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„Wie die Schweine“

27. Juli 2010

"Der kapital(istisch)e Keiler drückt auch für uns vorstellbar aus, was Kapitalisten und ihre Zuspieler eigentlich sind..."

Kapitalisten zeigen ihr wahres Gesicht

Die Wirtschaftszeitung „Wirtschafts-woche“ startete vor einigen Tagen eine Werbeaktion mit Postkarten, die darauf hinwiesen, dass das kulturlose Schundblatt 4 Wochen gratis zu beziehen ist.

Fairer Weise endet das Abo automatisch – Wer’s glaubt…

Nun befand sich einige bunte und interes-sante Aufmachung auf der Karte, um zu versuchen darüber hinwegzutäuschen, dass die „WiWo“ eigentlich ein synthetischer Bedarf ist und ihr Bezug keinen konkreten Nutzen für den Käufer hat. Dieses Täuschungsmanöver fiel aller-dings unüblich authentisch aus.

Die Kapitalisten ließen den kleinen Designer, der für sie die Drecksarbeit am Computer machen darf, einen Eberkopf als Trophäe für das Cover benutzen. Daneben steht im Kolonialstil auf einer Messingplakette eingraviert „Konkurrenz Kampfkeiler“. Der kapital(istisch)e Keiler drückt auch für uns vorstellbar aus, was Kapitalisten und ihre Zuspieler eigentlich sind – Schweine die sich im Dreck von Geld, Korruption, Staat und Macht balgen, grunzend in ihrer eigenen Mist stampfen und stumpf alles an blühender Kultur zunichte trampeln, was sich andere in ihrem Sinn für ein glückliches menschliches und freies Leben erarbeitet haben.

Das Bild des Kapitalisten der „etwas aus sich gemacht“ hat, der da glänzend in der Sonne seines Vorgartens steht und einen Anzug trägt, ist ja gänzlich falsch – seinen Methoden und Manieren seinen „Untergebenen“ gegenüber ist eher daraufzuschließen, dass ein Fell und verbogene Zähne ehrlicher wären. Selbst die letzte Sklavenseele des Planeten würde anhand dieses visuellen Signals schnell erkennen, um wen es sich hier handelt. Um den „Konkurrenz Kampfkeiler“ der in umsichtiger Manier den ganzen Erdball vollscheißt und zertrampelt, keine Rücksicht kennt vor der Kultur der Menschen und nur seine Kapitalakkumulation im schweinischen Sinne hat.

Allerdings ist uns ein weiterer Fauxpas des Drecksblattes nicht unverborgen geblieben:

Der Werbespruch des Schundzettels lautete „Nichts ist spannender als Wirtschaft“ – Eine Zeitung deren Inhalt also so uninteressant ist, dass sogar das „Nichts“ spannender ist – man erinnere sich an den Film mit dem Jungen und dem geplatzten Golden Retriever („Die unendliche Geschichte“), also da gab es ja auch so eine Gegend. Wenn ich mich recht erinnere lebten dort eine verbiesterte Miezekatze und eine vollgeschleimte Schildkröte, die den armen Jungen essen wollten. Nun da können wir uns gut vorstellen, dass sich da so ein waschechter ungewaschener „Konkurrenz Kampfkeiler“ wohlfühlt. Im Nichts. Wo er hingehört.

Von Marcel Faust.

Übernommen von der Homepage der FAU Bremen

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