstranten zu schiessen, die Kämpfe der Arbeiter*innen in ihrem eigenen Blut zu ertränken. Im Fall von Libyen dient dies jetzt als Rechtfertigung für die militärische Intervention im Namen von „Freiheit und Democracy“.

WIR erinnern uns:

Der französische Staat und das Ghaddafi Regime unterzeichneten 2007 fette saftige Verträge (Dassault, Thales), die die Menschen in Libyen noch heute bezahlen. Die europäischen Staaten lieferten für rund 350 Millionen US Dollar (2009) Waffen an die libysche Regierung, auch hier bezahlen heute die Menschen in Libyen – mit ihrem Leben. Ghaddafi stand für eine „regulierte“ Einwanderungspolitik mit den europäischen Staaten, heute präsentieren sich diese europäischen Staaten, allen voran Frankreich, als „Retter“ des libyschen Volkes, „verunglückte“ Bombenabwürfe inbegriffen.

Wie anderswo auch begrüssen wir in Libyen den Aufstand der Unterdrückten gegen Autokratie und solidarisieren uns mit ihrem Streben nach Freiheit, unterstützen die Dynamik der entstandenen Selbstorganisation und Selbstverwaltung, denn nur dies ist die beste Garantie gegen politische Unterdrückung und Übernahmen jeglicher Art. Und wir kündigen gleichzeitig jeden Widerstand an gegen diese Staaten und alle ihre kriegstreibenden Helfershelfer, die mit ihrer Heuchelei der „humanen Intervention“ sich den Befreiungsversuchen in Nordafrika und anderswo, wenn schon nicht gleichzeitig entledigen, sie dann jedoch unter ihre Kontrolle bekommen wollen, sie wollen weiter die Kontrolle über die Ölvorkommen und dies auch in Zusammenarbeit mit repressiven Regierungen, soweit die Liquidierungen gegen die Bevölkerung dort eben durch diese verbündeten Regime durchgeführt werden, wie im Irak, in Bahrain, in Saudi Arabien und Jemen.

Wenn jetzt wieder vom „Export der Demokratie“ gesprochen wird, dann schauen wir auf den Irak, auf Afghanistan und wissen was wir von dieser Art der Demokratie zu halten haben — das kapitalistische System zu erhalten, die Macht über die Menschen zu bewahren.

Solidarität mit dem Aufstand in Libyen, im Iran, in Saudi-Arabien, im Jemen, in Bahrain und anderswo!
Für die Revolte, für die soziale Revolution, nein zum Krieg! Nieder mit allen Armeen !
Widerstand gegen alle die „Meister des Krieges“ — unser Kampf gegen die Kriegspolitik der jeweiligen Herrschenden, gegen die Kriegstreiberei auch in den Medien unserer jeweiligen Länder ist unsere Solidarität!

Wir unterstützen damit einen Aufruf der „Coordination des Groupes Anarchistes“

Anarchist*innen aus Köln

7 Kommentare leave one →
  1. SabCat75 permalink
    23. März 2011 13:51

    Wo ist denn der Bezug zu Köln? Gibt es irgendwelche Aktionen in Köln die diesbezüglich organisiert worden sind oder unterstützt die Gruppe einfach nur indem sie diesen Text schreibt.
    Das soll jetzt auf gar keinen Fall abwertend klingen.
    Ich habe nur bisher nur noch von keiner in Köln organisiserten Gruppe gehört daher interressiert mich das als Kölner.

    • chiflado permalink
      23. März 2011 16:39

      … der text ist auf dem blog von „radiochiflado.blogsport“ erschienen — war in anlehnung eines textes der „coordination des groupes anarchistes“ weiter bearbeitet und dann veröffentlicht worden – er erschien dann mit der unterschrift“ Koelner Anarchist*innen“ bei ainfos usw.–
      Ich hab an dem text mitgeschrieben und – da es keine „feste organisierte“ Gruppe ist, sondern eher ein zusammentreffen einzelner individuen – finde ich die unterschrift so weit in ordnung – inwieweit „wir“ weitere aktionen in schrift und tat zum thema machen, werden wir schauen – zumal wir über blogs und facebook einiges mitbekommen und mitteilen —
      als koelner mag es dich vielleicht interessieren, daß es so etwas wie ein „anarchistisches forum koeln“ gibt, die sich wohl regelmässig treffen

      libertad wilf

  2. Granado permalink
    23. März 2011 16:26

    Grad zum Vergleich mit Bahrain div. Artikel von Pepe Escobar zur Great Arab Revolt
    http://atimes.com/atimes/others/Pepe2011.html
    Monarchistische Rebellen für Ordens-/Königshaus Idris (von Großbritanniens Gnaden)? Die auch noch Pech haben mit ihren „Befreiern“:
    http://www.channel4.com/news/third-night-of-bombing-in-libya

    • joffe permalink
      23. März 2011 16:57

      ich hab das mit den „monarchistischen Rebellen“(von grossbritanniens gnaden) nicht so richtig verstanden — o.k. wer im einzelnen da rebelliert, ist von hier aus schwer auszumachen- die geschwenkten fahnen sind fahnen irgendeines wohl untergegangenen königreichs, andere gruppen sind mitglieder von „clans“, dabei bürgerliche demokraten, und- was ich von bengasi weiss, auch ein paar libertäre und viele, die sich so verhalten —- der selbsternannte nationalrat wohl ehemalige minister von gaddafi, waren wohl diejenigen, die massiv und öffentlichkeitswirksam die militärische intervention von aussen wollten – und wahrscheinlich die neue macht sein wollen(frankreich hat da schon die legitimation geholt)…

      in dem text,der o.a. veröffentlicht wird, wird von der dynamik der selbstorganisation und selbstverwaltung gesprochen —

      all das auch mit den verschiedenen gruppen erinnert mich an ägypten und die organisation um den tahrirplatz und erinnert mich auch etwas an die komitees, die wohl in vor allem in bengasi gebildet wurden … momente, die vielleicht weggebombt werden von wem auch immer, aber die sich ins bewusstein gesetzt haben und morgen wieder woanders auftauchen und vielleicht mit noch mehr leuten und etwas länger

      von daher hat die überschrift ja zum aufstand nein zum krieg meine volle sympathie, auch wenn wir hier allenfalls etwas öffentlichkeitsarbeit machen können

      anarcho akbar – wie es einige genossen auch in libyen schreiben

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