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Alle Jahre wieder: Geschenke und Glaube

23. Dezember 2009

Kaufen, schenken! Kaufen, schenken! Sündigen, beten! Sündigen, beten!

Wie wäre es mit… Alle Tage wieder: Solidarität und Vernunft, Helfen, Hilfe bekommen! Denken, verstehen!

Eines ist klar:

Glaube verhindert die freie Entwicklung jedes Individuums und unterdrückt Selbstbestimmung durch eingeredete Schuldgefühle, Angst und Dogmen, die den Alltag beherrschen. Zum Beispiel durch: – Übernehmen von vorgefertigten Meinungen und Lebenseinstellungen.- Unterdrückung der Sexualität.

Aber was haben diese Tatsachen mit Weihnachten zu tun?

Viele Menschen richten ihr Leben nach irrationalen Vorstellungen aus, deren Höhepunkt die kapitalistische Konsumorgie Weihnachten ist. Bei diesem Fest wird die Geburt des vorgeblichen „Gottessohnes“, geboren von der angeblichen Jungfrau Maria, gefeiert.

Religiöse Einrichtungen sammeln besonders zur Weihnachtszeit Spenden und geben dadurch vor etwas Gutes zu tun, doch die Realität sieht ganz anders aus:

– Spenden aber nicht handeln: durch Spenden wird die eigene Verantwortung abgegeben und die Spender erkaufen sich ein gutes Gewissen um weiter zu sündigen anstatt direkt gegen das herrschenden System vorzugehen, das andere Länder und Menschen ausbeutet.

– arme Menschen werden durch Spenden der Kirche vom eigentlichen Problem abgelenkt und beteiligen sich nicht am Kampf gegen die Ungerechtigkeit, welche die meisten erst arm macht. Solange ihre Grundbedürfnisse gedeckt sind besteht scheinbar kein Grund mehr sich gegen die ungerechte Eigentumsverteilung zu wehren.

– die Kirche verschafft sich durch diese Spenden ein gutes Image. Selbst wenn man sich nur oberflächlich mit der Geschichte auseinandersetzt, wird schnell klar, dass Religionen mehr Menschen auf dem Gewissen haben als alle anderen mörderischen Ideologien (Kommunismus, Nationalismus) zusammen. Auch in der heutigen Zeit hat sich nichts Grundsätzliches geändert. Täglich werden Menschen durch religiöse Fanatiker in religiös beeinflussten Kriegen sowie durch Attentate kleinerer fundamentalistischer Gruppen ermordet.

Wir wollen unser Leben selbst gestalten, organisieren und jedem Menschen die Chance geben seine Persönlichkeit frei zu entfalten und das Individuum zu stärken ohne von Herrschenden manipuliert und unterdrückt zu werden.

Wir fordern auf sich gegen jede form von Religion zu stellen, diese zu bekämpfen und religiösen Wahnvorstellungen zu entsagen!

Religion ist heilbar. Liberate your mind!

Wir fordern auf sich dem kapitalistischen System entgegenzustellen und sich an Streiks, Boykotts und Demonstrationen zu beteiligen.

Kapitalismus abschaffen! Freies Leben erschaffen!

Und so einfach funktioniert der Kirchenaustritt: www.kirchenaustritt.de

Anarchistischer Funke – http://afunke.blogsport.de

Funke, Feuer, Flächenbrand!

Diesen Text haben wir vom Blog des Anarchistischen Funken entnommen. Es gibt ihn dort auch als PDF zum Download und verteilen:

http://afunke.blogsport.de/flyer/flyer-zur-weinachtszeit-2009/

9 Kommentare leave one →
  1. syndikalist permalink
    24. Dezember 2009 12:32

    Und zum Fest, ein kleines Gedicht von Erich Mühsam:

    Heilige Nacht

    Geboren ward zu Bethlehem
    ein Kindlein aus dem Stamme Sem.
    Und ist es auch schon lange her,
    seit’s in der Krippe lag,
    so freun sich doch die Menschen sehr
    bis auf den heutigen Tag.
    Minister und Agrarier,
    Bourgeois und Proletarier –
    es feiert jeder Arier
    zu gleicher Zeit und überall
    die Christgeburt im Rindviehstall.
    (Das Volk allein, dem es geschah,
    das feiert lieber Chanukah.)

  2. Karin permalink
    24. Dezember 2009 19:11

    Dieses Gedicht hier finde ich sehr schön. Es ist in der Direkten Aktion Nummer 192 vom März 2009 erschienen, dank auch an die Redaktion!

    Die Jugend

    Die Jugend ist das höchste Gut,
    da sind sich alle einig.
    Doch ist die Jugend selbstbewusst,
    so wird sie bald gesteinigt.

    Ihr wahrer Zweck ist doch allein
    zu streben und zu lernen.
    Die Bibel, Mathe und Latein,
    den Staat und Gott zu ehren.

    Sie solle dankbar, noch im Zwang,
    dem Schicksal sich ergeben.
    Vorbestimmt von Anfang an
    ist doch ihr ganzes Leben.

    Was will die Jugend andres noch,
    was stellt sie dumme Fragen?
    Die Ohren, sie sind alle taub,
    für Bitten und für Klagen.

    Was sich nicht gleich, für den Profit,
    in Zahlen lässt ermessen.
    Das ist nichts wert, das darf nicht sein,
    das kann man gleich vergessen.

    Wer anders aussieht, anders denkt,
    der hat´s doch selbst verschuldet.
    Meinungsfreiheit, Selbstbestimmung,
    das wird hier nicht geduldet.

    Für Jugendliche ist kein Platz,
    die soll der Teufel holen.
    Das hört man oft in dieser Stadt
    und manch alte Parolen.

    Wir fordern nur, was auf Papier,
    im Grundgesetz geschrieben.
    Doch Freiheit und Demokratie,
    sind Träume nur geblieben.

    Tim (FAU Bad Segeberg)

  3. 25. Dezember 2009 00:25

    Weihnachtslied, chemisch gereinigt

    (nach der Melodie von „Morgen Kinder wird’s was geben“, ich glaube, der Text ist von Erich Kästner, 1928)

    Morgen, Kinder, wird’s nichts geben!
    Nur wer hat, kriegt noch geschenkt.
    Mutter schenkte Euch das Leben.
    Das genügt, wenn man’s bedenkt.
    Einmal kommt auch eure Zeit.
    Morgen ist’s noch nicht so weit.

    Doch ihr dürft nicht traurig werden.
    Reiche haben Armut gern.
    Gänsebraten macht Beschwerden.
    Puppen sind nicht mehr modern.
    Morgen kommt der Weihnachtsmann.
    Allerdings nur nebenan.

    Lauft ein bischen durch die Strassen!
    Dort gibt’s Weihnachtsfest genug.
    Christentum, vom Turm geblasen,
    macht die kleinsten Kinder klug.
    Kopf gut schütteln vor Gebrauch!
    Ohne Christbaum geht es auch!

    Tannengrün mit Osrambirnen –
    lernt drauf pfeifen! Werdet stolz!
    Reisst die Bretter von den Stirnen,
    denn im Ofen fehlt’s an Holz!
    Stille Nacht und heil’ge Nacht –
    weint, wenn’s geht, nicht! Sondern lacht!

    Morgen, Kinder, wird’s nichts geben!
    Wer nichts kriegt, der kriegt Geduld!
    Morgen, Kinder, lernt für’s Leben!
    Gott ist nicht allein dran schuld.
    Gottes Güte reicht so weit . . . .
    Ach, du liebe Weihnachtszeit!

    Schwarze Grütze:
    Danke für den Weihnachtsmann

  4. Hoppenstedt permalink
    27. Dezember 2009 18:06

    • Konrad permalink
      30. Dezember 2009 15:09

      Oh, sorry, hab mich da vertan, hier gehört er hin. Der andere kann ruhig gelöscht werden, weil unpassend plaziert. 😉

      Wie der mit dem Hammer die Banker platt macht, einfach geil, auch sonst ist die Sendung einfach klassenbewusster als der sonstige Fernsehmüll.

  5. Dennis permalink
    30. Dezember 2009 17:20

    Ist der jetzt auch in der FAU?

  6. Jan permalink
    3. Januar 2010 21:15

  7. Highway to Heaven permalink
    28. Dezember 2014 23:22

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