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Fiat will kämpferische Gewerkschafter in die Knie zwingen

7. Januar 2011

Kapitalist Marchionne: Faschismus wäre ne prima Sache für seine Profit-Interessen: keine ArbeiterInnenrechte, keine Gewerkschaften, ungezügelte Ausbeutung.

Fiat-Chef Marchionne startet den Frontalangriff auf die Arbeiterrechte in Italien. Er will die kampferprobte Belegschaft des Fiat-Hauptwerkes Mirafiori in Turin durch Erpressung in die Knie zwingen: Entweder die Belegschaft akzeptiert neue Verträge, mit denen wesentliche Rechte ausgehebelt werden, dann soll es angeblich neue Investitionen geben, oder die Belegschaft lehnt ab und das Werk wird geschlossen. Während die Gewerkschaften UIL und CISL dem Abkommen zugestimmt haben, ruft die eher kämpferische Gewerkschaft FIOM zum Streik gegen Fiat auf.

Fiat ist aus dem Unternehmerverband ausgetreten und will jetzt mit jedem Arbeiter individuelle Verträge abschließen. Damit soll akzeptiert werden, dass die Sechstagewoche eingeführt wird, bei Bedarf 10-Stundenschichten angesetzt werden können, bis zu 200 Überstunden im Jahr geleistet werden müssen und dass die Pausen verkürzt werden. Weiter soll nach Urlaub oder Wochenende der erste Krankheitstag nicht mehr bezahlt werden. Wer sich an Streiks beteiligt, wird sofort gekündigt. Die Belegschaft soll nun in einer Abstimmung über das Abkommen entscheiden.

Das Fiat-Werk in Turin.

Nur Gewerkschaften, die dem Abkommen zustimmen, werden im Werk zugelassen, haben aber kein Recht auf Lohnverhandlungen. Gewerkschaften, die zum Streik aufrufen, werden ausgeschlossen. Nachdem Fiat bereits durch eine ähnliche Erpressung im Werk Pomogliano d’Arco bei Neapel weit gehende Verschlechterungen durchgesetzt hat, kommt jetzt der Frontalangriff auf die Belegschaft des Stammwerkes.

Es verwundert nicht, dass Berlusconi dieses Abkommen als „positiv und historisch“ lobt. Es handelt sich um eine weit reichende politische Weichenstellung, bei der die kämpferischen Gewerkschafter internationale Solidarität brauchen. Das Ziel von Fiat ist offenbar die Liquidierung der Gewerkschaften als Kampforganisationen. Das ist eine Herausforderung an die internationale Arbeiterbewegung.

Quelle: rf-news

One Comment leave one →
  1. Hofmann permalink
    21. Juli 2014 09:18

    Bin langjähriger Fiat Fahrer ich verurteile diese Art von Firmenpolitik Herr Machionne sollte sich einmal Gedanken darüber machen wer eigentlich dazu beigetragen hat Fiat aufrecht zu erhalten,doch nicht alleine seine Person! sondern die Leute ,die hier die Arbeit machen.
    Eine derartiger Umgang mit den Mitarbeitern hat nichts mit Demokratie am Arbeitsplatz
    zu tun, es ist Diktatur. Damit wird die Motivation auf sträflichste vernachlässigt.

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