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Welche Tragweite? Landgericht Berlin verbietet FAU sich als Gewerkschaft zu bezeichnen

12. Dezember 2009

Presseerklärung – 12.12.09 von FAU Berlin Basisgewerkschaft: Verboten!

FAU Berlin darf sich nicht mehr Gewerkschaft nennen

Der Freien ArbeiterInnen Union Berlin (FAU) wurde am 11.12.2009 per einstweiliger Verfügung vom Landgericht Berlin verboten, sich als Gewerkschaft oder Basisgewerkschaft zu bezeichnen. Dies ist der Höhepunkt einer Reihe von Versuchen der Neuen Babylon Berlin GmbH juristisch gegen die stärkste und aktivste Arbeitnehmervereinigung im Betrieb vorzugehen.

Ohne mündliche Verhandlung folgte das Landgericht der Argumentation der Gegenseite, der FAU Berlin sei bereits im Oktober vom Arbeitsgericht der Gewerkschaftsstatus aberkannt worden. In diesem Urteil wurde der FAU Berlin zwar der Boykott des Kinos untersagt, die Gewerkschaftseigenschaft stand indes nicht zur Disposition.

Es ist ein Novum in der deutschen Rechtsprechung, dass einer Organisation verboten wird sich als Gewerkschaft zu bezeichnen. Umso absurder ist es, wenn es sich dabei um eine Organisation handelt, die seit gut einem Jahr einen Arbeitskampf geführt hat, der letztlich Tarifverhandlungen erzwang.

„Dieser Angriff auf das Grundrecht der Koalitionsfreiheit kommt einem Gewerkschaftsverbot gleich. Nach unserem Verständnis sind es immer noch die Beschäftigten selbst, die sich entscheiden wie sie sich organisieren. Sollte dieser Beschluss Bestand haben, ist das nicht nur ein Angriff gegen die FAU Berlin, sondern gegen jede Form der unabhängigen Basisorganisierung.“ so Lars Röhm, Sekretär der FAU Berlin.

Die FAU Berlin kündigt indes an, gegen diesen Beschluss vorzugehen.

Beitrag dazu auf Indymedia

http://de.indymedia.org/2009/12/268549.shtml

Der Freien ArbeiterInnen-Union Berlin wurde vom Landesgericht am 11. 12. per einstweiliger Verfügung verboten sich weiterhin als „Gewerkschaft oder Basisgewerkschaft“ zu bezeichnen. Bei Androhung einer Geldstrafe oder Haft müssen die „Ex“-GewerkschafterInnen ab nun darauf verzichten, ihre Arbeit beim Namen zu nennen. Seit annähernd einem Jahr kämpft die FAU Berlin mit Angestellten des Halbkommunalen Kinos Babylon Mitte in Berlin für bessere Arbeitsbedingungen im hochsubvetionierten Betrieb. Nach einem Arbeitskampf und Boykottaufruf, der laut Geschäftsführung zu erheblichen Problemen mit Medien- und KooperationspartnerInnen führte, hatte die Linkspartei Verhandlungen mit dem Vizelandesvorsitzenden von Verdi herbeigeführt, um auf die Schnelle einen Tarifvertrag abschliessen zu lassen und die Situation zu befrieden. Geschäftsführung, Linkspartei und Verdi-Chefetage teilen das gemeinsame Interesse einer alternativen Basisgewerkschaft abseits der etablierten Gewerkschaftslandschaft keinen Raum zu bieten. Nachdem vom Senat umgehend die Gelder für einen Abschuss an der Untergrenze des Verdi-Flächentarifs bereitgestellt wurden, müssen Verdi Berlin-Brandenburg, Berliner Regierungslinke und Babylon-Geschäftsführung offenbar sicherstellen, von der FAU keine weiteren kritischen Kommentare und gewerkschaftlichen Massnahmen befürchten zu müssen. Die FAU, die bisher selbstverständlich an Betriebsversammlungen teilnahm, arbeitete mit dem Großteil der Belegschaft einen Tarifvertragsentwurf aus und führte erste Gespräche mit der Geschäftsleitung. Nach der Verdi-Intervention forderte die Belegschaft einstimmig eine gemeinsame Verhandlungsführung der im Betrieb vertretenen Gewerkschaften mit der Geschäftsführung. Verdi verhandelte aber unter Umgehung aller Belegschaftsforderungen allein. Das faktische Verbot der „Gewerkschaft FAU Berlin“ ist vorläufiges Ergebnis eines kompromisslosen Vorgehens gegen die gewerkschaftliche Organisationsfreiheit der Beschäftigten. Die Geschäftsführung hat flankierend angekündigt mit Rückendeckung durch Verdi alle Teilzeitstellen durch neu einzustellende Vollzeitkräfte zu ersetzten. Seit Gründung des Betriebsrats vor einem Jahr wurde die Belegschaft bereits um die Hälfte reduziert. Die Betriebsgruppe Babylon der FAU Berlin hat angekündigt sich nicht einschüchtern zu lassen und weiterhin hartnäckig für bessere Arbeitsbedingungen im Babylon einzustehen.

69 Kommentare leave one →
  1. Arbeiter permalink
    12. Dezember 2009 16:06

    Erst BabyLohn und
    jetzt dieser Hohn!

    Das ist ein echte Realsatire!!! (Musste mir erst mal die Äuglein reiben ;-))

    Die lächerlichen NPD-Verbotsversuche erscheinen nun in einem ganz anderen Licht.

    Wäre schön, wenn ein/e Berliner Genosse/Genossin mal den „Urteilsspruch“ hier mal reinstellen könnte, sowat ließ sich im Original immer am besten.

    Solidarische Grüße an die kämpfenden BerlinerInnen.

    Eine Gewerkschaft ist eine Gewerkschaft ist eine Gewerkschaft!!!

    PS: Wollte eben noch auf fau.org Infos suchen, ist noch nicht so weit, aber schön zu sehen, dass syndikalismus.tk so nah am Puls der Zeit ist. 😉

  2. Ursula permalink
    12. Dezember 2009 17:07

    Da der Kommentar bei Indymedia so interessant ist,
    vorallem auch der 2. Abschnitt, erlaube ich mir,
    diesen hier reinzukopieren:

    Das LAG Berlin ist berüchtigt für sowas
    Arbeitsrechtler 12.12.2009 – 12:59

    Kopf hoch, ihr zähen Berliner FreundInnen zorniger schwarzer Katzen! Wenn ich das richtig interpretiere, hat euch das Landesarbeitsgericht Berlin eine einstweilige Verfügung auf Antrag der Babylon Geschäftsführung reingedrückt. Bei so einer Verfügung wird die Gegenpartei weder informiert noch angehört, es handelt sich um eine reine Entscheidung nach eingereichter Argumentation. Die bekommt jeder. Darüber hinaus ist das LAG Berlin in Kreisen der mit Arbeitsrecht befassten Juristen im Wesentlichen für zwei Dinge bekannt: dafür, dass es stark unternehmerlastig entscheidet und dafür, dass es in der Vergangenheit deutliche Kompetenzdefizite aufgewiesen hat. Ihr solltet auf jeden Fall Widerspruch einlegen, in der Hauptsache dürfte diese Verfügung kaum Bestand haben.

    Eigentlich solltet ihr jeden Grund haben, den Kopf ganz oben zu tragen. Der Berliner Lokalpresse war in den letzten Tagen zu entnehmen, dass der Senat dem Kino Babylon Mitte 30.000 Euro für die beiden nächsten Jahre zusätzlich zur Verfügung gestellt hat – und zwar ausdrücklich zweckbgebunden für Lohnerhöhungen! Mit anderen Worten, euer Kampf und die Solidarität der vielen Leute, die bei den Kino Betreibern protestiert haben oder das Kino seither boykottieren, hat sich ausgezahlt. Ohne euren Druck auf Geschäftsführung und Politik hätte es diese Zuweisung nie gegeben! Es ist natürlich bitter, dass die Erfüllungsgehilfen der Bosse in Gestalt des stellvertretenden ver.di-Landesfürsten den Tarifvertrag abschließen werden, mit dem diese Kohle an die Belegschaft verteilt wird, aber in Berlin weiß mittlerweile jedes Kind, was von diesem Manöver zu halten ist. Euch hingegen kann man nur sagen, alle Achtung und macht weiter so!

  3. Folkert permalink
    13. Dezember 2009 01:17

    Re: Basisgewerkschaft verboten!

    Der Wein schmekt bitter und das Bier ist schon schal, deshalb nach einem Tag grummeln und besinnen folgendes, meine Meinung:

    Die Berliner FAU hat eine bittere Niederlage eingesackt – selber Schuld, könnte man meinen. Nun, so einfach ist das leider nicht, denn versagt hat deren gesamte Organisation & bundesweite Sruktur. Aber das wollen viele einfach nicht sehen, sie schieben naiv ihren lokalen Aktivismus vor und kritisieren die Kritiker/innen. Das ist mehr als ärgerlich, aber die Katastrophe, die dieses Urteil (egal wie anfechtbar es ist und ob es auch wirklich ernsthaft und intensiv angefechtet wird!) für die FAU bedeutet, kapieren immer noch viel zu wenige AS …

    Wenn dieses Urteil die FAU-IAA nicht zurück zu einer notwendigen Diskussion einer offensiven AS-Strategie und Taktik im »Hier und Jetzt, Germoney 2010« – und ganz besonders in Berlin!!! – bewegt, dann ist dieser Organisationsweg endgültig gescheitert, er hat schlicht versagt. Wer nach 30 Jahren des Organisierens bei einem härteren und längerandauernden Konflikt („prueba de fuegos“) an den eigenen Grundsätzen und Idealen irre wird und einen so groben Unfug verzapft wie die FAU Berlin, der hat Klassenkeile verdient. Allerdings – diese verpufft völlig an allen zukünftigen Konflikten lokaler Gruppierungen der FAU. Das Urteil haut mehr als auf’s Auge und wie lange es noch FAU-Mitglieder im Babylon-Kino geben wird, werden wir recht schnell zu sehen bekommen! [Das Gegenteil, würde mich mehr als freuen, ehrlich!]

    Es geht hier nicht um Häme oder Spott, den werden andere noch genügend über Euch/uns auszugießen wissen. Es ist nur mehr als bittere Ironie, dass die FAU nie verbindlich eine betriebliche oder gewerkschaftliche Strategie ausgearbeitet hat. Der libertäre Pluralismus und die lokale Autonomie der Syndikate und Betriebsgruppen hat hier die Existenz der einzigen bundesweiten AS-Organisation vor einen Scherbenhaufen geführt; der Elefant im Bayblon-Kino hat mehr zertreten als losgetreten.

    Um eines klarzustellen: was eine Gewerkschaft ist, das definieren noch immer die Beschäftigten, die Arbeiterklasse, die Arbeiterinnen und Arbeiter – und nicht das BAG, das BetrVG oder das Grundgesetz! Aber auch die Organisationsformen der Klasse orientieren sich nach deren Bedürfnissen und vielleicht nicht an kopierten Modellen der Vergangenheit oder der prekären Realität (vorübergehender) studentischer Aushilfskräfte. Schon gar nicht nicht ohne historisch-kritische Reflektion. Die normative Kraft der faktischen Existenz von Klassen- und Arbeiter/innen-Widerstand gegen den Kapitalismus kippt Gesetze und Urteile, nicht das Verweis auf die Ungerechtigkeit von ver.di-Richterrecht. Heulen hilft jetzt nichts mehr!

    Anarchosyndikalismus kann wirklich mehr!

    Das Problem liegt m.E. in der Tatsache begründet, das viele überzeugte Genoss/innen einer Idee nachhecheln, die sie, weil sie schnell nicht realisierbar ist, zu früh der Realität opfern und die deshalb ihren Arbeits-Kolleg/innen legalistisch-reformistische Zwischenschritte anbieten, die diese zwar verstehen, die aber die Organisation und den klassenbewußten Widerstand keinen einzigen Schritt voranbringen. Da wäre dann manchmal der Hinweis auf advokat.de besser als die auf eine klassenkämpferische Gewerkschaft mit gewissen Prinzipien.

    M.E. kann es keinen legalen Klassenkampf in diesem postfaschistischen Rechtsstaat geben, der ist verboten. Gründeten wir deshalb eine Alternativ-Gewerkschaft? Das machen bereits ver.di, DGB und GewerkschaftsLinke zur vollkommenen Zufriedenheit des Gesetzgebers und der Kapitalisten.

    Wenn hier Sarkasmus aufgekommen ist, dann deshalb, weil dieses Urteil so viel kaputtmacht. Und Unwissen- oder Dummheit schützt nicht vor den Konsequenzen, schon gar nicht im Klassenkampf, der gewiss kein Spiel ist.

    SOLIDARITÄT und KLARHEIT – das wäre wirklich vonnöten!

  4. 13. Dezember 2009 19:32

    Ein einzelner Richter, der noch dazu in einem Standardverfahren ohne Anhörung urteilt, kann der FAU und allen Anarchosyndikalisten gar nicht das Recht absprechen, sich Gewerkschaft zu nennen, auf Basisgewerkschaft gibts erst recht kein Copyright, schon gar nicht von DGB,Verdi und co.- heissa, das wird im juristischen Dickicht der Bäh.Arr.Däh eine Verfahrensflut mit Beweisanträgen historischster Art!
    (Gewerkschaft- Wer hats erfunden? Die lokalen Arbeitervereine!!) Basisgewerkschaften eben. Ich finde die Idee schick, alle anarchosyndikalistischenFlugis zu allen künftigen Aktionen dick mit Gewerkschaft! Gewerkschaft! (Ätsch!) zu übertiteln, mal sehen, wen sie noch alles kriminalisieren wollen!
    überhaupt zu Ursula: Kopf oben tragen is genau der richtige Hinweis, danke für den Beitrag! Da geht es darum, wie die Kollegen gekämpft haben, und das war nicht ohne Folgen.-

    die Fehler in der Einschätzung der Lage, wo wir gesagt haben, „Hütet euch vor dem Begriff ´Tarif´, “ die Entwicklung der Machtlage gerade mit solchen Macht-geilen LinksPartei/VerDi/bis DKP- Parteigängern, die sozialdemokratischer Machart verschworen schon immer das Ruder an sich reissen wollten und gerissen haben, all die Fehler gilt es aufzuarbeiten und da hilft jammern wirklich nix.
    Daß sich Sozialpartnerschaftsvereine heute noch Gewerkschaft nennen dürfen, kann sich auch nur durch die vielen Kollegen ändern, die jetzt schon die Faxen von VerDi und co. dicke haben, und merken, da kämpft eine richtige Gewerkschaft (otra forma de hacer sindicalismo!) mit Druckmitteln, wo es sich lohnt , mitzukämpfen.
    Fakten schaffen, anstatt sich den Gepflogenheiten der Verhandlungsirrwege und Vertretungslogik der Betr.Verf.Ges. – Fetischisten anzunähern oder anzupassen, das sollten wir aus diesem pösen Spielchen zwischen Chefs,Verdi und Richtern und der Illusion, Protest würde Streik und Boykott ersetzen, jetzt wieder gelernt haben.

    Weitermachen!

  5. Bierleiche permalink
    14. Dezember 2009 11:59

    „Der Wein schmeckt bitter und das Bier ist schon schal …“

    oh je mi neeeeeeeeeeee … wer säuft denn sowat? Dat muss ja aufs Jemüt schlagen, vor allem wenn man das 7 Tage lang macht. Vorsicht, werter Genosse Folkert, sonst gehts Dir noch so, wie diesem Saufkumpanen. 😉

    • 14. Dezember 2009 16:18

      interessant, wie Du hier inhaltlich auf irgend was eingehst! Stattdessen übers Trinken reden, nech? Ur- Eigenes Thema,das?

      Ich denke, wir sollten lieber in Aktion gehen, wenn uns der Gewerkschaftsstatus in Abrede gestellt wird- so viel kann man nämlich gar nicht trinken, wie man bräuchte, um die ganzen Konflikte zu verdrängen!
      Und, übrigens, wer hier trinkt, um zu vergessen, muss vorher bezahlen!

  6. Syndikalismus geht nur Antideutsch! permalink
    14. Dezember 2009 15:30

    Schaut mal, in Hamburg versucht die FAU, die Gewerkschaftsfreiheit mit Israel zu verteidigen.

    Wer Indymedia für einen fake hält, kann auch ins Hamburger Abendblatt schauen:

    http://www.abendblatt.de/hamburg/polizeimeldungen/article1306295/Polizeischutz-fuer-Besucher-Linke-gegen-Linke.html

    • Anarchosyndikalist permalink
      14. Dezember 2009 16:16

      Bei der Diskussion über den „Bakunin und Gandhi“-Artikel kam dies schon mal auf, und auch hier passt es nicht zum eigentlichen Artikel, wirklichen kein Beitrag zu diesem.

      Die Zeit ist reif für einen eigenen sachlichenArtikel
      und eine gediegene Diskussion bezüglich

      „Anarchosyndikalismus vs. Antideutschtümelei“

      hier auf http://www.anarchosyndikalismus.de.vu

      • Bierleiche permalink
        14. Dezember 2009 18:38

        Iiich uunterstützstütz Anmerkung Syndikalismus.tk: Bis auf weiteres hast du hier Sendepause.

    • Arbeiter permalink
      14. Dezember 2009 16:24

      Kannst Du bitte noch den Link zu dem Artikel bei indymedia setzen, danke.

    • 14. Dezember 2009 16:31

      wow, toll, fau-fahnen von antideutschen instrumentalisiert! jetzt trink ich auch einen schluck auf den schreck! (eine tasse heisses pommesfett bitte, mir is nach kotzen!)

      sicher soll mensch gegen antisemitische, rassistische , völkische und etatistische umtriebe vorgehen, aber das hier ist der hohn, – als fau hättet ihr euch aus dem knatsch zwischen partei/staatskommunisten und pseudolinken israel-kriegstreibern echt raushalten sollen! selber denken anstatt irgendwelchen verschwurbelten vielrednern hinterherrennen, kann mensch von anarchisten doch wohl verlangen!

      • Emil permalink
        15. Dezember 2009 00:25

        Ich würde mal meinen, dass sind keine Anarchisten.
        Da rächt es sich, wenn Jahr ein Jahr aus in der FAU rumdiskutiert wird, ob man das anarcho vor syndikalistisch nicht besser weglassen soll. Das ist eine direkte Einladung an alle anderen Strömungen, die schrauben dann je nach WeltBILD ihr antideutsch-syndikalistisch oder ihr national-syndikalistisch vorne dran. Da kann man nur sagen „Fahrt alle zur Hölle“

      • Jimmy Hartwig permalink
        15. Dezember 2009 00:45

        Huhu Emil

        ich denke, es verhält sich eher anders herum, denn es gibt ja gerade „National-Anarchisten“ oder „Anarcho-Kapitalisten“. Dafür spricht auch, dass die Hamburger FAU eher bekannt für ihre starke Betonung für das Anarchistische war und ist. Bei den Gruppen mit mehr syndikalistischen Bezug als in Hamburg findest du keine Antideutschen. Denn die tummeln sich bekanntlich in außerbetrieblichen Spielwiesen herum, wozu große Teile des Anarchismus gehören.
        Ich stelle die umgekehrte These auf und sage: Dort, wo sich syndikalistischer Präsentiert wird (einschließlich Namen!), konzentriert sich weniger Müll.
        Das wird ganz deutlich, wenn man rein anarchistische Gruppen mit syndikalistischen Gruppen vergleicht, denn bei ersteren ist Anarchie tatsächlich Chaos.

    • ert permalink
      15. Dezember 2009 11:29

      Naja, auf ner Demo läuft man schon mal hinter einem falschen Transpi her! Der Grund: hinten steht ja nix drauf. Außerdem steht auf dem Transpi nicht FAU drauf und der Inhalt ist jetzt nicht extrem Antideutsch, auch wenn mir nicht ganz klar ist, wer mit „antisemitische Schläger“ gemeint ist…

  7. Sascha permalink
    14. Dezember 2009 16:51

    Das könnte der FAU noch mehr schaden als die Verunglimpfung in der GWR von Blume „FAU – Für ArbeiterInnen Uninteressant“, wenn der Aufkleber hier die Runde macht.

    Bei Indymedia gesehen:

    FAU
    Faschistisch Antideutsch Unzumutbar

    Artikel dazu:
    http://media.de.indymedia.org/2009/12/268684.shtml?c=on#c618490

    • günther permalink
      14. Dezember 2009 21:15

      an die „fau HH“ irgendwie versteh ich bei euch nicht den begriff anarchosyndikalistisch und gewerkschaft . so wie es sich in der öffentlichkeit und auf pressefotos darstellt ,seid ihr anscheinend von anti- ds politisch und intellektuell (falls da mal was war) dominiert. für antideutsche müsste doch das zusammenrotten ,auch nur winziger teile der arbeiterklasse in neiddebatten und antisemitischen ausfällen ausarten. so sind sie nunmal, die bösen malocher. FÜR eine klassenlose, gottlose, staatenlose gesellschaft. und „fau HH“ ihr seid wirklich nur noch peinlich. eure ähnlichkeit mit der hamburger spd und ihren hofschranzen und arschkriechern ist wirklich faszinierend.

    • Dieter permalink
      14. Dezember 2009 23:32

      Kein Wunder das die politischen Gegner der FAU das ausnutzen, um so einen Aufkleber in Umlauf zu bringen, das hat sich die FAU selbst ans Knie geschraubt.

      • Prolet permalink
        14. Dezember 2009 23:36

        Die FAU wird zwischen diesen beiden Fronten, die beide nur einseitig denken, aufgerieben, das wird sich wohl als Griff ins Klo herausstellen.
        Die FAU kann doch nur Position für die ArbeiterInnenklasse in Israel und in Palestina eintreten, so wie ich das mal in einer Stellungnahme der IAA gelesen hab.

  8. glouton permalink
    14. Dezember 2009 19:53

    Was haben ein paar verrückte Hamburger und deren sinnlose Probleme für oder gegen Israel eigentlich mit dem Statusverbot der FAU zu tun?

  9. Sacco Vanzetti permalink
    14. Dezember 2009 20:07

    Wir möchten uns bei der FAU in Hamburg ganz herzlich für die Solidarität mit unseren Mördern bedanken. Schwarz-Rot neben der rot-weiß-blauen Flagge unserer Richter und Henker macht sich echt gut. Die Haymarket-Gang mit August Spieß, Adolph Fischer und den anderen ist auch ganz aus dem Häuschen.
    Küßchen!

  10. Johanna permalink
    14. Dezember 2009 22:53

    Ich plädiere ebenfalls für einen gesonderten Artikel + Diskussion was dieses blöde Antideutschenproblem angeht. Beide Probleme sind wichtig, sind aber bei einer solchen Diskussionsmixtur schwerer zu verfolgen.

    Schreiben halt die, die die Materie kennen, endlich mal einen Text.

  11. Veronika permalink
    14. Dezember 2009 22:56

    Wird inhaltlich immer dringender, wie mann/frau mit solchen MaulwürfInnen in der anarchosyndikalistischen Bewegung und der FAU umgehen soll.
    Das Ansehen der FAU könnte durch solche öffentlichen Eindrücke dauerhaften Schaden nehmen.

  12. punk permalink
    14. Dezember 2009 22:59

    die verdammten antideutschen spalten immer mehr die politische linke, da muss ein schlussstrich gezogen werden. die sind vollaggro immer. die kotzen mich inzwischen genau so wie die nazis an.

  13. Berliner Genosse permalink
    14. Dezember 2009 23:10

    Erst mal ein fettes Lob hier an die Redaktion der Seite, weiter so, nur nix anbrennen lassen. Die FAU-seite is mir zu flach, und man bekommt doch auch alles mit, was so um die FAU passiert, wie da in HH.
    Babylon is super, aber dann so ne scheiße wie in HH, dass stößt echt ab. Ich geh doch in keine Organisation, in der solche Vollpfosten rumspringen, und auch das die Gesamtorganisation sich gegen solche Typen nicht wehren kann kapier ich nich.
    Wie der GWR-artikel gezeigt hat, dass was bei solchen Leuten hängen bleibt sind die rätekommunistischen und stalinistischen Unterwanderungen von damals. Soll denn in dem 60 Jahre FAU Buch wieder nur son scheiß stehen, dass autonome und antideutsche die FAU untergraben haben?

    • Folkert permalink
      15. Dezember 2009 01:48

      @ Berliner Genosse:
      welche „rätekommunistischen Unterwanderungen“ meinst Du denn?

      Und was einen der Hamburger Vollpfosten (Ex-Osnabrück) angeht – der war mal der FAU-Generalsekretär vor einem Jahr! Der andere hat nen eigenen Blog: Phex.blogsport.
      Tut bloß nicht so scheinheilig. Aber okay: plötzlich sind alle HELLWACH!!!

      Die Antideutschen sind angetreten, die ‚radikale Linke‘ (und dabei ist es egal, was die darunter verstehen!) zu zerschlagen (WertMüller mehrfach), das ist das Problem. Sie zerstören Strukturen, egal ob ich diese mag oder nicht mal tolerieren kann; andere Meinungen bekämpfe ich „politisch“ ,nicht mit Gewalt – auch wenn das die Hirntoten der B5-AntiImps versucht haben (sollen). Die Antideutschen Hirnakrobat/innen kämpfen mit weit fieseren Methoden, nur die biederen FAUist@s haben nicht mal bemerkt, das aus Hamburg lange Zeit rein gar nichts mehr kommt, und dann das, worüber hier plötzlich sich aufgeregt wird.

      -> wer zu diesem Thema diskutieren will, der sollte einen eigenen Fred aufmachem, das geht hier beinahe so zu wie in dem FanBlog meines Fußball-Vereins …

      Und um zum Thema zurückzukommen: die FAU wurde nicht „verboten“ oder „illegalisiert“ – meiner Ex-Gewerkschaft wurde vom Staat die gewerkschaftliche Legitimität entzogen. Mehr nicht, so schlimm das auch sein mag. Aber die Definition von GEWERKSCHAFT legt kein bürgerliches Gericht fest.

  14. Sabine permalink
    14. Dezember 2009 23:29

    Sind die Hamburger FAUler_innen alle so antideutsch oder nur ein Teil von ihnen?

  15. 15. Dezember 2009 02:40

    1: hat das was da in Hamburg passiert ist NICHTS damit zu tun das ein Berliner Gericht ein EV gegen die FAU-Berlin erlassen hat, nach der sie sich nicht mehr Gewerkschaft nennen darf!

    2: sollte es an dieser Stelle aber doch genau darum gehen oder?

    3: die FAU besteht aus mehr als diesen zwei Syndikaten. Ich selbst bin Mitglied der FAU-Düsseldorf. Und ja, es war ein Fehler der FAU-Hamburg. Der kann passieren. Ich sehe die FAU-Fahnen auch nicht gerne auf einer Demo umringt mit lauter Staatsflaggen. Ich hoffe das die Hamburger GenossInnen sich in den nächsten Tagen dazu mal zu Wort melden.

    4: WENN/WÜRDE/FALLS (also ganz viel Konjunktiv!!!) die FAU Hamburg eine Anti-d Gruppe wäre, dann KÖNNTE, wenn sie wollte, die Region Nord ggf. das Syndikat ausschließen (also, die FAU ist durchaus in der Lage sich gegen „Unterwanderung“ zu behaupten). Vorher (mit ebensoviel Konjunktiven) könnten die KollgInnen der FAU-Hamburg die Anti-d’s ausschließen.
    Und warum ich soviele Konjunktive benutze? = Weil ich aus der Region West komme und weder Mitglied im Hamburger Syndikat noch der Region Nord bin. Aber diese beiden Instanzen sind in der Reihenfolge „verantwortlich“.

    5: und jetzt noch mal zum Thema des Artikels!! .-D
    auf http://www.fau.org/verboten und sicherlich auch
    auf http://prekba.blogsport.de/
    werden aktuelle Info’s, Hintergründe, Aufrufe, Materialien usw. bereit gestellt.
    ihr könnt ja von der FAU halten was ihr wollt, das Problem ist, das die Bosse gerade mittels der Gerichte den ArbeiterInnen verbieten (lassen wollen) das sie sich zusammenschließen und Gewerkschaft nennen dürfen!!! Das ist, wenn ich mich richtig an den Geschichtsunterricht und die letzten 20 Jahre meines Lebens erinnere, seit 1933 das erste mal!!!
    Das geht gegen uns alle!! Gegegen die FAU, IWW und alle anderen ArbeiterInnen die im Moment oder in Zukunft daran denken aus dem DGB raus zu gehen und etwas eigenes aufzubauen!!

    6: Darum ist Gegenwehr jetzt das einzige das uns weiter hilft (als KLASSE!!) Dabei sollten wir es evtl mit Erich Mühsam halten, der mal ein sehr schönes Gedicht geschrieben hat:

    Streit und Kampf

    Nicht nötig ist’s, nach Schritt und Takt
    gehorsam vorwärts zu marschieren.
    Doch wenn der Hahn der Flinte knackt,
    dann miteinander zugepackt
    und nicht den Nebenmann verlieren!

    Schlagt zwanzig Freiheitstheorien
    euch gegenseitig um die Ohren
    und singt nach hundert Melodien ­
    doch gilt es in den Kampf zu ziehen,
    dann sei der gleiche Eid geschworen!

    Aktionsprogramm, Parteistatut,
    Richtlinien und Verhaltungslehren ­
    schöpft nur aus allen Quellen Mut!
    Ein jedes Kampfsystem ist gut,
    das nicht versagt vor den Gewehren!

    Darum solang kein Feind euch droht,
    verschont einander nicht mit Glossen.
    Doch weckt euch einst der Ruf der Not,
    dann weh das einige Banner [schwarz und]* rot
    voran den einigen Genossen!

    *Ergänzung von mir .-D

    • Folkert permalink
      15. Dezember 2009 13:05

      Zwei Sachen:

      1. Die FAU Hamburg ist Erstunterzeichner des Antideutschen Aufrufes.
      Ich plädiere nachdrücklich dafür, ein eigenes Thema hierzu (Antideutsche) aufzumachen.

      2. Wenn die Berliner Genoss/innen ALLE ihre Informationen zum Babylon-Konflikt zeitnah hochladen würden, dann wäre das mehr als hilfreich gewesen. Passiert aber nicht. Gibt’s denn nun einen ver.di-Tarifvertrag oder nicht (siehe taz berlin-Artikel vom Freitag, 11.12.09)?
      Was macht eigentlich der BR und wie verhalten sich die übrigen, die anderen Kolleg/innen – bzw. die Betriebsversammlung?

      • ert permalink
        15. Dezember 2009 16:53

        Also die Infos gibts doch alle unter: http://www.fau.org/soli/babylon/

        Was halt immer wieder interessant ist, dass die FAU zuallererst mal kritisiert wird.
        Sie ist zu langsam, zu schnell, zu anarchistisch, zu syndikalistisch, zu zentralistisch, zu föderalistisch, theoriefeindlich, praxisfern…was auch immer. Und das wären dann die Gründe, warum die FAU nicht gut funktioniert und auf längere Sicht auch nicht funktionieren wird…Und vor allem der/die Gründ(e) warum man selbst SICHER NIE NICHT AUF KEINEN FALL bei der FAU mitmachen wird!
        Na klar, so wird das nix. Anstatt also mit zu machen, die Dinge die einen stören, versuchen zu ändern (z.B. Infos schneller hochladen etc.), erwartete man sich dass diejenigen die in der FAU organisiert sind, übermenschliches leisten und hat wenn das nicht klappt, nur Spott und Hohn über.
        Ja, was wäre denn z.B. wenn alle libertären KritikerInnen in HH der angeblichen antideutschen hamburger FAU beitreten würden? Was hätten die handvoll AD’s dann noch zu sagen?
        Nein, lieber sieht man zu, wie eine Orts- oder Branchengruppe zerfällt, implodiert oder sonstwas, um anschließend zu sagen: „ich habs ja immer schon gewusst!“
        Oder man wartet ab und sagt sich: „Ja, wenn die mal größer sind, dann mach ich auch mit (vorerst belasse ich es aber bei „konstruktiver“ Kritik)…“
        So wird das nix!
        Soweit mein Eindruck aus dem entfernten Wien…

        syndikalistische Grüße

      • Udo permalink
        15. Dezember 2009 17:27

        Mein Eindruck ist eher der, dass viele Kritiker hier entweder selber aus der FAU sind oder mal drin waren. Und dass sie durchaus mal zu den dortigen Leistungsträgern gehörten. Sie haben also sowohl die Erfahrung und damit auch eine Berechtigung, Kritiken anzubringen. Das tun, bzw. taten sie mit Sicherheit auch in der FAU. Ich würde da eher mal danach fragen, warum sie anscheinend gezwungen sind, mit ihrer Kritik hierhin auszuweichen. Ist die FAU dazu kulturell oder technisch nicht in der Lage?
        Das sollte sich die FAU mal selber fragen. Ich weiss nur, dass beispielsweise die FAU-Webseite kaum strukturiert ist, es gibt nicht einmal eine Webredaktion, geschweige denn eine Terminrubrik. Da weiss niemand, was er hochladen darf, ohne dass es von einer anderen FAU-Ecke dummes Gemecker gibt. Das ist natürlich kein Zustand, und das kann doch nicht sein. Da sind 300 Mitglieder, und die schaffen nicht einmal, einen aktuellen anarcho-syndikalistischen Nachrichtenticker mit Kommentarfunktionen einzurichten. Das gibts doch garnicht! Oder wie sich die FAU auf Wikipedia gängeln läßt, ist Hohn! Es gibt noch viel mehr Beispiele, darunter dieser Quatsch mit Hamburg, wo ich nur hoffen kann, dass die FAU diese antideutschen Mordfahnenträger bald zum Teufel jagt.
        Dennoch ist mein Eindruck hier etwas anders: Die FAU wird in diesem Quasiforum unterstützt, es wird Werbung gemacht. Nur, dass hier auch mal Widersprüche offen thematisiert werden. Die FAU pennt da viel zu oft, sieht Entwicklungen nicht, vor allem aber finden dort viel zu wenig Diskussionen statt, wird viel zu wenig dokumentiert.

        Einige Kritiker hier haben viele jahre versucht, innerhalb der FAU etwas zu verbessern, auch mal mit Erfolgen, und sie tun es zum Teil wohl auch immer noch. Hohn und Spott gibts manchmal nur bei Dummheit, und nicht wenn die FAU es nicht schafft, übermenschliches zu leisten. Wenn die FAU z.B. keine Kritik verträgt, und innerhalb der FAU intern an andere Gruppen inquisitorische Mails verschickt werden, wer den der Übeltäter gewesen ist, der auf dieser Seite hier Beiträge verfasst, bzw. nicht einmal gefragt, sondern es gleich unterstellt wird! Das ist in der FAU dann wie bei der MLPD!
        Na, klar gibts da Hohn und Spott 🙂 Zum Glück sind das noch Einzelfälle.

        Und Hamburg wird mit Sicherheit keine Leute mehr aufnehmen, die dort mit Antideutschen aufräumen wollen. Die FAU-Hamburg müßte von der FAU-Region Nord ausgeschlossen werden, damit da wieder vernünftige Genossen tätig werden können für die FAU.

        Ob ich als FAU-Kritiker die FAU empfehlen kann, hängt ganz vom Ort ab. Einige kann ich sehr empfehlen, andere garnicht, das ist unterschiedlich. Man sollte sie sich kritisch anschauen, und sich ein eigenes Bild machen.

        Den Berliner Genossen wünsche ich alles Gute, und der Region Nord, dass sie diese nationalistische Pest bald los ist. Und euch in Wien wünsche ich auch alles Gute, das Video von der FAS, welches hier auch hochgeladen wurde, ist ein richtig gutes!

    • 15. Dezember 2009 13:18

      Hallo „Rudi“!
      (wg.“ihr könnt ja von der FAU halten was ihr wollt)
      Zur FAU stehen ist hier gar keine Frage, der Anarchosyndikalismus wäre schlecht beraten, diese gewachsene und auch erkämpfte Struktur mal eben wegen regional auftretender Ermüdungserscheinungen in die Tonne zu treten- Kritikfähigkeit und eine wirklich libertäre Streitkultur, gerade wenn es um gemachte Fehler und nicht verhinderte Unterwanderungstendenzen geht, wären alledings verschiedenerorts von Nöten!
      Die Arbeit der Düsseldorfer z.B. fand ich immer ziemlich supa!
      Wir haben schon so oft erleben dürfen, dass Offenheit in der Diskussion und auch Ehrlichkeit in der Fehlerkritik nun mal die besten Waffen sind, auch und gerade gegen Gekungel!
      Und beim Fehler machen im täglichen Kampf auch keine Scham, diese zu benennen, das kann nur helfen, sie beim nächsten Mal zu vermeiden, und das unterscheidet uns deutlicher als alles andere von der Politik(un)kultur der Vertreterlogik, die sich jede Niederlage als Sieg schönrechnet.
      So und nur so gesehen haben die beiden Themen Hamburg und Berlin was miteinander zu tun, ich spreche mich aber auch dafür aus, für die Anti-D – Debatte einen neuen Thread aufzumachen-

      wie man vor Ort gegen das Verbot, sich Gewerkschaft zu nennen, vorgehen kann, und daß man die weiteren Gerichtsinstanzen inkl. Beweisanträgen auch bemühen sollte- das kann ein spannender Kampf werden*!- hab ich weiter oben ja schon geschrieben.
      (*Auch wenn der „aussergerichtliche“ Kampf der wichtigere ist, gerade beim Begriff Basisgewerkschaft erhoffe ich mir vor Gericht hängende Fressen bei den Onkels von der Klassenjustiz.)

      Wir können zeigen, daß die FAU eine Gewerkschaft ist, daß die kleinen Branchensyndikate vor Ort Gewerkschaftensind, und da ist auch unter allen Aufrechten Solidarität angebracht!
      Die entbindet aber nicht von der Kritik, wenn irgendwo sich Gruppen von schädlichen Einzelinteressen unterwandern lassen, sich von anarchosyndikalistischen Prinzipien verabschieden oder aus Nachfolgern irgendwelcher sich profilierender“Aktivisten“ bestehen, anstatt selber aktiv zu sein und selber zu denken.
      Da wo es hart auf hart geht, kommt schon niemand auf die Idee, erst mal nen Stuhlkreis zu machen um zu diskutieren, da hat Müsams Erich Recht, wenn´s ums Kämpfen geht, wird gekämpft!
      Nur, und das nochmal:
      Wenn sich parteikommunistische Antiimps (wahlweise incl. Nationalfahnen) und bellizistische Anti-D´s (wahlweise incl. Nationalfahnen) gegenseitig verprügeln, sollten Anarchosyndikalisten sich getrost raushalten und sich nicht noch in diesen Unsinn mit hineinpolarisiern lassen!- die Prügel treffen hüben wie drüben die Richtigen…

  16. Schon Adorno hat gesagt: permalink
    15. Dezember 2009 14:12

    Weitere Beiträge zu der Antideutschenproblematik in Hamburg bitte hier herein, danke:

    https://syndikalismus.wordpress.com/2009/12/15/hamburg-antideutsche-gegen-antiimps

  17. glouton permalink
    15. Dezember 2009 19:20

    @ Udo: Genau so ist es. 🙂

  18. Jupp permalink
    15. Dezember 2009 22:57

    @:Udo
    Nun ja, könnte man auch so sehen, dass der ganze desaströse Zustand, in dem die FAu sich jahrelang befand, genau von denen fabriziert war, die du hier die „Leistungsträger“ nennst. Seitdem da mal frischer Wind reingekommen ist und sich die meisten Leistungsträger z.B. durch eine solche Diskussionskultur und verschiedenen anarchistischen Fetischen, Rumgeprolle, Arroganz und Lust zum Grabenkrieg selbst abgeschossen haben, läuft es ja auch gleich mal besser, aber es gibt noch genug Scheiße, die da hinterlassen wurde, und nur Stück für Stück abgebaut werden kann. Tja, da haben halt die meisten Gruppen einfach besseres zu tun, als hier rumzuklugscheißern oder sich über mangelnde Wikipedia-Beiträge auszulassen. In Hamburg, nun ja, keine Ahnung, was man da von der Anti-D-Sache halten soll… auf jeden Fall ist die Gruppe m.E. genaue das geistige Kind derer, die die FAU Hamburg 30 JAhre lang so, ja genauso „kultiviert“ haben. Ich kann die Art und Weise, wie in der FAU HH oder im ASK Anarchosyndikalismus angegangen wird, beim besten Willen nicht auseinanderhalten. Kommt schon, hier tummeln sich genug Leute, die noch nicht mal in der Lage sind, sich in Gruppe größer als 10 Leute einzubringen, ohne dass es knallt und der Laden auseinanderfällt. Aber wahrscheinlich hatten dann die anderen mal wieder nicht verstanden, was der „richtige“ Anarchosyndikalismus ist. Dabei könnt ihr es doch ganz einfach beweisen, liebe Herren vom ASK oder sonst wo: Baut eure Organisation auf, führt die Kämpfe und lasst z.B. die FAU Berlin alt aussehen. Bedeutet Syndikalismus nicht genau das: Argumente durch die Tat? Dann könnt ihr klugscheißern und nach euren 10 Bier erklären, wie die Revolution läuft. Aber so, nee, echt, da fehlt die credibility, Jungs!
    Komm Folkert, leg los! Ist doch ne Steilvorlage… ich rieche schon, wie der Schaum im Mund sich zusammenbraut.

  19. glouton permalink
    16. Dezember 2009 01:46

    @ Jupp: baut die Organisation auf, führt Kämpfe – und ob die FAU Berlin dabei alt aussieht oder nicht, ist nebensächlich. Genau um dies geht es. Und Du hast Recht, dass dies nicht bei Internetdiskussionen entschieden wird. Aber Du hast wenigstens eine Meinung . Auch wenn ich sie nicht teile.

    „Organisation ist eine notwendige Sache, aber wenn darüber der Geist und der Impuls des Handelns erstickt wird, so ist sie schädlich. Das hat Deutschland erfahren müssen in dieser schweren Zeit. Man hat dort lediglich organisiert, um alles auf eine bestimmte Norm zu bringen und verlor dabei die Beweglichkeit und die Initiative des Handelns.“ Rudolf Rocker (22.07.1933)

  20. 16. Dezember 2009 11:00

    @Udo: Jede Organisation täte schlecht daran, interne Probleme öffentlich zu diskutieren! Dem Internet wird zuviel bzw. das falsche zugemutet. Es kann nur als Möglichkeit für die schnelle Verbreitung von Information dienen, auch z.B. Ergebnisse von Diskussionen, nicht aber als Diskussionsplattform. Der Platz einer Auseinandersetzung mit einem Problem ist immer noch dort, wo die direkt Betroffenen sind und das Setting ist idealerweise die Vollversammlung (eine Syndikats, einer Ortsgruppe…) oder Delegiertenkonfernez (Regionalkoordination, Kongress…). Eine „Kommentarfunktion“ auf der FAU Seite kann man machen, oder nicht – das ist irgendwie voll Wurscht. Ist man nicht bei der FAU, kann man sich ja an sie wenden und zwar persönlich, indem man sagt wer man ist und aus welcher Position (als Ex-Mitglied, als besorgteR LinksradikaleR, als ArbeiterIn…) man kritisiert. Das bringt einen selbst und die FAU sicher weiter, als anonyme Kommentare, die man mal so eben auf einer Website hinterlässt…
    Eines ist aber wohl wahr: Die FAU könnte sich bemühen, sich nicht um linksradikale Befindlichkeiten zu kümmern. Klar kommt wahrscheinlich der Großteil der Mitglieder aus der Szene, doch es wäre gut, sich davon zu emanzipiern – „Anarchosyndikalismus ist nicht links“, hieß es mal. Aber das müssen die Mitglieder der FAU machen und nicht KonsumentInnen einer Homepage!

  21. Nestor Burma permalink
    16. Dezember 2009 11:59

    Hallo Ert, ich denke mit deiner Heransgehenweise verbaust du dir bzw. der Bewegung die Zukunft. Bei mancher berechtigter Kritik am Netz ist dieses doch eine sehr gute Möglichkeit das GenossInnen und Interessierte hier einen Platz zum Austausch und der Bewusstseinsbildung haben. Die Zeiten haben sich geändert. Frontalunterricht ist nicht mehr angesagt, die Menschen – und damit auch unsere Klasse – hinterfragt mehr, ist kritischer geworden. Das ist gut so. Vielleicht läuft es bei euch in Österreich ja gut auf den Treffen. Hier in der FAU ist die Situation vor Ort sehr unterschiedlich. Es gibt aktive Gruppen, es gibt inaktive. Bist du als engagierter Mensch in einer inaktiven Gruppe ist der Austausch über das Netz sehr wichtig. Bist du in einer Gruppe mitt vielen Mitgliedern gibt es kaum (oder keine) inhaltlichen Diskussionen, da die praktischen Erfordernisse oftmals alle Zeit absorbieren. Auch ist nicht jedes Mitglied 24-Stunden im Einsatz für die Sache, sondern hat z.B. andere Verpflichtungen. Die Realität ist es an der wir uns ausrichten müssen. Und die zeigt das Internetforen – wie dieses hier – gewünscht und gebraucht werden.

  22. Nestor Burma permalink
    16. Dezember 2009 12:14

    an Jupp:

    Du bist einer dieser Charaktere die ich auf den Tod nicht ausstehen kann. Eingebildet, Klugscheisserisch und wahrscheinlich auch noch eine Art dominanter Wortführer in deiner Gruppe. Dein Beitrag ist unsolidarisch. Nicht das er nicht vielleicht auch ein Fünkchen Wahrheit enthält. Aber der Ton macht die Musik. Und dein dummer Rundumschlag ist einfach peinlich und keine Werbung für die FAU, der du wohl offensichtlich angehörst.

    Genau: Argumente durch die Tat. Dann wird also anstatt der Demo am Samstag die Belegschaft des Babylon Kino ja jetzt sicherlich in den illegalen Solidaritässtreik mit der FAU treten. Getreu der richtigen Aussage des Genossen Holger Marcks: „Was ist schon eine Demonstration gegen einen Streik?“

    Und deinen kleinen miesen Angriff auf F. aus Hamburg kannst du stecken lassen. Der schreibt unter seinem Realname, steht seit Gründung der FAU AKTIV in der Bewegung. Ohne ihn gäbe es keine Direkte Aktion, keine in den diversen linken Auseinandersetzungen behauptete anarcho-syndikalistische Organisation, kein so intensives Unterstützen von Strike Bike und vieles mehr. Er ist ein Mensch mit Kanten und klaren Standpunkten. Im Gegensatz zu anderen kann man ihn aber jederzeit kritisieren und wenn er mal Mist baut dann steht er auch dazu und versteckt sich nicht hinter Ausflüchten.Diese „Credibility“ wirst du niemals erreichen. Da bin ich mir sicher. Denn dafür hast DU zuviel Schaum vor dem Mund.

  23. 16. Dezember 2009 12:28

    @ jupp:
    könnte man auch so sehen, wie du, muss man aber nicht- es sei denn, mensch (mann, jupp, o.äh.) will es sich einfach machen- fakten bleiben fakten, auch wenn sie geflissentlich ignoriert werden- andere OGs alt aussehen lassen , kann auch nich wirklich der Antrieb sein, nech-
    Und, wo Kisten völlig verfahren sind, sollte sich schon im Sinne inhaltlicher Auseinandersetzung damit beschäftigt werden, anstatt zu sagen, andere OG, is nich mein Ding, -wenns schon anfängt, zu riechen!
    Und, wenn Du nicht weisst, „was Du von der Anti-D-Sache halten sollst, dann frag ich Dich ernsthaft, wie Du zu so was stehst, denn es gibt genügend Stellungnahmen dazu, warum wir sagen, wir sind nicht volk, wir sind klasse!
    @alle:
    Ich gebe Udo und Gluton recht, und natürlich geht es unter anderem auch darum, wenn ich vor Ort Kollegen habe, die sich interessieren, in welchen Städten kann ich die mit zum Syndikat nehmen, ohne Blamage! Und wo treffe ich stattdessen auf massenhaft „Studentisch-Vegane-Antideutsche“ mit Vorturnern, denen die Anderen an den Lippen hängen, und informellen Strukturen, die auf sie ausgerichtet sind, so wie das in den schlimmsten „Autonomen“-Gruppen der Fall ist, nur daß es hie FAU heisst und sich anarchosyndikalistisch nennt?
    Andererorts gibt es auch toll funktionierende Syndikate, und daher geb ich die Hoffnung nicht auf, selbst wenn vor Ort Diskussion verunmöglicht wurde und wird.

  24. Aug und Ohr permalink
    16. Dezember 2009 12:34

    Wenn es diese Schwätzbude hier nicht schon geben würde, müssten die Dienste sie erfinden.

  25. 16. Dezember 2009 14:14

    @ Nestor Burma: Natürlich kann das Netz einiges bieten. Aber eine öffentliche interne Diskussion ist absurd. Wer darf mit diskutieren, wer darf entscheiden, wer liest mit (wie intelligent ist es, wenn Arbeitgeber die internen Diskussionen und Entscheidungen lesen können)?! Es gibt ja auch interne Foren, das ist etwas anderes. Aber ein persönliches Treffen ist nicht ersetzbar. Natürlich gibt es gibt es Probleme in manchen Syndikaten und OG’s und natürlich sind nicht immer Treffen möglich und natürlich sind manche Teile einer Organisation oft und lang passiv oder gar inaktiv, auch und gerade in Wien. Nur eines ist klar: Wenn man nicht virtuell streiken kann, kann man auch nicht virtuell Gewerkschaft sein! Dass das mit den Treffen nicht mehr so funktioniert wie „früher“ hat sicher nichts mit einem kritischeren Bewusstein zu tun, im Gegenteil: Das Netz kann einem ja auch den Eindruck vermitteln, dass ständig was passiert – wozu sich also aufregen, oder sich organisieren, oder sich am Riemen reisen, um doch mal wieder auf ein Treffen zu gehen? „Irgendwer macht macht eh irgendwas, hab ich doch im Netz gelesen und ein Kommentar hab ich auch hinterlassen, hab mich also aktiv beteiligt“.
    Das ist leider so – eine inaktive Gruppe wird durch das Netz nicht aktiver. Und von Frontalunterricht war nie die Rede: im Gegenteil ist ein demokratischer Austausch eben nur in Versammlungen möglich. Ansonsten bräuchte die FAU oder die FAS ja auch nur ein Büro mit einem leistungsstarken server und fertig ist die Online-Gewerkschaft…

  26. Jupp permalink
    16. Dezember 2009 14:15

    @nestor burma
    Cool, Rock n Roll!!!!!!!! Jetzt können wir uns ja endlich mal die Hand reichen. Ich dachte mir, wenn ich hier schon einen Kommentar schreibe, dann bin ich doch so höflich, und mache das auf dem Niveau des Gastgebers (der Dikustanten) hier. Und wenn wir jetzt noch ein paar Mal abwechselnd in die Tasten hauen und uns schön beschimpfen (halt, hier nennt sich das „Kritik“!), also, äh, kritisieren, dann müsste ja nach der Logik, wie toll es ist, solche Dinge öffentlich auszufechten, der Syndikalismus wunderbar gestärkt aus dieser Chose hervorgehen. War doch irgendwo so, nicht wahr: SyndikalistInnen sind die besseren Menschen, die können mit Kritik umgehen, sind nämlich selbstkritisch usw. Und bei wem das Bashing, äh die Kritik, dann mal nicht auf so viel Freude stößt, für die hat man dann nur „Hohn und Spott“ übrig. („;-)“) Oink, oink. Und och, ich gehöre zu den Typen, die du nicht magst. Ja, erstmal hast du natürlich recht, ich würde dich wahrscheinlich auch nicht mögen, weil du einer derer bist, die meine Rolle als Diktator in meiner OG in Zweifel ziehen 😉 aber davon abgesehen: geht es darum, ob mensch sich mag? Ich dachte immer, es geht darum, wie gestaltet mensch die Gewerkschaft, damit auch unterschiedliche Charaktere miteinander arbeiten können, ohne dass es bei Animositäten gleich den Laden zerlegt, wie führt mensch intern Diskussionen, ohne sich bundesweit in politische Scheingefechte zu verwickeln, wo in Wirlichkeit nur die Cliquen dicker Kumpels dahinter stecken, wie führt mensch Strategiedebatten und reflektiert Kritik, ohne nach außen ein sektenanmutenden Bild des politischen Gekeifes zu vermitteln, bei dem kein masochistischer Mensch Bock hat, sich in solch einen Kreis zu bewegen usw ff . Stattdessen: Wenn die Beschäftigten des Babylon, die sich zum ersten mal organisieren, sich solcher Dreckkübel wie hier erwären müssen, weil sie nicht gleich die Bude angezündet und die Revolution gemacht haben, dann ermutigt das nicht gerade, sich in einem solchen Dunstkreis zu organisieren, dort zu bleiben und auch stück für stück zu lernen. Aber schluss, für jetzt. Ich glaube, ich finde Gefallen an der Seite hier und markiere das gleich mal als Lesezeichen. Ist ein guter Ausgleich zu den üblichen Diskussionen. Hier kann man mal so schön destrukiv sein, rumwettern, den Frust rauslassen und „Hohn und Spott“ verteilen. Und das schönste daran: da sind wir anscheinend sogar einer Meinung 😉 Vielleicht sollte die FAU am besten die DA wieder so ausrichten wie hier die Seite, wie damals, als die FAU sich vor der halben Nation öffentlich die Köpfe eingeschlagen hat … so ne richtig dufte Daily Soap: „Gutes Syndikat, böses Syndikat“ (frei nach Micha).

  27. 16. Dezember 2009 14:42

    Du, Jupp, bist leider nur polemisch- nix gegen polemik an sich- aber argumente für deine sichtweise, auseinandersetzungen klandestin zu halten, hast du hier nicht mit eingebracht- und die solidarität mit den babylon-kollegen in so abrede zu stellen, ist schlichtweg unlauter, soll das alles vielleicht von wirklichen, fähigen diskussionen ablenken? Daß sich mancherorts was ändern muss, auch mit der unterstützung von libertär tickenden genossen, wird aus den diskussionen hier doch offensichtlich!
    Und daß dieses anführertum zu allem möglichen, aber nicht zu einer syndikalistischen, auf augenhöhe ausgerichteten praxis führt, zeigen die beispiele ganz sicher auch.
    Und noch ein wort zu den klandestin- aufforderungen á la aug und ohr, und weitere:
    Die fau ist eine offen arbeitende gewerkschaft, ja, gewerkschaft! und da braucht es wohl keine verschwörungstheoretisch relevanten klandestinen zusammenhänge, sowat läuft echt anners! – da ist und bleibt offenheit und ehrlichkeit die beste waffe, die wir anarchisten haben können, und ich werde auch nicht müde, das gegenüber kungel-fans und harmoniesüchtigen kind-im-brunnen-lassern immer wieder zu sagen!!!
    LA VERDAD ES LA MAS TEMIDA DE LAS FUERZAS REVOLUZIONARIAS!
    ales andere ist strunz.

  28. Uschi Glas permalink
    16. Dezember 2009 15:22

    erstmal toll dass hier nicht zensiert wird und alle Meinungen zugelassen werden. Rock’n Roll find ich gut, aber um was gehts denn gerade?

  29. Anna Amalia B. aus Weimar permalink
    16. Dezember 2009 15:37

    Ich finde es besser, wenn der Jupp hier ein Ersatzforum hat. Stellt euch vor, der führt sich bei seinen FAU-Treffen genauso auf 🙂 Die Bewegung hätte ein echtes Problem und erst recht die KollegInnen im Babylon. Auf etwas Kritik so überzureagieren? Die Solidarität überwiegt doch bei weitem, was sollen diese Anfälle hier?

  30. glouton permalink
    16. Dezember 2009 17:02

    @Jupp: Eine Diskussion wird dann interessant, wenn es um Substanz geht, und nicht wer gut und böse ist. Da muss ich Dir Recht geben. Und wenn es darum geht, wie man eine Gewerkschaft so gestaltet, dass auch unterschiedliche Charaktere in ihr arbeiten können – dann müssen die unterschiedlichen Charaktere nun mal auch berücksichtigt werden.
    Und da würde mich mal interessieren, wie Du es ermöglichen willst, dass jemand der größten Wert auf Formalismus, Statuten etc. legt, mit jemandem zusammen arbeiten soll, dem es um die erfolgreiche Durchsetzung einer Forderung geht? (Weiter oben, hab ich ein Zitat von Rudolf Rocker angeführt – welches genau dieses Problem ziemlich genau trifft).

  31. 16. Dezember 2009 17:07

    Es hat nichts mit Verschwörungstheorie oder klandestinen Zusammenhängen zu tun, wenn man zwischern intern und extern unterscheidet. Das macht auch der DGB. Die Treffen sind offen, jedeR kann hin, alles ist transparent, wenn man sich dafür interessiert – nur z.B. Polizisten und ArbeitgeberInnen dürfen nicht dabei sein. Das war auch in der historischen CNT so, das ergibt auch die Logik. Man kann Offenheit leicht mit Beliebigkeit verwechseln und Kritik mit Ablehnung.

  32. Garcia R. permalink
    16. Dezember 2009 17:47

    Huhu ert

    werden hier Internas ausgeplaudert? Schau mal auf libcom.org, da tauchen die IAA-Protokolle eher auf, als sie den Mitgliedssektionen zugehen:-)

    • 17. Dezember 2009 11:28

      Tja, ob es sinnvoll ist, Protokolle zu veröffentlichen, sei mal dahingestellt. Die Ergebnisse von Diskussionen zu veröffentlichen macht eher Sinn.
      Ein zusätzliches Problem ist ja auch, dass das Netz halt nicht, wie von manchen angenommen, eine breitere Partizipation garantiert. Einserseits gibts so eine Fülle von Information(en), die man oft nicht mehr sortieren kann, wenn man nicht von Anfang an dabei war, andererseits ist es fast unmöglich, via I-Netz Entscheidungen herbeizuführen (außer: wer ist dafür, wer dagegen – und auch nur dann, wenn sich wirklich alle beteiligen).
      Nichtnur einmal ist es mir passiert, dass langwierig aber immer „hochaktuell“ und durch 15.000 Wörter vermittelt, im Netz diskutiert wurde, um dann auf einem Treffen, die Frage, um was es eigentlcih geht (weil der/ide fragende keine Zeit oder Energie hatte, tausende Mails zu lesen) , in einem Satz beantworten zu können!
      Weil es hier die Fetststellung gemacht wurde, dass die Leute nicht 24 Stunden/Tag Zeit haben: Das ändert sich auch durch das Netz nicht – Wenn ich keine Zeit hab, auf ein Treffen zu gehen, hab ich auch keine Zeit stundenlag Mails und Foren durchzulesen und mir eine Meinung zu bilden und diese zu artikulieren…

      • Garcia R. permalink
        17. Dezember 2009 13:03

        Ich denke, es geht auch nur ums Diskutieren, bzw. den Informationsaustausch. Mehr leistet das netz nicht. Aber das ist schon eine ganze Menge. Hier gabs bereits reichlich informative Diskussionsbeiträge. Vielleicht gibt das eine oder andere auch Anregung und Impulse. In der FAU wird auch übers Netz diskutiert, läuft da nicht anders, nur dass es hier die Schnittstelle zu noch nicht organisierten gibt, das finde ich sehr wichtig.

        Interna könnten auch woanders ausgeplaudert werden, da brauchts nicht diese Forum hier.

  33. Jupp permalink
    16. Dezember 2009 19:21

    …und weiter auf der A7: natürlich gibts hier von mir nur „Polemik“, das ist doch der inoffzielle Name dieser Seite. Oder? Ich fühle mich hier in bester Gesellschaft. In meiner OG bin ich nämlich heftiger „Kritik“ ausgesetzt, wie ich mich immer bei Treffen aufführe wie die Wutz. Die fühlen sich auch alle so unterdrückt von mir, dass die überlegen ein Abspaltungsprodukt zu gründen, um den wahren AS zu verteidigen. Der Clou dabei: wenn ich diesen Machtkampf verliere, mache ich das Gleiche! Das ist doch das schöne an der Szene: mensch kann sich so schön inflationär gegenseitig den Vorwurf an den Kopf hämmern, wie dominierend die anderen (Vorturner, Anführertum usw) doch sind, wenn einem etwas nicht passt. Den Rest beleidigt mensch dann einfach mal indirekt als dumme und mitblöckende Schafe. Das zieht! Am besten garniert mensch das dann noch mit nem aus dem Kontext gerissen Rocker Zitat und lobpreist die Strukturlosigkeit, weil die keine „Führer“ zulasse (nun ja, eigentlich ja schon, nur ist mensch es dann ja selbst und kann informell durch das lauteste Rumschreeien Bild und Kurs der Organisation am besten prägen). Am Ende bricht man dann noch, fast schon hippiesk, alles schön auf ne persönliche Ebene runter, wonach das alles nur an diesen Personen und jenem Verhalten liegt, am falschen Bewusstsein oder sonstewas. Und worüber lachen sich dann zum Beispiel Anti-Ds und Anti-Imps wiederum gemeinsam kaputt? Na, wisst ihrs? Um innerAS-Streite wie z.B. in Hamburg, wo sich zwei F.s nicht mehr lieb hatten. Und woher kommt nun der ganze Frust und die Liebe zur Spaltung? Weil die alten „Vorturner“ nun nicht mehr einfach den lautesten Krach schlagen können. Eben! Die Sache ist nämlich ganz einfach, Volldeppen wie ihr und ich (zumindest wie ich ihn gerade hier spiele) gibt es immer und überall, in jeder Organisation. Jetzt könnte mensch das Problem entweder personalisieren (auf die Charaktere abzielen oder so) oder mensch überlegt sich, wie mensch strukturell damit umgeht, dass solche destruktiven Potentiale abgefedert werden können. Oder ihr sagt: nee, voll unarchistisch, ey! Und lasst dem den freien Lauf. Und dann setzen sich sich halt Vollhorste wie ich einer bin in die Gruppen rein und starten mit Vorliebe Dumm-Diskussionen auf Bundesebene über imagierte Probleme, nur um ne Ausrede zu haben, weil ich selbst nichts auf die Kette kriege. Wenn irgendwo etwas geht, weiß ichs natürlich besser und verwende meine ganze Zeit darauf, die Abläufe zu kommentieren (cool kommst dann noch, wenn ich das dann noch kritisch-solidarisch nenne). Und da bin ich dann recht kreativ: Erst beschwere ich mich, dass der libertäre Pluralismus und die lokale Autonomie oder sonstwas keine Verbindlichkeiten zulasse, im nächsten Atemzug beschwere ich mich über Verbindlichkeiten und Formalismen usw. Was keiner weiß: gerade ich selbst bin jemand, der sich an keinerlei Absprachen halten kann und mir selbst nirgends reinreden lasse. Pfiffig, nicht wahr? Ach, syndikalismus.tk, warum habe ich dich erst jetzt entdeckt? Das ist richtig back to roots. Hier kann ich meine phythoneske Ader ausleben: die Volksfront von Judäa lässt grüßen.

    • Spaßvogel permalink
      17. Dezember 2009 04:43

      Du würgst aber arg hülflos, Du alter Nüchtschwümmer.

    • Frank permalink
      17. Dezember 2009 13:41

      Sag mal Jupp, hat Dein Therapeut gerade Urlaub?

  34. Prolet permalink
    16. Dezember 2009 21:03

    Werden hier etwa die anstehenden aktuellen Kampfmaßnahmen fürs Babylon von den Berliner Genossen ausdiskutiert?
    Hier werden nur unterschiedliche Meinungen zu bereits veröffentlichen Stellungnahmen der Berliner gepostet und diskutiert.

    @ Aug und Ohr und alle anderen Verfolgungswahnsinnigen
    Was seid Ihr denn für ein paranoide Gartenzwerge?

    Paranoia bedeutet alle Fakten zu kennen. OK.

    Nun mal ehrlich, glaubt hier irgendwer, dass der V. nicht in der Lage ist, auch nur einen in die FAU einzuschleusen (auch wenns eine Miniorganisation ist)? Glaubt hier wer, dass die FAU die einzige Organisation ist, die die nicht ausspähen?

    Ein einziger Account und sie wissen absolut alles, und glaubt hier jemand ersthaft, dass es nur einer ist?

    Hier was zum Entspannen:

    • Sabine permalink
      17. Dezember 2009 05:13

      Ich glaube, die haben ganz andere technische Möglichkeiten, die brauchen gar niemanden mehr einschleusen, dass was wir an Technik bekommen, ist reichlich veraltet, gegen das was Militärs und Geheimdienste zur Verfügung haben. Die zapfen den Surfer an, auf dem die interne Kommunikation läuft, und erfahren so alles, notfalls ungesetzlich, kann denen doch egal sein.

  35. glouton permalink
    16. Dezember 2009 22:08

    @Jupp: schön um den heißen Brei herumgeredet, alle Achtung. Diesen Abschnitt zum Beispiel fand ich sehr schön, zumal er sich entpersonalisiert wohl auf mich bezog (oder werd ich größenwahnsinnig? :-)):
    „Den Rest beleidigt mensch dann einfach mal indirekt als dumme und mitblöckende Schafe. Das zieht! Am besten garniert mensch das dann noch mit nem aus dem Kontext gerissen Rocker Zitat und lobpreist die Strukturlosigkeit, weil die keine „Führer“ zulasse (nun ja, eigentlich ja schon, nur ist mensch es dann ja selbst und kann informell durch das lauteste Rumschreeien Bild und Kurs der Organisation am besten prägen). Am Ende bricht man dann noch, fast schon hippiesk, alles schön auf ne persönliche Ebene runter, wonach das alles nur an diesen Personen und jenem Verhalten liegt, am falschen Bewusstsein oder sonstewas.“
    Polemik ist nicht verkehrt, denn sie belebt das Gespräch. Bloss begründen sollte man sie schon können.
    Also –
    1. wo ist „die indirekte Beleidigung als dumme und mitblöckende Schafe“, die mit dem aus dem Kontext gerissenen Rocker-Zitat garniert ist?
    2. wo ist die „Lobpreisung der Strukturlosigkeit, weil die keine ‚Führer‘ zulasse“? Das Rocker-Zitat stammt übrigens aus einem Briefwechsel Rockers mit Helmut Rüdiger und ist im IISG Amsterdam einsehbar. Es ist eben NICHT aus dem Kontext gerissen, sondern verdeutlicht das Problem, das die Struktur nicht Selbstzweck sondern Mittel ist – und als solches eben absolut notwendig. Wenn die Struktur nicht mehr Mittel, sondern Selbstzweck ist – wird sie schädlich – mehr ist damit nicht gesagt.
    3. apropos „hippiesk alles auf eine persönliche Ebene brechen“ – schau Dir jede beliebige Ortsgruppe der FAU an, und die Konflikte die dort stattfinden oder stattgefunden haben – und dann reden wir weiter. Die persönliche Ebene ist nicht alles, hat aber halt ziemlichen Einfluss – gerade bei kleineren Ortsgruppen oder Syndikaten. Das hängt nicht mit „falschen Bewußtsein“ oder ähnlichem Stuss zusammen, sondern damit dass Menschen nun mal unterschiedlich sind. Und meine Frage – wie diese Unterschiedlichkeit in eine konstruktive Arbeit umgesetzt werden kann, hast Du nicht beantwortet, Mister Ortsgruppenoberdiktator.
    Und apropos nicht gebacken kriegen – es läuft nun mal zu Deiner Information nicht alles im Rahmen der FAU, und sich vor der FAU bei Arbeitskämpfen zu rechtfertigen – nun, bin ich nicht verpflichtet. Verpflichtet bin ich es gegenüber Mitgliedern meiner Organisation – und Punkt. 🙂 Wenn Du es Dir zutraust eine konstruktive Antwort zu geben, bin ich gespannt. Ansonsten – viel Spass beim Polemisieren – dann ohne mich. 🙂

  36. äh auch FAU permalink
    16. Dezember 2009 22:12

    Holla Waldfee! Was für ein Diskussionsbedarf! Wollt nur kurz schauen und les mich fest..

  37. delatora permalink
    17. Dezember 2009 01:37

    @ Folkert

    Prima dass Du die Arbeit vom Verfassungschutz übernimmst und hier die internen Strukturen der FAU samt angeblicher Umugzprofile von Migliedern der FAU breitritts. Was bekommst Du denn dafür?

    Dir ist hoffentlich klar, dass Du Dich auf einem glatten Eis bewegst und es deiner Reputation nicht gerade dienlich wäre, wenn Leute, die Dich kennen einmal über dein soziopathisches Profil und das dem entsprechende Bild, dass Du in deinen Organisationszusammenhängen in den letzten 20 Jahren abgegeben hast an dieser Stelle aus dem Nähkästchen plaudern würden. Also pack die Giftspritzen ein und bleib bei den Inhalten, wenn Du es dann noch schaffen könntest, das zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu tun, bekommst glatt ein schwarz rotes Sternchen von mir!

    • Garcia R. permalink
      17. Dezember 2009 13:06

      Um zu sehen, wer von uns wohin umzieht, ist bereits in den Dateien der Einwohnermeldeämter verbucht, da brauchts keinen Folkert 🙂
      Generell stimme ich aber zu: bitte keine Interna hier.

    • pandora (nicht aufmachen!) permalink
      17. Dezember 2009 13:18

      es braucht keinen verfassungsschutz um die og hamburg zu zerstören. dazu reichen schon ein paar neurechte , rassistische antid`s, um den laden intern aufzumischen. physische drohungen könnten echos geben. folkert steht da nicht alleine.

    • 17. Dezember 2009 14:11

      @ delatora

      »Am ehesten ist Soziopathie mit dem modernen Begriff der dissozialen Persönlichkeitsstörung (auch amoralische, antisoziale, asoziale, psychopathische Persönlichkeitsstörung) gleichzusetzen.«

      Danke für die kostenlose ärztliche Beratung. Meine letzten Untersuchungen hatten allerdings bei Experten keinen Befund erbracht, außer körperlichen Gebrechen. Wenn Du den Mumm hast, Deinen Namen zu nennen und auch Deine Fehlverhalten in den letzten 20 Jahren offenzulegen, na, sag‘ wo wir uns unter therapeutischer Beratung oder „Moderation“ mal treffen können …

      Abgesehen davon – Du hast die ersten 13 Jahre meines Treibens in der FAU vergessen (ganz speziell meinen Rausschmiß 1979 durch Leute, die als Stadtguerilleros anfingen und heute hier LINKE mit roten Socken spielen) …

      … und INTERNAs kann ich gar nicht ausplaudern, weil ich keine mehr habe, denn ich bin im April 2008 ausgetreten und wir haben eine eigene Gruppe …

      … aber damals unterstellte mir und einem anderen Mitglied eine Genossin (hoffe, sie ist wieder gesund!), ich würde für den Geheimdienst arbeiten. Es gibt also noch mehr Leute, die anderen gerne -mangels Argumenten- krankhaftes Sozialverhalten und IM-Zugehörigkeit unterstellen. Du selbst bezeichnest Dich ja als Polizeispitzel (weiblich), wie passend.

      Sollte es das Interesse einiger FAUist@s wirklich sein, dass mehrere konkurrierende AS-Organisationen nebeneinander in Deutschland bestehen, na, dann man gute Nacht, glaubt ihr, das es so viel Platz gibt?

      Ich kümmere mich jetzt mal weiter um mein soziopathisches Profil und arbeite weiter.

    • Prolet permalink
      17. Dezember 2009 14:21

      Wie bereits erwähnt:
      Eine „delatora“ reicht dem VS völlig um über diesen Account alles zu wissen.
      Ist das FAU-System unanzapfbar?

      Außerdem wurde von Folkert nur der Umzug zwischen zwei Großstädten genannt ohne Jahresangabe. Wieviele gabs wohl in den letzten Jahren zwischen diesen?

      Paranioa ist heilbar.

  38. Spaßvogel permalink
    17. Dezember 2009 05:00

    Hier noch etwas für alle Freundinnen und Freunde des
    Intergalaktischen Syndikalismus (IS)

    Kommunikation ist alles ……

  39. 17. Dezember 2009 17:16

    das ist ja furchtbar hier. wie waere es, wenn die verkrachten leute und gruppen endlich mal nen weg finden würden, in dem sie sich einfach nebeneinenar arbeiten lassen, und mit diesem schrecklichen persönlichen angepisse aufhören.
    und vielleicht dann, wenn es um die wurst, naemlich um arbeitskaempfe geht wie auch immer zusammenarbeiten um diese zu gewinnen. nun ja, ein glück, dass ich in der faub bin – da haben wir diesen diskussionsstil zum glueck weitgehend hinter uns gelassen.
    libertaere gruesse
    p.

    • Udo permalink
      17. Dezember 2009 17:29

      Ich dachte, dieser Krach hier hätte damit angefangen, dass ein „cholerischer“ Berliner seine Jauche ausgeschüttet hat? Wenn ihr den mal etwas zurückhaltet, wohl den „Jupp“, dann gibts mehr Sympathien. Berlin unterstütze ich nur der Sache wegen, nicht wegen dieser Rumpöbler hier 🙂

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