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„Das Plagiat ist kein Plagiat“

20. Februar 2011
9 Kommentare leave one →
  1. 21. Februar 2011 09:24

    Internet-Projekt: Plagiate schon auf 267 Seiten gefunden.
    Die Initiatoren des Internet-Projekts „GuttenPlag“ wollen an diesem Montag einen Zwischenbericht auf ihre Website stellen.
    Bis Sonntagmittag hatten die Blogger mit hilfe einer wiki-Struktur nach eigenen Angaben auf mehr als 260 Seiten der Doktorarbeit Plagiate gefunde.
    http://www.mopo.de/news/politik—wirtschaft/internet-projekt–plagiate-schon-auf-267-seiten-gefunden/-/5066858/7214264/-/index.html

  2. 21. Februar 2011 18:43

    haha! keine angst, ken jebsens radiobeitrag auf fritz radio ist nicht ernst gemeint- merkt ihr am schluss!

  3. Granado permalink
    21. Februar 2011 21:18

    Freilich:
    http://www.forschungsmafia.de/blog/2011/02/21/kriminelle-zitierpraktiken-deutscher-professoren/

    Aktuell und neu: Auf der neuen zu-Guttenberg-Unterstützungsseite auf Facebook habe ich einen Beitrag gefunden (Authentizität nicht geprüft, Javascript einschalten, dann auf „read more” klicken), der angeblich von dem Informatik-Professor Wilhelm Spruth stammt (ähnliche Kommentare von ihm findet man auch auf anderen Webseiten, beispielsweise hier). Die Auffassung, die er dabei äußert, ist erstaunlich: Er meint, daß es kein Plagiat sei, wenn man bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ohne Quellenangabe abschreibt, das dürfe man und sei üblich. Als Grund gibt er an, daß ein Plagiat nur dann vorliege, wenn man fremde wissenschaftliche Beiträge als eigene wissenschaftliche Leistungen ausgibt. Weil die FAZ aber ein journalistisches und kein wissenschaftliches Werk sei, könne man also durch Abschreiben auch keine wissenschaftliche Leistung vortäuschen, also bräuchte es auch keine Quellenangabe. Zitieren sei reine Höflichkeit, aber nicht notwenig. Urheberrecht interessiert den erst gar nicht.
    Diese Auffassung erscheint grotesk, trifft aber genau die Sichtweise, die ich in Gesprächen mit Professoren häufig angetroffen habe.
    Schon fast ein Klassiker geworden ist und Eingang in die Fachliteratur über Plagiate gefunden hat (wenn auch ironischerweise nicht immer mit Angabe des Ursprungs) das Schreiben der Staatsanwaltschaft Darmstadt auf meine Strafanzeige wegen des Darmstädter Jura-Professors, der erst mit einem Plagiat aufflog, und dann die Schuld auf seinen Mitarbeiter schob, von dem er sich seine Buchartikel schreiben ließ, den man dann auch rauswarf. Die Staatsanwaltschaft schrieb:
    “Es ist allgemeiner Usus, dass Professoren Mitarbeiter beauftragen, für sie Forschungen anzustellen, Artikel zu schreiben und selbst Kommentarpassagen zu entwerfen, die dann in ihrem Namen veröffentlicht werden. Das ist auch den Verlagshäusern bekannt und wird hingenommen. Hier war es so, dass laut Presseartikel der wissenschaftliche Mitarbeiter als Co-Autor erwähnt war. [Anm.: Stimmt nicht!] Eine Täuschung liegt demnach nicht vor, zumal der Professor dadurch, dass er seinen Namen dafür hergibt, auch die wissenschaftliche Verantwortung für den Inhalt übernimmt. Stimmt etwas nicht und hat er mehr oder weniger blanko die Verantwortung übernommen, geht dies im wissenschaftlichen Sinn mit ihm heim in dem Sinne, dass aufgrund der Peinlichkeit des Vorkommnisses seine wissenschaftliche Reputation möglicherweise Schaden nimmt.“

    Man vertrat damals ganz offiziell und ohne jede Scham die Meinung, daß die Universität so eine Art Schneeballsystem ist, und jeder nach oben zuzuarbeiten hat, und sich dafür von unten bedienen lassen kann, natürlich ohne zu zitieren. Der Doktorand ist der Ghostwriter des Professors, dafür ist der Student der Ghostwriter des Doktoranden.
    [u.v.m.]…

  4. Buchmacher permalink
    22. Februar 2011 17:32

    Die Quote steht 1:23, dass er den Dr.titel behalten muss.

    http://www.tagesschau.de/multimedia/video/ondemand100_id-video864500.html

  5. Granado permalink
    23. Februar 2011 03:03

    Aber, Porno-Geschäftsmann Tobias Huch (bereinigt grad seinen Wikipedia-Eintrag) weiß wie:
    Zu Guttenberg: Facebook-Fans über das Wochenende hektisch zusammengekauft?
    https://hamlethamster.wordpress.com/2011/02/22/zu-guttenberg-facebook-fans-uber-das-wochenende-hektisch-zusammengekauft/

  6. Arroganter Kuttenzwerg permalink
    23. Februar 2011 21:28

    • 23. Februar 2011 22:50

      Total makaberer Titanic-Spruch-

      „Fast richtige Schlagzeilen: Kein Rücktritt, aber:

      Gaddafi verzichtet auf Diktatorentitel!“

  7. Schummelbarondiskussion permalink
    23. Februar 2011 23:14

    Kabarettist Dr. Werner Schneyder
    EX-Baronin Jutta Ditfurth und ewige EX-Grünenpolitikerin

    vs

    CSU-Politiker Norbert Geis —– Mr. Stahlgewitter
    Guttenberg-Biographin Prinzessin Anna von Bayern
    Historiker Prof. Dr. Arnulf Baring

    http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=6543802

    Widerlich wie das Adelspack und CSUgesinde „argumentiert“

    PS: Jutta schafft es, über ihr neues Anti-Grünenbuchausführlich zu sprechen, zum Ende der Sendung – wer nur das sehen will 😉

  8. 24. Februar 2011 00:13

    Dieses Büchlein habe ich 1971 geschrieben und meinem Enkel in die Wiege gelegt.

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