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Madrid: Kundgebungen der CNT gegen das Gewerkschaftsverbot der FAU Berlin

20. Dezember 2009

Am gestrigen 19.12. kam es in Madrid zu Solidaritätskundgebungen mit der FAU Berlin. Vor dem Goethe-Institut und der deutschen Botschaft versammelten sich Mitglieder und FreundInnen der spanischen Schwesterorganisation der FAU, der CNT.

Auf einem der mitgeführten Transparente stand zu lesen: „Deutschland verbietet die Gewerkschaftsfreiheit“. Zum spanisch-sprachigen Bericht des „Sindicato de Arte Grafica, Comunicacion y Espectacolos” der Lokalföderation Madrid geht es hier

http://graficas.cnt.es/new249.html

25 Kommentare leave one →
  1. Vamos a la playa permalink
    20. Dezember 2009 11:53

    La CNT de Madrid sale a la calle para denunciar la falta de libertad sindical en Alemania

    Este sábado 19 de diciembre, y pese a la premura de la convocatoria, decenas de afiliados a la CNT madrieña se han concentrado ante el Instituto de Cultura y la embajada alemana para denunciar la situación de acoso contra los trabajadores y trabajadoras de la FAU-AIT.

    Como respuesta a la llamada internacional de solidaridad de la FAU-AIT, que había preparado un acto urgente el día 19 en Berlín para denunciar la sentencia que les prohíbe ejercer la labor sindical bajo fuertes penas económicas, el sindicato de Artes Gráficas, Comunicación y Espectáculos convocaba al resto de la Federación Local de Madrid de CNT a concentrarse frente a ambos organismos oficiales del estado alemán y demostrar así que la solidaridad no conoce fronteras para los miembros de la internacional, AIT.

    Pese al frío gélido que les ha acompañado toda la mañana, los congregados, han estado más de hora y media a las puertas del organismo cultural primero y de la embajada más tarde, denunciando la falta de libertad sindical en Alemania e informando a viandantes y personal de la entidad acerca del conflicto laboral y la sentencia que el pasado 11 de diciembre prohibió a la FAU cualquier actividad sindical, lo que en la práctica supone su ilegalización como asociación de trabajadores y trabajadoras. Esto no pasaba en Alemania desde 1933, cuando estaba en el poder un tal Adolf Hitler y se ponían en práctica las leyes de excepción nazis.

    La sentencia se enmarca dentro del conflicto laboral que han mantenido los trabajadores de la empresa cinematográfica Babylon afiliados a la FAU. Este conflicto ha puesto de manifiesto que en Alemania existe una alternativa sindical al sindicalismo de Estado. Por ello, los jueces, aliados con el sindicato oficial y ciertos partidos políticos, han decidido eliminar a la molesta organización anarcosindical con una sentencia que puede crear jurisprudencia. De nada ha servido que FAU fuera el sindicato mayoritario en Babylon; en un ejercicio de sonrojante parcialidad, la justicia ha tomado partido por la patronal en su deseo de concederle la exclusividad de la negociación al oficial Ver.di, sindicato sin práctica implantación en la empresa, pero eso sí, más docil a las pretensiones de la dirección.

    La situación alemana lamentablemente nos recuerda a los oscuros años del franquismo en España cuando los trabajadores debíamos afiliarnos obligatoriamente al sindicato vertical y cualquier intento de autoorganización obrera, o incluso el mero llamamiento a la libertad sindical, eran reprimidos sin miramientos.

    a FAU está respondiendo en la calle y en los tribunales a la sentencia, y desde la Federación Local de Madrid vamos a apoyarla en todo lo necesario frente a un Estado que se llama „democrático“ pero que no respeta ni las mínimas libertades que sobre el papel recoge su Constitución.

    • Arbeiter permalink
      20. Dezember 2009 14:42

      Zuerst mal ein ganz persönliches Dankeschön an die spanischen GenossInnen für ihre klassenkämpferische und internationale Solidarität!

      Da mich solche Texte immer interessieren, übersetze ich es immer mit der abacho-übersetzermaschine für mich. Hier für alle nichtspanisch sprechenden GenossInnen die etwas holperige Rohübersetzung.

      Wir gehen nach dem Strand – Permalink

      Die CNT von Madrid geht in der Straße aus, um den Gewerkschafter-Freiheitsfehler in Deutschland zu melden

      Diesen Sonnabend, 19. Dezember, und trotz der Dringlichkeit der Einberufung, haben zehn Stück von Mitgliedern die CNT madrieña vor dem Institut von Kultur und der deutschen Botschaft konzentriert, um die Lage der Hetzjagd gegen die Arbeiter und Arbeiterinnen der FAU-AIT zu melden.

      Wie Antwort im internationalen Solidaritätsruf der FAU-AIT, die eine dringende Tat am 19. in Berlin vorbereitet hatte, um das Urteil zu melden, das sie verbietet die Gewerkschafter-Arbeit unter starkem wirtschaftlichem Kummer, die Kunstgewerkschaft Grafiken ausüben, Kommunikation und Espectáculos den Rest des Örtlichen Bunds von Madrid von CNT zusammenrief, sich gegenüber beiden offiziellen Organismen des deutschen Zustands zu sammeln und beweisen, so dass die Solidarität keine Grenzen für die Mitglieder der internationalen, AIT kennt.

      Trotz der eisigen Kälte, die sie der ganze Morgen, die versammelten begleitet hat, waren sie mehr als Stundeeinhalb am Rande des ersten kulturellen Organismus und der Botschaft später, den Gewerkschafter-Freiheitsfehler in Deutschland meldend und in Fußgängern und Personal des Wesens über dem arbeitenden Konflikt und dem Urteil informierend, das der vergangene 11. Dezember in der FAU irgendeine Gewerkschafter-Tätigkeit verboten hat, was sein Ilegalización als Arbeitervereinigung und Arbeiterinnen in der Praxis voraussetzt. Das ging in Deutschland seit 1933 nicht vorbei, wenn ein gewisser Adolf Hitler in der Macht war und verwirklichten Nazis die Ausnahmegesetze.

      Das Urteil wird innerhalb des arbeitenden Konfliktes eingerahmt, den die Arbeiter des Filmunternehmens in die FAU aufgenommenes Babylon gehalten haben. Dieser Konflikt hat bekundet, der in Deutschland eine Gewerkschafter-Alternative zum Staatssyndikalismus existiert. Dadurch, haben sich die mit der offiziellen Gewerkschaft verbundenen Richter, und gewissen politischen Parteien, entschieden, die lästige Organisation anarcosindical mit einem Urteil zu beseitigen, das Jurisprudenz schaffen kann. Von nichts hat er gedient, dass FAU die Mehrheitsgewerkschaft in Babylon war; in einer Übung hat die Gerechtigkeit von sonrojante Parteilichkeit, Partei für die Arbeitgeber-in seinem Wunsch gehalten, dem Offizier Ver.di die Exklusivität der Verhandlung, Gewerkschaft ohne praktische Einführung im Unternehmen, aber natürlich, folgsamerer in den Ansprüchen der Leitung zu gewähren.

      Die deutsche Lage erinnert leider an uns in den dunklen Jahren des Franco-Regimes in Spanien, wenn wir die Arbeiter obligatorisch in die senkrechte Gewerkschaft und irgendeinen Versuch der funktionierenden Selbstorganisation, oder sogar der reine Aufruf in der Gewerkschafter-Freiheit eintreten mussten, sie ohne Umsicht untergedrückt wurden.

      FAU antwortet er in der Straße und in den Gerichten auf das Urteil, und seit dem Örtlichen Bund von Madrid werden wir sie an alles Notwendige gegenüber einem Staat lehnen, der „demokratisch“ genannt worden wird aber der weder die minimalen Freiheiten beachtet, die seine Zusammensetzung auf dem Papier aufhebt.

      • Emil permalink
        20. Dezember 2009 14:53

        Schönes Beispiel hier im spanischen Kommentar und dessen Übersetzung, für den romanischen Sprachgebrauch des Wortes „Syndikalismus“, wie ich ihn bei dem Kommentar bei dem antideutschen Artikel ausformulierte.

        Gegen den Staatssyndikalismus des DGB!
        Für den Anarchosyndikalismus der FAU-IAA!

      • Sprachlabor permalink
        20. Dezember 2009 17:59

        Huhu Emil

        im deutschen wird zum Glück AS und Syndikalismus synonym gebraucht, so dass wir nicht jedesmal mit dem Anarcho kommen müssen. Das was du meinst, gilt für andere Sprachen, nicht fürs Deutsche.

        Schau mal auf Wikipedia: „Syndikalismus“, da ist es historisch fundiert ausgearbeitet. Hier reicht „Syndikalismus“ voll und ganz.

      • Anarchosyndikalist permalink
        20. Dezember 2009 19:16

        Danke für die Steilvorlage Emil.

        STAATSSYNDIKALISMUS = DGB.

        Staatssyndikalismus sollte in unseren Sprachgebrauch genauso Eingang finden, wie Staatssozialismus und Staatskommunismus.

        Sozialismus oder Syndikalismus durch Staat ist wie
        Freiheit durch Kapitalismus und Frieden durch Krieg.

        Wer hat uns verraten?
        Sozialdemokraten.
        Wer verrät uns eh?
        Der DGB.

        Nieder mit dem bismarxistischen Gartenzwergsyndikalismus/-sozialismus.

      • Sprachlabor permalink
        20. Dezember 2009 20:41

        Grusel 🙂

      • Sabine permalink
        21. Dezember 2009 15:29

        @ Sprachlaboranten

        Sprache lebt und entwickelt sich immer weiter.

        Staatsyndikalismus beschreibt die staatstragenden Gewerkschaften sehr treffend.

        Die höchste Blüte des Staatssyndkalismus fand natürlich im Staatssozialismus, dem kommunistisch-syndikalistischen FDGB, statt und sie sind gemeinsam zusammengebrochen.

        Wikipedia:
        Nach der Wende
        Im März 1990 wurde der FDGB für die Volkskammerwahl 1990 registriert, aber von der Wahlkommission nicht zugelassen.
        Zum 30. September 1990 – kurz vor der Wiedervereinigung – löste sich der FDGB auf. Die Einzelgewerkschaften des FDGB schlossen sich ihren westdeutschen Pendants im DGB bis 1991 an.

        Der kommunistisch-syndikalistische FDGB verschmolz mit dem sozialdemokratisch-syndikalistischen DGB auf.

      • Arbeiter permalink
        21. Dezember 2009 18:01

        Ich finde diese Formulierungen auch sehr gut, werd sie auch verwenden in Zukunft.

        Das mit dem kommunistisch-syndikalistischen FDGB und dessen Einzelgewerkschaften, die sich dem sozialdemokratisch-syndikalistischen DGB anschlossen, ist wohl nicht ganz richtig beschrieben, denn die sozialdemokratischen Syndikalisten verfügten über keinerlei Struktur in der Ex-DDR, somit stellen sie die Basis des DGB im gesamten Osten. Wie ich wikipedia entnommen habe, waren in der DDR 98 % der Werktätigen kommunistische Syndikalisten, „freiwillig“ versteht sich, wegen der Berufslaufbahn und der Vergünstigungen durch die „Kraft durch Freude“-Nachfolgeveranstaltungen des FDGB.

        Niemand spricht heutzutage mehr von diesen kommunistisch-syndikalistischen Mitgliedern im DGB, im Gegesatz zu den ewigen Vorwürfen gegen Gysi und Co.
        Der Nationalbolschewismus der DDR ist sang- und klanglos mit der Nationaldemokratie der BRD vereinigt worden, aber nirgends so gründlich wie die Wiedervereinigung des FDGB mit dem DGB.

        Für die GenossInnen der anarchosyndikalistischen FAU in den Ostbundesländern sollte dies immer noch im Focus stehen, so wie es sich im babylonischen Arbeitskampf in Berlin zeigt, sind die Seilschaften zwischen den staatssozialistischen LINKEN und den staatssozialistischen Syndikalisten des FDGB im DGB noch immer vorhanden.

        Der staatssyndikalistische DGB muss ebenso konsequent mit dieser jüngeren Vergangeheit konfrontiert werden wie DIE LINKE.

        Nieder mit dem Staatssyndikalismus!
        Für den Anarchosyndikalismus!

  2. Pico Schütz permalink
    21. Dezember 2009 13:49

    Schön zu sehen, dass die GenossInnen überall sind!

  3. glouton permalink
    21. Dezember 2009 18:27

    Muss man denn jedem Dreck den Begriff des Syndikalismus hinzufügen? Was soll damit erreicht werden? „Kommunistische Syndikalisten“, „Staatssyndikalisten“ – was für ein Bullshit.

  4. fau süd permalink
    21. Dezember 2009 18:29

    Huhu Arbeitersabine

    Laßt Luft an euer Hirn, bitte!!! 🙂

  5. heiner permalink
    21. Dezember 2009 19:07

    „Staatssyndikalismus“ ist ein Begriff, der nichts weiter ist als ausgemachter Bullshit! Syndikalismus war und ist eine bestimmte Tendenz innerhalb der ArbeiterInnen-Bewegung mit definierten Strukturen, Taktiken und Zielen. Das hat mit dem Tradeunionismus der DGB-Gewerkschaften überhaupt nichts zu tun. Wer auch nur versucht, diese mit so einem Blödsinn wie „Staatssyndikalismus“ zu titulieren, stiftet nichts als Verwirrung, weil er den Eindruck erweckt, als könnte es so etwas wie „Staatssyndikalismus“ überhaupt geben. Mit der gleichen Berechtigung könnte man auch von „Staatsanarchismus“ schwafeln. Und welche geistige Verwirrung dabei herauskommt, kann man in einigen der Kommentaren ja leider auch schon nachlesen. Als ob es nichts Wichtiges zu tun gäbe!

  6. Anarchosyndikalist permalink
    21. Dezember 2009 21:17

    fau-süd hat seinen geistreichen Kommentar gleich doppelt abgesondert.
    Habe ihn schon an der anderen Stelle beantwortet, und ich wiederhole mich ungern.
    Siehe: fau süd zu https://syndikalismus.wordpress.com/2009/12/17/gelbe-ver-di-gewerkschaft-schliest-gefalligkeitstarifvertrag-mit-den-geschaftsfuhrern-des-babylon-kinos/#comment-1200

    An die beiden Kommentatoren („Ist Bullshit) glouton und heiner.

    Syndikalistisch bedeutet einfach nur gewerkschaftlich, sonst nichts.
    In Spanien sind die sozialdemokratischen, kommunistischen und christlichen Gewerkschaften (Sindicatos) sicher ebensowenig „Syndikalistisch“ – nach Eurem (Wunsch)verständnis des Begriffes – sondern genauso tradeunionistisch wie der staatssyndikalistische DGB und CGB ausgerichtet. Sie sind genauso staatstragend wie der DGB, also bezeichnen die spanischen GenossInnen der anarchosyndikalistischen CNT dies richtigerweise als Staatssyndikalismus!!!
    Was ist daran falsch?

    Bei einer Umfrage in der BRD, selbst nur unter den Werktätigen, würde zutage fördern, dass sie zu 99,99 % „Syndikat“ ausschließlich mit Mafia assoziieren. Eine breitere Verwendung des Begriffs könnte langfristig dazu führen, dass darunter Gewerkschaft verstanden wird, z. B. wenn diese auch auf FAU-Flugis, in Internetforen wie dieses öfters auftauchen würde, denn Sprachgewohnheit ändert sich, sprich: Sprache lebt, wie Sabine schon bemerkte.

    Was die „National-Syndikalisten“ (siehe Broschüre bei Materialien auf dieser Seite http://klassenkampf.uuuq.com/hoelle.pdf ) anbelangt, sind die schon früher auf die Idee gekommen, und was das besonders dreiste ist, sie fälschen (!) es zusammen, indem sie Mühsam und Rocker instrumentalisieren (so wie Nationalautonome mit Che Gevara – wobei dies bei diesem Nationalbolschewisten Sankt Che durchaus hinkommt > http://www.fau-mat.de/assets/s2dmain.html?http://www.fau-mat.de/50334395ef0e0fdac/50334398f30fc4e66.html )

    Das mit dem „Staatsanarchismus“ kommt sicher auch noch, gibt es doch schon National“anarchisten“ und „Anarcho“kapitalisten.
    Ganz streng genommen waren die Staatssozialisten und Staatskommunisten doch schon irgendwie Staatsanarchisten – wollten die nicht, dass der Staat ganz ganz ganz langsam (500 Jahre) abstirbt? Shithappens.
    Außerdem ist der Begriff „Anarchismus“ nicht einmal ansatzweise so ein neutraler Überbegriff wie „Syndikalismus“ [sic!]

    Und „heiner“ …. klar gibt es wichtigeres zu tun, aber was soll das geißelnde Totschlagargument? Hier haben nur ein paar GenossInnen während einer Diskussion eine kleine Übereinstimmung gefunden, ist doch auch schön.
    Und jetzt lieber „heiner“, lass uns Weltrevolution machen:-) 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂

  7. Petra permalink
    21. Dezember 2009 21:38

    Staatssyndikalismus ist eine zutreffende Bezeichnung.

    Aus der Übersetzung: „Dieser Konflikt hat bekundet, der in Deutschland eine Gewerkschafter-Alternative zum Staatssyndikalismus existiert.“

    Damit ist der staatssyndikalistische DGB gemeint. Was ist daran Bullshit?

  8. glouton permalink
    21. Dezember 2009 22:34

    Aus der Übersetzung: „Die CNT von Madrid geht in der Straße aus, um den Gewerkschafter-Freiheitsfehler in Deutschland zu melden“
    Sollen wir jetzt statt „Verbot“ – „Freiheitsfehler“ sagen? Weil der online-Übersetzer dies so treffend bezeichnet?
    Wenn im romanischen Sprachraum das Wort „Syndikalismus“ – die Gewerkschaftsbewegung im Allgemeinen bezeichnet, so ist dies im deutschen Sprachgebrauch nicht der Fall – hierfür steht nunmal das Wort „Gewerkschaftsbewegung“. Syndikalismus und Anarcho-Syndikalismus sind hingegen auch historisch gesehen in Deutschland identische Bezeichnungen.
    Was ist daran schwer zu verstehen?

  9. Folkert permalink
    21. Dezember 2009 23:45

    @ heiner

    Keine Ahnung und dann so rumtrompeten, klasse.
    Staatssyndikalismus wurde das falangistische Modell des Faschismus in Spanien genannt:

    Gewerkschaftsbewegung und Staatssyndikalismus in Spanien
    Quellen und Materialien zu den Arbeitsbeziehungen 1936-1980
    by Walther L. Bernecker
    veröffentlicht in 1985, Campus Verlag (Frankfurt am Main)

    Aber von sowas haste eben keine Ahnung, also bläh Dich hier nicht so auf, sonst platzt Du noch.

  10. Sabine permalink
    22. Dezember 2009 04:42

    @ Glouton und Heiner

    Hat unsere Begeisterung da zwei nette alte Hofhunde geweckt, die ihre(n) Vorstellung ihres Lieblingswortes (-knochen) vehement verteidigen wollen?

    Was ist mit Weiterentwicklung? Inspiration? Freude am Weiterdenken? Mit dem Bemühen des Verstehens der spanischen Genoss_innen?

    Vielen Dank an Folkert, für seine Erklärung über das falangistische Modell des Faschismus, des Staatssyndikalismus.

    Wie weit sind wir wirklich von einer neoliberalen-faschistischen EU-Demokratur entfernt? Noch sind die Umstände nicht so weit, aber sie können längst die Notstandsgesetze der 1960er überflügeln, ohne einen Notstand auszurufen. Sehr viel mehr, dank Schäubles und Schilys Paranoia, heißt auch Spaßgesellschaft.

  11. Arbeiter permalink
    22. Dezember 2009 04:52

    @ glouton

    Ach so, der Abachoübersetzer, den ich verwendet hab, hat also das falangistische Modell des Faschismus, den Staatssyndikalismus hervorgebracht.

    Alles klar.

  12. Robert Ortmann permalink
    22. Dezember 2009 07:10

    Spanisch: El sindicalismo
    Deutsch: Die Gewerkschaftsbewegung

    Spanisch: sindicalismo de estado
    Deutsch: staatliche Gewerkschaftsbewegung

    Im Spanischen gibt es keine Unterscheidung zwischen den Begriffen Gewerkschaftsbewegung und Syndikalismus. Im Deutschen- und im Englischen – hingegen schon. Hier steht es für ein konkretes Konzept revolutionärer Basisgewerkschaften. Der Begriff wurde nicht zufällig aus dem Spanischen übernommen. Schliesslich war hier – vorallem die frühe – Gewerkschaftsbewegung wesentlich revolutionärer und auch basis-orientierter wie es bekanntlich in Deutschland der Fall war. Richtig ist allerdings auch, dass die spanischen Faschisten den Begriff kopierten und sich (teilweise) Nationalsyndikalisten nannten. Das hat aber genau so viel mit Syndikalismus zu tun wie Nationalsozialismus mit Sozialismus.

    Lieber Folkert, liebe Redaktion u.a. , entschuldigt bitte den sachlichen Einwand. Ich konnte mich nicht zurückhalten. Ihr könnt ab jetzt wieder in Ruhe Hassmails schreiben und Genossen denuzieren.
    Anmerkung Syndikalismus.tk: Zu deinem letzten „Hinweis“ fällt uns nur ein das du echte Probleme hast. Hoffentlich findest du die passende Hilfe dafür.

  13. Heiner permalink
    22. Dezember 2009 10:03

    „Syndikalismus“ bedeutet außerhalb des romanischen Sprachraums eben NICHT einfach nur Gewerkschafterei. Dafür gibt es im englischen den „unionism“ oder „trade unionism“ und im Deutschen „Gewerkschaftswesen“. Hierzulande ist Syndikalismus bislang ein Synonym für „Revolutionärer Syndikalismus“ oder „Anarcho-Syndikalismus“. Sonst würde dieses Blog ja sicherlich gewerkschafterei.de heißen, oder etwa nicht? Wer den Begriff auf so einen Unsinn wie „Staatssyndikalismus“ umdeutet, macht politisch einen dicken Fehler. Und an Volkert: Das falangistische Modell wurde nicht „Staatssyndikalimus“ genannt, sondern „sindicalismo del estado“. Es wurde von Bernecker mit „Staatssyndikalismus“ ins Deutsche ÜBERSETZT. Korrekter Weise hätte er von „Staatsgewerkschafterei“ sprechen müssen, denn das meint der Begriff im Spanischen. Aber Hauptsache, immer erst einmal rumpupen…

  14. 22. Dezember 2009 10:55
    Aus gegebenem Anlass:der erste Protestmailer, den GenossInnen der ZSP für uns eingerichtet haben ist jetzt Aktiv.Also macht euch baldmöglichst dran und sendet massenhaft Weihnachtsgrüßean die Babylon Bosse: 1-click protest mail. Hintergrund:

    Der Freien ArbeiterInnen-Union Berlin (FAU) wurde am 11.12.2009 per
    einstweiliger Verfügung vom Landgericht Berlin verboten, sich als
    Gewerkschaft oder Basisgewerkschaft zu bezeichnen. Dies ist der
    Höhepunkt einer Reihe von Versuchen der Neuen Babylon Berlin GmbH
    juristisch gegen die stärkste und aktivste Arbeitnehmervereinigung im Betrieb vorzugehen.
    Dieser Angriff auf das Grundrecht der Koalitionsfreiheit kommt einem
    Gewerkschaftsverbot gleich. Nach unserem Verständnis sind es immer noch
    die Beschäftigten selbst, die entscheiden, wie sie sich organisieren.
    Sollte dieser Beschluss Bestand haben, ist das nicht nur ein Angriff
    gegen die FAU Berlin, sondern gegen jede Form der unabhängigen
    Basisorganisierung.
    Pressekontakt: Lars Röhm | faub5@fau.org | 01577-8491072weitere Infos siehe links im Text und natürlich die Homepage der FAU-Düsseldorf

     
  15. 22. Dezember 2009 11:22

    Inhaltlich geb ich dem Ortmann, glouton u.a. ganz recht. Es gibt ebensowenig einen „Staatssyndikalismus“ wie es einen „Nationalsozialismus“ gibt.
    Wenn Diktaturen solch einen Neusprech etablieren wollen, sollten wir dem nicht folgen. In Deutschland gab es Syndikalismus und Faschismus.
    Strategien lassen sich am besten mit freien Köpfen entwickeln, da brauchen wir keine Begriffsverwirrungen.
    Dann wollt ich noch darauf hinweisen, dass in diesen Kommentarspalten sicherlich viele Nazis und Komis unterwegs sind, die hier ihren Spaß suchen. Deshalb ist hier weniger der Ort ehrlicher Aufklärung, und wir sollten unsere Ansprüche an Foren und Kommentaren herunterfahren – hier kann jeder anonym schreiben.

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