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„Strahl gezielt ins Gesicht gerichtet“

5. Oktober 2010

Der vom Wasserwerfer der Polizei verletzte Stuttgarter Demonstrant wird heute operiert. Ein Gespräch mit Matthias von Herrmann.

Matthias von Herrmann ist einer der Demoteilnehmer gegen den Bahnhofsumbau in Stuttgart und Sprecher der »Parkschützer«

Der 66jährige Friedrich W. ist am Donnerstag bei den Protesten der Parkschützer gegen das Projekt »Stuttgart 21« durch einen Wasserwerfer der Polizei schwer verletzt worden – er ist jetzt möglicherweise blind. Wie ist sein Zustand?

Sonntag war ich noch im Katarinenhospital bei ihm, am heutigen Dienstag wird er operiert. Er ist immer noch hell entsetzt über diesen Einsatz und findet es unfaßbar, daß ein Staat mit einer solchen Brutalität gegen seine Bürger vorgeht. Friedrich W. ist bei den Parkschützern organisiert und wollte am Donnerstag an der angemeldeten Demonstration von Schülern teilnehmen. Als die sich in Marsch setzen wollte, wurde über Internet gemeldet, daß die Polizei den Schloßgarten abriegeln will. Daraufhin gingen die Schüler direkt zum Park, wo die Demo eigentlich enden sollte, und ließen sich dort in einer Sitzblockade nieder.

Hier geht es weiter

4 Kommentare leave one →
  1. 6. Oktober 2010 02:22

    Hähä, hier:
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33444/1.html
    Schlechte Zeiten für Deutschlands Polizei
    Nach der öffentlichen Empörung über den Polizeieinsatz in Stuttgart spricht nun ein Gericht reihenweise Urteile gegen Freiheitsentziehungen beim G8-Gipfel in Heiligendamm
    Drei Jahre nach dem G8-Gipfel in Heiligendamm ist noch immer kein Ende der juristischen Aufarbeitung in Sicht. Jetzt bestätigt das Verwaltungsgericht Schwerin in zahlreichen Urteilen, dass die Ingewahrsamnahmen und die Haftbedingungen in den sogenannten „Käfigen“ rechtswidrig waren. Den Inhaftierten wurde zu Unrecht Telefonate mit Vertrauenspersonen und Rechtsanwälten verweigert.
    und weiter:
    Desinformation für mehr Polizeigewalt
    Das Komitee für Grundrechte und Demokratie hatte nach dem Gipfel kritisiert, dass Polizei, Bundeskriminalamt und Verfassungsschutz zunehmend eine eigene Politik betreiben ([local] Parlamentarisches Nachspiel vorbehalten). In jenen Ausnahmesituationen drohe die Kontrolle über die exekutive polizeiliche Gewaltausübung zu entgleiten….
    …Es ist vor allem die Gewerkschaft der Polizei (GdP) mit ihrem Vorsitzenden Konrad Freiberg, der für die stete Wiederholung der Polizei-Propaganda zuständig ist. Noch Monate nach dem Gipfel [extern] behauptete Freiberg, Polizisten seien mit Säure bespritzt worden und „Massagebänder“ als Steinschleudern benutzt worden: „Das sind keine Chaoten. Das sind hoch organisierte, trainierte, bestens ausgerüstete, zu brutalster Gewalt bereite und international gut vernetzte Gruppen.“
    hier der ganze Artikel:
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33444/1.html

    • 6. Oktober 2010 02:25

      Die Polizei demonstriert die Effektivität und Effizienz ihrer S21-Provokateure. Und sie schämen sich auch nicht, aus Sicht des Wasserwerfers zu zeigen, wie der voll in die Menge an der Seite strahlt, obwohl er dafür da war, den Weg vor sich zu räumen. Hut ab, das könnte auch Nordkorea nicht besser.

      • Aus dem tiefen Tal der Tränen permalink
        9. Oktober 2010 17:05

  2. Granado permalink
    6. Oktober 2010 15:53

    5.10. http://blog.fefe.de/
    Oi, die Wasserwerfer haben auch den ehemaligen Vorsitzenden einer Strafkammer des Landgerichts Stuttgart beschossen. Und der hat erstmal eine Dienstaufsichtsbeschwerde eingereicht. Und bei fluegel.tv ein Interview gegeben.
    In dem Interview merkt man sehr schön die kognitive Dissonanz des Richters, der betont, er habe neulich erst, vor seiner Pensionierung, einen jungen Mann zu einer Gefängnisstrafe ohne Bewährung verurteilt, weil er einen Pflasterstein auf ein Polizeiauto geworfen hat. Und heute kriegt er selber einen Wasserwerfer ab und sieht, dass die Polizei wieder einen vom Pferd lügt von wegen angeblich geworfener Pflastersteine. Den letzten Schritt geht er noch nicht, dass er dann auch mal die anderen Ansagen der Polizei in Frage zu stellen.

    http://www.ustream.tv/recorded/10000058

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