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Kapitalistenchef Hundt gegen „Lohnnachschlag“ und Gewerkschaftsforderungen

29. Januar 2011

Dieter Hundt. Unsäglicher Lautsprecher der Kapitalisten.

Wie kann es auch anders sein. Als treuer Botschafter der Kapitalisten und Verteidiger ihres Ausbeutungssystems muss unser allseits beliebter Rüstungsfabrikant und „Arbeitgeberpräsident“ Dieter Hundt mal wieder sein Sprüchchen aufsagen. Diesmal wettert er nicht gemeinsam mit dem Chef der DGB-Gewerkschaften Sommer gegen die Gewerkschaftsfreiheit. Diesmal geht es medial gegen die Lohnnachschlagsforderungen aus dem Gewerkschaftsbund seines Spezies, des DGB. Dieser fordert eine leichte Lohnerhöhung zwischen 5 und 7 % aufgrund des so genannten „Boomjahres 2010“, in welcher die deutsche Wirtschaft (und damit die Kapitalisten) satte Profite durch die Ausbeutung und Leistung der Arbeiterinnen und Arbeiter einfuhren.

Mit altbekannter Rhetorik und Sprüchen wie „WIR (Die Betonung liegt auf dem Wir!) müssen auf dem Teppich bleiben“ und „Die Forderungen der Gewerkschaften für die anstehenden Tarifverhandlungen kommen aus dem Wolkenkuckucksheim und sind vollkommen illusionär“ macht er seiner Ablehnung der Forderungen Luft.

Ein weiteres mal wird das alte Spiel seinen Lauf nehmen, in dem Berufsfunktionäre der Gewerkschaften mit den Berufsfunktionären der Kapitalisten in schweißtreibenden, hart geführten Verhandlungen bei Kaffee und Kuchen am  Ende zu einem dreckigen Kompromiss gelangen werden. Die Funktionäre des DGB werden mal wieder verlautbaren lassen „Mehr war nicht drin“ und die der Kapitalisten „Das ist ein Abschluß der noch im Rahmen bleibt“.  Alle Funktionäre werden zufrieden sein und die ArbeiterInnen abermals die angeschissenen. Seit Jahren steigen die Lebenshaltungskosten unaufhörlich. Kommt es zu Lohnerhöhungen, so reichen diese in der Regel nicht einmal an einen Inflationsausgleich, den Verlust der Kaufkraft heran. Wenn die Arbeiterinnen und Arbeiter wirklich mehr Lohn erhalten wollen, sollten sie sich nicht mit mickrigen Prozenten abspeisen lassen, die von den Funktionären ausbaldowert werden. Stattdessen ist es das Beste sich auf die eigene Kraft zu besinnen, in der Fabrik (oder ausserhalb – wenn es in der Fabrik nicht möglich ist) eine Versammlung einzuberufen, sich zu beraten und Lohnforderungen aufzustellen und diese durch einen unbefristeten Streik durchzusetzen.  Teuerungsausgleich und ein wirkliches Plus im Geldbeutel wird es nur auf diesem Weg geben.

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