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Das THW – eine Streikbrecherorganisation!

19. Januar 2010

Am 22.August (2009 – Anm. Syndikalismus.tk) fand in Frankfurt eine antimilitaristische Radtour statt, zu der der Arbeitskreis gegen Revanchismus und Krieg aufgerufen hatte. Treffpunkt war die Bockenheimer Warte. Hier wurde in einer Rede auf die Uni und ihre Militärforschung hingewiesen. Nächste Stationen waren das THW und das Amt für Flugsicherung der Bundeswehr im Industriehof in Hausen. Danach ging es mit einem Zwischenstopp beim Roten Kreuz in die Innenstadt. Am Rossmarkt wurde vor dem Postamt die Rolle der deutschen Post AG als weltweiter Kriegslogistiker thematisiert. Am Kaiserplatz endete die Tour mit einer Rede über die Commerzbank und den Zeller Trialog.

Es folgt der Redebeitrag:

Das Technische Hilfswerk (THW)

Albrecht Broemme aus Darmstadt. 2006 vom damaligen Bundesinnenminister Schäuble zum Präsidenten des THW berufen.

Wer vom THW spricht, denkt in erster Linie an eine zivile Hilfs- und Rettungsorganisation. Doch das THW hat vor allem eine andere Geschichte und mit ihm wird eine Zukunft gestaltet, die uns und auch großen Teilen der ehrenamtlichen Helfer unbekannt sein dürfte: Aufrechterhaltung des Betriebsfriedens, also Streikbruch und Beteiligung an Kriegseinsätzen der Bundeswehr im In-und Ausland. Das THW wurde 1950 gegründet und vom gleichen Mann aufgebaut, der bereits die Vorgängerorganisation im Januar1919 gegründet und befehligt hat. Der damalige Pionierleutnant und Freikorpsführer Otto Lummitzsch. ,Feind der Arbeiterklasse. „Die technische Nothilfe (TN) ist ein Kind der Revolution 1918/19“ weiß die THW Ortsgruppe Bornheim zu berichten. Dass war sie, aber sie war ein Teil der Konterrevolution. 1945 wurde die TN von den Alliierten als eine von 62 faschistischen Organisationen nach der totalen Kapitulation auf Grundlage des Potsdamers Abkommen aufgelöst. Nur 5 Jahre später wurde die TN unter Lummitzsch, diesmal mit dem Namen THW versehen, erneut aufgebaut. Das THW wird dem Innenministerium unterstellt und darf ausdrücklich keine militärische oder paramilitärische Organisation sein. Die Gewerkschaften, allen voran die IG Metall, wussten damals noch sehr wohl, was und wer hinter dem THW steckte und warnten die Arbeiter vor dieser Organisation. Sie bestanden darauf, dass Mitglieder des THW in der Gewerkschaft nichts zu suchen haben (Metallzeitung 1953). Heute weiß die Arbeiterklasse nicht mehr warum sich das Kapital das THW geschaffen hat. Seit 2008 gibt es ein Kooperationsabkommen zwischen THW und Bundeswehr. In der Präambel steht dazu, dass Bundeswehr und das THW ihre Zusammenarbeit auf den Gebieten der Katastrophenhilfe und der Hilfe bei Großschadensereignissen im Inland, sowie im Bereich zivilmilitärischer Zusammenarbeit im In-und Ausland vertiefen werden.

Allerdings ist die Kooperation weit fortgeschritten. Mit Sondermaschinen der Luftwaffe werden Spezialisten des THW in Katastrophengebiete ausgeflogen. Dem Innenministerium unterstellt gelten sie als Voraustruppe der Bundeswehr in sämtliche Katastrophen- und Kriegsgebiete. Auch im Inland sind Transporte mit Luftfahrzeugen der Bundeswehr vereinbart.

Die Bundeswehr stellt dem THW Truppenübungsplätze und Militärgerät zur Verfügung. Gemeinsame militärische Übungen und Handlangerdienste häufen sich. In gemeinsamen Ausbildungsseminaren werden die Aufgaben, Strukturen, Fähigkeiten und Arbeitsweisen der jeweils anderen Organisation vermittelt und geübt. Z..B. wird theoretisch geklärt, wie man mit Streikenden oder Aufständigen umzugehen hat und die Ergebnisse werden anschließend in gemeinsamen Übungen einem Praxistest unterzogen. Bei Großschadensereignissen, wie etwa den Demonstrationen gegen den G-8 Gipfel, gegen Sicherheitskonferenzen oder den Natogipfel ist das THW fester Bestandteil des staatlichen, militärischen Sicherheitskonzepts. Nicht die im Grundgesetz enthaltenen Rechte der Versammlungsfreiheit und das Demonstrationsrecht werden geschützt, sondern die Vertreter des Monopolkapitals, um ungestört mit ihren Schweinereien fortzufahren. Zum Natogipfel in Kehl und Strassburg stellte das THW 800 Kräfte aus den Bereichen Führung und Kommunikation, Beleuchtung, Elektroversorgung, Logistik und Infrastruktur zur Verfügung Es war eine großangelegte Übung des gesamten staatlichen  Repressionsapparates mit 15 000 Polizisten, davon über 4 500 Bundespolizisten, 550 Geheimpolizisten vom BKA. Rund 600 Bundeswehrsoldaten, sowie Feldjäger und Luftwaffe waren im illegalen Einsatz vor Ort. Inzwischen ist der Einsatz der Bundeswehr im Inland mehr Regel als Ausnahme. Im Laufe des letzten Jahres wurden zwischen der Chemieindustrie und dem THW ein halbes Dutzend Kooperationsvereinbarungen geschlossen. Damit hat das THW Zutritt zu den Chemiekonzernen, und sollte ein Großschadensereignis, wie z.B. ein Streik eintreten, kann sich das THW als Streikbrecherorganisation bewähren. BASF hat im Zuge der Krise im letzten Jahr 80 Werke geschlossen und zigtausend Arbeiter auf die Strasse gesetzt. Wie aus der Wirtschaftswoche zu erfahren war, holt sich BASF das THW ins Werk aus Angst vor „Störungen des Betriebsfriedens“. Gegen Nachwuchssorgen kann die Zusammenarbeit mit Schulen weiterhelfen. In Hamburg an einer staatlichen Gewerbeschule für Elektroniker übten Schüler und das THW schon mal gemeinsam den Aufbau einer externen Notstromversorgung um im Bedarfsfall einen bestreikten Betrieb wieder in Gang zu bringen. Im THW-Helfergesetz ist der Auftrag formuliert, den der faschistische Staat schon hineingeschrieben hatte und vor dem die Gewerkschaften in den 50.Jahren warnten: die THW-Helfer haben bei öffentlichen Notständen einzugreifen. Das sind Naturkatastrophen aber auch Streiks und Widerstandsaktionen. Im Katalog der Einsatzoptionen des THW stehen der Einsatz gegen Terrorismus, Anschläge, Attentate und Sabotage. Zur Erinnerung: auf Sabotage waren streikende Arbeiter immer Stolz. Die Monopole rüsten auf zur Rettung ihres Ausbeutersystems. Das THW ist heute nichts anderes als eine militärisch geschulte Hilfstruppe der Bundeswehr. Seit Mai liegt ein neuer Gesetzentwurf vor (Bundesdrucksache16/12854), der die Befugnisse des THW erheblich ausweiten soll, wenn es zu Katastrophen, öffentlichen Notständen und Unglücksfällen größeren Ausmaßes ausrücken wird. Das Monopolkapital weiß seit 1919 wie unverzichtbar eine Organisation ist, die in der Lage ist, die Sicherung und Aufrechterhaltung ihrer Fabriken zu garantieren. 80 000 THW-Nothelfer in 668 Ortsverbänden werden zur Zeit abgerichtet und brauchbar gemacht, um gegen Aufständige und streikende Arbeiter vorzugehen, im Inlands als auch im Auslandseinsatz.

Quelle: SWING Nr. 161

43 Kommentare leave one →
  1. alexander aust permalink
    19. Januar 2010 23:57

    Dieser Text stimmt doch überhaupt nicht mit der Realität überein!

    Anmerkung Syndikalismus.tk: Was soll denn daran nicht stimmen?

    • thw permalink
      18. Juni 2012 14:15

      ganz einfach, das thw war mal, aber ist nun keine streikbrecherorganisation mehr. es dient einzig und allein nur noch dem zweck, in katastrophengebieten zu helfen und die feuerwehr zu unterstützen. außerdem hat es die aufgabe der bevölkerung im kriegsfall zu helfen und sich um die infrastruktur zu kümmern. eure ansichten sind leider veraltet.

      • Sebastian Magnus permalink
        29. Juli 2012 17:23

        Das THW war auch nie eine Streikbrecherorganisation. Wenn, dann die Technische Nothilfe, die wie fast alles im Dritten Reich formell unabhängig und de facto gleichgeschaltet war. Otto Lummitzsch war übrigens mit einer Halbjüdin verheiratet, weshalb ihm die Behördenleitung 1934 entzogen wurde.

  2. 20. Januar 2010 03:17

    http://www.linksnavigator.de/node/1689

    alexander aust ist wohl von der Fraktion:

    Chemnitz. Vom 15. bis 17.05.09 fand in, und vor allem um die Chemnitzer Stadthalle herum der „Tag des THW“ statt. …………….
    Am Rande nutzte allerdings eine junge Delegation der Partei „Die Linke“ die Veranstaltung für eine Demonstration unter dem Slogan „Keine Alternative zum Wehrdienst“. Dabei wurden Flugblätter verteilt, in denen dasTHW mit Organisationen, die es bereits seit dem ersten Weltkrieg gegeben hat, vermengt wurde und als „Streikbrecher-“ und vermeintliche „Nazi-Organisation“, die vor 20 Jahren quasi in einen fremden Staat eingefallen sei, verunglimpft. Versuche hinter die sich doch als recht krude darstellende Logik der Protestler zu kommen und über die 1950 gegründete, unter dem Schutz der Genfer Konvention stehende, humanitäre Organisation zu informieren und diskutieren, schlugen leider fehl.“

    http://www.thw-mainz.de/article.php/20090521204202615

  3. 20. Januar 2010 17:26

    Ja, natürlich bin ich von der Fraktion.
    Ich bin bereit andere anzuhören und deren Meinung zu tolerieren.
    Allerdings geht es zumindest mir so, dass man Themen von allen Seiten beleuchten sollte. Dieser Text ist euer Standpunkt. Ich sage aber, dass weder das THW eine Streikbrecherorganisation ist noch das das heutige Deutschland ein faschistischer Staat ist. Es gibt in diesem Staat zwar einige Dinge, die noch zu verbessern sind, aber faschistisch geht mir doch deutlich zu weit.

    Ach ja und über die Partei „Die Linke“ müssen wir gar nicht reden. Die Mitglieder wiedersprechen sich mit ihren Aussagen gegenseitig.

    • Anarchosyndikalist permalink
      20. Januar 2010 19:43

      Ein einfacher Widerspruch ist nicht unbedingt überzeugend, und die Weimarer Republik war auch keine faschistischer Staat, wobei es dabei darauf ankommt wie weit der Begriff gefasst wird, auch in einer „Demokratie“ kommt es in erheblichen Umfang zu Unrecht, wenn man allein die legalisierte Ausbeutung der ArbeiterInnen ins Auge fasst. Die Verschmelzung von BW und THW ist schon mehr als bedenklich. Es wird auch kaum gestreikt und wenn dann systemverträglich, aber was ist mit dem THW, wenn es brenzliger werden sollte? Ist Streikbruch wirklich auszuschließen? Wohl kaum.

  4. 20. Januar 2010 17:58

    Noske und die Technische Nothilfe

    Gustav Noske, der Nachfolger August Bebels, ist von der Arbeiterklasse mit dem Namen Bluthund getauft worden. jetzt ist er Regierungspräsident in Hannover, der Residenz Hindenburgs. Bei einer Tagung des hannoverschen Provinzialtages wurde für die technische Nothilfe eine Summe von 1.500 Mark gefordert. Als die Kommunisten die Streichung dieses Postens forderten, ergriff Noske das Wort und machte folgende Ausführungen:
    „Ich lehne es ab, von der äußersten Linken Lehren darüber in Empfang zu nehmen, was ich als Oberpräsident und andererseits als früherer angehöriger des Arbeiterstandes zu tun habe. Ich stehe hier nicht als sozialdemokratischer Parteimann, sondern als preußischer Beamter. Mit der Reichsregierung und der Preußischen Regierung stimme ich darin überein, daß wir augenblicklich die Technische Nothilfe leider noch nicht entbehren können. Mit dem Koalitionsrecht hat die Technische Nothilfe nichts zu tun. Solange es leider feststeht, daß eine Reihe von Gewerkschaftsführern ihre Leute nicht mehr in der Hand hat, wird auf die Technische Nothilfe noch nicht verzichtet werden können.“
    Wenn die Arbeiterschaft nur ein Zehntel von all dem Material, das wir allwöchentlich über die Taktik ihrer Zentralverbände und die Haltung der leitenden Personen veröffentlichen, durchdenken würde, dann hätte sie sich längst diese heuchlerische Vertreterschaft vom Halse geschafft. Wir rufen den Arbeitern zu, mehr als bisher zu denken und danach zur Ausübung der eigenen Initiative zu schreiten. Nicht von andern können die Arbeiter ihre Befreiung erwarten, sondern jeder einzelne nur von sich selbst. Die Gesamtheit der Handlungen aller ergibt die wahrhafte Revolution, von der die in 1918 nur ein Vorspiel war.

    Aus Der Syndikalist Nummer 21 (1922)

  5. Rüdiger permalink
    20. Januar 2010 18:56

    Was soll der …..?
    …………. [Aggressiver Durchfall gelöscht] Sportsfreund: Der Ton macht die Musik! Bis auf weiteres hast du Sendepause.

  6. glouton permalink
    20. Januar 2010 18:57

    @ Alexander Aust: natürlich sollte man sich die Meinungen anderer anhören. Ob man sie in jedem Fall tolerieren muss, ist die andere Frage. Worauf es aber ankommt, ist ob man weiss warum man eine Meinung vertritt. D.h. ob die Meinung begründet ist. Bezüglich der Wertung des „faschistischen Staates“ und der Linken kann ich Dir zustimmen. Was Du jetzt aber an dem THW gefressen hast, würde mich schon mal interessieren. Nicht die Behauptungen, sondern die Begründungen.

  7. 20. Januar 2010 23:42

    Ich kann nicht für das ganze THW reden. Aber für meinen Ortsverband. Und der besteht aus normalen Bürgern, die einfach nur helfen wollen in ihrer Freizeit. Streikbruch kann insofern ausgeschlossen werden, dass im THW denkende Individuen helfen, die nicht gegen ihre eigenen Vorstellungen arbeiten würden.
    Zu THW und Bundeswehr: Das THW ist eine Hilfsorganisation und möchte auch als solche angesehen werden. Der Vertrag zwischen BW und THw besagt, dass das THW auf Übungsgeländen der BW Retungen und solche SAchen üben darf, aber auch dass das THW die BW in Bereichen wie Logistik und Wiederaufbau unterstützt.
    Ich persönlich sehe da keine Gefahren, dass das THW in den paramilitärischen Bereich abrutscht.

    Errare humanum est.
    Nach diesem Grundsatz lasse ich mich eines besseren belehren, aber ganz sicher nicht mit so einem Beitrag, der schon nach dem ersten Satz ziemlich einseitig wird.

    @glouton Ich bin jede Minute gerne beim THW. Ich war auch schon mal auf einem Munitionsdepot der BW und wir haben aufgrund der ZMZ zusammengearbeitet, aber immer nur im Bereich des Katastrophenschutzes. Aufgrund meiner Erfahrungen im THW kann ich wohl sagen, dass es keinen Grund gibt, das THW als Streikberecherorganisation hinzustellen oder das die zusammenarbeit mit der BW über den Katastrophenschutz hinausgeht. Deswegen kann ich diese Befürchtungen nich verstehen.

  8. Syndikalist-A permalink
    21. Januar 2010 00:06

    Sehr geehrter Herr Aust,
    sie mögen andere Meinunge vertreten, als die Autoren des Artikels, doch mir als Unbedarfter reicht der leicht bockige Verweis auf die Genfer Konvention nicht aus. Widerlegen sie doch bitte, den Vorwurf, dass das heutige THW eine Fortführung der Technischen Nothilfe ist, zeigen sie auf, wo die Zusammenarbeit von THW und Bundeswehr nicht präfaschistische Strukturen wieder etabliert und nicht eine Militarisierung der Gesellschaft fördert durch Wegbereitung des Militärs im zivilen Raum.
    Setzen sie sich uns gegenüber bitte mit den Vorwürfen auseinander, dass das THW ebend nicht jene Nicht-Staatliche-Organisation ist, wenn sie bei jeder größeren Gelegenheit mit Polizei, Militär und Staatsschutz, sowie Nachrichtendiensten zusammenarbeiten.
    Nehmen sie stellung dazu, das mit dem THW eine nicht demokratisch-beherrschbare Organisation existiert, die an den Kernstellen zwischen Militär und Zivilgesellschaft ihre Funktion erfüllt.
    Und diesmal bitte mit Argumenten, als Seitenhieben (dem zur Linkspartei pflichte ich sogar bei, aber wahrscheinlich aus einer anderen Perspektive)

  9. 21. Januar 2010 18:18

    Ich finde, Selbstkritik fängt bei uns selber an….

    • Syndikalist-A permalink
      21. Januar 2010 20:45

      Loretta, das darfst du gerne empfinden, aber Herr Aust ist in einem Ton in die Diskussion eingestiegen, bei dem ich mit Selbstkritik nicht als erstes Antworten werde. Da verlange ich lieber eine Auseinandersetzung.
      Mal abgesehen davon, die Männerrundbriefe sind doch sehr veraltet und bescheiden zu lesen.

    • Arbeiter permalink
      21. Januar 2010 21:48

      Heutzutage klappt das mit der Mumu,
      aber das mit dem Klapperstorch wird nie was.

  10. 21. Januar 2010 21:08

    „sie mögen andere Meinunge vertreten, als die Autoren des Artikels, doch mir als Unbedarfter reicht der leicht bockige Verweis auf die Genfer Konvention nicht aus.“

    An was sollen wir uns denn ihrer Meinung nach halten, wenn sie selbst die Genver Kovention, die eine grundsätzliche REgelung für den Fall eines Krieges darstellt, anzweifeln?

    „Widerlegen sie doch bitte, den Vorwurf, dass das heutige THW eine Fortführung der Technischen Nothilfe ist“

    Ganz einfach: Zur Zeit der Technischen Nothilfe stand Deutschland unter der Leitung eines totalitären Nazi-Regimes. Die TeNo wurde von den Nazis ausgenutzt.
    Jetzt leben wir unter der Führung eines frei gewählten Parlaments in einem Rechtsstaat. Das THW untersteht dem BMI und das wiederum unterliegt der Kontrolle des Bundestages. Wenn sie allerdings anzweifeln, dass wir in einer Demokratie leben, dann kann ich ihnen nicht weiterhelfen.

    „Setzen sie sich uns gegenüber bitte mit den Vorwürfen auseinander, dass das THW ebend nicht jene Nicht-Staatliche-Organisation ist, wenn sie bei jeder größeren Gelegenheit mit Polizei, Militär und Staatsschutz, sowie Nachrichtendiensten zusammenarbeiten.“

    Das sind doch nur Behauptungen. Ich habe noch nie davon gehört, dass das THW mit dem Staatsschutz und den Nachrichtendiensten zusammenarbeitet. Belegen sie bitte diese Aussage!
    Mit Militär und Polizei verhält es sich ähnlich: Das THW unterstützt diese Organsationen im Rahmen seiner Möglichkeiten. Und diese Möglichkeiten beziehen sich laut Gesetz auf die nicht-polizeiliche Gefahrenabwehr. Belegen sie mir bitte das das THW über die Grenzen der Gesetze hinausschießt.

    „Nehmen sie stellung dazu, das mit dem THW eine nicht demokratisch-beherrschbare Organisation existiert, die an den Kernstellen zwischen Militär und Zivilgesellschaft ihre Funktion erfüllt.“

    Wie wollen sie diese aussage belegen???

    „Und diesmal bitte mit Argumenten,…“

    Wie soll ich denn bitte gegen einen Text argumentieren, wenn der Text selbst aus Behauptungen besteht???

    Auf die Argumente und Belege freue ich mich sehr.

    • Ewald L. permalink
      21. Januar 2010 21:21

      Ne, die TeNo wurde schon zu Zeiten der tollen Weimarer Demokratie, wo Freikorps Arbeiter zusammenschossen gegründet. Also alles schön demokratisch, denn die Republik von Weimar wird uns hier ständig als Vorbild vorgehalten. Und die TeNo wurde konzeptionell ganz klar als Streikbrecherorganisation gegründet mit voller Absicht. Es ging darum, dem vielen Streikbewegungen an ihren wichtigsten Stellen zu treffen, nämlich dort, wo sie hätten wirklich den Kapitalismus lahmlegen können. Das THW ist Teil des Zivilschutzes im Kriegsfalle, so dass auch Zivildienstleistende beispielsweise eingebunden werden können. Deshalb gibts auch Totalverweigerer, welche diesen heuchlerischen „Ersatzdienst“ ablehnen. Das THW ist nur im Moment harmlos, es schläft gewissermaßen. Aber bei den nächsten Hungerrevolten wird es für die Hungernden keine Gulaschkanonen geben, sondern für Polizei und Militär, welche die Hungernden belagern.

  11. 21. Januar 2010 22:13

    jaja und ich sage das THW schläft nicht; es arbeitet nach seinem gesetzlichen Auftrag. Dann wären wir wieder bei meinungsaustausch und nicht bei einer diskussion.

    • Dennis permalink
      21. Januar 2010 23:17

      So wie der Bundesinnenminister Albrecht Broemme aus Darmstadt 2006 zum Präsidenten des THW berufen wurde, wird das THW vom Bundesinnenministerium
      zum Streikbruch abkommandiert werden, wenn es soweit ist, dass das erforderlich ist. So was nennt man Befehlsgewalt Herr Aust! Würden sie sich, nach Ausrufung der Notstandsgesetze wegen Befehlsverweigerung inhaftieren oder gar an die Wand stellen lassen, Herr Aust?

  12. 21. Januar 2010 23:07

    Der wurde überhaupt nicht in den Reichstag gewählt, ist aber jetzt in der Reichsregierung. Fetter Posten mit fetter Pension.

    Präsident Fuchtel wird parlamentarischer Staatssekretär

    Der Präsident der Bundesvereinigung der Helfer Hans-Joachim Fuchtel, übernimmt in der neugewählten Regierung das Amt des parlamentarischen Staatssekretärs im Ministerium für Arbeit und Soziales. Hans-Joachim Fuchtel ist seit über 10 Jahren Präsident der THW-Bundesvereinigung.
    http://www.thw-bv.de/index.php?option=com_content&view=article&id=78:praesident-fuchtel-wird-parlamentarischer-staatssekretaer

  13. Glouton permalink
    21. Januar 2010 23:58

    @Alexander Aust:
    „An was sollen wir uns denn ihrer Meinung nach halten, wenn sie selbst die Genver Kovention, die eine grundsätzliche REgelung für den Fall eines Krieges darstellt, anzweifeln?“
    Die Genfer Konvention ist ein Stück Papier. Wie dieses Stück Papier ausgelegt wird, hängt von den jeweils aktuellen Machtverhältnissen ab. Wo diese mit dem Inhalt des Papierfetzens übereinstimmen, wird danach gehandelt. Wo nicht – nicht. Oder glaubst Du, dass wenn ein Kriegsfall eintritt, alle Zivis im Lazarett arbeiten werden weil dies in einem Gesetz so steht? In einer Ausnahmesituation wird nach den Erfordernissen (des Staates) gehandelt werden und nicht nach Papierfetzen. Daher muss ich gar nicht den Inhalt des Papierfetzens anzweifeln, sondern den Umgang damit.

  14. 22. Januar 2010 00:01

    @dennis Befehlsverweigerung ist gestattet, wenn bei Ausführung des Befehls gegen Gesetze verstoßen werden würde. Bei Befehlsverweigerung wird man im schlimmsten Falle aus dem THW entlassen, jedoch nicht eingesperrt. die notstandsgesetze bestehen auch seit jahrzehnten ohne das sie ein einziges mal angewendet wurden.

    @streikposten

    und wieso gehen sie davon aus, dass Hans-Joachim Fuchtel erst duch seine THW-Tätigkeit in die bundesregierung gekommen ist? kann ja auch sein, dass es mal kompetente politiker auf dieser erde gibt, oder?

  15. 22. Januar 2010 00:11

    das hier steht auch in den notstandsgesetzen:

    „wenn andere Abhilfe nicht möglich ist, jedem Deutschen das Recht gibt, gegen jeden, der es unternimmt, diese (verfassungsmäßige) Ordnung zu beseitigen, Widerstand zu leisten“

  16. glouton permalink
    22. Januar 2010 00:47

    @Alexander Aust: es ist mir völlig Wurscht was da steht. Es kommt darauf an, wie es umgesetzt wird.
    „Wenn Du am Käfig eines Elefanten die Aufschrift „Büffel“ siehst, so traue Deinen Augen nicht.“ Kosma Prutkov

  17. Sören Weber permalink
    22. Januar 2010 02:28

    Hallo Herr Aust,

    ich stoße zufällig zu der Diskussion, da mich gerade freiheitliche Ansichten zu dem Technischen Hilfswerk sehr interessiert haben.
    Auch wenn ich sagen muss, dass die Diskussion tatsächlich in einem etwas ruppigen Ton geführt und die Argumente nicht voll entfaltet werden, so gibt es doch ein paar wahre Punkte in meinen Augen.

    Ich hoffe, ich verliere nicht gleich die Glaubwürdigkeit in Ihren Augen, wenn ich zuerst auf das Demokratie-Argument von Ihnen eingehe. Ich (und nicht nur ich 😉 ) denke tatsächlich nicht, dass unsere heutige Gesellschaftsform den Namen der „Volksherrschaft“ verdient hätte. Das heutige System stellt in meinen Augen mehr ein gut funktionierendes Konstrukt zur Steuerung von Menschen dar.
    Denn -betrachten wir die gröbsten Punkte- welche Macht haben Sie tatsächlich? Sie dürfen alle vier Jahre bestimmen, wer Ihnen sagt, was zu tun ist. Sie haben weder Möglichkeit, diesen Menschen ein imperatives Mandat zu erteilen, noch sich ihrer Macht zu entziehen.
    In meinen Augen leben wir nach wie vor in einem starren Herrschaftssystem – es gewährt nur die ein oder anderen Freiheiten, weil es dadurch schlicht stabiler wird.

    Dieser Punkt überträgt sich nun auch auf das THW: Die Helfer bestimmen nicht selbstständig, wo welche Hilfe geleistet werden soll. „Demokratie“ findet also weder auf obenbeschriebener Ebene, noch im THW statt. Allein durch diese beiden Punkte sehe ich die von Ihnen und anderen diskutierten Gefahren als sehr realistisch an.
    Meine Frage an Sie lautet: Denken Sie, dass eine gleichberechtigte, freie und unabhängige Hilfsorganisation bessere und menschlichere Ergebnisse in ihrer Hilfstätigkeit schaffen könnte/würde?

    Vielen Dank für Ihre Meinung!

  18. ??? permalink
    21. April 2010 15:02

    Was soll denn sowas? Als nächstes sind Freiwillige Feuerwehren auch abzuschaffen, weil es sich dabei um sexistische Vereinigungen von konservativen Männern, die hierarchische und militärische Zusammenhänge begeistert ausleben, handelt.
    Manchmal kann ich wirklich nur den Kopf schütteln was Mensch sich aus den Fingern saugt um sich krampfhaft aufzuregen!

    • 21. April 2010 16:00

      Na klar war die TENO eine STreikbrecherorganisation, in alte Zeitungen schauen hilft manchmal. Macht nichts, schön, dass du hier warst 🙂

  19. Anarchosyndikalist permalink
    21. April 2010 16:06

    Ihr Niveau, Herr ???, erinnert mich schwer an die berühmte Kinderserie.

    Liegt vielleicht am Betriebsklima bei den Freiwilligen Feuerwehren, dass da so wenige Frauen hingehen mögen, da sprechen Sie durchaus einen kritischen Punkt an.

    Es geht hier um die Funktionen des THW in politischen Krisensituationen, in denen die FF nicht so eindeutig eingebunden sein werden wie das THW.

  20. Der Bauer permalink
    25. Mai 2010 18:11

    Ich bin beim THW, ich habe dort meinen Ersatzdienst geleistet um keine Waffe in die Hand nehmen zu müssen,ich war 2002 über 2 Wochen an der Elbe gegen die Fluten im Einsatz, 2003 war ich für 2 Wochen in Frankreich im Einsatz gegen Hochwasser, ich habe mehrer Menschen aus Zerstörten Häusern, Fahrzeugen und anderen Gegenden rausgeholt und das zum Teil unter Gefahr meines eigenen Lebens! Ebenso bin ich auch aktives Mitglied in der IG Metall und berate Arbeitslose, auch das mache ich ehrenamtlich. Ich selber bin seit 3 Jahren ALG 2 Empfänger und ich sehe das THW als mein zweites zuhause an. Hier in meiner Stadt arbeiten IG-M, THW und die 6 im Stadtrat befindeten Parteien sehr gut zusammen!

  21. ich permalink
    23. Juni 2010 01:15

    Helft doch ihr wenn ihr es besser könnt

    ihr habt ja Vorstellungen “ es werden 80 000 Helfer in 668 Ortsverbänden abgerichtet “

    ihr solltet den 80 000 THW Helfer dankbar sein , ebenso den Kollegen der Freiwilligen Feuerwehren, die täglich ihr Leben aufs spiel setzen um auch Leuten wie EUCH zu helfen.

    Der Person die diesen Bericht geschrieben hat der sollte man wenn sie mal einen THW Helfer braucht sagen : „Entschuldigung wir haben keine Zeit wir müssen gerade unsere Helfer gegen faule Zecken abrichten “ das ja lächerlich und leider trotzdem würden wir sie retten weil es unsere Aufgabe ist. Wir hängen riesen Teile unserer Freizeit in die Ausbildung von Rettungstechniken weil wir der überzeugung sind das wir damit Menschenleben retten.

    Wer diesem Bericht glaubt der muss sich mal fragen hat er das THW jemand bei einem Streik eingreifen sehen ?? Nein !!!!

    Ist jemals bei einem Streik ein blaues Auto gekommen und hat die Arbeit gemacht ??? Nein !!!

    Habt ihr das THW jemals mit einem Panzer fahren sehen ?? Nein !!!!

    Beim G8 Gipfel war das THW zur Sicherung der G8 Teilnehmer dabei, in den Bereichen Infrastruktur. Wie auf sovielen Veranstaltungen um eine Sicherheit aller Bertoffenen zu gewährleisten. Hört auf hier irgendwelche Lügen zu erzählen.

    Löscht meinen Beitrag ruhig wenn er euch nicht gefällt . Diese Hetze ist ja wohl das letzte.

    Und sucht euch mal nen JOB

    Anmerkung Syndikalismus.tk:
    Hier kriegt sich ja jemand gar nicht mehr ein. Das THW ist jedoch nicht die einzige Streikbrecherorganisation, also tröste dich. Aus deiner Sicht ist das doch eine gute Funktion des THW, kannst du doch offen zu stehen. In Südafrika spielt aktuell die Polizei die Streikbrecher, indem sie die Security-Arbeiter für die Stadien ersetzt.

  22. ich permalink
    16. August 2010 11:03

    OOOH Mein Gott …. schon lange nicht mehr so eine hohle Scheiße gehört bzw. gelesen. „Streikbrecherorganisation“ *lol* … echt zwei dicke daumen dafür …

    Leute befasst euch mit der Gegenwart nicht mit der Vergangenheit … da könnt auch ihr nichts mehr dran drehen.

    • 16. August 2010 16:04

      Gegenwart ok, na ja, da gibts wohl noch die Sache mit dem Lernen aus der Geschichte und, wenn man diss nich macht, dem Wiederholen der selben Fehler mit all dem Aua und all dem Geflenne, ga- hoi..
      – aber mit der „Zukunftsvision“ aus der DA und ASJ-Kreisen, dass sich alle Jungsyndikalisten (heimlich) ins THW und in die Feuerwehren begeben, um u. A. vernünftige Resourcen für umfangreiche Straßenblockaden während der Revolte zu gewährleisten, dürfte die schwere Schuld des THW-Bashings wohl wieder ausgeglichen worden sein… 😉

  23. Granado permalink
    20. September 2010 15:36

    http://www.jungewelt.de/2010/09-20/019.php
    Demonstranten gegen den G-8-Gipfel in Heiligendamm im Juni 2007 werden via Satellit kontrolliert. Die Daten leitete das »Zentrum für satelliten­gestützte Kriseninformation« über das Technische Hilfswerk an das Lagezentrum der Polizei
    Foto: 2010. Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.

    Die bislang undurchsichtige Nutzung der Satellitenaufklärung rund um GMES auch für polizeiliche Belange illustriert eine Testreihe beim G-8-Gipfel in Heiligendamm. Zur Sicherung der damaligen »roten Zone« hatten die Behörden auch auf Material der Späher aus dem All zurückgegriffen. Im Rahmen des LIMES-Projekts wurde das Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation mit Daten kommerzieller Satelliten beliefert. Die aufbereiteten Bilder wurden dann – ebenfalls via Satellit – zur Einsatzleitung des Technischen Hilfswerks (THW) übertragen, die sie an das Lagezentrum der Polizei weiterleitete.

    Anläßlich des NATO-Gipfels 2009 in Strasbourg und Baden-Baden kamen ebenfalls Satelliten zum Einsatz. Bereits auf den im Internet verfügbaren Bildern mit geringerer Auflösung ist gut zu erkennen, wie sich Demonstranten beiderseits der Grenze versammeln und von der deutschen Polizei auf der Europa-Brücke voneinander getrennt werden. Eine der Karten ist kommentiert, markiert sind dort die später in Flammen stehenden Gebäude (Grenzkontrollstation und Ibis-Hotel). Wie auch bei den online gestellten Karten zum G-8-Gipfel fehlen jene Bilder, die für den Widerstand zum Symbol wurden, darunter die Ausbreitung der kilometerhohen Rauchsäule der brennenden ehemaligen Grenzstation in Strasbourg.

  24. Anonym permalink
    27. Februar 2011 21:44

    Ich bin bereits seit 7 Jahren im Technischen Hilfswerk aktiv, unter anderem in der Jugend.
    Ich habe mir den Text zweimal durchgelesen und was hier behauptet wird ist reiner Schwachsinn der aus Langeweile, wenn nicht sogar eigener (entschuldigung) Dummheit verfasst wurde.
    Das THW ist eine auf ehrenamtlicher Basis gebaute Organisation, ähnlich einer Freiwilligen Feuerwehr nur mit anderen Schwerpunkten und Gerätschaften.
    Hier 85.000 freiwillige Helfer als Streikbrecher oder die gesamte öffentliche Einrichtung als Nationalsozialistische Vereinigung zu bezeichnen ist sprichwörtlich an den Haaren herbeigezogen und unverschämt.
    Bevor hier ein dermaßen lächerlicher Bericht verfasst wird sollte vielleicht erstmal recherchiert werden, besuchen Sie doch mal einen Ortsverband in Ihrer Nähe.
    Die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr besteht darin, dass das THW auf deren Arealen Übungen veranstalten und eventuell den Bund bei Logisischen Problemen zu unterstützen.

    Naja, dann hoffe ich mal dass sie nie die Hilfe des THW’s in Anspruch nehmen müssen, aber falls Sie von uns doch mal aus einer gefährlichen Situation gerettet oder in einer Krise unterstützt worden sind, denken sie doch noch ein mal genauer über Ihre Verleumdung nach.

  25. AS. permalink
    1. Mai 2011 18:15

    Was für ein Quark. Ich hoffe, dass ihnen bewusst ist, dass die ehrenamtlichen Helfer wohl kaum sowas machen werden. Immerhin sind die Helfer nicht gänzlich verpflichtet irgendwas zu machen und können selbst entscheiden was sie machen können und werden.
    Desweiteren stimmt es nicht, dass die Bundeswehr das THW mit Gerätschaften unterstützt.
    Tatsächlich ist es genau umgekehrt.
    Ich habe einen linksangehauchten Lebensstil, weiss was ich sage und hab Ahnung von dem was ich mache und kann sagen, dass das THW definitiv nichts mit Recht und Ordnung zu tun hat.
    Wenn sie weiter Journalist spielen möchten, dann bitte bei der Bildzeitung..

  26. 11. Mai 2011 20:23

    Ja, danke an die THWler, die hier ihre Organisation verteidigen 🙂

    Jeder THW-Helfer verpflichtet sich dem Grundgesetz, und eventuelle Notstandsgesetze können Feuerwehren oder das DRK ebenso treffen wie das THW. Ich sehe nicht, inwiefern das THW als faschistoider Wegbereiter missbraucht werden würde.

    Man kann allerdings nicht abstreiten, dass das THW mit Polizei, Zoll und Bundeswehr zusammenarbeitet, Beispiele wurden ja genannt. Dennoch würde ich diese Hilfestellung bei den bisherigen Einsätzen immer unter Katastrophenprävention einordnen. Die Polizei soll z.B. bei Demonstrationen ja auch verhindern, dass es Tote gibt. Da sehe ich das Menschenleben bzw. die Unversehrtheit der Demonstrationsteilnehmer als höheres Gut, dem die politische Meinungsäußerung dann untergeordnet ist. Die technische Hilfe dient da also meiner Meinung nach nicht vorrangig einem staatlichen Suppressionsapparat.

    Noch ein Wort zu Sabotage: wenn kritische Infrastrukturen wie das Eisenbahnnetz, das Telefonnetz, Kraftwerke oder auch bestimmte Chemiekonzerne sabotiert werden, sind oft sogar Menschenleben in Gefahr. Das THW hat nicht die Mittel (und auch nicht die Aufgabe), einen ganzen Konzern weiterzubetreiben. Allerdings kann es kritische Infrastruktur wieder instandsetzen, um Gefahren von der Zivilbevölkerung abzuwenden.

  27. Chris permalink
    12. Januar 2012 11:35

    So einen Unsinn habe ich schon lange nicht mehr gelesen! Wenn man sich in der Gesellschaft nicht zurechtfindet liegt es wohl an einem SELBST! Man brauch nicht die Allgemeinheit als Sündenbock für sein individuelles Misslingen darzustellen. Das THW ist ein wichtiger Bestandteil im Zivilschutz: Einige Beispiele: Elfhochwasser, Hochwasser in den USA New Orleans –> Hier war massgeblich das deutsche THW beteiligt, Bergung von Toten nach großen Katastrophen.

    Wenn du in unserem freiheitlich demokratischen Staat nicht leben willst, dann zieh um! Und lass andere mit deinen anarchistischen PArolen zu frieden!

    Anmerkung Syndikalismus.tk: Au ja, man merkt das du Probleme mit der Realität hast.Lies den Artikel nochmal und informiere dich besser über New Orleans.

    • Max M. permalink
      28. August 2012 15:45

      So einen gequirlten Sch*** habe ich ja schon lange nicht mehr gelesen!!! Was für Militärgerät wird dem THW denn bitte zur Verfügung gestellt? Und wann wurde das THW das letzte mal als „Streikbrecher“ eingesetzt? Diese Kooperationsvereinbarungen betreffen, wie schon ganz richtig bemerkt, Großschadensereignisse, unter die fällt ein Streik ganz schlicht und einfach nicht! Eine solche Vereinbarung besteht u.A. mit der DB, wo z.B. durch einen Unfall entgleiste Waggons wieder auf die Strecke gebracht werden. Oder das Zugunglück von Eschede, oder das vor ein paar Wochen…
      http://www.thw.de/SharedDocs/Meldungen/DE/Einsaetze/national/2012/07/meldung_006_zugunglueck_hosena.html?nn=923528

      Und dass ein Großteil des Artikels schlicht und einfach nicht wahr ist, ändert sich auch nach dem x-ten mal lesen nicht!

      • Flugschriftenverteiler permalink
        30. August 2012 16:29

        Sie sollten mal darüber nachsinnen, warum Sie trotz x-maligen „lesens“, geistig nicht in der Lage sind es wenigsten ein klitzekleines Stückchen besser zu verstehen.

        Klicke, um auf 250.pdf zuzugreifen


        An Infoständen wurde diese schnell lesbare Schrift immer auf Anhieb verstanden. — Von Jedem.

        Komisch Herr M. M., oder?

    • Max M. permalink
      28. August 2012 16:01

      ps: mein Kommentar bezog sich auf den Artikel, nicht die Antwort von Chris

  28. werner permalink
    5. Oktober 2012 23:07

    Vielen Dank für den Artikel ! Ich würde mich sehr gern weiter mit dem Thema beschäftigen… gibt es weitere Quellen um dies zu tun ? Texte,Bücher,Internetseiten,Gruppen?

  29. Gunnar permalink
    17. Juli 2017 22:54

    Herrgott wer denkt sich so ein Unfug aus . Herr schmeiß Hirn runter

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