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Stanislaw und Nastia – Wir vergessen euch nicht

19. Januar 2010

Wir vergessen nicht.

Wir vergeben nicht.

Unsere Genossen Stanislaw Markelow und Anastasia Barburowa wurden am 19. Januar 2009 gegen 14.25 Uhr in Moskau auf offener Straße erschossen.

Der Kampf geht weiter.

In Russland und überall auf der Welt für ein Leben frei von Ausbeutung und Herrschaft. Für ein Leben in Freiheit, Würde und Selbstbestimmung.

2 Kommentare leave one →
  1. Solianka permalink
    19. Januar 2010 11:38

    Russland: Komitee 19. Januar macht mobil gegen Nazi-Terror

    Vor einem Jahr, am 19. Januar 2009, wurden in Moskau Stanislaw „Stas“ Markelow und
    Anastasia „Nastja“ Baburowa von einem Neonazi hinterrücks ermordet – mitten am Tag,
    mitten in der Innenstadt von Moskau. Stas war Rechtsanwalt, Nastja Journalistin.
    Beide waren engagiert in verschiedenen sozialen und politischen Bewegungen – gegen
    Naturzerstörung, gegen Rassismus, für das Recht auf menschenwürdiges Wohnen, für
    Arbeitsrechte. Und natürlich waren sie gegen den wachsenden Naziterror in Russland
    aktiv.
    Ihre Mörder, so scheint es, sind inzwischen gefasst. Das ändert aber nichts daran,
    dass faschistische Schlägerbanden in Russland weiterhin an vielen Orten eine reale
    Gefahr für Leib und Leben all derer darstellen, die nicht in ihr beschränktes und
    mörderisches Weltbild passen.
    Es ändert auch nichts daran, dass in den vergangenen Jahren die Regierung Russlands
    und deren Propaganda viel zum Anwachsen von Fremdenfeindlichkeit, Nationalismus und
    zur Stärkung der neonazistischen Szene getan haben.
    Ja, im letzten Jahr wurde die Verfolgung neonazistischer Gruppierungen intensiviert.
    Aber die Zahl der von Neonazis verübten Morde (die, welche in Erfahrung gebracht und
    gezählt werden können), hat sich praktisch nicht verringert – 2008 sind etwa 100
    Fälle bekannt geworden und bereits 80 bis November 2009.
    Damit wollen sich viele Menschen in Russland nicht länger abfinden. Ende letzten
    Jahres hat sich das „Komitee 19. Januar“ gegründet, um an Stas und Nastja und die
    vielen anderen Opfer des Naziterrors zu erinnern, vor allem aber, um diesem etwas
    entgegen zu setzen. Heute werden in vielen Städten Russlands Protest- und
    Gedenkveranstaltungen stattfinden, und das Komitee und seine UnterstützerInnen
    werden auch weiterhin die öffentliche Meinung mobilisieren. Das Komitee wird auch
    schon von einer Reihe in Russland sehr bekannter Kulturschaffenden wie Andrei
    Makarevich und Boris Strugatskij, und Menschenrechtsaktivist_innen wie Ljudmila
    Alekseeva unterstützt.

    Die Haltung der russischen Regierung dagegen wird wieder einmal daran deutlich, dass
    die in Moskau für den 19. Januar angemeldete Demonstration erst einmal, angeblich
    aus formalen Gründen, verboten wurde.

    Warum unterstützen wir hier in Deutschland diese Aktionen?

    Wir möchten deutlich machen, dass es in Russland viele Leute gibt, die weder mit dem
    Putin-/Medwedjew-Regime noch mit den Nazis einverstanden sind, und die für eine
    bessere Gesellschaft für alle eintreten. Mit ihnen erklären wir uns solidarisch. Dem
    faschistischen Terror können wir nur gemeinsam, grenzübergreifend begegnen.
    Sicher, es gibt genügend Anlässe, auch in Deutschland gegen hiesige Nazis aktiv zu
    werden – ob gegen die Schläger auf der Straße oder gegen rassistische Parolen. Der
    nächste große Anlass dafür in Deutschland ist der 13. Februar 2010, wenn in Dresden
    wieder tausende Neonazis marschieren wollen.
    Darüber hinaus werden wir aber auch unsere Freund_innen in Russland nicht vergessen,
    und wir werden an sie erinnern, wenn russische Politiker_innen und Wirtschaftsbosse
    nach Deutschland kommen, um ihre Geldgeschäfte zu machen, Ausstellungen und
    Kinofestivals zu eröffnen und dabei versuchen, Russland als normales demokratisches
    Land darzustellen. Glaubt ihnen nicht! Zeigt Euch solidarisch mit denjenigen Teilen
    der russischen Gesellschaft, die für ein Ende des Naziterrors und für eine gerechte
    Gesellschaft für alle kämpfen!

    Gegen Nazi-Terror in Russland, Deutschland, und überall!
    Unterstützt die antifaschistische Bewegung – kein Fussbreit den Faschisten!

  2. 19. Januar 2010 15:46

    Mögen den Genossen Stanislaw und Nastia auch weiterhin die Erde leicht sein.

    Der Kampf geht weiter gegen den braunen und roten Faschismus.

    (@ Punky… hoffentlich ist Dir das nicht wieder zu rrrrradikal.)

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