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Ein Klassiker zur Geschichte des Anarcho-Syndikalismus und Unionismus in Deutschland jetzt als PDF

4. August 2010

Hans-Manfred Bocks „Syndikalismus und Linkskommunismus von 1918-1923“, herausgegeben im Jahr 1969 liegt nun in einer vollständigen PDF-Ausgabe vor.

Das Buch ist heute vergriffen und findet sich nur noch antiquarisch. Zwar enthält es in der Beschreibung der Bewegung auch einige Fehler, die spätere – und damit aktuellere Forschungen – berichtigten; doch nach wie vor ist dieses Buch ein Standartwerk, das allen an der Geschichte der revolutionären Arbeiterbewegung interessierten empfohlen werden kann.

Hier das Inhaltsverzeichnis:

Bild anklicken für Großansicht.

Download des Buches hier

Hinweis gefunden bei “RaumgegenZement”


6 Kommentare Eins hinterlassen →
  1. 4. August 2010 12:10

    tipp für leute die das buch in echt in der hand halten wollen, sind universitätsbibliotheken; es ist z.B. in der universitätsbibliothek kassel vorräötig.

  2. 4. August 2010 12:13

    Aus diesem Erstwerk wird leider noch heute in Zeitungen usw. viel zuviel abgeschrieben, was schief oder falsch liegt…..
    Es empfiehlt sich wirklich der zweite Text von Bock: “Anarcho-Syndikalismus in Deutschland – Eine Zwischenbilanz” aus der IWK von 1989. Wäre schön, wenn dieser auch digitalisiert würde :-)

  3. Bonaventura Permalink
    5. August 2010 14:41

    Das Buch ist in 2. Auflage 1993 unter dem Titel “Syndikalismus und Linkskommunismus von 1918 bis 1923. Ein Beitrag zur Sozial- und Ideengeschichte der frühen Weimarer Republik” in der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft Darmstadt erschienen. Es handelt sich dabei um einen bis auf einige minimale Korrekturen unveränderten Reprint der ersten Auflage. Das Vorwort (“war so sehr situaitionsgebunden”) sowie den biographischen Anhang (“durch die zahlreichen neueren Arbeiten veraltet”) hat Bock für die Neuauflage weggelassen. Hinzugekommen sind stattdessen eine Ergänzung der Bibliographie (reichlich 200 Titel) sowie ein Nachwort: Syndikalismus und Linkskommunismus in der Frühgeschichte der Weimarer Republik – neuere Studien und Erkenntnisse” (S. 475 – 493).
    Ob es noch im Handel erhältlich ist, weiß ich nicht. Gut sortierte Uni-Bibliotheken sollten es aber haben, sodaß es möglich ist, sich die Ergänzung zur Bibliographie und das Nachwort zu kopieren

    • 5. August 2010 18:40

      ist im buchhandel vergriffen aber teilweise noch in den einschlägigen Internet-Antiquariaten zu bekommen … kann mich entsinnen, dass die zweite Auflage 1993 von vielen damals als überteuerte Mogelpackung empfunden wurde … eigentlich sind alle damals im Kreis um Wolfgang Abendroth entstandenen Werke zu den “linken Zwischen- und Splittergruppen” (Tjaden zur KPO, Drechsler zur SAPD, Ihlau zu den Roten Kämpfern, Link zu ISK/IJB …) nach wie vor alle empfehlenswert

      p.s.: ein neues Archivupdate meinerseits: http://entdinglichung.wordpress.com/2010/08/05/neues-aus-den-archiven-der-radikalen-und-nicht-so-radikalen-linken-43/

      • Bonaventura Permalink
        6. August 2010 04:57

        Hast recht – ich kann auch nur empfehlen, diese Bücher, sofern sie zu einem eingermaßen erschwinglichen Preis zu bekommen sind, anzuschaffen.

        Olaf Ihlaus “Die Roten Kämpfer” ist 1971 regulär vom Politladen Erlangen (damals auch eine der ersten Adressen für sozialistische Literatur) zum seinerzeit sensationellen Preis von 7,- DM nachgedruckt worden. Das Buch enthält auf gut 30 Seiten eine komprimierte und sehr ordentliche Geschichte der KAPD, eine wichtige Ergänzung zum Buch von Bock, Die “Roten Kämpfer” – ursprünglich die Zeitschrift einer studentischen Oppositionsgruppe in der SPD, waren Kristallisationspunkt der bei der SPD ‘untergetauchten’ Rätekommunisten (Karl Schröder, Bernhard Reichenbach, Alexander Schwab u.a.). Hochinteressant sind ihre Analysen des NS wie des Bolschewismus (die von Helmut Wagner für die RK verfaßten ‘Thesen zum Bolschewismus’ werden oft den Holländischen Rätekommunisten der GIC zugeschrieben). Die SPD faßte auf ihrem letzten Parteitag vor der Machtübergabe (Leipzig 1931) einen Unvereinbarkeitsbeschluß gegen die RK – die Diskussion im Parteitagsprotokoll hat Lehrstückcharakter … Gegen die Nazis konnten die RK (wie andere kleine und hellsichtige sozialistische Organisationen wie die FAUD, der ISK und die KPO) sich relativ lange behaupten, aber letzlich wurden auch sie zerschlagen und viele durchlitten Knast, KZ und wurden oft genug ermordet.

        Ach, Entdinglichung, deine Seite ist schon Klasse – gut, daß es solche Archivare unserer Geschichte im Internet gibt. Chapeau!

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