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Die Wikipedia zu den Märzkämpfen (Auszug)

18. März 2011

Der Mitteldeutsche Aufstand im März 1921 war eine von KPD, KAPD und anderen linksradikalen Kräften entfesselte bewaffnete Arbeiterrevolte („Märzaktion“) in der Industrieregion um Halle, Leuna, Merseburg sowie im Mansfelder Land. Dieser endete mit der Niederlage der Aufständischen. Zeitweilig hat dies zur Schwächung der kommunistischen Partei beigetragen.

Die Konzentration der Aktion auf Mitteldeutschland ergab sich aus der Stärke der VKPD in diesem Gebiet. Allein im Bereich Halle-Merseburg zählte die VKPD 67.000 Mitglieder. Bei den Wahlen zum Preußischen Landtag am 20. Februar 1921 erhielt die VKPD dort fast 200.000 Stimmen. Die (Rest-)USPD und die VSPD kamen jeweils nur auf etwa 70.000 Stimmen. Allerdings war dies Gebiet vor der Vereinigung von USPD und KPD keine kommunistische Hochburg. Dort war vor allem der linke Flügel der USPD stark, der gerade erst fast geschlossen zur VKPD übergegangen war.

Bürgerliche Kreise, aber auch der SPD-Oberpräsident der Region Otto Hörsing befürchteten deshalb eine kommunistische Machtübernahme in dieser wichtigen Industrieregion. Hörsing kündigte am 17. März 1921 an, Einheiten der neu organisierten preußischen Polizei in das mitteldeutsche Industriegebiet zu entsenden. Es gab dafür durchaus sachliche Gründe. So war das Gebiet seit dem Kapp-Putsch nicht mehr wirklich zur Ruhe gekommen. Es gab wilde Streiks und Plünderungen. Außerdem waren noch immer zahlreiche Waffen in der Hand von radikalen Arbeitern. Aber der Polizeieinsatz war in erster Linie ein Präventivaktion. Insbesondere der preußische Innenminister Carl Severing war auf Grund von Indizien der Meinung, dass in Mitteldeutschland eine größere kommunistische Aktion bevorstünde. Der Einsatz begann am 19. März.


Die Presse der VKPD gab sich ab dem 17. März betont revolutionär. Bela Kun gab die Parole aus: „Die Waffe bringt die Entscheidung. – Und die Gegenrevolution will die Waffen nicht aus der Hand geben. (…) Ein jeder Arbeiter pfeift auf das Gesetz und erwirbt sich eine Waffe, wo er sie findet.“[5]

Nun folgt eine unverholen bürgerlich-pazifistische „Darstellung“ der Ereignisse in der Wikipedia: „Die zentrale Gestalt des Aufstandes wurde Max Hoelz. Dieser gehörte aber nicht VKPD sondern der KAPD an. Hoelz kam am 22. März im Industriegebiet in Mansfeld an. Er bewaffnete Arbeiter und Arbeitslose und überzog die Region um Mansfeld, Eisleben und Hettstedt mit Brandstiftungen, Plünderungen, Bankraub und Sprengstoffattentaten sowie Zugentgleisungen und Sprengungen von Eisenbahnstrecken. Bombenanschlägen gab es unter anderem gegen Justizgebäude in Dresden, Leipzig und Freiberg. Dabei spielte teilweise auch der militärpolitische Apparat um Hugo Eberlein eine Rolle.[6] Aufrührerische Arbeiter verbarrikadierten sich auf dem Gelände der Leunawerke.“

Am 29. März war der Aufstand militärisch weitgehend entschieden. Die Regierungstruppen setzten sich durch und schlugen die Aufstände blutig nieder. Die Besetzung der Leuna-Werke wurde mit Artilleriebeschuss und der Erstürmung des Werksgeländes beendet. Am 1. April 1921 wurde die letzte, von Max Hoelz geführte Gruppe von Aufständischen bei Beesenstedt zersprengt. Hoelz konnte zunächst entkommen und wurde zwei Wochen später in Berlin festgenommen.

Auszüge aus der deutschsprachigen Wikipedia

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