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Colin Ward gestorben

22. Februar 2010

Am 11. Februar 2010 verstarb der bekannte britische Schriftsteller und Anarchist Colin Ward im Alter von 79 Jahren. Colin wurde am 14. August 1924 in Wanstead/Essex geboren. Die Erfahrungen, die er in der britischen Armee im Zweiten Weltkrieg machte,  liessen ihn zum überzeugten Anarchisten werden. Schon bald wurde er zu einer bedeutenden Persönlichkeit des britischen Nachkriegsanarchismus. Vor allem im Bereich der Stadtplanung und der Architektur veröffentlichte er zahlreiche Schriften, in denen er anarchistische Lösungsvorschläge anbot. Von 1947 bis 1960 war er Redakteur der “Freedom” und begründete danach die monatliche Zeitschrift “Anarchy”, als deren Herausgeber er von 1961 bis 1970 tätig war. Die Anglia Ruskin University ernannte ihn 2001 zum Ehrendoktor.

Möge Dir die Erde leicht sein Genosse!

Eintrag bei der englischsprachigen Wikipedia zu Colin Ward

5 Kommentare leave one →
  1. Anarchosyndikalist Permalink
    22. Februar 2010 16:56

    Ein großer menschlicher Verlust für die gesamte anarchistische Bewegung.

    Ein interessanter Text auf deutsch findet sich hier
    http://www.anarchismus.at/txt4/colinward.htm

    • Markus Permalink
      22. Februar 2010 20:13

      Dem kann ich mich nur anschließen.
      Colin Ward´s Buch “Anarchy in Action” ist vielleicht das wichtigste spezifisch soziologische Werk des Gegenwarts-Anarchismus. Stets verständlich, undogmatisch, praxisbezogen.
      Colin Wards kritischer Ausgangspunkt war die Dysfunktionalität hierarchischer, bürokratischer und endfremdeter Strukturen. Ganz pragmatisch betonte er, dass solche Strukturen einfach nicht gut funktionieren. Im Widerspruch zu allen Mythen über die angebliche Organisationsfeindlichkeit libertärer Sozialisten, war der Anarchismus für ihn vor allem eine soziologische Organisationstheorie und -praxis, die bessere Problemlösungen und größere Lebenszufriedenheit in einer Gesellschaft bewirken kann. Nicht dogmatisch, sondern mit zahlreichen praktischen Beispielen und auf Grundlage soziologischer Forschungsergebnisse beschrieb er Möglichkeiten libertärer Selbstorganisation.
      Der Tod von Colin Ward ist ein ganz großer Verlust für die anarchistische Bewegung.

  2. glouton Permalink
    26. Februar 2010 20:25

    Colin Ward wurde 85 Jahre alt. Vielleicht könntet Ihr das noch ändern?

  3. KRAS-AIT Permalink
    26. Februar 2010 20:39

    http://aitrus.info/node/632
    die russische Übersetzung von syndikalismus.tk

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