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„Hört ihr Mörder: Kouneva ist nicht allein!“

23. Dezember 2009

Transparentaufschrift der Demo in Athen vom 22.12.09: Stopt die Sklaverei und prekäre Arbeit. Gemeinsame Solidaritätsaktion.

Vor einem Jahr – in der Nacht vom 22. zum 23.12.2008 – wurde auf die Reinigungsarbeiterin und Basis-gewerkschafterin Kontantina Kouneva ein Mordversuch mit Schwefelsäure verübt. Sie wurde dabei auf einem Auge blind, erlitt schwere innere Verletzungen und wurde bis gestern noch stationär im Krankenhaus behandelt. Ihr Kampf hat viele Menschen in Griechenland agitiert und es kam zu einer Zunahme gewerkschaftsunabhängiger Arbeitskämpfe.

Erst vor kurzem gab es erneut einen Säureanschlag auf eine Kämpfende (Syndikalismus.tk berichtete) und Konstantina’s Beispiel Folgende aus dem, von prekären Arbeitsverhältnissen durchseuchten Reinigungsgewerbe, und eine Zunahme von parastaatlichen und faschistischen Angriffen.
Erst am gestrigen 22.12.2009 konnte Konstantina das Krankenhaus von Athen verlassen. Zu ihrer Unterstützung und zur öffentlichen Demonstration das ihre Täter nicht vergessen sind, demonstrierten einige hunderte Menschen von der Athener Universität zum Gewerkschaftssitz der ReinigungsarbeiterInnen. Begleitet wurden sie dabei von Ausftandsbekämpfungseinheiten der Polizei. Zu den gerufenen Parolen gehörte auch „Hört ihr Mörder: Kouneva ist nicht alleine!“

Zur Unterstützung der Behandlungskosten und der diversen Operationen von Konstantina hatte die anarcho-syndikalistische FAU in Deutschland eine Spendensammlung durchgeführt. Zu deren Ende konnten 3.743 EUR an die GenossInnen von Konstantina übergeben werden.

Weitere Infos finden sich hier auf Syndikalismus.tk:

Boss-Terrorism: Erneuter Säureanschlag auf Gewerkschafterin in Griechenland – Nachricht vom 03.12.2009

Mordanschlag auf unabhängige Gewerkschafterin in Athen

sowie auf folgenden Seiten der FAU:

http://www.fau.org/artikel/art_090309-170108
http://www.fau.org/soli/konstantina/art_090227-182056
http://www.fau.org/artikel/art_090212-092016
http://www.fau.org/soli/konstantina/art_081227-153900
http://www.fau.org/soli/konstantina/art_090611-165041

Zusammengestellt nach Informationen auf Indymedia, FAU und Syndikalismus.tk

2 Kommentare leave one →
  1. Folkert permalink
    23. Dezember 2009 17:44

    Wäre vielleicht wichtig, zu wissen, ob genügend Geld für die Behandlung der Genossin Konstantina zusammengekommen ist und wie’s mit ihr weitergeht – kann eine mögliche Abschiebung durch die griechischen Strukturen verhindert werden?

  2. Arbeiter permalink
    23. Dezember 2009 21:18

    WIR SIND KOUNEVA !

    Da werd ich ausnahmsweise alttestamentarisch:

    Zahn um Zahn, Aug um Aug !

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