Zum Inhalt springen

„Wem gehört Rudolf Rocker?“

14. März 2011

Erklärung des Herausgebers der „Barrikade“

Wem gehört Rudolf Rocker?

Es geistert ja schon seit längerem das Gerücht umher, daß die Rechte an den Texten Rudolf Rockers bei dem einigermaßen bekannten Heiner Becker liegen sollen, weshalb viele Genoss~innen während des letzten Jahrzehnts Abstand davon genommen haben, die Texte eines der wichtigsten Theoretikers des Anarchosyndikalismus neu zu veröffentlichen.

Anfang März teilte Herr Heiner Becker aus Nordwalde meiner Anwältin folgendes mit: »Ich, Heiner Michael Becker, bin Eigner und Inhaber der exklusiven Nutzungsrechte an allen Werken von Rudolf Rocker und Milly Witkop-Rocker«. (1) Damit waren alle Unklarheiten beseitigt.

Das hilft, vor allem international – was auch immer die entsprechenden Urheber-Ländergesetze besagen. Der Rechte-Inhaber-Anarchist Becker hat „alle Rechte“ an Rudolf Rocker.

Ob er sich jemals juristisch gegen das Yiddisch Book Center (New York) von Steven Spielberg wendet, das in der Digital Yiddish Library ’seine‘ – Rockers – jiddischen Texte frei zum download publiziert? (2) Oder klagt er gegen die Veröffentlichung von Anarcosindicalismo auf Portugiesisch durch brasilianische Genoss~innen? Oder etwa gegen die spanische CNT-Stiftung Fundación Anselmo Lorenzo (FAL) in Madrid oder die spanische CGT oder die schwedische SAC?

Dafür setzte er mit einer Strafanzeige im September 2010 eine kriminalpolizeiliche Ermittlung gegen die Webseite Syndikalismus.tk in Gang, die bis heute nicht beendet ist (ich habe noch immer keine Akteneinsicht wegen »umfangreicher Ermittlungen« erhalten). Gegen mehrere Genossen ermittelt also die Staatsanwaltschaft Münster (in Hamburg z.B. die Abteilung für Cyberkriminalität des LKA gegen mich), ob der Urheberschaft von S.tk – und der Publizierung von Anarcho-Syndikalismus dortselbst im Januar 2010 als pdf-download. Zur Last legt mir Herr Becker und dem „Umfeld der FAU“ auch die Publizierung von Nationalismus und Kultur im Internet gegen Ende 2009. Angeblich haben mich Genoss~innen aus eben diesem „Umfeld“ „als einen der Verantwortlichen“ genannt … (3) Es gab keinerlei Beweise für meine ‚Täterschaft‘ – ebensowenig wie eine Rücknahme der falschen Anschuldigung und Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft.


Die privatrechtliche Aneignung aller Rechte an Rudolf Rocker ist schon abenteuerlich genug. So wird der bekannteste deutschsprachige Theoretiker des internationalen Anarchosyndikalismus für privatkapitalistische Bestrebungen herabgewürdigt – unter dem Deckmantel der ‚Bewahrung des Erbes‘ des Genossen Rudolf und seiner Genossin Milly. Als Argument für die Übertragung der Nutzungsrechte führt Herr Becker an, daß Rudolf Rocker sich zeitlebens »darüber aufgeregt habe, daß von [ihm] verfaßte Arbeiten ungefragt und unautorisiert reproduziert und häufig auch verändert wurden«. Aus diesem Grunde übertrug dessen Sohn Fermin – durch einen Schenkungsvertrag vom 3. Juli 1996 – sämtliche Rechte an allen Werken Rockers und seiner Frau an Herrn Becker, zur Wahrung »aller Rechte am literarischen Werk seiner Eltern«.

Es mag nun dahingestellt sein, was ein ‚literarisches Werk’ und was ein agitatorischer Beitrag eines anarchosyndikalistischen Gewerkschafters im Funktionärsstatus der FAUD/AS und/oder der syndikalistischen Internationalen Arbeiter-Assoziation (IAA) gewesen ist: etwa Artikel in der anarchosyndikalistischen Presse, seine – in der Regel programmatischen – Referate auf FAUD- oder IAA-Kongressen, oder die von ihm verfaßten Prinzipienerklärungen für die FAUD, die IAA, oder auch der Föderation Kommunistischer Anarchisten Deutschlands (FKAD). Urheberrechtlich gibt es keinen Unterschied. Niemand darf diese abdrucken – genauso wie ins deutsche (rück)übersetzte Texte aus anderen Sprachen! –  es sei denn, er hat die Genehmigung von Herrn Becker.

Seit der durch ein damaliges Mitglied der FAU Hamburg initiierten Wiederveröffentlichung von Rockers philosophisch-historischem Hauptwerk Nationalismus und Kultur im Jahre 1999 hat Beckers Verlag, die Bibliothek Thélème Verlagsgesellschaft mbH, weder eine zweite Auflage dieses Buches noch andere Rocker-Texte herausgegeben. Käuflich erwerben kann man sie auch kaum noch, nicht mal antiquarisch (4). Die groß angekündigte Herausgabe der mehrbändigen Geschichte der Anarchie von Max Nettlau (deren Nutzungsrechteinhaber wohl auch Herr Becker ist) erfolgte ebenfalls bis heute nicht. Da allerdings die Nutzungsrechte 70 Jahre nach dem Tode des Verfassers erlöschen, hat Herr Becker in diesem Falle nur noch bis 2014 den alleinigen Zugriff.

Herr Becker sitzt nun noch bis zum Jahre 2028 auf den Rechten am Werk Rockers und publiziert seit 12 Jahren – nichts. Welchen Grund hat das? Die anarcho-syndikalistische und anarchistische Öffentlichkeit würde das gerne wissen.

Ich möchte ausdrücklich betonen, daß es sich hier nicht um eine private Fehde zwischen mir und Herrn Becker handelt, er ist mir schnurzpiepe

Folkert Mohrhof, Hamburg

Herausgeber der BARRIKADE – Streitschrift für Anarchosyndikalismus, Unionismus und  revolutionären Syndikalismus / Archiv Karl Roche

Historischer Nachsatz:

Alles erinnert übrigens fatal an den Prozeß, den Rudolf Oestreich, der Herausgeber des FKAD-Organs Der Freie Arbeiter, 1928 gegen Rudolf Rocker und den verantwortlichen Redakteur des Syndikalist, Helmut Rüdiger, anstrengte (5). Erich Mühsam kommentierte das damals: »Vielleicht kann der Staat die Dienste des klagenden Anarchisten auf die Dauer brauchen und entsprechend belohnen, nachdem sich erwiesen hat, wie erfolgreich er für die Erhöhung der öffentlichen Einnahmen aus dem Beutel von Anarchisten zu wirken weiß. Die Naturgeschichte aber ist um die Spezies des Staatsanarchismus bereichert worden.« (6)

(1) Brief Heiner Beckers vom 23.2.2011 (I) an meine Anwältin

(2) http://www.archive.org/search.php?query=Rudolf%20Rocker%20AND%20mediatype%3Atexts

(3) Brief Heiner Beckers vom 23.2.2011 (II) an meine Anwältin

(4) Eine Internet-Recherche am 13. 3. 2011 ergab 1. beim ZVAB: zwei Exemplare des Nachdrucks der deutschen Erstausgabe von 1949 durch den Bremer Impuls-Verlag 1977; 2. bei Amazon.de: die Ausgabe des Vita Nova Verlags von 1976; die zweimalige Nennung der Ausgabe der Bibliothek Thélème (1999) hatte den Zusatz: Derzeit nicht verfügbar.

(5) siehe Fanal. Anarchistische Monatsschrift. Herausgegeben von Erich Mühsam. Jg. 2: Nr. 9, Juni 1928, S. 215f (Organisatorisches); Nr. 12, September 1928, S. 287f (Entschließung); Jg. 3: Nr. 1, Oktober 1928, S. 23f (Erich Mühsam, Schmach und Schande); Nr. 2, November 1928, S. 48 (Volksbelustigung); Nr. 3, Dezember 1928, S. 68f (Erich Mühsam, Staatsanarchismus); Nr. 4, Januar 1929, S. 91f (Erich Mühsam, Schlußwort zum Falle Oestreich)

(6) Mühsam, Staatsanarchismus, a.a.O., S. 69

25 Kommentare leave one →
  1. Granado permalink
    14. März 2011 15:12

    Die Herausgabe von Nettlaus Geschichte der Anarchie hat Becker auch an sich gezogen, aber keinen neuen Band herausgebracht:
    http://www.anares.org/theleme/nmga.htm
    O weh!

    • Die Leserättin permalink
      14. März 2011 15:24

      War der Theleme-Verlag nicht von Horst Stowasser?

  2. glouton permalink
    14. März 2011 15:36

    @Leserättin: Nein, der Theleme-Verlag ist von Heiner Becker. Ein Stowasser (wohl der Bruder) hat aber das Buch „East End, eine Kindheit in London“ von Fermin Rocker für den Theleme-Verlag gedruckt. Ob er wohl bezahlt wurde?

  3. Die Leserättin permalink
    14. März 2011 16:13

    Danke, stimmt, steht auch in den Geschichte der Anartchie. Stowasser hat es hergestellt, wusste noch nicht, dass Horst noch einen Bruder hatte.

  4. Bonaventura permalink
    15. März 2011 00:11

    Im »boersenblatt.net. Online-Magazin für den deutschen Buchhandel« findet sich unter der Rubrik „Verband – 15.01.2009 – Börsenverein – Neues vom Mitgliederstand – Fachgruppe Herstellender Buchhandel“ die Mitteilung, daß die „Bibliothek Thélème Verlags GmbH“ Ende Dezember 2008 „aus dem Verband ausgeschieden“ sei
    (http://www.boersenblatt.net/302156/).

    Bei aLibro – Bücher (http://www.alibro.de/index.php/cat/c420_Becker–Heiner-M-.html) finden sich aus der »Bibliothek Thélème« im Angebot:
    Rocker, Nationalismus und Kultur (1999);
    Nettlau, Geschichte der Anarchie – Gesamtedition – alle bislang erschienen Bände I-III – Herausgegeben, mit Einleitungen, Errata und Registern versehen von Heiner M. Becker (1993-96) – d.h.ein bearbeiteter Reprint der ersten drei Bände, die zwischen 1925 und 1931 im Verlag der FAUD erschienen sind. Mehr offenbar nicht.

    Nun wird in der (ziemlich chaotischen) Bibliographie des Wikipedia-Artikels »Kampf (Zeitschrift)« behauptet, der 5. Band von Nettlaus ‚Geschichte der Anarchie‘ sei 1993 in der »Bibliothek Thélème«, Münster, erschienen (http://de.wikipedia.org/wiki/Kampf_%28Zeitschrift%29). Diese Information taucht auch in anderen deutschen Wikipedia-Artikeln zum Themenkreis Anarchismus auf. Aber das kann ja wohl nicht zutreffen (siehe oben!). Tatsächlich erschien der 5. Band im Topos-Verlag,Vaduz, 1984 (Band 4 übrigens 1981). Hat da jemand den Gutti gegeben?

    Das sind einige Puzzle-Teile, die vielleicht – oder auch nicht – passen.

    • Granado permalink
      15. März 2011 14:49

      Na, Topos hing ja von den Manuskripten im IISG ab, hat – glaube ich – die ersten 3 Bände auch noch mal rausgebracht, hat dann wohl die Verfügung wieder an Becker (mit dem IISG verbunden!) abgetreten. Ich kenne schließlich nicht den Vertrag zwischen IISG und Topos. Du meinst, Bände 4/5 sind auch nicht mehr wirklich von Becker rausgebracht worden? Nach der Anares-Liste (s.o.) will er die Topos-Bände noch überarbeitet haben.

      • Bonaventura permalink
        15. März 2011 20:04

        bei aLibro sind nur die ersten drei Bände von Nettlaus ‚Geschichte‘ in der Thélème-Ausgabe gelistet, auf der Homepage von Topos (http://www.topos.li/2a4025.htm – Unterpunkt „Anarchism“) die ersten 5 Bände der ‚Geschichte‘ (die scheinbar immer noch dort erhältlich sind).
        Ob Herr Becker an der Herausgabe des 5. Bandes mitgearbeitet hat, weiß ich nicht, da ich ihn leider nicht kenne (den 5. Band!). Für den 4. Band hat Rudolf de Jong das Vorwort verfaßt. Herr B. wird dort nicht erwähnt.

  5. glouton permalink
    15. März 2011 10:17

    Des Beckers schmutzige Geschäfte (unter dem Jahr 1992 gucken):
    http://www.nadir.org/nadir/initiativ/id-verlag/subversionsreader/bibliografie7.html

  6. 15. März 2011 17:07

    SiC!

  7. 15. März 2011 23:23

    ALBUM: Ich esse Vegetarier

  8. Das schwarze Schaf permalink
    15. März 2011 23:37

    Mir erzählte mal vor Jahren ein Freund, dass Band 5 der „Geschichte der Anarchie“ in der Ausgabe der Bibliothek Theleme seit Ende der 90er Jahren fix und fertig gesetzt und verfilmt ist, aber nie gedruckt wurde. Genau wie Band 4. Auch „Anarcho-Syndikalismus“ soll seit zehn Jahren mehr oder weniger fix und fertig gesetzt auf Halde liegen. Ich meine mich zu entsinnen, dass die ganzen Sachen u.a. deswegen nie erschienen sind, weil sich Becker mit Klaus Stowasser, dem zweiten Teilhaber des Verlages, zwischenzeitlich überworfen hatte. Seit der Zeit ist, wenn ich das richtig sehe, überhaupt nichts mehr in diesem Verlag erschienen.

  9. Granado permalink
    16. März 2011 00:55

    @Bonaventura
    Während das Manuskript des 4. Bandes lt. de Jong nahezu druckfertig war (für Herbst 1933 geplant), weist der 5. Band eine dreiköpfige Redaktion am IISG aus, die dann auch Heiner Becker „für viele wertvolle Hinweise und Anregungen“ dankt.
    Ich fragte aber, wieweit Becker, der nach der Anares-Liste alle Bände neubearbeitet herausbringen wollte, überhaupt gekommen ist – jedenfalls wohl nicht zu einem neuen Band. Was Nettlau-Rechte angeht: die ersten 3 Bände erschienen im ASY-Verlag der FAUD, die Editionsarbeit der folgenden 2 leistete das IISG (wissenschaftliche Edition = 10 Jahre Schutzfrist); das IISG verfügt über die Nettlau-Manuskripte – und auch über viele Rocker-Manuskripte. Wieweit das IISG Nettlaus Autorenrechte zu verwalten bekam, entzieht sich natürlich meiner Kenntnis.
    Wenn man bei Rocker um Rechte kämpfen muss: könnte in bezug auf die FAUD auch § 43 (Urheber in Arbeits- oder Dienstverhältnissen) eine Rolle spielen? Welches nationale Recht spielt eine Rolle? Wenn für Rockers Publikationen in den USA noch nur die 28jährige Werksschutzfrist galt und sie nicht verlängert wurde… Was gibt die Übertragung von Fermin genau her…
    @ Entdinglichung (libcom):
    Versailler Vertrag natürlich nicht 1945. Es gibt aber wohl Regelungen, dass durch Kriegsjahre Verjährungsfristen gehemmt wurden.

  10. Das schwarze Schaf permalink
    16. März 2011 07:21

    @Granado: Lies mal den Kommentar über deinem. Meine Quelle ist ansonsten sehr verlässlich. Der fünfte Band (der erste neue also) ist danach seit mehr als 10 Jahren fix und fertig verfilmt. Vielleicht hatte Klaus Stowasser damals sogar schon die Fotosatz-Filme auf die Druckplatten kopiert. Gleiches gilt für Band 4, der meiner Quelle nach seinerzeit im IISG (und vermutlich auch auf dessen Kosten) von einer alten Ausgabe gescannt und von Becker mit einem neuen Vorwort und einem neuen Einband versehen worden ist. Auch der soll seinerzeit praktisch druckfertig an Becker gegangen sein. Aus welchen Gründen er seit mehr als 10 Jahren auf drei faktisch fertigen Büchern sitzt – keine Ahnung. Am Geld kann es wohl kaum liegen – seine Anarchistika-Sammlung dürfte in den entsprechenden globalen Sammler-Kreisen locker hunderttausende, wenn nicht sogar Millionen wert sein.

    • Granado permalink
      16. März 2011 14:41

      Nein, Topos hat Bd. 4+5 (1981/1984) erstmalig gedruckt – Reprints von Bd. 1-3 gab’s schon vorher anderweitig, dann nochmal durch Auvermann (Topos). Neu durch Becker wären Bd. 6+7 gewesen – was daran „faktisch fertig“ sei, entzieht sich mir; wieweit er für die deklarierte (überarbeitete) Neuausgabe der Bd. 1-5 die vorliegenden Drucke benutzen wollte/konnte, entzieht sich mir; schön, wenn er die schon mehrfach verbreiteten, schmaleren, von Nettlau selbst abschließend publizierten Bd. 1-3 1993/96 tatsächlich herausgebracht hat – Topos zeigt Bd. 1+3 immer noch lieferbar an (aber nicht 2).

  11. punky permalink
    16. März 2011 12:11

    oh, mal wieder prima, wie menschen in der praxis mit und gegeneinander umgehen, die für sich in anspruch nehmen, sich für die emanzipation derselben einzusetzen. die frage ist, wäre es nicht wirklich besser, diese so genannten vereine mal dicht zu machen….. überall die gleiche….sch…..ße

  12. Jamie Balius permalink
    16. März 2011 14:06

    Max Nettlau: „Geschichte der Anarchie“. 7 Bände
    (Inhaltsübersichten http://www.anares.org/theleme/nmga.htm Bei d. Bibliothek Theleme waren die Bände, ob des Umfangs auf 9 Bände angelegt, über Bd. 3 ist die Herausgabe aber nie gediehen.)

    * Band 1: Der Vorfrühling der Anarchie (1925; 1993)
    * Band 2: Der Anarchismus von Proudhon zu Kropotkin (1927; 1993)
    * Band 3: Anarchisten und Sozialrevolutionäre (1931, 1996)
    * Band 4: Die erste Blütezeit der Anarchie 1886–1894 (1981)
    * Band 5: Anarchisten und Syndikalisten, Teil 1 (1984)
    * Band 6: Anarchisten und Syndikalisten, Teil 2 (unveröff.)
    * Band 7: Anarchisten und Syndikalisten, Teil 3 (unveröff.)
    * Ergänzungsband zur Geschichte der Anarchie (1972; 1984)

    siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Nettlau
    siehe auch: „Max Nettlau“ Eintrag von Manfred Burazerovic im Lexikon der Anarchie,
    http://www.dadaweb.de/wiki/Max_Nettlau

  13. Granado permalink
    16. März 2011 14:59

    @Schwarzes Schaf
    Ich hatte meinen Beitrag parallel zu dir geschrieben – Freischaltung ist was anderes. Wenn ein fertiger Neusatz rumliegt, ist das natürlich besonders ärgerlich. Ganz neu wäre aber erst Bd. 6+7 bzw. in der geplanten Neuaufteilung 6/7+8/9.
    Äh, der „anderweitige“ Reprint der Bd. 1-3 war vermutlich doch erst nach Auvermann.

  14. Film permalink
    18. März 2011 00:41

    IWA-AIT Congress in Madrid 1931

    Footage taken from the IWA Congress held 1931 in Madrid.

    Contains Rudolf Rocker in motion – rare.
    Also starring: Augustin Souchy, V. Orobon-Fernandez, …

    no audio!

  15. 2. August 2011 03:43

    Das Problem ist, solange nicht jeder was zum Beissen hat, braucht jeder was zum Beissen. Helft doch dem guten Mann, dass er ein Auskommen hat!

    Dass mit dem Ermittlungsverfahren ist nicht gutzuheissen!

    Aber:

    Vielleicht besteht ja eine freie Vereinbarung zwischen Heiner und Rudolf oder zwischen Heiner und Rudolfs Sohn (bzw. Rudolf und seinem Sohn) über die Nutzung Rudolf seiner Werke? Was hat die FAU mit Rudolf frei vereinbart?

    Fermin hat ja die Rechte an Heiner übertragen. Die Frage ist nun, ob Rudolf vor oder mit seinem Tod die gesamten Rechte überhaupt, im Sinne einer anarchistischen Vereinbarung, übertragen konnte. Denn das Internet gab es NICHT. Sollte Rudolf der FAU aber erlaubt haben seine Werke abzudrucken, dann muss gefragt werden, ob das Abdrucken der Werke dem Veröffentlichen im Internet, also in nichtkörperlicher Form, gleichzustellen ist. Wenn nicht, dann gibt es auch keine freie Vereinbarung zwischen Rocker und der FAU über die Veröffentlichung seiner Werke im Internet.

    Freie Vereinbarung für Freie Menschen

  16. Fragender permalink
    2. August 2011 20:05

    Was hat bitte eine Freie Vereinbarung mit dem bürgerlichen Urheberrecht zu tun? Und was bitte will der Autor überhaupt sagen?

  17. Abenteuer des Lesens. Jahrbuch der Raubdrucker. permalink
    1. Mai 2013 15:40

    Abenteuer des Lesens. Jahrbuch der Raubdrucker.

    101 Seiten über Raubdrucken und Geheimdruckerei.

    INHALT: EINLEITUNG: Fritz Himburg: Monopol, Zensur und Leselust. * Wieland Trattner: Schreiben eines Nachdruckers * DOKUMENTATION: G.W.F. Hegel: Über geistiges Eigentum (1819-21) * I.D..: Maßregeln zum Schutze des deutschen Buchhandels gegen den Nachdruck (1834) * A. Brauer: Meyers Lexikon * Raubdruck-Resolution der Literaturproduzenten (1970) * Henryk M. Broder: Wir sitzen nicht in irgendwelchen Kellerlöchern (1970) * Helmut Schmitz: Von Raubdruckern und anderem Druck (1976) * Robert Schäfer: Sonderumlage Raubdrucke (1976) * K.D. Matschke: Aus der Trickkiste der Raubdruckfahnder (1978) * H.D. Heilmann: Liest`s stirbst`s (1983) * Klaus G. Renner: Wem gehört Paul Scheerbart? (1985) * REZENSIONEN: P.P. Zahl: Vom Ende an: Kein Geisterhaus (1985) * Mathias Bröckers: „Freiheit ist wichtiger als Wahrheit“ – „Wurzeln“, die Autobiographie des Karl Otten (1986) * NACHWORT: Hans Luft: Gemeinfreiheit und Privileg * TEXTNACHWEISE

    http://www.packpapierverlag.de/?p=5391

    • Granado permalink
      2. Mai 2013 18:37

      Das ist ein Raubdruck durch den Packpapierverlag…

      • Granado permalink
        2. Mai 2013 18:41

        oder der Verlag betätigt sich als Antiquariat.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: