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Alexander Schapiro: „Palästina, England und die jüdische Frage“

9. Dezember 2010

„Die Juden werden kämpfen müssen, wo sie sich gerade befinden – in Palästina, in Rumänien, in Polen und überall – für ihre Befreiung, ohne dass sie vorher einen jüdischen Staat zu gründen hätten, der sie auf hebräisch unterdrückt. Die Nichtjuden von überall werden ihnen zu Hilfe kommen müssen, denn es handelt sich um die rasche Befreiung aller derer, die nicht frei sind und für die die Menschen aller Rassen und Farben ihr Bestes werden geben müssen, um das Kommen einer Gesellschaft vorzubereiten, wo der Staat nur noch ein Alpdruck aus der Vergangenheit sein wird.“

Alexander Schapiro

Im Dezember letzten Jahres publizierten wir einen Auszug aus einem 1930 in der „Die Internationale“ erschienen Artikel von Alexander Schapiro, einem Mitglied des ersten Sekretariates der Internationalen Arbeiter Assoziation. Sein Beitrag „Palästina, England und die jüdische Frage“ behandelt die Problematik der Gründung eines eigenen jüdischen Staates. In der Diskussion zum gestern veröffentlichten Beitrag „Die Parole ‚Solidarität mit Israel!’ – Ausdruck einer verkürzten Antisemitismuskritik“ wurde der Artikel Schapiros ein weiteres mal empfohlen, da er einen grundsätzlichen anarcho-syndikalistischen Standpunkt formuliert. Der Originaltext wurde uns nun freundlicherweise von einem Genossen zugesandt und wir freuen uns ihn allen Interessierten nun zum Lesen anbieten zu können.

Bei der PDF handelt es sich um eine Kopie aus der Direkten Aktion, die den Artikel in ihrer Nummer 73 von 1989 wieder veröffentlichte. Wir danken dem Genossen für die zur Verfügung Stellung dieses Dokuments der anarcho-syndikalistischen Bewegung.

Download der PDF hier (2.30 MB)

Biographische Angaben zu Alexander Schapiro finden sich unterhalb des von uns veröffentlichten Text-Auszuges von 2009.

9 Kommentare leave one →
  1. Erik Alfredsson permalink
    9. Dezember 2010 22:15

    KLASSE!!!

    Das ging ja fix!

    Da empfiehlt man einen Texr — und „ruck-zuck“ gibt es ihn auf dieder Seite zu lesen. Ich bin begeistert! Lob an alle Beteiligten!

  2. 9. Dezember 2010 23:37

    Das hat der vor dem Holocaust geschrieben und ihr mißbraucht es nachträglich für euren Judenhass. Was für ein Jude war das überhaupt.
    Ihr seid misse linke Antisemiten und Holocaustverharmloser.

    Anmerkung Syndikalismus.tk: Vielen Dank für deinen Besuch. wir sind aber weder links noch Antisemiten oder Holocaustverharmloser. Tut uns leid.

  3. glouton permalink
    10. Dezember 2010 04:25

    @ sgn. „Zionist“: solche Kameraden wie du, können sich schon mal auf eine spannende Zukunft gefasst machen. Diesmal werdet ihr sie auch bekommen!

  4. 10. Dezember 2010 07:17

    seehr toll,und denn ist da auch noch das religionen-zusammen-wegkicken- bild drin, das ich schon so lange wiedergesucht habe! den text haben wir schon mal in so ein äh „teach- in“ miteingearbeitet, den hab ich sogar noch irgendwo- aber nicht als pdf…

    und, äh..
    auch zynisten sind nicht immer antiseptisch…

  5. XY-Jamie Balius permalink
    10. Dezember 2010 17:50

    Verwirrung um Alexander Schapiro, der abgebildete ist:
    http://libcom.org/history/sacha-piotr-sascha-pjotr-aka-alexander-shapiro-aka-sergei-18891890-1942 (siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Schapiro_%281890%E2%80%931942%29 ), also nicht der Alexander Schapiro (IAA-Sekretär), der den Artikel verfasst hat.
    Zu ihm siehe: http://en.wikipedia.org/wiki/Alexander_Schapiro und http://de.anarchopedia.org/Alexander_Schapiro und hier ein Foto: http://robertgraham.wordpress.com/2008/06/28/alexander-schapiro-anarchosyndicalism-and-anarchist-organization/
    Vielleicht hat ja jemand Zeit zu ihm einen Beitrag für die deutsche wikipedia zu verfassen???

  6. Erik Alfredsson permalink
    10. Dezember 2010 22:44

    „Zionist“ schreibt: „Das hat der vor dem Holocaust geschrieben“.

    JA, EBEN!!!

    Genau das ist die Stärke von Schapiros Text. Eine Zionismus-Kritik, die frei von jedem Verdacht des Antisemitismus ist.

    „Was für ein Jude war das überhaupt“?, fragt „Zionist.
    Die Frage, ob jemand Dreiviertel-Jude, Halbjude oder Vierteljude ist, sollten wir doch den „Rassentheoretikern“ überlassen.

    Schapiro hatte eine jüdische Großmutter. Damit ist er „Jude“. Sowohl für die Rassenbiologen, als auch für diejenigen, die sich auf jüdische Traditionen beziehen.

    Das ganze Thema ist eigentlich viel zu ernst, um es auf niedrigem Niveau zu „diskutieren“.

    Unter meinen Freunden, Kollegen und Bekannten gibt es einige, die sich als Jude verstehen, oder aber gezwungen wurden, sich als Jude zu definieren. Keiner davon ist religiös, sondern ihr „Jude“-sein wurde ihnen von aussen aufgezwungen.

    Dennoch muß ich als „Goj“ immer verdammt vorsichtig sein. Weil es auf Grund der deutschen Geschichte immer ein „Minenfeld“ ist, sich mit deutscher Staatsbürgerschaft zu „Judentum“ und „Zioniosmus “ zu äussern.

    Was mich aber wirklich ärgert:
    (Das hat nur bedingt mit dieser Diskussion zu tun; vielleicht macht es aber meinenStandpunkt verständlich… : )
    Mir ist es mehrfach passiert, daß Menschen aus dem „Nahen Osten“ (middle east auf „Neudeutsch“) mich herzlich beglückwünschten, weil ich als „Deutscher“ ja in der Tradition der Juden-Vernichtung stände. Da wundert er mich nicht, daß sich dann Menschen als „Anti-Deutsche“ definieren.

    Also:
    Christen! — Juden — Mohammedaner:

    EIN KAMPF!!!

    (Hallo Micha, auch wenn ich nicht als „stubenrein“ gelte, daß die Karikatur aus dem DA-Artikel, als wir „alten Säcke“ einst zum Thema veröffentlicht haben, Dir gefällt — gefällt mir meinerseits gut.
    Dann haben wie damals wohl doch nicht alles verkehrt gemacht, sondern es gibt soetwas wie eine „Langzeit-Wirkung“.)

    „Zionist“ würde ich gerne noch etwas fragen:
    Bist Du Jude — oder nicht. Was hältst Du von den Friedens-Bemühungen auf Basis-Niveau? Sind die Israelischen Staatsbürger, die sich um eine friedliche Lösung bemühen, alle „Verräter“?
    Sind die Palästinenser, die nichts gegen die jüdischen Einwanderer haben, auch alle „Verräter“?

    In diesem Sinne:

    Shalom!

    Salam!

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